Beiträge aus der Autorengruppe „7 Argumente“

Gabriele Peters hat die bisher vorliegenden Beiträger der Autorengruppe „7 Argumente“, welche sich kritisch mit der deutschen Coronapolitik aufbereitet und auf ihrer Internetseite zitierfähig veröffentlicht:

DIE SPALTUNG ÜBERWINDEN: Sieben wissenschaftliche Argumente gegen eine gesetztliche Impfpflicht und für einen offenen Diskurs (Offener Brief an die Mitglieder des Deutschen Bundestages vom 6. Januar 2022)

EINE COVID-19-IMPFPFLICHT IST VERFASSUNGSWIDRIG (Offener Brief an die Mitglieder des Deutschen Bundestages vom 9. März 2022):

Die Autorengruppe der „7 Argumente“ versammelt Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen, die sich für die freie Impfentscheidung und das Recht auf körperliche Unversehrtheit engagieren. Weitere Informationen unter www.7argumente.de

Michael Felten zum Fachkräftemangel und zur Akademikerschwemme

„Ohne Abi und Studium geht nichts, meinen viele Eltern. Kein Wunder, dass uns die Handwerker fehlen, sagt der Bildungsaktivist Michael Felten. Er fordert mehr Anerkennung für Ausbildungsberufe und strengere Zugangsbeschränkungen für Gymnasien.“ (Politisches Feuilleton im Deutschlandfunk, 30.08.2022)

Der Kommentar ist hier zu hören:

https://www.deutschlandfunkkultur.de/fachkraeftemangel-und-zu-viele-gymnasiasten-100.html

Rezension: Kompendium zur Beratungswissenschaft

Axel Bernd Kunze rezensiert im Internetportal Socialnet ein neues Kompendium zur Beratungswissenschaft, das auch für pädagogische und lehrende Berufe interessant ist:

Cover Tanja Hoff, Renate Zwicker-Pelzer (Hrsg.): Beratung und Beratungs­wissenschaft ISBN 978-3-8487-7846-1

Tanja Hoff, Renate Zwicker-Pelzer (Hrsg.): Beratung und Beratungswissenschaft, Baden-Baden: Nomos 2022, 2., aktualisierte und erweiterte Auflage, 239 Seiten. ISBN 978-3-8487-7846-1. 25,00 EUR.

Die Besprechung kann hier abgerufen werden:

https://www.socialnet.de/rezensionen/29298.php

Rezension: Inklusion und Qualifikation

Axel Bernd Kunze rezensiert auf dem Internetportal SOCIALNET.de die Festschrift:
Kathrin Wilfert, Tatjana Eckerlein (Hrsg.): Inklusion und Qualifikation,

Stuttgart: Kohlhammer 2021, 203 Seiten. ISBN 978-3-17-039524-4. D: 39,00 EUR, A: 40,10 EUR; erschienen in der Reihe: Inklusion in Schule und Gesellschaft, Bd. 14.

Die Rezension ist onlien veröffentlicht unter:
https://www.socialnet.de/rezensionen/28650.php

VDS-Sprachnachrichten: Holger Klatte rezensiert „Bildung und Religion“

In der aktuellen Ausgabe (III/2022) der „Sprachnachrichten“ des Vereins Deutsche Sprache rezensiert Holger Klatte den Band „Bildung und Religion. Die geistigen Grundlagen des Kulturstaates“ (Berlin: LIT 2022) des Sozial- und Bildungsethikers Axel Bernd Kunze. Holger Klatte schreibt:

„Ein wichtiges Buch, das eine überzeugende Grundlage für künftige Diskussionen über kulturelle Wurzeln, Integration und die Stellung der Religionen in einem weltanschaulich neutralen Staat darstellt.“

Weitere Informationen zum Band und Bestellmöglichkeit:

https://www.lit-verlag.de/detail/index/sArticle/87573/sCategory/6624

VDS-Infobrief: „Schrebergartendenken“

Der Infobrief des Vereins Deutsche Sprache vom 14. August 2022 verweist auf Beitrag aus „Bildungsethik“:

Der Schulleiter und Erziehungswissenschaftler Axel Bernd Kunze kommentiert in seinem Blog ein Interview mit der Inhaberin des Bamberger Lehrstuhls für Bildungsforschung, Ilka Wolter, im Universitätsmagazin uni.kat. „Wie beeinflusst uns Sprache? lautet das Thema. Aus ihrer sozialpsychologischen Perspektive finde man kein einziges Argument, warum man das generische Maskulinum behalten sollte, sagt die Bildungsforscherin Wolter da. Für Kunze ist das „disziplinäres Scheuklappentum und Schrebergartendenken“. „Die Kollegin wird sicherlich von ‚Bildung‘ dann auch keine Ahnung haben, sie kann ja nur Sozialpsychologie“.

Heute vor 100 Jahren: Das „Lied der Deutschen“ wird Nationalhymne

Am 11. August 1922 wurde das vom Burschenschafter Hoffmann von Fallersleben gedichtete „Lied der Deutschen“ unter Friedrich Ebert zur Nationalhymne. Der Zusammenhang von „Einigkeit und Recht und Freiheit“ hat bis heute nicht an Bedeutung verloren. Die WELT fragt heute in einem „Pro und Kontra“, ob es noch eine Nationalhymne brauche. Ja, denn Zukunft braucht Herkunft, Identität und einheitstiftende Werte.

Gendersprache ist eine Kunstsprache, die wenig mit Toleranz, aber viel mit Macht zu tun hat

Die NachDenkSeiten kommentieren den aktuellen Aufruf von Sprachwissenschaftlern gegen das sprachliche Gendern im zwangsfinanzierten öffentlich-rechtlichen Rundfunk und das neue Papier „Aufruf zur Toleranz“ des Leibniz-Instituts für Deutsche Sprache:

Wer den Aufruf der Sprachwissenschaftler unterstützen möchte, kann dies hier tun:

https://www.linguistik-vs-gendern.de/

Eine Glosse aus aktuellem Anlass: 375 Jahre Universität Bamberg – ad multos annos!

Die Universität Bamberg, an der ich einst einmal promoviert wurde, feiert sich mit der neuen uni.kat-Ausgabe (so heißt das Bamberger Universitätsmagazin) selber: 375 Jahre Universität Bamberg – unter dem Motto, wie es sich für jedes Unternehmen heute gehört: „Innovationskraft aus Umbrüchen schöpfen“.

Bemerkenswert ist das Interview mit Frau Kollegin Wolter, Inhaberin des Lehrstuhls für BILDUNGsforschung mit dem Schwerpunkt Entwicklung und Lernen: Wie beeinflusst uns Sprache? Ein Interview über Gender-Sterne und psychologische Erkenntnisse. Schon drei Aussagen im Interview sind bemerkenswert:

1. „Es gibt sicherlich Argumente und Standpunkte, die ich aus meiner Disziplin heraus nicht bewerten will oder kann. Ich schaue aus sozialpsychologischer Perspektive auf das Thema. […] Aus dieser Perspektive findet man zum Beispiel kein einziges (sic!) Argument, warum man das generische Masulinum behalten sollte.“ – Man merke: Disziplinäres Scheuklappentum und Schrebergartendenken in Parzellen befähigt zu einer Professur im Rahmen eines Leibnizinstituts. Die Kollegin wird sicherlich von „Bildung“ dann auch keine Ahnung haben, sie kann ja nur Sozialpsychologie. Dann weiß ich aber auch, was ich von einem solchen Institut und einem solchen Lehrstuhl zu halten habe. Nichts. Und dann „kein einziges Argument“ – als Privatdozent im Schuldienst bin ich wirklich beeindruckt, zu welcher Differenzierungsfähigkeit sich die Universität Bamberg nach 375 Jahren aufgeschwungen hat. Chapeau! So meistern wir bestimmt die Zukunft.

2. „Man kann versuchen, Veränderung auf freiwilliger Basis herbeizuführen, aber wir versuchen das schon eine ganze Weile.“ – Man merke: Und bist Du nicht willig, so brauch‘ ich Gewalt. Wer ist dieses omninöse Wir? Herr Drosten mag zwar für die Verwechslung von Wissenschaft und Politik einen DHV-Preis und Ehrendoktor bekommen haben, aber Wissenschaftler besitzen kein demokratisch-verfassungsrechtliches Mandat, über die Form unseres Zusammenlebens zu bestimmen, so sehr sie sich auch noch medial zu einer solchen Pose aufschwingen mögen.

3. „Wir brauchen Wiederholungen, damit eine Gewöhnung eintritt und neue Sprachformen in den allgemeinen Gebrauch übergehen.“ – Man merke: Früher nannte man es Rechtsbruch und Amtsmissbrauch, wenn verbeamtete Professoren gegen amtliche Regeln, hier: der Rechtschreibung, handelten und ein rechtswidriges Verhalten anderen aufdrückten. Heute nennt man das wohl Demokratisierung und Diversität. Der Regenbogen, mit dem auch das Interview in uni.kat indirekt bebildert wurde, ist zum quasistaatlichen Hoheitssymbol avanciert. Die Kollegin verwechselt Wissenschaft und Forschung mit politischem Aktivismus. Früher nannte man das Propaganda und Ideologisierung, Verzeihung: heute natürich Innovationskraft.

Herzlichen Glückwunsch und tiefe Verneigung vor dieser Alma mater im 375. Jubiläumsjahr! Der Schulleiter gratuliert mit Bewunderung und Verehrung.

Das Gendern wird weitergehen. Die angehenden Lehrer, Journalisten, Referenten werden das Genderdenken an der Universität widerspruchslos aufsaugen und in die gesellschaftliche Breite tragen. Der Präsident macht es im Editorial der Jubiläumsausgabe von uni.kat vor, wie es geht – und fragt dann auch noch alle „Lesenden“, ob sie sich tatsächlich angesprochen fühlen. Mag sein, mag nicht sein. Eine Antwort, die alle befriedigt, wird es nicht geben können. Denn die Debatte über sprachliches Gendern setzt schon voraus, dass keine Sprachform mehr „neutral“ ist. Das ist der Preis der Politisierung und Moralisierung unserer Sprache. Und das Dilemma, aus dem wir so schnell nicht herausfinden werden. Eines sollte der Präsident aber nicht glauben: dass seine Hochschule ein uni.kat sei. Sie erweist sich im Jubiläumsjahr als äußerst zeitgeistig und konventionell.

Hoffen wir, dass es noch den heiligen Rest geben wird, der auch künftig noch freies Denken kennt.