Neuerscheinung: „Brennendes Herz“

Am 28. Juni 2019, dem dritten Freitag nach Pfingsten, wird in der katholischen Liturgie das Hochfest des Heiligsten Herzens Jesu gefeiert. „Brennendes Herz“ ist ein Predigtvorschlag überschrieben, der in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Der Prediger und Katechet“ (158. Jg., Heft 2019/4, S. 481 – 484) veröffentlicht wurde. Axel Bernd Kunze greift darin Gedanken der mittelalterlichen Ordensfrau Gertrud von Helfta auf, die als frühe Wegbereiterin der Herz-Jesu-Verehrung bezeichnet werden kann, bekannt ist sie vor allem durch ihr Werk „Der Gesandte der göttlichen Liebe“:

„Ihre Schriften, die sie uns hinterlassen hat, zeigen sie gleichsam als eine gute Pädagogin oder Wegbegleiterin, die uns dazu anleiten will, Schwellenängste zu überwinden, damit wir mit Jesus in Kontakt kommen und eine Beziehung zu ihm aufbauen können.“ (S. 483)

Neuerscheinung: Internate an Fachschulen – Überlegungen aus bildungsethischer Perspektive

Junges Wohnen bietet viele Vorteile – so wirbt das Wohnheim der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt. Dieses verbindet Lernen und Leben miteinander und bietet wichtige Unterstützung bei den ersten Schritten in den Beruf. Unser Autor berichtet, welche Bedeutung das Internat als begleitendes Angebot in der Erzieher- und Erzieherinnenausbildung besitzt.
Axel Bernd Kunze fragt in einem Beitrag für die Märzausgabe der Fachzeitschrift „TPS – Theorie und Praxis der Sozialpädagogik“ (Heft 3/2019) aus bildungsethischer Perspektive, welche Bedeutung Internate und Wohnheime an beruflichen Fachschulen für einen erfolgreichen Ausbildungsabschluss und einen gelingenden Berufseinstieg besitzen. Der Beitrag ist jetzt auch online verfügbar:

Veröffentlichung: Josef Kraus verteidigt „Die Neue Ordnung“

Sprachgewaltig und streitbar, wie man ihn kennt, hat sich Josef Kraus, ehemaliger Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, in „Tichys Einblick“ zum Boykottaufruf der deutschsprachigen Sozialethiker gegen die Zeitschrift „Die Neue Ordnung“ geäußert. Die Wochenzeitschrift „Die Tagespost“ greift seine Stellungnahme auf:

https://www.die-tagespost.de/politik/Josef-Kraus-verteidigt-Ockenfels-Zeitschrift-Neue-Ordnung;art4685,197219

Die aktuelle Kontroverse zeigt einmal mehr, wie sehr die gesellschaftliche Debatte in Deutschland gespalten ist. Das geistige Klima in unserem Land befindet sich in keiner guten Verfassung – aber dagegen gibt es keine „Klimademos“. Wenn ich die gegensätzlichen Reaktionen für und wider die „Erklärung“ verfolge, drängt sich mir der Eindruck auf, diese kommen zwar aus einem Land und dennoch aus zwei „Welten“ – aus Welten, die sich gesprächs- und verständnislos gegenüber stehen. Ein gemeinsames Freiheitsbewusstsein ist nicht mehr erkennbar.

 

Neuerscheinung: Bildung, Identität, Social Media

Das neue Themenheft 1/2019 (39. Jg., Heft April 2019) der Fachzeitschrift „PädagogikUNTERRICHT“ widmet sich den Themen Bildung, Identität, Social Media – u. a. mit folgenden Beiträgen: Identitätsarbeit in Sozialen Netzwerken (Angela Tillmann) und Wolfgang Klafkis Bildungstheorie – Darstellung und kritische Würdigung (Hans-Christoph Koller).

Dem Wissenschaftlichen Beirat der Zeitschirft für die pädagogische Fächergruppe gehören Prof. Dr. K. Beyer (Universität Köln), Prof. Dr. A. Bernhard (Universität Duisburg-Essen), Jun.-Prof. Dr. K. G. Gather (Universität Paderborn) und PD Dr. A. B. Kunze (Universität Bonn) an. Herausgegeben wird die Zeitschrift vom Verband der Pädagogiklehrer und Pädagogiklehrerinnen (VdP).

Neuerscheinung zu Internaten in der Erzieherausbildung

Internate an beruflichen Schulen verbinden Lernen und Leben miteinander und bieten wichtige Unterstützung bei den ersten Schritten in den Beruf. Ein Beitrag in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift TPS – Theorie und Praxis der Sozialpädagogik zeigt aus bildungsethischer Perspektive, welche Bedeutung das Internat als begleitendes Angebot in der Erzieherausbildung besitzt.

Axel Bernd Kunze: Bildungsethik. Mit Hanni und Nanni zur Erzieherin, in: TPS – Theorie und Praxis der Sozialpädagogik. Leben, Lenen und Arbeiten in der Kita (2019), H. 3, S. 48 – 51.

Weitere Informationen zur Zeitschrift finden Sie hier: https://www.klett-kita.de/kitaleitung/tps/

Welche Rolle spielen Bildung und Bildungseinrichtungen bei der Integration? – Tagungsdokumentation des „Forums Sozialethik“ zur Migrations- und Integrationsethik in dritter Auflage angekündigt

Deutschland steht vor gewaltigen Herausforderungen in der Migratins- und Integrationsethik. Entsprechend groß ist weiterhin die öffentliche Aufmerksamkeit für die 2017 erstmals erschienene Tagungsdokumentation des „Forums Sozialethik – Initiative junger Sozialethikerinnen und Sozialethiker“, die sich dem Thema aus sozialethischer Perspektive nähert. Nun hat der Verlag eine dritte Auflage angekündigt:

Andreas Fisch, Myriam Ueberbach, Prisca Patenge, Dominik Ritter (Hgg.): Zuflucht – Zusammenleben – Zugehörigkeit? Kontroversen der Migrations- und Integrationspolitik interdisziplinär beleuchtet (Forum Sozizalethik; 18), Münster: Aschendorff 3. Aufl./2019.

Zuflucht – Zusammenleben – Zugehörigkeit: Kontroversen der Migrations- und Integrationspolitik interdisziplinär beleuchtet (Forum Sozialethik)

Im Band findet sich auch ein vierteiliges Streitgespräch zwischen dem Dortmunder Wirtschafts- und Sozialethiker Andreas Fisch sowie dem Bonner Politik- und Bildungsethiker Axel Bernd Kunze. Der zweite Teil der zwischen beiden geführten Kontroverse widmet sich der Frage, welche Rolle Bildung und Bildungseinrichtungen bei der Integration spielen sollen (S. 199 – 209).

 

Zwei Kommentarstimmen zum Boykottaufruf gegen „Die Neue Ordnung“

Die Diskussium um die „Erklärung“ der Arbeitsgemeinschaft Christliche Sozialethik gegen „Die Neue Ordnung“ und deren Chefredakteur, Pater Ockenfels, geht weiter. Hier Auszüge aus zwei aktuellen Kommentaren, die sich kritisch mit dem Boykottaufruf der deutschsprachigen Sozialethiker auseinandersetzen:

„Niemand muss die Positionen von Pater Ockenfels teilen. Er aht aber so wie jeder andere auch verdient, dass man sich mit seinen Argumenten auseinandersetzt. Eine solche Auseiandersetzung quasi per Dekret zu untersagen und dies noch mit einem Bekenntnis zur Pluralität des Faches zu verbinden, ist nicht nur unwissenschaftlich, es zeugt auch von einem geringen Reflektionsgrad [sic!] der Handelnden. Was allerdings stark ausgeprägt ist, ist deren Machtbewusstsein: Die Arbeitsgemeinschaft repräsentiert die große Mehrheit ihres Faches. sie könnte also mit großer Gelassenheit zur Kenntnis nehmen, dass es eben auch katholische Sozialethiker gibt, die andere Positionen vertreten. Das wäre echte Toleranz. Stattdessen setzt man auf öffentliche Ächtung. Trotzdem: […] Die Aktivitäten seiner ‚Kollegen‘ zeigen, dass sie ihn offenbar lesen, obwohl sie sich ärgern. Ein starker Beleg für die Relevanz der Zeitung und deren publizistischer Linie.“

Sebastian Sasse in der „Tagespost“ vom 28. März 2019.

https://www.die-tagespost.de/politik/pl/Kommentar-Maulkorb-statt-Argument;art315,196843

Bildergebnis für Forum Sozialethik

„Etwas gründlicher hätten Sie sich auch überlegen müssen, ob Sie wirklich eine Säuberung von Bibliotheken fordern wollten. Mir scheint die gesamte Erklärung stark von autoritärem Denken geprägt. Würde eine Ausgrenzungshandlung wie diejenige, die Sie anstreben, von rechtsautoritären Kreisen prakti­ziert (etwa im Sinne eines repressiven Antikommunismus), gäbe es vermutlich einen Aufschrei. Einen kaum sehr guten Eindruck macht auch der zarte Hinweis an den Orden, sich doch einmal Gedanken zu machen, wie man mit der Persona non grata Ockenfels verfahren könne. Hier verbünden Sie sich unverhohlen mit ekklesialen Machtstrukturen, die kritisch zu hinterfragen die christliche Sozialethik ansonsten gerne für sich in Anspruch nimmt. Es hat den Anschein, daß Herrschaftstechniken aus der Zeit der Antimodernisteneide und der indizierten Bücher durchaus bejaht werden – wenn sie nur der für gut gehaltenen Sache dienen.“

Jan Dochhorn, Associate Professor an der Durham University, im Wissenschaftsweblog „Forum Sozialethik“

https://forum-sozialethik.de/2019/03/19/sozialethikerinnen-boykottieren-rechte-zeitschrift/

PS: Mittlerweile wurden die Kommentare im Weblog des „Forums Sozialethik“ gelöscht. Bleibt die Frage, wer hier Angst vor einer offen geführten, kritischen Diskussion hat …

Neuerscheinung: Kinderrechte in der Erzieherausbildung

Kurzzusammenfassung: Die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen kann 2019 ihr dreißigjähriges Jubiläum feiern. Das Dokument legt die Menschenrechte auf die besonderen Schutz-, Förder- und Beteiligungsansprüche von Kindern hin aus. Eine besondere Rolle spielen die Kinderrechte für die Erzieherausbildung an Fachschulen für Sozialpädagogik.

Axel Bernd Kunze: Die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen wird dreißig Jahre alt. Eine Würdigung aus Perspektive der Erzieherausbildung, in: Engagement 37 (2019), Heft 1, S. 34 – 37.

Der Verfasser (PD, Dr. theol., Dipl.-Päd., Zweite Staatsprüfung für das Lehramt der Sek.-Stufe II/I), Dozent für Pädagogik und Gemeinschaftskunde, leitet eine Fachschule für Sozialpädagogik. Er lehrt als Privatdozent für Erziehungswissenschaft an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und ist Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat des Verbands der Pädagogiklehrer und Pädagogiklehrerinnen. Daneben ist er als Lehrbeauftragter für philosophisch-theologische Grundlegung der Sozialen Arbeit an der Katholischen Stiftungshochschule München sowie für Bildungskonzepte und Didaktik an der Evangelischen Hochschule Freiburg tätig.

Engagement 1/2019: Lernen im Dialog – 30 Jahre UN-Kinderrechtskonvention

engagement 1/2019 dokumentiert den Bundeskongress Katholischer Schule vom September 2018: Lernen im Dialog.

In der offenen „Umschau“ des Heftes würdigt der Bonner Erziehungswissenschaftler Axel Bernd Kunze das diesjährige Jubiläum der Kinderrechtskonvention:

Axel Bernd Kunze: Die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen wird dreißig Jahre alt. Eine Würdigung aus Perspektive der Erzieherausbildung, in: Engagement 1/2019, S. 34 – 37.

Im Rezensionsteil werden folgende Titel besprochen:

  • Axel Bernd Kunze: Bildung in der Demokratie. Warum pädagogischer Eigensinn und Freiheit unverzichtbar sind (Rez.: Mariano Barbato)
  • Robert Kruschel (Hg.): Menschenrechtsbasierte Bildung. Inklusive und Demokratische Lern- und Erfahrungswelten im Fokus (Rez.: Axel Bernd Kunze)
  • Marcus Weber: Erlebnispädagogik in der Grundschule. 89 Aktionen und Spiele (Rez.: Julian Daubaris)
  • Konrad Fees: Geschichte der Pädagogik. Ein Kompaktkurs (Rez.: Ulrich Reichmann)
  • Matthias Asche, Dietmar Klenke (Hgg.): Von Professorenzirkeln, Studentenkneipen und akademischem Networking. Universitäre Geselligkeiten von der Aufklärung bis zur Gegenwart (Rez.: Axel Bernd Kunze)
  • Ernst Peter Fischer, Klaus Wiegandt (Hgg.): Dimensionen der Zeit – Die Entschleunigung unseres Lebens – Forum für Verantwortung (Rez.: Gottfried Kleinschmidt)
  • Werner Schneider: Oskar Schindler/Steven Spielberg. Wer ein einziges Leben rettet, rettet die ganze Welt (Rez.: Volker Ladenthin)
  • Michele Minelli: Passiert es heute? Passiert es jetzt? (Rez.: Astrid Frey)
  • Elisabeth Steinkellner: Dieser wilde Ozean, den wir Leben nennen (Rez.: Astrid Frey)

Rezension: Wieviel Bildung braucht die Demokratie? …

… Axel Bernd Kunze geht es bei der Beantwortung dieser Frage weder um PISA-Studien und Kompetenztraining noch um eine Agenda der politischen Bildungsarbeit zur Stärkung staatsbürgerlicher Resilienz gegenüber dem Populismus. Erfrischend altmodisch hält Kunze die Fahne eines humanistischen Bildungsideals hoch und fordert Freiheit und pädagogischen Eigensinn. […]

Auch wenn man Kunze bei der Kontroversität der Themen nicht immer zustimmen wird, lohnt sich die anregende und kurzweilige Lektüre für jeden, der sich der Frage nach dem Zusammenhang von Demokratie und Pädagogik stellen möchte. Kunze legt mit diesem schlanken Büchlein einen klugen und anregenden Debattenbeitrag vor.

Mariano Barbato, Politikwissenschaftler an der Universität Passau, in Engagement 1/2019, S. 43 f.

Bildergebnis für Kunze Bildung in der Demokratie

Axel Bernd Kunze: Bildung in der Demokratie. Warum pädagogischer Eigensinn und Freiheit unverzichtbar sind, Bonn 2018.