Neuerscheinung: Auch die Kirche steht vor der Machtfrage

Aus einem Gottesdienstmodell zum Dritten Sonntag der Osterzeit:

Wo Menschen zusammenarbeiten und zusammenleben, muss geklärt werden, wer welche Aufgaben übernimmt, wer was entscheiden darf und wer im Namen der Gemeinschaft sprechen darf. Es geht um Verantwortung, aber auch um Macht.

Auch in der Kirche stellt sich die Machtfrage. Wir erleben das an vielen Stellen, etwa beim Synodalen Weg oder in den Debatten über das Verhältnis von Klerikern und Laien. Und auch in unserer Gemeinde gibt es immer mal wieder Auseinandersetzungen darüber, wie Konflikte zu regeln sind und wer am Ende das Sagen haben soll.

Das alles ist nicht verwunderlich. Denn die Kirche ist zwar nicht einfach eine politische Organisation, sondern eine geistliche Gemeinschaft. Aber zugleich bleibt die Kirche gebunden an menschliche Strukturen. Daher kommen auch wir Christen um die Machtfrage nicht herum.

Wir müssen uns Gedanken machen, wie das Zusammenleben in der Kirche gestaltet werden soll. Neu ist diese Frage nicht. Sie hat die Kirche seit ihren Anfängen bewegt – das zeigt das heutige Evangelium.

Axel Bernd Kunze: Stark nicht aus eigener Kraft [Lesejahr C. Dritter Sonntag der Osterzeit], in: WortGottesFeiern an allen Sonn- und Feiertagen 19 (2022), H. 3, S. 243 – 257.

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