Zwischenruf: Kampf um die Sprache

Der Kampf gegen die Moralisierung, Ideologisierung und Zerstörung unserer Sprache durch gendersprachliche Vorgaben ist ein Kulturkampf, der nur mit Mitteln des bürgerlichen Widerstands gewonnen werden kann – aber hierzu müsste sich das freiheitlich gesinnte Bürgertum erst noch ermannen. Kennzeichen solcher Kulturkämpfe ist, dass diese sich nicht in erster Linie an rechtlichen Grenzen orientieren, sondern diese bewusst und gewaltsam verschieben. Auch gegen die Regeln der amtlichen Rechtschreibung arbeiten Universitäten, Kultuspolitiker, Verwaltungen, Bildungseinrichtungen, öffentlich-rechtliche Medien daran, Gendersprache durchzudrücken und vollendete Tatsachen zu schaffen. Bleibt zu hoffen, dass am Ende doch eine kritische Masse erkennt, was auf dem Spiel steht, und die Opportunitätskosten für die Sprachzerstörer zu groß werden. Das freiheitlich gesinnte Bürgertum muss sich den öffentlichen Raum zurückholen – und hierzu zählt auch unsere nationale Sprache. An den Hochschulen, so fürchte ich, ist dieser Kampf schon längst verloren. Und es ist klar, dass die ideologische Sprachzerstörung, die von den Hochschulen ausgeht, über kurz oder lang auch die Schulen ergreifen wird, denn diese sollen ja „wissenschaftsorientiert“ arbeiten. Nur müsste man dann auch klar zwischen Ideologie und Wissenschaft unterscheiden können …

Coronapolitik: Hat die Freiheit noch Zukunft?

Die Diskussion um die Coronapolitik und die damit verbundenen Grundrechtseinschränkungen ist nicht nur auf nationaler, sondern auch auf europäischer Ebene zu führen, auf der gegenwärtig Vorbereitungen für ein digitales COVID-19-Zertifikat laufen. Hierzu ein …

Gastkommentar von Jan Dochhorn

Kennzeichnend für die europäische Staatenwelt – und im engeren Sinne: für die Staatenwelt der EU – sollten zwischenstaatlicher Frieden und Reisefreiheit sein. An diesen beiden Größen entscheidet sich für die Bürger europäischer Staaten die Zuverlässigkeit von Europa-Politik und entscheidet sich für Bürger von EU-Staaten der Gebrauchswert der EU. Näherhin gilt für die EU: Wird diese weniger als Garant für Frieden und Reisefreiheit wahrgenommen denn als Instanz zentraler Kontrolle und Überwachung, dann wird eine ihr zugrundeliegende europäische Idee verblassen und erheblich beschädigt werden. Die EU wäre gut beraten, wenn sie Ihren Mitgliedstaaten den Verzicht auf jegliche COVID-bezogene Einschränkung und Kontrolle von Reisefreiheit nahelegen würde. Reisebeschränkungen, Quarantäneregelungen, Überwachung speziell bei zwischenstaatlicher Mobilität haben bisher kaum erkennbar das Infektionsgeschehen eingegrenzt. Es handelt sich um Maßnahmen, die ebenso kostenintensiv wie kontraproduktiv für ein europäisches Zusammenleben sind; die dafür aufgewendeten Mittel wären in der Forschungsförderung, in der Intensivmedizin und in Maßnahmen zum Schutz vulnerabler Personen sinnvoller eingesetzt.  Die EU sollte auf einen COVID-Paß verzichten und die bestehenden Beschränkungen und Kontrollen aufheben. Erweist sie sich dazu unfähig, sollte sie die Einrichtung von Zonen der Reisefreiheit zulassen, die europäische Staaten untereinander vereinbaren können.

Der Kommentar wird unterstützt von Prof. Dr. Ulrike Guérot (Politikwissenschaft) und PD Dr. Axel Bernd Kunze (Erziehungswissenschaft).

Widerstand gegen Impfpflicht: Es ist nur …

Unser Land hat in dieser Krise seine Würde verloren. In Zeiten wie diesen muss daher immer wieder daran erinnert werden: Nicht das Einfordern von Freiheitsrechten ist begründungspflichtig, sondern deren Beschränkung. Unsere Parteien – Ausnahmen bestätigen die Regel – haben dies offenbar vergessen. Das freiheitlich gesinnte Bürgertum muss sich den öffentlichen Raum zurückholen. Ohne bürgerliche Freiheit erstirbt die gesellschaftliche Produktivität, und auf Dauer auch die wirtschaftliche. Mit unserem National- und Freiheitsdichter Schiller gesprochen: Freiheit können wir einander nicht geben, sondern nur lassen. Fangen wir endlich wieder damit an.

Zum weiteren Nachdenken: https://www.youtube.com/watch?v=m7PrTsJdy0w

Neuerscheinung: Vom Kinde aus – Themen und Impulse für den Pädagogikunterricht

… so lautet das neue Themenheft der Zeitschrift PÄDAGOGIKUNTERRICHT (42. Jg., Heft 1 v. April 2022). Die Fachzeitschrift wird vom Verband der Pädagogiklehrer und Pädagogiklehrerinnen herausgegeben. Es handelt sich um die größte deutschsprachige Zeitschrift für pädagogische Fachdidaktik. Dem Wissenschaftlichen Beirat gehören an: Prof. Dr. Bauer (Univ. Bielefeld), Prof. Dr. Bernhard (Univ. Duisburg-Essen), Prof. Dr. Beyer (Univ. Köln), Jun.-Prof. Dr. Gather (Univ. Paderborn) und PD Dr. Kunze (Univ. Bonn).

Neuerscheinung: Auch die Kirche steht vor der Machtfrage

Aus einem Gottesdienstmodell zum Dritten Sonntag der Osterzeit:

Wo Menschen zusammenarbeiten und zusammenleben, muss geklärt werden, wer welche Aufgaben übernimmt, wer was entscheiden darf und wer im Namen der Gemeinschaft sprechen darf. Es geht um Verantwortung, aber auch um Macht.

Auch in der Kirche stellt sich die Machtfrage. Wir erleben das an vielen Stellen, etwa beim Synodalen Weg oder in den Debatten über das Verhältnis von Klerikern und Laien. Und auch in unserer Gemeinde gibt es immer mal wieder Auseinandersetzungen darüber, wie Konflikte zu regeln sind und wer am Ende das Sagen haben soll.

Das alles ist nicht verwunderlich. Denn die Kirche ist zwar nicht einfach eine politische Organisation, sondern eine geistliche Gemeinschaft. Aber zugleich bleibt die Kirche gebunden an menschliche Strukturen. Daher kommen auch wir Christen um die Machtfrage nicht herum.

Wir müssen uns Gedanken machen, wie das Zusammenleben in der Kirche gestaltet werden soll. Neu ist diese Frage nicht. Sie hat die Kirche seit ihren Anfängen bewegt – das zeigt das heutige Evangelium.

Axel Bernd Kunze: Stark nicht aus eigener Kraft [Lesejahr C. Dritter Sonntag der Osterzeit], in: WortGottesFeiern an allen Sonn- und Feiertagen 19 (2022), H. 3, S. 243 – 257.

Neue Kunstaktion für die freie Impfentscheidung

Die künstlerischen Initiatoren von „Alles auf den Tisch“ gehen mit einer neuen Aktion an die Öffentlichkeit – und sagen: Danke.

https://www.dankefueralles.de/

Der Umgang mit der Coronakrise wird deutliche Schäden an unserer Wert- und Verfassungsordnung hinterlassen. Das Vertrauen in den Schutz unserer Freiheits- und Rechtsordnung ist erheblich gestört. Und auch nach dem 20. März wird die Debatte um eine menschenrechtswidrige Impfpflicht weitergehen. Der Einsatz für eine widerständige Bürgerlichkeit um der Freiheit willen muss weitergehen, auch mit künstlerischen Mitteln. Oder ist alles ganz anders: Die Bürger müssen vor sich selbst geschützt werden!? Auch vor Kritik an der Regierung, die doch schom besser weiß, was Bürger brauchen. Für all das gilt es, danke zu sagen … Lassen wir die Kunst sprechen. Und bilden wir uns ein eigenes Urteil.