Rezension: Brauchen wir eine allgemeine Dienstpflicht?

Zum Jahresbeginn 2026 wurde die Wehrpflicht – zunächst in freiwilliger Form – in Deutschland wieder aktiviert. Die Diskussion, so steht zu erwarten, wird aber weitergehen. Aus aktuellem Anlass rezensiert der Bildungs- und Sozialethiker Axel Bernd Kunze daher den Band

Alexander Dietz, Hartwig von Schubert: Brauchen wir eine allgemeine Dienstpflicht?, Leipzig: Evangelische Verlagsanstalt 2023:

Axel Bernd Kunze (Rez.): Dienstpflicht statt Wehrpflicht?, in: Theologisches. Katholische Monatsschrift 56 (2026), H. 01/02/03, Sp. 69 – 74.

Neuerscheinung: Gefährliche Medien?

Axel Bernd Kunze beschäftigt sich aus bildungs- und bibliotheksethischer Perspektive in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift THEOLOGISCHES anhand von zwei Fallbeispielen mit Erscheinungsformen einer „Cancel Culture“ in Deutschland. Anhand des Boykottaufrufes der Arbeitsgemeinschaft Christliche Sozialethik gegen die sozialethische Fachzeitschrift „Die Neue Ordnung“ und der Auslistung der Bibliothek des Konservatismus aus dem Gemeinsamen Bibliotheksverbund zeichnet er aktuelle Gefährdungen der Wissenschaftsfreiheit hierzulande nach:

Axel Bernd Kunze: Gefährliche Medien? Sozialethische Reflexionen in Zeiten von „Cancel Culture“, in: Theologisches. Katholische Monatsschrift 56 (2026), H. 01/02/03 v. Jan./Febr./Mrz. 2026, Sp. 27 – 38.

Neuerscheinung: Die Fuxenstunde

DIE FUXENSTUNDE – mittlerweile schon ein Klassiker des Couleurstudententums – ist druckfrisch in dritter, aktualisierter und erweiterter Auflage erschienen:

Bernhard Grün, Christoph Vogel: Die Fuxenstunde. Handbuch des Korporationsstudententums, 3., überarbeitete und erweiterte Auflage, Bad Buchau: Federsee 2026.

Erstmals findet sich im Handbuch auch ein eigener Eintrag zum Cartell Christlicher Burschenschaften (CCB). Neu sind auch zwei Studientexte aus bildungsethischer Perspektive:

Axel Bernd Kunze: Chargenamt und bundesbrüderliche Gemeinschaft, in: ebd., S. 42 – 50;

Axel Bernd Kunze: Braucht das öffentliche Leben noch Religion?, in: ebd., S. 72 – 83.

Bestellmöglichkeit: Federsee Verlag – Landkreis BC, Geschichte und Kultur

Christus resurrexit. Alleiua.

Matthias Grünewald (Isenheimer Altar).

Wir staunen über das, was Gott an Ostern bewirkt hat. Dabei geht es nicht um ein ungläubiges Staunen, sondern um ein sehnsuchtsvolles Sichausstrecken in Richtung der immer noch größeren Möglichkeiten Gottes. Christen leben in der Gewissheit, dass die Fragen unserer menschlichen Existenz in Jesus Christus eine Antwort gefunden haben. Diese Gewissheit überwindet den bohrenden, zersetzenden Zweifel. Diese Gewissheit ist aber kein Wissen, das unseren Blick verengt und unser Herz hochmütig werden lässt. Wir haben – wie Thomas – den Auferstandenen gefunden. Diese Erfahrung gibt Sicherheit, aber wir können sie nicht einfach festhalten. Diese Erfahrung trägt vielmehr eine Verheißung in sich und eine Sehnsucht, die unser Begreifen und Sinnen übersteigt.

Der Apostel Thomas durfte das spüren. Jesu Wunden waren nicht umsonst. Jesu verklärte Wunden leuchten im Licht von Ostern wie Edelsteine und strahlen jene Verheißungen Gottes wider, die unser Leben groß machen. Aus Jesu geöffneter Seite strömt uns das neue Leben zu, das an Ostern begonnen hat und das sich dereinst in Gottes Ewigkeit vollenden wird. Dies dürfen wir heute feiern. In diesem Sinne wünsche ich allen einen guten, gesegneten Sonntag.

(aus: Axel Bernd Kunze, Der erste und der achte Tag [Lesejahr A. Zweiter Sonntag der Osterzeit – Weißer Sonntag], in: WortGottesFeiern an allen Sonn- und Feiertagen 3/2017, S. 377 – 392)

Wir wünschen allen Lesern und Leserinnen von „Bildungsethik“ eine gesegnete österliche Festzeit.

Pressespiegel: Berliner Erklärung zur Meinungsfreiheit

Eine erste Zusammenstellung von Beiträgen und Interviews zur Berliner Erklärung, mit der sich das Bündnis Redefreiheit für Meinungsfreiheit einsetzt:

Interview mit dem Juristen Ulrich Vosgerau:

Interview mit dem Politikwissenschaftler Werner J. Patzelt:

https://www.epochtimes.de/epoch-tv/vor-ort/patzelt-warum-mediziner-und-juristen-jetzt-die-berliner-erklaerung-fuer-die-meinungsfreiheit-starten-a5454026.html

Michael Andrick in der Berliner Zeitung:

Weitere Berichte:

Josef Kraus in Tichys Einblick:

Ach gut:

https://www.achgut.com/artikel/berliner_erklaerung_zur_meinungsfreiheit

Kontrafunk aktuell:

https://kontrafunk.radio/de/sendung-nachhoeren/politik-und-zeitgeschehen/kontrafunk-aktuell/kontrafunk-aktuell-vom-02-april-2026

Die Tagespost:

https://www.die-tagespost.de/politik/berliner-erklaerung-fuer-meinungsfreiheit-vorgestellt-art-273896

Geld und mehr:

Stiftung Meinung & Freiheit e. V.:

b’s blog:

https://blog.fdik.org/2026-04/s1775673196

Freie Welt:

https://www.freiewelt.net/artikel/redaktion-mk/politik/berliner-erklaerung-zur-meinungsfreiheit/43638

Freiburg-Schwarzwald.de:

Bündnis Redefreiheit: Berliner Erklärung zur Meinungsfreiheit veröffentlicht – Unterstützung möglich

Das Bündnis Redefreiheit hat am 9. April 2026 eine Berliner Erklärung zur Meinungsfreiheit veröffentlicht. Die Erklärung kann von Unterstützern mitgezeichnet werden: https://www.buendnisredefreiheit.ch/berliner-erklaerung/

Die Erklärung finden Sie im Wortlaut hier: https://www.buendnisredefreiheit.ch/berliner-erklaerung-dokument/

„Ich bin Erstunterzeichner der Berliner Erklärung des Bündnisses Redefreiheit, weil es ohne Meinungsfreiheit nur noch eine öffentlich vorgegebene Einheitsmeinung gibt.“
– 
Axel Bernd Kunze, Erziehungswissenschaftler und Erstunterzeichner der Berliner Erklärung

Berlin, 8. April 2026
Mit der Berliner Erklärung zur Meinungsfreiheit wenden sich Wissenschaftler, Mediziner,
Juristen und Publizisten gegen die zunehmende Einschränkung des freien öffentlichen
Diskurses in Deutschland. Die Erstunterzeichner warnen vor einer kulturellen, medialen und
rechtlich-institutionellen Erosion der Meinungsfreiheit – einem Grundpfeiler der
freiheitlichen demokratischen Ordnung.
Die Erklärung kritisiert unter anderem die Verengung des Meinungsspektrums durch soziale
Ächtung, staatlich geförderte Meldestrukturen, unscharfe Rechtsbegriffe wie „Hass und
Hetze“ sowie eine zunehmende Vermischung von Politik, Wissenschaft und Aktivismus.
Gleichzeitig formuliert sie konkrete Forderungen zur Stärkung der Meinungsfreiheit als
Abwehrrecht gegenüber dem Staat.
Ziel der Berliner Erklärung ist es, eine breite Debatte über den Zustand der Meinungsfreiheit
in Deutschland anzustoßen.

Kernaussagen der Berliner Erklärung:

  • Meinungsfreiheit ist konstituierend für die freiheitliche demokratische Grundordnung.
  • Der öffentliche Diskurs in Deutschland wird zunehmend eingeschränkt – kulturell wie institutionell.
  • Unscharfe Begriffe, soziale Sanktionen und staatliche Diskurssteuerung führen zu Selbstzensur.
  • Demokratie lebt von Dissens, nicht von vorgegebener Meinungskorridorpolitik.
  • Der Staat muss sich aus der Meinungslenkung zurückziehen und Neutralität wahren.

Forderungen (Kurzfassung):

  • Keine weiteren Verschärfungen meinungsrelevanter Strafnormen
  • Ende staatlicher Finanzierung von Meldestellen, NGOs und Faktencheck-Organisationen
  • Wiederherstellung pluraler Berichterstattung im öffentlich-rechtlichen Rundfunk
  • Klare Trennung von Politik und Wissenschaft
  • Ablehnung von Chatkontrolle, Digital Services Act in aktueller Form und „Trusted Flagger“-Systemen

Wie kann man die Berliner Erklärung unterstützen?
Jeder kann nach der Veröffentlichung die Berliner Erklärung unterzeichnen:
https://www.buendnisredefreiheit.ch/berliner-erklaerung/
Hier geht es direkt zum Dokument:
https://www.buendnisredefreiheit.ch/berliner-erklaerung-dokument/
Mission und Komitee von Bündnis Redefreiheit:
https://www.buendnisredefreiheit.ch/ueber/

Die pädagogische Wende: Pädagogischer Umgang mit digitalen Medien

Bundesbildungsministerin Prien fordert Kinderärzte auf, junge Eltern über digitale Medien aufzuklären. Das Bündnis für humane Bildung erklärt hierzu:

„Bundesbildungsministerin Karin Prien sagte in einem Interview zum Smartphoneverbot (3.4.2026), dass Kinderärzte schon junge Eltern über die Folgen digitaler Medien aufklären müssten. Dafür lege sie bald ein gesamtgesellschaftliches Konzept vor, das derzeit eine Expertenkommission erarbeite. Das Bündnis für humane Bildung begrüßt diese Absichten. Wir kritisieren aber in einem Brief an Ministerin Prien die Zusammensetzung dieser Kommission und legen dar, dass sie das Rad nicht neu erfinden muss. Denn kritische Wissenschaftler haben diese Folgen digitaler Medien in der Erziehung schon lange prognostiziert und Alternativen für eine Erziehung zur Medienmündigkeit vorgelegt.“

Weitere Informationen:

https://die-pädagogische-wende.de/kinderaerzte-muessen-schon-junge-eltern-aufklaeren/

https://die-pädagogische-wende.de/schueler-id-bildungs-tuev-und-das-falsche-menschenbild/

Buchhinweis:

Helmwart Hierdeis & Achim Würker (Hg.) (2026): Schule und Individualisierung. Zwischen Selbstentfaltung und Optimierungsdruck. Mit Beiträgen von Stine Albers, Günther Bittner, Helmwart Hierdeis, Achim Würker und Ralf Lankau.

Interview: Ohne religiöse Bildung wächst Orientierungslosigkeit

Passend zum heutigen Ostermontag, greift ein Interview im „Lehrerzimmer“ des Kontrafunks die Frage auf, welche Rolle die Fastenzeit und das Osterfest in der Schule spielen:

„Während der Ramadan wochenlang die Schlagzeilen und die Gespräche auf den Schulhöfen beherrschte, spielte das christliche Fasten und Ostern in der Schule nur eine untergeordnete Rolle. Eine fatale Entwicklung und verpasste Chance, sagt Dr. Axel Bernd Kunze, Schulleiter einer evangelischen Fachschule. Inklusion ist eine Illusion, meint der Schweizer Heilpädagoge Dr. Riccardo Bonfranchi. Auch hier steuert die Bildungspolitik seit Jahren in eine falsche Richtung.“

https://kontrafunk.radio/de/sendung-nachhoeren/lebenswelten/lehrerzimmer/lehrerzimmer-ohne-religioese-bildung-waechst-orientierungslosigkeit