Appell der AG 1 Theologie und Philosophie der Initative „7 Argumente“: Die Impfpflicht berührt die Frage der Menschenwürde …

… und damit die Basis der freiheitlichen Demokratie.

Der Aufruf erscheint zeitgleich in der Berliner Zeitung. Auf den Internetseiten der Initiative „7 Argumente“ werden alle Verfasser aus der Arbeitsgruppe Theologie und Philosophie namentlich genannt:

Theologe erklärt: Impfentscheidung muss freie Gewissensentscheidung des Einzelnen sein


Jan Dochhorn, Neutestamentler und Judaist, erklärt heute in einem Gastbeitrag für die „Berliner Zeitung“:

„Die Gewissensfreiheit des Individuums muss als rote Linie respektiert werden.“

https://www.berliner-zeitung.de/news/die-impfpflicht-beruehrt-die-frage-der-menschenwuerde-li.220929

Der Beitrag macht vor der entscheidenden Abstimmung im Bundestag aus ethischer Sicht deutlich, warum eine Impfentscheidung immer eine freie Gewissensentscheidung der einzelnen Person bleiben muss. Abgeordnete, die für eine Impfpflicht stimmen, verletzen die Menschenwürde und das zentrale Grundrecht auf Gewissensfreiheit. Als Autor für den Gastbeitrag firmiert Prof. Dr. Jan Dochhorn (Durham) als Sprecher der AG 1 Theologie/Ethik/Philosophie in der Autorengruppe der „7 Argumente“. Verfasst wurde der Beitrag allerdings gemeinsam von allen Mitgliedern der Arbeitsgruppe.

Weitere Informationen zur Autorengruppe der „7 Argumente“ und deren Einsatz für eine freie Impfentscheidung findet sich unter: https://7argumente.de/

Neuerscheinung: Vom Kinde aus – Themen und Impulse für den Pädagogikunterricht

… so lautet das neue Themenheft der Zeitschrift PÄDAGOGIKUNTERRICHT (42. Jg., Heft 1 v. April 2022). Die Fachzeitschrift wird vom Verband der Pädagogiklehrer und Pädagogiklehrerinnen herausgegeben. Es handelt sich um die größte deutschsprachige Zeitschrift für pädagogische Fachdidaktik. Dem Wissenschaftlichen Beirat gehören an: Prof. Dr. Bauer (Univ. Bielefeld), Prof. Dr. Bernhard (Univ. Duisburg-Essen), Prof. Dr. Beyer (Univ. Köln), Jun.-Prof. Dr. Gather (Univ. Paderborn) und PD Dr. Kunze (Univ. Bonn).

Neuerscheinung: Auch die Kirche steht vor der Machtfrage

Aus einem Gottesdienstmodell zum Dritten Sonntag der Osterzeit:

Wo Menschen zusammenarbeiten und zusammenleben, muss geklärt werden, wer welche Aufgaben übernimmt, wer was entscheiden darf und wer im Namen der Gemeinschaft sprechen darf. Es geht um Verantwortung, aber auch um Macht.

Auch in der Kirche stellt sich die Machtfrage. Wir erleben das an vielen Stellen, etwa beim Synodalen Weg oder in den Debatten über das Verhältnis von Klerikern und Laien. Und auch in unserer Gemeinde gibt es immer mal wieder Auseinandersetzungen darüber, wie Konflikte zu regeln sind und wer am Ende das Sagen haben soll.

Das alles ist nicht verwunderlich. Denn die Kirche ist zwar nicht einfach eine politische Organisation, sondern eine geistliche Gemeinschaft. Aber zugleich bleibt die Kirche gebunden an menschliche Strukturen. Daher kommen auch wir Christen um die Machtfrage nicht herum.

Wir müssen uns Gedanken machen, wie das Zusammenleben in der Kirche gestaltet werden soll. Neu ist diese Frage nicht. Sie hat die Kirche seit ihren Anfängen bewegt – das zeigt das heutige Evangelium.

Axel Bernd Kunze: Stark nicht aus eigener Kraft [Lesejahr C. Dritter Sonntag der Osterzeit], in: WortGottesFeiern an allen Sonn- und Feiertagen 19 (2022), H. 3, S. 243 – 257.

81 Wissenschaftler wenden sich gegen drohende Impfpflicht

81 Wissenschaftler wenden sich vor der Abstimmung über eine Impfpflicht an die Abgeordneten des Bundestages und erklären in ihrem Offenen Brief, warum sie eine Impfpflicht für verfassungswidrig erachten und für die freie Impfentscheidung eintreten:

https://7argumente.de/download/910/

Die Erklärung wurde noch am selben Tag von der Berliner Zeitung übernommen:

https://www.berliner-zeitung.de/news/wissenschaftler-darum-ist-die-impfpflicht-verfassungswidrig-li.216116

Die Verhältnismäßigkeit einer Impfpflicht und der damit verbundenen Grundrechtseingriffe steht erst recht in Frage, seit das Robert-Koch-Institut seine Risikoeinschätzung abermals geändert hat und nicht mehr von einem effektiven Fremdschutz im Zusammenhang mit der Coronaimpfung ausgeht. Vgl. hierzu z. B.: https://reitschuster.de/post/rki-aendert-im-kleingedruckten-risikobewertung-zu-covid-19/.

Presseanfragen zum Offenen Brief der Wissenschaftler können gerichtet werden an:

wissenschaftler@7argumente.de

In stillem Gedenken: AKSt gedenkt jüdischer Korporierter

Am 21. November 2021 gedachte der Arbeitskreis der Studentenhistoriker in einer Gedenkzeremonie in Heidelberg der jüdischen Korporierten, die im Holocaust ihr Leben lassen mussten. Die Judenverfolgung im Nationalsozialismus beendete auch die reiche akademische Kultur der aktiven jüdischen Korporationen. Nun liegt das Filmdokument zur Heidelberger Gedenkveranstaltung vor:

Neuerscheinung: Welche Rolle erfüllen Internate an beruflichen Schulen?

Dokumentation eines Vortrags auf dem 2. Wissenschaftstag zur Internatspädagogik am 12. November 2018 in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften in Berlin:

Im Folgenden soll das Internat als pädagogische Institution im Bildungssystem verortet werden. Zwei Perspektiven sind dabei leitend: Zum einen folgen die Überlegungen einer bildungsethischen Perspektive; zum anderen wird es vorrangig um Internate im beruflichen Schulwesen gehen, verstanden als Einrichtungen, die gleichfalls dem „Wohnen aus Anlass von Bildung“ dienen.

Diese Bestimmung macht es zunächst notwendig, die Idee der Bildung kurz zu skizzieren: (1.) Was ist unter Bildung zu verstehen? Danach soll gefragt werden: (2.) Was vermag die bildungsethische Perspektive zu leisten? (3.) Wie lässt sich der Anspruch auf Gerechtigkeit auf das Bildungssystem hin auslegen? (4.) Welcher Maßstab eignet sich für das bildungsethische Urteil? (5.) Welche Rolle kommt dem Internat in bildungsethischer Perspektive zu? (6.) Den Abschluss werden ein paar exemplarische Einblicke in das schon erwähnte „Junge Wohnen“ an der Fachschule in Weinstadt bilden.

ZUM WEITERLESEN:

Axel Bernd Kunze: Beim Einstieg in das Berufsleben nicht allein … – Welche Rolle erfüllen Internate an beruflichen Schulen? Überlegungen aus bildungsethischer Perspektive, in: Pädagogische Rundschau 76 (2022), H. 1, S. 33 – 44.

Neue Arbeitspapiere der Willy-Aron-Gesellschaft Bamberg e. V.

Mittlerweile ist der Jahrgang 2021 der Arbeitspapiere der Willy-Aron-Gesellschaft Bamberg e. V., mit denen die Gesellschaft ihre Aktivitäten dokumentiert, vollständig. Herausgeber sind Daniel Manthey, Mechthildis Bocksch und Andreas Ullmann; die Redaktion liegt in den Händen von Mechthildis Bocksch und Axel Bernd Kunze. 2021 sind erschienen:

  • Gedenkveranstaltung am neuen Standort der Gedenktafel für Willy Aron im Oberlandesgericht Bamberg. Gedenkveranstaltung des Oberlandesgerichts Bamberg am 5. November 2021 (Arbeitspapiere der Willy-Aron-Gesellschaft Bamberg e. V.; 5/2021).
  • 8. Zivilcourage-Rede zum Gedenken an Willy Aron. Kooperationsveranstaltung der Willy-Aron-Gesellschaft mit der Israelitischen Kultusgemeinde und der Katholischen Erwachsenenbildung in der Stadt und im Landkreis Bamberg am 13. Oktober 2020, 19 Uhr (Arbeitspapiere der Willy-Aron-Gesellschaft Bamberg e. V.; 4/2021).
  • Gedenken an den 20. Juli 1944. Öffentliche Gedenkveranstaltungen des Jahres 2020 und 2021 (Arbeitspapiere der Willy-Aron-Gesellschaft Bamberg e. V.; 3/2021).
  • Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus. Dezentrale Veranstaltung am 27. Januar 2021 in Bamberg (Arbeitspapiere der Willy-Aron-Gesellschaft Bamberg e. V.; 2/2021), 2., ergänzte Auflage.
  • Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus. Dezentrale Veranstaltung am 27. Januar 2021 in Bamberg (Arbeitspapiere der Willy-Aron-Gesellschaft Bamberg e. V.; 1/2021)

Die Willy-Aron-Gesellschaft Bamberg erinnert an den gleichnamigen Bamberger Widerstandskämpfer. Sie engagiert sich in der Erinnerungsarbeit und Gedenkpädagogik sowie in der Erforschung des Bamberger Widerstandes. Weitere Informationen unter: http://www.willy-aron.de; vorstand@willy-aron-gesellschaft.de.