Rezension: Kompendium zur Beratungswissenschaft

Axel Bernd Kunze rezensiert im Internetportal Socialnet ein neues Kompendium zur Beratungswissenschaft, das auch für pädagogische und lehrende Berufe interessant ist:

Cover Tanja Hoff, Renate Zwicker-Pelzer (Hrsg.): Beratung und Beratungs­wissenschaft ISBN 978-3-8487-7846-1

Tanja Hoff, Renate Zwicker-Pelzer (Hrsg.): Beratung und Beratungswissenschaft, Baden-Baden: Nomos 2022, 2., aktualisierte und erweiterte Auflage, 239 Seiten. ISBN 978-3-8487-7846-1. 25,00 EUR.

Die Besprechung kann hier abgerufen werden:

https://www.socialnet.de/rezensionen/29298.php

Rezension: Inklusion und Qualifikation

Axel Bernd Kunze rezensiert auf dem Internetportal SOCIALNET.de die Festschrift:
Kathrin Wilfert, Tatjana Eckerlein (Hrsg.): Inklusion und Qualifikation,

Stuttgart: Kohlhammer 2021, 203 Seiten. ISBN 978-3-17-039524-4. D: 39,00 EUR, A: 40,10 EUR; erschienen in der Reihe: Inklusion in Schule und Gesellschaft, Bd. 14.

Die Rezension ist onlien veröffentlicht unter:
https://www.socialnet.de/rezensionen/28650.php

VDS-Sprachnachrichten: Holger Klatte rezensiert „Bildung und Religion“

In der aktuellen Ausgabe (III/2022) der „Sprachnachrichten“ des Vereins Deutsche Sprache rezensiert Holger Klatte den Band „Bildung und Religion. Die geistigen Grundlagen des Kulturstaates“ (Berlin: LIT 2022) des Sozial- und Bildungsethikers Axel Bernd Kunze. Holger Klatte schreibt:

„Ein wichtiges Buch, das eine überzeugende Grundlage für künftige Diskussionen über kulturelle Wurzeln, Integration und die Stellung der Religionen in einem weltanschaulich neutralen Staat darstellt.“

Weitere Informationen zum Band und Bestellmöglichkeit:

https://www.lit-verlag.de/detail/index/sArticle/87573/sCategory/6624

Rezensionskritik: Die gespaltene Gesellschaft

„Die gespaltene Gesellschaft“ (hg. v. Severin Lederhilger, Bd. 9 der Schriften der Katholischen Privat-Universität Linz, Regensburg: Friedrich Pustet 2020, 178 Seiten) dokumentiert die 21. Ökumenische Sommerakademie in Kremsmünster von 2019, reflektiert also noch nicht die Coronakrise und ihre Folgen. Seit Corona hat die Spaltung der Gesellschaft neue Dimensionen angenommen. Eine Politik der Impfnötigung, der Diffamierung politischer Kritiker der Coronapolitik und der Ausgrenzung Ungeimpfter haben die Gesellschaften in Deutschland und Österreich polarisiert. Umso spannender, sollte man meinen, müsste sich eine Rezension des Bandes jetzt lesen. Eine solche findet sich aktuell in der Zeitschrift AMOSinternational (16. Jg., H. 2/2022, S. 49 f.), verfasst von dem Mainzer Sozialethiker Gerhard Kruip.

Doch weit gefehlt. Enttäuschend bereits der Auftakt, bei dem der Rezensent äußerst grob sein Holz schnitzt: Indikatoren für gesellschaftliche Spaltungstendenzen „sind die Konflikte um die Zuwanderung von geflüchteten Menschen aus dem arabischen und afrikanischen Raum, die Auseinandersetzungen um die notwendigen Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels, die erstaunlich irrationalen Widerstände gegen Corona-Maßnahmen und eine Impfung gegen das Corona-Virus sowie nicht zuletzt die Beobachtung, dass viele Menschen offenbar rational nicht nachvollziehbaren Verschwörungstheorien anhängen und deren krude Thesen in sozialen Medien und bei Demonstrationen vehement vertreten“ (S. 49). Der Rezensent spaltet selber: Wer anders denkt wird etikettiert und ausgegrenzt. Für Kruip gibt es nur Schwarz und Weiß, gut und böse, rational und irrational. Der Rezensent verschwendet keinen Gedanken darauf, dass Impfungen vor Corona als Eingriff in die körperliche Unversehrtheit, immerhin ein zentrales Menschen- und Grundrecht, angesehen wurden und deshalb nur freiwillig erfolgen sollten. Im Gegenteil: Wer gegen eine Politik der Impfnötigung und sozialen Ausgrenzung auf die Straße geht, kann doch wohl nur krude denken – auch hier kein Gedanke daran, dass die Demonstrationsfreiheit ebenfalls Grundrechtsrang genießt.

Wer nach diesem tendenziösen Auftakt der Rezension dennoch weiterliest, wird sich in der Mitte der Besprechung verwundert die Augen reiben. Dort äußert Kruip Kritik an sogenannter „neurechter politischer Theologie“, ohne diese genau zu definieren – und mit welchem Argument? Sie kritisiere die Menschenrechte. Lassen wir dahingestellt, ob dies so überhaupt stimmt. Der Rezensent merkt gar nicht, dass er zu Beginn seiner Rezension selbst zentrale Menschenrechte kleingeredet hat bzw. solche verächtlich gemacht hat, die sie in Anspruch nehmen.

Mit dem Fazit am Ende der Rezension kann der Herausgeber zufrieden sein: „Insgesamt hat die Katholische Privatuniversität Linz mit diesem Band einen wichtigen und lesenswerten Beitrag zur Debatte über gesellschaftliche Spaltungstendenzen und die Aufgaben der Kirchen zu ihrer Überwindung geleistet“ (S. 50). Eine Sozialethik, die derart holzschnittartig und voreingenommen argumentiert, wie Kruip es in der Rezension vorführt, wird die Kirchen bei dieser Aufgabe nicht unterstützen.

PS: Eine weitere Rezension zu dem Sammelband findet sich in der „Neuen Ordnung“ 2/2021 – übrigens: Die dort veröffentliche Rezension war der Redaktion von AMOSinternational zu kritisch und wurde daher abgelehnt. Nachdem der Rezensent substantielle Änderungen ablehnte und seine Rezension zurückzog, wurde die Besprechung neu vergeben. Der Leser vergleiche selbst.

Rezension: Bildung und Religion

Zum Band „Bildung und Religion. Die geistigen Grundlagen des Kulturstaates“ ist die erste Rezension erschienen. Der Historiker, Publizist und Journalist Sebastian Sigler bespricht den Band auf den Internetseiten des Arbeitskreises der Studentenhistoriker – unter dem Titel: Grundlagen, die wir zwingend brauchen:

http://studentenhistoriker.eu/?p=4430

Neuerscheinung: Kinderrecht auf sexuelle Selbstbestimmung?

Axel Bernd Kunze, Sozial- und Bildungsethiker an der Universität Bonn, fragt in einem aktuellen Beitrag:

Kinderrecht auf sexuelle Selbstbestimmung? Kinderrechts- und bildungsethische Überlegungen zur rechtlichen Neuregelung von Fragen geschlechtlicher Selbstbestimmung, in: Bernd Ahrbeck, Marion Felder (Hgg.): Geboren im falschen Körper. Genderdysphorie bei Kindern und Jugendlichen, Stuttgart: Kohlhammer 2022, S. 197 – 231.

Der Band ist durch aktuelle Gesetzesvorhaben, die bisherige Transsexuellengesetzgebung durch ein Selbstbestimmungsgesetz zu ersetzen, von besonderer Brisanz und politischer Bedeutung:

Bernd Ahrbeck und Marion Felder (Hrsg.): Geboren im falschen Körper. Genderdysphorie bei Kindern und Jugendlichen, Stuttgart: Kohlhammer 2022, 233 Seiten, kartoniert, 34 Euro.

Kaum ein Thema wird gegenwärtig so intensiv diskutiert wie die Transsexualität. Immer mehr Kinder äußern das Gefühl, im falschen Körper zu stecken, immer häufiger wird der Wunsch geäußert, das Geschlecht zu wechseln. Bei den allermeisten Kindern und Jugendlichen erweist sich die Genderdysphorie aber als ein Übergangsphänomen. Das verweist darauf, wie vorsichtig vorgegangen werden muss, wie wichtig Beratung, Unterstützung, Therapie sind. Die Genderdysphorie wird in diesem Buch von führenden Fachleuten aus medizinischer, psychologischer und pädagogischer, philosophischer und sozial-ethischer Perspektive betrachtet. Fallberichte und Erfahrungen von Betroffenen ergänzen diese Ausführungen.

Herausgeber:

Bernd Ahrbeck, Prof. Dr., International Psychoanalytic University Berlin.

Marion Felder, Prof. Dr., Hochschule Koblenz, Fachbereich Sozialwissenschaften.

Pfr. Hans-Gerd Krabbe schreibt zu dem Band:

Die insgesamt zehn Autoren verdienen hohe Anerkennung, schon deshalb, weil und wie sie sich dem hochsensiblen und zugleich umstrittenen Themen-, Problem-, Konfliktkreis stellen. In sachlich-seriöser, in sorgsam abwägender, in profunder und differenzierender, in wachsam-kritischer Auseinandersetzung, unter Bezugnahme auf den derzeitigen Forschungsstand, in medizin-ethischen und juristischen Überlegungen werden Gefahren benannt und Risiko-Beurteilungen vorgenommen — alarmierende, erschütternde Erfahrungsberichte (…) und statistische Angaben (…) eingeflochten — zudem jeweils ausführliche Literaturverzeichnisse angefügt.

Neue Rezensionen: engagement 3/2021

Axel Bernd Kunze rezensiert im neuen Themenheft 3/2021 der Zeitschrift engagement, das mit deutlicher Verspätung jetzt erschienen ist, folgende Titel:

  • Rezension zu: Clemens Escher: „Deutschland, Deutschland, Du mein Alles!“ Die Deutschen auf der Suche nach ihrer Nationalhymne 1949 – 1952, Paderborn: Ferdinand Schöningh 2017, 364 Seiten, in: Engagement 39 (2021), H. 3, S. 204 – 206.
  • Rezension zu: Michael Felten: Unterricht ist Beziehungssache (Bildung und Unterricht; Reclams Universal-Bibliothek; 19692), Ditzingen: Philipp Reclam jun. 2020, 112 Seiten, in: Engagement 39 (2021), H. 3, S. 197 f.
  • Rezension zu: Harald Schulze-Eisentraut/Alexander Ulfig (Hgg.): Gender Studies. Wissenschaft oder Ideologie?, Baden-Baden: Deutscher Wissenschafts-Verlag 2019, in: Engagement 39 (2021), H. 3, S. 202 f.
  • Rezension zu: Josef Treutlein: Großes Werkbuch Wallfahrten und Prozessionen. Im Geist von Papst Franziskus (Herder Große Werkbücher), Freiburg i. Brsg.: Herder, 223 Seiten, in: Engagement 39 (2021), H. 3, S. 198 f.
  • Rezension zu: Markus Schiefer-Ferrari: Exklusive Angebote. Biblische Heilungsgeschichten inklusiv gelesen, Ostfildern: Matthias Grünewald 2017, in: Engagement 39 (2021), H. 3, S. 195 f.
  • Rezension zu: Clauß Peter Sajak, Michael Langer (Hgg.): Kirche ohne Jugend. Ist die Glaubensweitergabe am Ende? (Theologie kontrovers), Freiburg i. Brsg.: Herder 2018, 218 Seiten, in: Engagement 39 (2021), H. 3, S. 192.

Rezension: Identität im interkulturellen Dialog

Axel Bernd Kunze stellt in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift CONCILIUM die folgenden Bände vor:

Isis Ibrahim, Shaji George Kochuthara, Klaus Vellguth (Hgg.): In der Schöpfung Heimat finden. Asiatische Schöpfungsspiritualitäten im Dialog (Edition Schöpfung; 2) , Ostfildern: Matthias Grünewald 2020, 329 Seiten.

Volker Küster: Interkulturelle Christologie. Die vielen Gesichter Jesu Christi. Überarbeitete und erweiterte Jubiläumsausgabe (2. Auflage), Darmstadt: wbg Academic 2021, 319 Seiten.

Axel Bernd Kunze (Rez.): Identität im interkulturellen Dialog, in: Concilium 58 (2022), H. 1, S. 123 – 129.

Rezension: Weshalb Europa geistlich-theologisch wiederentdeckt werden muss

Krieg in Europa. Die Ukraine kämpft um Identität und Unabhängigkeit, und es ist ein blutiger Krieg, über dem der Name Putin steht. Ein wichtiger Meilenstein im Prozeß dieser Identitätsbildung war die Schaffung einer Orthodoxen Kirche der Ukraine, die autokephal ist. Am 6. Januar 2019 hat das Ökumenische Patriarchat von Konstantinopel sie als unabhängig anerkannt. Der Sitz ihres Patriarchen ist im St.-Michaels-Kloster in Kiew, das unser Bild zeigt. Diese Kirchengründung wird indes bisher kaum in ihrer Bedeutung erkannt. Dabei sie ist der wohl wichtigste Meilenstein für die heutige Ukraine.

Gewichtiges Werk im Handbuchformat: Die Wiederentdeckung des Staates in der Theologie

Wie wichtig die kirchliche Identität für ein Land in Europa ist: hier ist es exemplarisch zu sehen. Denn Europa ist christlich – oder es gibt kein Europa mehr.

ZUM WEITERLESEN:

http://studentenhistoriker.eu/?p=3772