Auf anderen Seiten: Juristische Aufarbeitung der Coronapolitik

Günter Roth, engagiert im Netzwerk Wissenschaftsfreiheit, weist in seinem Block auf ein aktuelles Gerichtsurteil hin, das er am 10. Januar gegen den Freistaat Bayern erstritten hat:

https://einfachkompliziert.de/verteidigung-der-meinungs-und-wissenschaftsfreiheit-gegen-herdentrieb-cancel-culture-und-mobbing-an-hochschulen/

Widerstand gegen eine freiheits- und menschenwürdefeindliche Coronapolitik lohnt sich, auch wenn die Aufarbeitung nur in sehr kleinen (juristischen) Schritten vorangeht. Es stellt die Verfassungs- und Rechtsordnung auf den Kopf, wenn der Freistaat seine in Teilen verfassungswidrige Coronapolitik gerade dadurch absichern will, dass er einem Kritiker mangelnde Verfassungstreue unterstellt. Wenn das Recht auf körperliche Unversehrtheit angegriffen wird, muss Widerspruch erlaubt sein – wann denn sonst!? Und noch etwas lehrt die Auseinandersetzung: Das Recht auf Wissenschaftsfreiheit muss weit ausgelegt werden, sonst ist es am Ende nicht mehr viel wert. Dem geschätzten Kollegen gebührt volle Hoachtung für seine Klage. Er wäre ein würdigerer „Hochschullehrer des Jahres“ als Drosten & Co., die vom Deutschen Hochschulverband politisch hofiert wurden.

Neuerscheinung: Im Überschwang der Liebe

Wer den Weg Jesu geht, weiß sich schon jetzt getragen von Gottes Liebe, auch wenn diese Welt immer den Regeln formaler Gerechtigkeit, der rechtlichen Absicherung oder der notwendigen Verteidigung bedarf. Jesu Anhänger wissen aber auch: Dies alles wird einmal vergehen, wenn die Weltzeit endet und Gottes Liebe alles vollenden wird. Bis dahin bleiben wir aufgerufen, uns in der Liebe zu bewähren. Wer für Gott aufgeschlossen ist, wird selbst zum Zeugen von Gottes Liebe. Und das bleibt unser Auftrag als Kirche, als Gemeinde in dieser Zeit.

Wie kann das Gebot der Feindesliebe aus der Bergpredigt (Mt 5, 38 – 48) verstanden werden? Eine Antwort gibt ein Predigtvorschlag für den 7. Sonntag im Jahreskreis aus der Zeitschrift „Der Prediger und Katechet“:

Axel Bernd Kunze: Im Überschwang der Liebe (Mt 5, 38 – 48) [Lesejahr A. 7. Sonntag im Jahreskreis], in: Der Prediger und Katechet. Praktische katholische Zeitschrift für die Verkündigung des Glaubens 162 (2023), H. 2, S. 161 – 163.

Rezension: Gastfreundschaft und Freundschaft

„Gastfreundschaft und Freundschaft“ heißt das neue Themenheft der internationalen Fachzeitschrift CONCILIUM. Axel Bernd Kunze würdigt in einer Sammelrezension die folgenden Titel:

Claudia Hofrichter: Gastgeber in Gottes Namen. Die Bibel gemeinsam hören – lesen – leben, Ostfildern: Schwabenverlag 2020, 176 Seiten;

Hubertus Halbfas: Tischgemeinschaft. Die Mahlzeiten Jesu und was daraus geworden ist, Ostfildern: Patmos 2022, 212 Seiten;

Joachim Negel: Freundschaft. Von der Vielfalt und Tiefe einer Lebensform, Freiburg i. Brsg.: Herder 2019, 533 Seiten.

Axel Bernd Kunze (Rezensent): Das große Versprechen, in: Concilium 58 (2022), H. 5, S. 620 – 624.

Rezensionen: engagement 1/2022

engagement. Zeitschrift für Erziehung und Schule erscheint seit 2022 in neuem Gewand. Heft 1/2022 ist mittlerweile erschienen. Neue im Rezensionsteil ist die Rubrik „Das besondere Buch“, passend zum jeweiligen Themenschwerpunkt. Im Themenheft „Katholische Schule heute“ werden folgende Titel rezensiert:

Judith Könemann, Denise Spiekermann (Hgg.): Katholische Schulen – herausgeforderte Identität, Paderborn 2019 (Rez.: Hans-Michael Mingenbach)

Michael Winkler: Kritik der Inklusion. Am Ende eine(r) Illusion, Stuttgart 2018 (Rez.: Axel Bohmeyer).

Wolfgang Wirsch: Hans Küng in der Theologie der Religionen. Von der offenbarten dogmatischen Wahrheit zum interreligiösen Synkretismus, Wachtendonk 2020 (Rez.: Jan Dochhorn).

Neuerscheinung: Pädagogische Herausforderungen in einer heterogener werdenden Gesellschaft

Der Sozial- und Bildungsethiker fragt in der aktuellen Ausgabe von „Glaube + Erziehung“, herausgegeben von der Evangelischen Lehrer- und Erziehergemeinschaft Württemberg e. V. , nach den verfassungsrechtlichen Vorgaben zum Verhältnis von Bildung, Schule und Religion sowie deren pädagogischer Bedeutung:

Axel Bernd Kunze: Pädagogische Herausforderungen in einer heterogener werdenden Gesellschaft, in: Glaube + Erziehung. Zeitschrift für christliche Erziehung 75 (2022), H. 1 (Januar bis März), S. 7 f.

Zur Onlineausgabe: https://www.eleg.de/artikel/glaube-und-erziehung-1-23.html

Leserbrief: „Die Freiheit als ein hohes Gut“

Axel Bernd Kunze reagiert mit einem Leserbrief unter dem Titel „Die Freiheit als ein hohes Gut“ auf ein Interview der Freiburger Sozialethikerin Ursula Nothelle-Wildfeuer im Mantelteil der nord-, ost- und mitteldeutschen Kirchenzeitungen, veröffentlicht in der Weihnachtsdoppelausgabe 51-52/2022 vom 25. Dezember 2022. In diesem heißt es u. a.:

„Gerade die Sozialethik hätte auf die Verantwortung hinweisen sollen, dass Grundrechtseingriffe immer wieder sorgfältig auf ihre Verhältnismäßigkeit hin geprüft werden müssen. Dies war bei der Coronapolitik häufig nicht der Fall; vielmehr wurden Andersdenkende auf üble Weise diffamiert oder ausgegrenzt. Leider setzt Nothelle-Wildfeuer diese Linie fort. So entsteht kein Mehr an gesellschaftlicher Verantwortung – im Gegenteil.“

Tagungsbericht: Zur Aktualität des Gewissens

Friedrich Merz vermochte im April 2022 in der Frage einer Impfpflicht keine Gewissensfrage zu erkennen. Seine Position zeigt exemplarisch, wie wichtig (nicht nur, aber auch) nach einer Coronapolitik, die weiter das Land spaltet, eine Debatte über das Gewissen und seine Bedeutung im politischen und rechtlichen Diskurs ist. Dieser Frage stellte sich eine Tagung, die kurz vor Weihnachten 2022 an der Universität Trier stattfand: „Die Aktualität des Gewissens: Perspektiven der Rechts- und Geisteswissenschaften“. Ein Tagungsbericht findet sich auf den Seiten der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt:

https://www.ku.de/thf/theologie-in-transformationsprozessen-der-gegenwart/aktuelles/detailansicht-theoltrans/teilnehmerbericht-zum-workshop-die-aktualitaet-des-gewissens-in-trier

Veröffentlichung: Vom Sinn der Bildung

Beitrag im CHRISTLICHEN FORUM fragt nach der Bedeutung von Bildung:

Bildung erscheint im öffentlichen Diskurs mitunter als eines jener „Containerworte“, in das jeder hineinpacken kann, was er später gern darin finden möchte. Nicht selten wird zwar von Bildung gesprochen, die dann aber auf nachgelagerte Bildungszwecke verkürzt wird.

Zum Weiterlesen:

Pressereaktion: „Theologen gegen Gender“

Die F.A.Z. vom 5. Jan. 2023 weist in ihrem Feuilleton auf den „Einspruch“ von dreizehn Theologen wider eine Nötigung zur Gendersprache an theologischen Ausbildungsstätten hin. Der Aufruf wurde allen Ausbildungsstätten im deutschsprachigen Raum zugeleitet; die Initiative ist aus der Fachgruppe Theologie des Netzwerkes Wissenschaftsfreiheit heraus erwachsen. Veröffentlicht wurde der Einspruch in der Fachzeitschrift „Auftrag und Wahrheit“.

Spürbarer Druck. Theologen gegen Gender, in: F.A.Z., Nr. 4/2023 v. 5. Januar, S. 9.