Neuerscheinung: Dreißig Jahre CCB

Der Studenten-Kurier der Gemeinschaft für Deutsche Studentengeschichte berichtet über das dreißigjährige Jubiläum des Cartells Christlicher Burschenschaften, welchem die Leipziger Burschenschaft Alemannia zu Bamberg, die Burschenschaft Alemannia Leipzig, die Burschenschaft Ostmark-Breslau zu Regensburg, die Burschenschaft Rheno-Germania Bonn und die Burschenschaft Teutonia Nürnberg angehören.

Axel Bernd Kunze: Gott – Freiheit – Vaterland! Dreißig Jahre Cartell Christlicher Burschenschaften, in: Studenten-Kurier. Zeitschrift für Studentengeschichte, Hochschule und Korporationen 40 neue Folge (2026), H. 1, S. 28 f.

Die Jubiläumsfeier fand bereits im Oktober 2024 in Bonn statt. Wegen Manuskriptstaus konnte die Zeitschrift leider erst jetzt darüber berichten.

Neuerscheinung: Studenten-Kurier 1/2026

Die neue Ausgabe 1/2026 des Studenten-Kurierss. Zeitschrift für Studentengeschichte, Hochschule und Korporationen (Jg. 40 der neuen Folge), herausgegeben von der Gemeinschaft für Deutsche Studentengeschichte, beschäftigt sich u.a . mit dem Cartell Christlicher Burschenschaften und Rombergs „Student Prince“. Ferner werden die Reihen „Der studentische Baedeker zum Thema Europas Westen (Teil 2) und „Zahn um Zahn“ zu Briefmarken mit Korporierten fortgesetzt.

Leserbrief: Zur Wahl des neuen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz

Leserbrief in der katholischen Wochenzeitung „Die Tagespost“ vom 12. März 2026:

Er könnte geistige Strahlkraft geben

Sozialethisch ist Heiner Wilmer, wenngleich in der Bischofskonferenz für gesellschaftliche und soziale Fragen zuständig, bisher nicht als profilierter Denker aufgefallen, eher als ein Theologe, der brav auf der Linie des Zeitgeistes bleibt, nicht anecken möchte und dabei doch sein Bistum erkennbar auf Linkskurs gebracht hat, etwa durch Verpflichtung auf Gendersprache. 2023 hatte er in der Chrisammesse die Klimaaktivistin Greta Thunberg als eine „junge Prophetin“ gewürdigt und ihren friedlichen Protest gelobt. Beispiele in Aufsätzen und Hirtenbriefen Wilmers wirken konventionell und gestanzt, wenig originell und dann auch nicht recht überzeugend oder empathisch. All dies lässt erwarten, dass er die Linie seines Vorgängers im Großen und Ganzen fortsetzen wird, vielleicht – wie es dem Naturell eines Ordensmannes entspricht – etwas weniger politisch und pastoral jovialer. Aufgefallen ist Bischof Wilmer durch pastorale Initiativen wie den gemeinsamen Donnerstag, den er für sein Bistum vorschlug, doch auch dies ohne rechte Motivation zu einer überzeugenden Neuevangelisierung, die aus dem Reichtum der katholischen Tradition schöpfen will. Es gibt durchaus ein neu erwachendes Interesse am katholischen Glauben. Doch wer komt, muss in der Kirche auch finden, was er sucht. Hierfür braucht es theologische Tiefenschärfe und geistliche Ausstrahlungskraft statt oberflächlicher gesellschaftlicher Anpassung. Ein Ordensmann an der Spitze der deutschen Bischöfe könnte hier vorangehen und der Kirche wieder geistliche Strahlkraft geben – aber er muss dies zuallererst auch wirklich wollen. (Axel Bernd Kunze)

Neuerscheinung: Christliche Hoffnung

Der Sechste Sonntag der Osterzeit wird auch Bittsonntag genannt. Mit ihm beginnen die Bitttage vor Christi Himmelfahrt, an denen Bittgänge und Flurprozessionen für eine gute Ernte des Jahres stattfinden. Mitunter führen diese Bittgänge zu benachbarten Kapellen oder Kirchen. In volkstümlicher Hinsicht gibt die Kirche gleichsam dem zum Vater heimkehrenden Sohn ihre Bitten mit auf den Weg. Kennzeichen der Liturgie an diesen Tagen sind Bittlitaneien und die Spendung des Wettersegens.

Mancherorts wird der Figur des Auferstandenen im Altarraum ein Bund der Frühjahrsvegetation in den Arm gelegt, als Geschenk an den Vater. Die Eucharistiefeier an diesem Sonntag wird bestimmt durch einen Auszug aus den Abschiedsreden Jesu im Johannesevangelium. In diesen deutet Jesus seinen Fortgang und gibt seinen Jüngern Hinweise für die Nachfolge. Die Jünger sollen in seiner Liebe bleiben und die Einheit wahren, dies alles nicht aus eigener Kraft, sondern unter Beistand des verheißenen Heiligen Geistes.

(aus: WortGottesFeiern an allen Sonn- und Feiertagen, 3/2026, S. 459)

Gottesdienstmodell zum Sechsten Sonntag der Osterzeit:

Axel Bernd Kunze: Hoffen – typisch christlich! [Lesejahr A. 6. Sonntag der Osterzeit], in: WortGottesFeiern an allen Sonn- und Feiertagen 23 (2026), H. 3, S. 459 – 473.

BeA: Neuer Vorstand

Auf seiner Mitgliederversammlung am 12. März 2026 in Berlin hat sich der Bundesverband evangelischer Ausbildungsstätten für Sozialpädagogik (BeA) einen neuen Vorstand gegeben. Gleichzeitig wurden die bisherige Vorsitzende, Astrid Hofmeister, aufgrund ihres Ruhestands und die bisherige Geschäftsführerin, Dr. Annett Herrmann, verabschiedet.

Zum neuen Vorsitzenden wurde Jan Olschewski (Berlin) gewählt. Wiedergewählt wurden PD Dr. Axel Bernd Kunze (Weinstadt/Rems), Sabine Lang (Marburg/Lahn), Daniel Müller (Rothenburg/Wümme) und Anika Rudolf (Freiburg/Breisgau). Neu gewählt wurde Ralf Teicher (Eisenach). Dem Vorstand gehören ferner für den Kaiserswerther Verband Andreas Eitel (Speyer) als geborenes sowie Ramona Eva Möbius (Kassel) als kooptiertes Mitglied. Die Geschäftsführung, die beratend dem Vorstand angehört, ist derzeit vakant.

Zwischenruf: Wer Kirche sucht, muss auch Kirche finden

Die deutschen Bischöfe haben einen neuen Vorsitzenden gewählt und mit dem Hildesheimer Oberhirten erstmals einen aus Norddeutschland (KirchenZeitung, 6/2026, S. 17). Diasporaerfahrung muss in Zeiten wie den unsrigen kein Fehler sein. Sozialethisch ist Heiner Wilmer, wenngleich in der Bischofskonferenz für gesellschaftliche und soziale Fragen zuständig, bisher nicht als profilierter Denker aufgefallen, eher als ein Theologe, der brav auf Linie des Zeitgeistes bleibt, nicht anecken möchte und dabei doch sein Bistum erkennbar auf Linkskurs gebracht hat, etwa durch Verpflichtung auf Gendersprache. 2023 hatte er in der Chrisammesse die Klimaaktivistin Greta Thunberg als eine „junge Prophetin“ gewürdigt und ihren friedlichen Protest gelobt. All dies lässt erwarten, dass er die Linie seines Vorgängers im Großen und Ganzen fortsetzen wird, vielleicht – wie es dem Naturell eines Ordensmannes entspricht – etwas weniger politisch und pastoral jovialer.

Es gibt in Europa, vereinzelt auch hierzulande durchaus ein neues Interesse am katholischen Glauben. Doch wer komt, muss in der Kirche auch finden, was er sucht. Hierfür braucht es theologische Tiefenschärfe und geistliche Strahlkraft, nicht mehr synodal verbrämte Funktionärsmacht und keine Kirche, die selber dazu beiträgt, das Land zu polarisieren und politisch zu spalten (der Kommentar auf S. 19 in derselben Ausgabe ist hierfür ein Paradebeispiel). Ein Ordensmann an der Spitze der deutschen Bischöfe könnte mutig und geradlinig neue Wege einschlagen – aber er muss dies auch wollen.

Neuerscheinung: Erziehen als Beruf – zwischen Betreuung und Bildung

Axel Bernd Kunze: Erziehen als Beruf – zwischen Betreuung und Bildung. Überlegungen aus der Perspektive sozialpädagogischer Fachschulen, in: Thomas Böhme/Jens Dechow/Andreas Sander (Hgg.): Die Zukunft evangelischer Kitas gestalten. Impulse zum aktuellen Bildungsbericht „Evangelische Tageseinrichtungen für Kinder“ (Evangelische Bildungsberichterstattung; 7), Münster (Westf.)/New York: Waxmann 2026, S. 207 – 224; auch als E-Book: doi: https://doi.org/10.31244/9783818850975.

Aus der Einleitung der Herausgeber:

Axel Bernd Kunze geht in seinem Beitrag „Erziehen als Beruf – zwischen Betreuung und Bildung. Überlegungen aus der Perspektive sozialpädagogischer Fachschulen“ auf den Fachkräftebedarf und die damit verbundenen Herausforderungen ein. Er nimmt zunächst eine historische und bildungspolitische Verortung vor und verweist auf die Ambiguität gesellschaftlicher Anforderungen an die Institution der Kindertageseinrichtung, welche zwischen Bildungsanspruch und Versorgungsfunktion oszilliere. Es komme darauf an, frühkindliche Bildung alseigenständigen pädagogischen Auftrag zu begreifen und zu gestalten, in welchem bildungsorientierte Zugänge einerseits und sozialpädagogische Zugänge
andererseits zu verschränken seien. Damit stellen sich für evangelische Fachschulen komplexe Herausforderungen für das Berufsverständnis, die Ausbildungswege und die Berufszufriedenheit pädagogischer Fachkräfte, und in der Folge für deren Qualifikation, wie auch anhand vorliegender Daten zur Nachwuchs- und Ausbildungssituation gezeigt wird.

Die Folgen dieser Ausgangslage werden sowohl gesellschaftlich als auch in Bezug auf die Attraktivität des Berufs der Erzieherinnen reflektiert. Sehr konkret werden sodann Möglichkeiten aufgezeigt, die Ausbildungssituation den aktuellen Herausforderungen anzupassen. Auch wird die Schlüselrolle konfessioneller Ausbildungseinrichtungen in ihrer Ausrichtung herausgearbeitet, nicht nur Fachwissen zu vermitteln, sondern auch wertebezogene und religionspädagogische Kompetenzen an die Hand zu geben, die für eine gelingende Bildungspartnerschaft mit Familien zentral seien.

Freie Downloadmöglichkeit: https://www.waxmann.com/buecher/Die-Zukunft-evangelischer-Kitas-gestalten

Neuerscheinung: Kommentarband zum evangelischen Kindergartenbericht

Das Comenius-Institut in Münster ist von der Evangelischen Kirche in Deutschland mit der evangelischen Bildungsberichterstattung beauftragt worden. 2024 wurde der Bericht zu den evangelischen Tageseinrichtungen in Münster veröffentlicht. Jetzt liegt ein Kommentarband, basierend auf einer Tagung vom September 2024, hierzu vor, der als E-Book kostenfrei erhältlich ist:

Thomas Böhme, Jens Dechow, Andreas Sander (Hgg.): Die Zukunft evangelischer Kitas gestalten. Impulse zum aktuellen Bildungsbericht „Evangelische Tageseinrichtungen für Kinder“ (Evangelische Bildungsberichterstattung; 7), Münster (Westf.), New York: Waxmann 2026

.doi: https://doi.org/10.31244/9783818850975

Aus der Verlagsankündigung:

Dieser Band dient der Einordnung und Interpretation der Daten, die im Rahmen des aktuellen Bildungsberichtes zu Evangelischen Tageseinrichtungen für Kinder (2024) vorgelegt wurden. Verschiedene Grundperspektiven sind leitend, die sich in der Gliederung widerspiegeln: Evangelische Kitas in einer zunehmend heterogenen Gesellschaft, im kirchlichen Kontext, Evangelische Träger und Trägerlandschaft sowie Entwicklungen und Bedarfe.

Die zwölf in diesem Band versammelten Beiträge unterbreiten ausgehend vom Bildungsbericht 2024 eine Reihe von Interpretationsangeboten. Sie sollen Verantwortungsträger darin unterstützen, die im Bildungsbericht dargestellten statistischen Daten der Kinder- und Jugendhilfestatistik auf verschiedene Handlungsfelder der Frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder zu beziehen. Zugleich soll damit eine für die Praxis relevante Perspektive auf die empirischen Daten des Bildungsberichts eröffnet und eine Einladung ausgesprochen werden, die Daten des Bildungsberichtes vor dem Hintergrund der jeweils eigenen Perspektiven und des jeweiligen Kontextes vertieft in den Blick zu nehmen.