Verein Deutsche Sprache: Gendersprache keineswegs inklusiv

Der Verein Deutsche Sprache berichtet in seinem neuen Infobrief vom 30. April 2022 über die Diskussionsveranstaltung der Kommunalpolitischen Vereinigung Mönchengladbach zu Politischer Korrektheit und Gendersprache (vgl. Kapitel 4):

Zwischenruf: Fragwürdige Preispolitik im Deutschen Hochschulverband

Der Deutsche Hochschulverband (DHV), die wichtigste berufsständische Vertretung im Universitätsbereich, kürt jährlich den „Hochschullehrer des Jahres“. Der Preis soll ein positives Bild dieses Berufes in der Öffentlichkeit vermitteln und das Faszinierende an einer Hochschullehrertätigkeit aufzeigen. Die Preisentscheidungen von 2021 und 2022 haben allerdings politisch kontroverse Debatten ausgelöst. 2021 wurde der Virologe Christian Drosten geehrt, der in der Coronapolitik der vergangenen Jahre eine führende Rolle spielte. 2022 geht der Preis an das Ehepaar Şahin-Türeci, die Gründer des Pharmaunternehmens BioNTech.

Kritiker sehen in diesen Preisverleihungen keine gelungene Form der Öffentlichkeitsarbeit, sondern eine gewissenlose Anbiederung an den politischen Mainstream. Die DHV-Führung maße sich mit der Wahl der Preisträger ein politisches Mandat im umstrittenen Feld der Corona- und Infektionsschutzpolitik an, das weit über die Vertretung berufsständischer Interessen hinausgehe.

Und in der Tat: Einem Berufsverband, der sich in polarisierten Zeiten wie den unsirgen für einen unvoreingenommen und fair geführten wissenschaftlichen Diskurs einsetzen will, hätte es hingegen gut zu Gesicht gestanden, nicht derart einseitg Partei zu ergreifen. Dies stärkt nicht das Bild der Wissenschaft in der Öffentlichkeits, sondern erweist deren Ansehen einen Bärendienst. Überdies zeigen die Preisverleihungen: Kollegen mit abweichenden Meinungen dürfen vom DHV keine Solidarität und Unterstützung erwarten. Großverbände kranken am selben Syndrom wie einst die Volksparteien. Sie wollen überall mitmischen, erweisen sich aber gegenüber Freiheitseingriffen als kampfesunwillig, gelähnt und zeitgeistig. Am Ende laufen sie dem Zeitgeist und dem politischen Mainstream hinterher.

Der Hochschulverband hat mit den Preisverleihungen in einer nicht nur politisch, sondern auch wissenschaftlichen Kontroverse einseitig Partei ergriffen. Mich beschleicht der Verdacht, dass man in der DHV-Führung letztlich kein substantielles Verständnis von Wissenschaft mehr kennt – und daher nach dem Motto verfährt: „Die Wissenschaft hat festgestellt, dass Marmelade Schnaps enthält“.

Dabei hat man übersehen, dass viele Fragen offen sind: Welche Rolle spielte Drosten in der „Gain of function“-Forschung? Wie sehr haben sich wissenschaftliches und politisches Handeln bei ihm vermengt? Neuere Meldungen deuten daraufhin, dass die mRNA-Impfstoffe von BioNTech niemals eine Regelzulassung erhalten könnten, weil der Nutzen zu gering und die Nebenwirkungen sowie Langzeitschäden viel zu groß seien. Sollte sich hier vielleicht der größte Medizinskandal der Neuzeit andeuten, hätte der DHV gegen alle moralische Vorsicht, politische Abwägung und wissenschaftlich saubere Prüfung einseitig und voreilig Partei ergriffen.

Bei alldem geht es nicht um Kleinigkeiten: Hier geht es um die Zerstörung der körperlichen Integrität durch einen autoritären, biopolitischen Neokollektivismus auf ungesicherter wissenschaftlicher Grundlage. Auch wenn die Preisträger 2022 nicht das Patent für die mRNA-Technologie halten und sich nicht öffentlich für eine Impfpflicht positioniert haben, hängt der Biontechimpfstoff doch mittendrin in jenem Medizin- und Politskandal, der sich jetzt anzudeuten beginnt. Gerade ein Wissenschaftlerverband hätte hier genauer hinschauen müssen. Stattdessen hat man nicht selten politisch und medial die Story um das Biontechehepaar als Herz-Schmerz-Schnulze aus Merkels bunter Republik der offenen Grenzen verkauft – und der DHV macht mit oder fällt mindestens darauf rein.

Und was hat man bei Drosten nun auszeichnen wollen? Seine wissenschaftliche Leistung oder seine Leistungen in der Wissenschaftskommunikation? Letzteres wäre Aufgabe seriös und verantwortlich arbeitender Wissenschaftsjournalisten. Bei einer gravierenden Krise, wie wir sie angesichts Corona erlebt haben, bleibt es wichtig, dass sich wissenschaftliche Erkenntnisse einer kritischen Öffentlichkeit stellen. Es kann aber nicht darum gehen, dass Wissenschaftler auch noch den medialen und politischen Diskurs dominieren. Wissenschaftler sollten seriöse Forschung liefern, keine populäre Internetkommunikation – dafür sind die medizinischen Herausforderungen, auf die wir valide wissenschaftliche Ansichten brauchen, zu groß. Sollte Drosten u. a. für sein Podcast ausgezeichnet worden sein, zeigt sich auch hier, dass dem DHV ein substantielles Verständnis von Wissenschaft verloren gegangen ist. Nicht die politischen Medienstars unter den Professoren, sondern jene redlichen Wissenschaftler, die fern der Talkshows neue Erkenntnisse generieren und oftmals mit begrenzten finanziellen Mitteln, prekären Verträgen oder geringer Unterstützung zurecht kommen müssen, hätten Preise verdient.

Die Universitäten haben sich in vielen Punkten einer menschenrechtswidrigen Coronapolitik  als Antreiber erwiesen (2G-Regelungen im Lehrbetrieb, Maskenpflicht via Hausrecht, Impfnötigung, Abkanzlung von Wissenschaftlern mit abweichender Meinung …). Zu all diesen Punkten hat man vom Hochschulverband in den vergangenen Jahren nichts gehört. Das ist ein Armutszeugnis. Vielmehr gehören Universitäten und auch der DHV zu jenen gesellschaftlichen Akteuren, die aus der Coronakrise moralisch beschädigt herausgehen.

Zwischenruf: Entscheidung gegen Impfpflicht endlich achten – Respekt vor der Gewissensentscheidung der Einzelnen

Aus guten Gründen hat der Deutsche Bundestag in seiner Mehrheit eine allgemeine Impfpflicht abgelehnt. Diese stellt einen gravierenden Eingriff in die körperliche Unversehrheit dar und ist weder politisch noch rechtlich oder ethisch zu rechtfertigen, zumal nicht angesichts neuartiger, nur ungenau erforschter Impfstoffe mit verlängerter Notfallzulassung. Auch Solidaritätspflichten rechtfertigen einen solchen Eingriff in den innersten Kernbereich der Pesönlichkeit nicht: Zum einen wäre ein solcher Eingriff angesichts der begrenzten Schutzwirkung und des geringen Nutzens der neuartigen Impfstoffe völlig unverhältnismäßig. Zum anderen besteht eine moralische Pflicht des Einzelnen zur sorgfältigen, differenzierten Güterabwägung, nicht aber zur Kollektivierung des eigenen Körpers. Die freie Gewissensentscheidug ist im liberalen Rechts- und Verfassungsstaat zu achten, Gleiches gilt aus Sicht eines christlichen Personalismus. Aber offenbar bringen die Verfechter einer Impfpflicht diese moralische Größe nicht auf und beginnen erneut damit, Ungeimpfte ins negative Licht zu rücken. Nur ein Beispiel: Stephan Orth trommelt im Editorial der Maiausgabe der „Herder Korrespondenz“ für das Impfen – sonst stehe ein schwerer Herbst bevor. Eine solche Position ist umso problematischer, als neuere Studien mittlerweile darauf verweisen, dass die Nebenwirkungen und Langzeitschäden durch die neuartigen Impfstoffe größer sein könnte, als bisher dargestellt. Der Impfstoff von Biontech könnte möglicherweise überhaupt keine Regelzulassung erhalten. Impfnötigung, Impfpflicht und die gesellschaftliche Ächtung Ungeimpfter bleiben menschenrechtswidrig und freiheitsfeindlich. Die Coronapolitik hat genügend Spaltung verursacht. Soll ein gesellschaftlicher Heilungsprozess beginnen, sollte die Ablehnung einer Impfpflicht Anfang April und die freie Impfentscheidung der Einzelnen geachtet werden. Wer dies nicht will, vertieft den Riss, der unsere Gesellschaft teilt, immer mehr.

Tagung: Lehren aus der Pandemie

Die Gesellschaft für Bildung und Wissen lädt zu einer neuen Hybridtagung ein:

Lehren aus der Pandemie.

Veranstalter sind die Hochschule Offenburg, das Bündnis für humane Bildung, die Vereinigung Deutscher Wissenschaftler und die Volkshochschule Offenburg. Weitere Informationen finden sich hier:

Onlinepetition fragt: Was hat Ursula von der Leyen zu verbergen?

Eine neue Onlinepetition fordert die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen dazu auf, die Nachrichtenverläufe mit Pfizer-BioNTech zu veröffentlichen. Weitere Informationen finden Sie hier:

Die Petition können Sie hier zeichnen:

Sollten neue Studien Recht behalten, könnten die Nebenwirkungen und Langzeitschäden, die mit den neuartigen COVID-19-Impfstoffen verbunden sind, deutlich unterschätzt worden sein. Der Impfstoff von BioNTech könnte möglicherweise aufgrund geringer Wirkung und gravierender Nebenwirkungen überhaupt keine Regelzulassung erhalten. Diese Entwicklungen unterstreichen noch einmal deutlich , wie übergriffig, menschenrechtswidrig und freiheitsfeindlich sich die Coronapolitik spätestens seit Mitte August des vergangenen Jahres verhalten hat – unbeschadet der Tatsache, dass eine allgemeine Impfpflicht vorerst gescheitert ist. Schon die Politik der Impfnötigung und 2G-Ausgrenzung war ein deutlicher Verstoß gegen die Prinzipien unserer Wert- und Verfassungsordnung.
Eines lässt sich auf jeden Fall sagen: Noch sind viele Fragen offen, die staatlichen Zwang moralisch ausschließen. Aber das hinderte einen führenden Verfassungsrichter nicht daran, erst vor kurzem in der FAZ weiterhin eine Impfpflicht zu fordern – mit dem Argument, es handele sich allein um einen harmlosen Eingriff, den der Staat verlangen würde.
Wer sicher weiter über die neuartigen COVID-19-Impfstoffe informieren möchte, dem sei das Internetportal der drei Netzwerke „7 Arguemnte“, Freie Datenjournalisten e. V. i. G. sowie Wissenschaft für die Gesellschaft empfohlen:
https://wiges.org/

Festschrift zum 95. Geburtstag von Papst em. Benedikt XVI.

Am Karsamstag, dem 16. April 2022, konnte Papst em. Benedikt XVI. seinen fünfundneunzigsten Geburtstag feiern. Die Gesellschaft zur Förderung christlicher Verantwortung e. V. hat dieses Jubiläum erneut mit einer Festschrift und einer ausführlichen tabula gratulatoria gewürdigt. Weitere Informationen zur Festschrift finden Sie hier:

https://www.christliche-verantwortung.de/

Gemeinsames Positionspapier zur Zukunft sozialpädagogischer Ausbildungsgänge

Die Gemeinsame Vertretung der Bundesverbände und Bundesarbeitsgemeinschaften der Fachschulen für Sozialpädagogik, Heilerziehungspflege und Heilpädagogik in Deutschland haben ein Positionspapier zur Stärkung der Fachschulen des Sozialwesens veröffentlicht. Das Papier reagiert auf verstärkte politische Forderungen, angesichts des Fachkräftemangels die sozialpädagogischen Ausbildungsgänge in Deutschland in duale Ausbildungen umzugestalten: eine Forderung, die das bisher erreichte Niveau der sozialpädagogischen Fachkräfteausbildung und den hohen fachlichen Standard der Fachschulen gefährdet. Das Papier findet sich u. a. hier:

Einen Kurzkommentar des Papieres bietet der Bundesverband evangelischer Ausbildungsstätten für Sozialpädagogik auf seinen Internetseiten:

Netzwerk Wissenschaftsfreiheit: Grundrecht auf Wissenschaftsfreiheit muss aktiv geschützt werden

Netzwerk Wissenschaftsfreiheit fordert Universität Siegen auf, den universitären Schutz von Veranstaltungen zu gewährleisten

Pressemitteilung, 26.4.2022

Die Universität Siegen erwartet von ihren Hochschullehrern, die wissenschaftliche Veranstaltungen organisieren, dass sie im Rahmen ihres Budgets für die Kosten von etwa erforderlichen Sicherheitsdiensten aufkommen. Das Netzwerk Wissenschaftsfreiheit lehnt dies aus grundsätzlichen Erwägungen ab und sieht darin eine Verletzung der Wissenschaftsfreiheit. Die Universität ist verpflichtet, die Ausübung des Grundrechts der Wissenschaftsfreiheit, wozu auch die Veranstaltung von wissenschaftlichen Vorträgen und Tagungen gehört, zu schützen. Die Kosten dafür können nicht den Veranstaltern aufgebürdet werden. Das würde dazu führen, dass Drohungen mit Gewalt durch Dritte letztlich darüber entscheiden, wer zu einem Vortrag oder zu einer Tagung eingeladen wird. Dieser Gefahr muss entschieden entgegengetreten werden. Die Universität Siegen wird daher aufgefordert, ihre Entscheidung zu revidieren.

Quelle: http://www.netzwerk-wissenschaftsfreiheit.de

Hintergrund der Kontroverse sind Auflagen der Universität Siegen im Falle einer Einladung des Politikwissenschaftlers Martin Wagener.