Buchhinweis: Abschlussband zum Projekt „Aufs Ganze gesehen“

Mit einem Fachtag unter dem Titel „Schule bewegen“ am 5. März 2026 ist das landeskirchlich finanzierte Projekt „Aufs Ganze gesehen“ des Evangelischen Schulwerks in Baden-Württemberg zu Ende gegangen. Ziel des Projekts war es, die evangelischen Schulen im Südwesten für einen verantwortlichen Umgang mit Digitalität im Kontext ihres christlichen Profils zu befähigen, und dies eingebettet in eine umfassende Schul- und Lernkultur – eben: aufs Ganze gesehen, nicht nur isoliert im Blick auf das aktuelle Thema KI. Vorgestellt wurde auf dem Fachtag der gleichnamige Abschlussband, der als E-Book kostenfrei erhältlich ist:

Thomas Narosy, Andrea Hermann, Gerd Bürkle: Schule bewegen. Dimensionen christlicher Schule in der Digitalität, Weinheim 2026.

https://www.beltz.de/fachmedien/sozialpaedagogik_soziale_arbeit/produkte/details/58248-schule-bewegen.html

Aus der Verlagsankündigung:

Bildung ist im Wandel – und Schulen stehen im Zentrum dieser Transformation.
Dieses Buch zeigt, wie evangelische Schulen in Baden-Württemberg, ausgehend von der Digitalisierung, den Herausforderungen der Zeit begegnen – mutig, werteorientiert und zukunftsgerichtet.
Aus der Praxis eines groß angelegten Projekts heraus entfaltet Schule bewegen konkrete Impulse für Schulleitung, Lehrkräfte und Bildungsgestalter:innen: von einer neuen Lernkultur über Fragen der Haltung bis hin zu Strategien für Führung und Vernetzung: zum Nach- und Weiterdenken.
Es ist ein inspirierender Wegweiser für alle, die Schule nicht nur verwalten, sondern gestalten wollen – als Ort der Begegnung, der Entfaltung und der Veränderung.

Tagung: Die „Bildungsgrätsche“

Sehr geehrte Damen und Herren, 
liebe Mitglieder der GBW,

ich darf Sie noch einmal herzlich einladen zur GBW-Tagung

„Die Bildungs-Grätsche
Versprechen und Wirklichkeit der Bildungssteuerung“
Fr. 17. – Sa. 18. April 2026
Universität Bonn

Flyer mit Programm und Anmeldemodalitäten unter: GBW-Tagung 2026: Die Bildungs-Grätsche : Gesellschaft für Bildung und Wissen e.V.

Bitte beachten Sie die Anmeldefrist!

Bitte leiten Sie die Ankündigung gerne in Ihren Kollegien, Verbänden, Netzwerken und Social-Media-Kanälen weiter. 

Mit Dank und besten Grüßen
Jochen Krautz
– Präsident GBW – 

Buchhinweis: Dafür bin ich nicht auf die Straße gegangen

Robert Wagner: Dafür bin ich nicht auf die Straße gegangen, Hamburg: Book on Demand 2025.

Ein Dialog, den man immer häufiger in Ostdeutschland hört, geht so: „Es ist mittlerweile fast wieder genauso wie früher, oder?“ Antwort: „Nein, es ist schlimmer!“ Warum das gerade in Ostdeutschland manch einer trotz Reisefreiheit und Bananen so empfindet, verrät dieses Buch. In einer seltenen Mischung aus Autobiografie und sachlicher Analyse, basierend auf wissenschaftlichen und journalistischen Quellen, schildert der Autor seine Lebensstationen – von der Wende über berufliche Lektionen im Westen bis hin zu aktuellen Debatten um Demokratie, Rechtsstaat, Fremdenfeindlichkeit, Meinungsfreiheit, Familie, Geschlecht, Lebensrecht, Gendern und die Rolle der Medien. Das Buch ist ein sehr persönliches und ausführlich begründetes Plädoyer für Freiheit und konservative Werte anstelle der bereits begonnenen Entwicklung hin zu einer „DDR 2.0“. Ein Aufruf zum Nachdenken über Vergangenheit und Zukunft, der polarisiert, aber zum Diskurs einlädt – fernab vom Mainstream. (Verlagsankündigung)

Der Autor ist Professor für Internationale Betriebswirtschaft

Neuerscheinung: Gedenken an Hans Wölfel

Die Willy-Aron-Gesellschaft Bamberg e. V. hat ein neues Arbeitspapier zum Gedenken an den Bamberger Rechtsanwalt und christlichen Widerstandskämpfer Hans Wölfel veröffentlicht:

M. Bocksch, A. B. Kunze (Red.): Gedenken an Hans Wölfel (1902 – 1944) am 03. Juli 2025 in Bamberg (Arbeitspapiere der Willy-Aron-Gesellschaft Bamberg e. V.; Ausgabe 3/2025), hg. v. d. Willy-Aron-Gesellschaft Bamberg e. V, o. O. (Bamberg) 2025.

Neuerscheinung: Kulturauftrag des Staates

Prof. Dr. Muxayo Isakova Mitarbeiterin am Institut für Geschichte der Akademie der Wissenschaften Usbekistans und am Nationalarchiv Usbekistans, wirft in einem Band des Mönchengladbacher Vereins für interdisziplinäre Geisteswissenschaft e. V. einen Blick auf die historische Entwicklung, den aktuellen Stand und die künftigen Herausforderungen des usbekischen Archivsystems. Der Bildungsethiker und Erziehungswissenschaftler Axel Bernd Kunze nimmt einleitend den Kulturauftrag des Staates in den Blick. Vorangestellt ist dem Band ein Vorwort von Stadtarchivdirektor i. R. Dr. Wolfgang Löhr.

Axel Bernd Kunze: Kulturauftrag des Staates, in: Muxayo Isakova: Das Archivsystem Usbekistans, Mönchengladbach: Mönchengladbacher Verein für interdisziplinäre Geisteswissenschaft e. V. 2026, 23 Seiten.

Zwischenruf: Neue Weichenstellung unter Deutschlands Bischöfen?

Die deutschen Bischöfe haben einen neuen Vorsitzenden gewählt und damit die Weichen für die kommende Zeit gestellt (Die Tagespost, 26.02.2026, S. 10). Sozialethisch ist Heiner Wilmer, wenngleich in der Bischofskonferenz für gesellschaftliche und soziale Fragen zuständig, bisher nicht als profilierter Denker aufgefallen, eher als ein Theologe, der brav auf der Linie des Zeitgeistes bleibt, nicht anecken möchte und dabei doch sein Bistum erkennbar auf Linkskurs gebracht hat, etwa durch Verpflichtung auf Gendersprache. 2023 hatte er in der Chrisammesse die Klimaaktivistin Greta Thunberg als eine „junge Prophetin“ gewürdigt und ihren friedlichen Protest gelobt. Beispiele in Aufsätzen und Hirtenbriefen Wilmers wirken konventionell und gestanzt, wenig originell und dann auch nicht recht überzeugend oder empathisch. All dies lässt erwarten, dass er die Linie seines Vorgängers im Großen und Ganzen fortsetzen wird, vielleicht – wie es dem Naturell eines Ordensmannes entspricht – etwas weniger politisch und pastoral jovialer. Aufgefallen ist Bischof Wilmer durch pastorale Initiativen wie den gemeinsamen Donnerstag, den er für sein Bistum vorschlug, doch auch dies ohne rechte Motivation zu einer überzeugenden Neuevangelisierung, die aus dem Reichtum der katholischen Tradition schöpfen will. Es gibt durchaus ein neu erwachendes Interesse am katholischen Glauben. Doch wer komt, muss in der Kirche auch finden, was er sucht. Hierfür braucht es theologische Tiefenschärfe und geistliche Ausstrahlungskraft statt oberflächlicher gesellschaftlicher Anpassung. Ein Ordensmann an der Spitze der deutschen Bischöfe könnte hier vorangehen und der Kirche wieder geistliche Strahlkraft geben – aber er muss dies zuallererst auch wirklich wollen.

Zwischenruf: 50 Jahre Index Theologicus

Der Index Theologicus der Universitätsbibliothek Tübingen, der fünfzig Jahre alt geworden ist, bleibt eine wichtige Datenbank zur Recherche theologischer Fachliteratur. Doch das Instrument ist durch Politisierung schwer beschädigt worden. Wenn die Münsteraner Sozialethikerin Marianne Heimbach-Steins dieses im Festakt als einen „Leuchtturm international vernetzter, solidarischer Wissenschaft“ (Katholisches Sonntagsblatt 8/2026, S. 7) würdigte, bleiben deutliche Fragen. Unter ihrem Vorsitz hat die sozialethische Fachgesellschaft im deutschsprachigen Raum zum Boykott der „Neuen Ordnung“ durch Bibliotheken aufgerufen. Die Auswertung im Index Theologicus wurde darauf hin beendet, obwohl über sechzig Wissenschaftler in einem Offenen Brief die renommierte Fachzeitschrift als unverzichtbar für die sozialethische Disziplin verteidigt hatten. Solidarität unter Wissenschaftlern sollte anders aussehen. Der Vorgang beschäftigte auch den Petitionsausschuss im Landtag, wurde vom Netzwerk Wissenschaftsfreiheit als Fall deutcher „Cancel Culture“ eingestuft und im internationalen Wissenschaftsportal Academia als Form von akademischer Zensur verurteilt. Bibliotheken müssen die Bandbreite einer Disziplin unvoreingenommen abbilden und dürfen missliebige Meinungen nicht unsichtbar machen. Dies widerspicht auch zentralen bibliotheksethischen Kodizes.

Zum Weiterlesen:

Axel Bernd Kunze: Erklärung oder Boykottaufruf? Zur Rolle von Fachgesellschaften am Beispiel des Streits um die Neue Ordnung, in: Klaus Buchenau/Matthias Fechner (Hgg.): Die Verlorene Wissenschaft. Versuch einer Katharsis nach Corona (Klartext. Schriften zu Politik und Gesellschaft; 2), Stuttgart: ibidem 2024, S. 289 – 307.

Buchhinweis: Jüdisches Bamberg

Im vergangenen Jahr ist der Bamberger Verleger Erich Weiß verstorben. In seinem, nach ihm benannten Verlag ist ein Bändchen mit Stadtrundgängen durch das „Jüdische Bamberg“ erschienen. Exemplare des Bandes sind weiterhin über die liberale jüdische Gemeinde in Bamberg erhältlich: gemeinde[at]mischkan-ha-tfila.de

Ortwin Beisbart, Rudolf Daniel und A. Yael Deusel: Jüdisches Bamberg. Ein Gang durch die Stadt, 2., überarbeitete Auflage, Bamberg: Erich Weiß 2020.

Rezension: Zwischen Revolution und Rekonstitution

2024 hat der bekannte Studentenhistoriker Bernhard Grün, Autor der „Fuxenstunde“, den ersten Band seines „Opus magnum“ zur Geschichte der NS-Kameradschaften unter Ägide der Gemeinschaft für Deutsche Studentengeschichte vorgelegt. Die ersten beiden Teilbände sind jetzt im Jahrbuch „Preußenland“ besprochen worden:

Axel Bernd Kunze (Rez.): „Bernhard Grün: Zwischen Revolution und Rekonstitution. Die Kameradschaften des NSD-Studentenbundes und Altherrenschaften im NS-Altherrenbund an den deutschen Hoch- und höhren Fachschulen 1937 bis 1945 (Schriften des Instituts für Deutsche Studentengeschichte; 4), Teilband 4/I: Bereich Berlin, Teilband 4/II: Bereich Ostland, Marl: Gemeinschaft für Deutsche Studentengeschichte 2024, in: Preußenland Jahrbuch 16 (2025), S. 421 – 423.

Neuerscheinung: Zweites Alemannenjahrbuch erschienen

Der zweite Band des Jahrbuches der Leipziger Burschenschaft Alemannia zu Bamberg für dsa Studienjahr 2024/2025 ist erschienen. Dieses wird herausgegeben vom Verband Alter Herren der Leipziger Burschenschaft Alemannia zu Bamberg e. V. und dokumentiert das Verbindungsleben eines Studienjahres. Der neue Band enthält …

… Beiträge zum Stiftungsfest 2024: Die Thüringer Residenzenlandschaft in der Debatte um Weltkultur – Ein Kulturerbe des edlen Wettbewerbs in der Mitte Europa (Stiftungsfestrede von Prof. Dr. Helmut-Eberhard Paulus); Pressemitteilung und Grußwort des Verbands Alter Herren zur Segnung und Einweihung des sanierten Alemannenhauses (von PD Dr. Axel Bernd Kunze); Rückblick auf das 163. Stiftungsfest der B! Alemannia Leipzig (von Prof. Dr. Gunnar Auth).

… Vorträge der Wissenschaftlichen Abende: Der Begriff „Unterrichtsinhalt“ – Eine musikpädagogische Terminologie auf dem Prüfstand (von Dr. Marcus Werber); Krone oder Katastrophe der Schöpfung? Warum Gott am Menschen festhält (von Domvikar Gerd Richard Neumeier).

… Beiträge aus der Alemannengeschichte: Brief der Alemannia an den Wingolf Halle – Ein Archivfund aus dem Jahr 1862 (von Prof. Dr. Gunnar Auth).

… Nachrufe: auf Kurt-Helge Paulus und Dr. Klaus Natzschka.

… Berichte aus dem Alemannenleben: Festrede und Bericht über das dreißigjährige Jubiläum des Cartells Christlicher Burschenschften (von PD Dr. Axel Bernd Kunze); Neujahrsansprache des Altherrenvorsitzenden (von Diplomwirtschaftsinformatiker Alexander Meier); Semesterericht der Aktivitas; Alemannenwanderwochenende (von Martin Albrecht); Rückblick auf den Neujahrsempfang (von Dr. Konstantin Hopf); Aktivenvorstellungen.