„Mittlerweile ist’s eine Binsenweisheit: Unterrichten wurde vielerorts über die Maßen anstrengend, die Ergebnisse der Bildungsprozedur sind immer öfter bescheiden.
Anstatt aber die Hauptursachen der Misere anzupacken bzw. ihre Lösung einzufordern (mehr und besser ausgebildetes Personal, bessere Sprachintegration & Inklusion), gefallen sich immer mehr Stimmen (Aussteiger, Influencer, Bildungsunternehmer) darin, das System als Ganzes zu diffamieren: Man müsse in Schule einfach alles ganz anders machen, das alte Bildungssystem gehöre schlichtweg abgeräumt.
Ein junger Kollege und ich haben diesem Transformationsgerede mal auf den Zahn gefühlt. Angesichts der Tatsache, dass es der Slogan „Unterricht ist aller Übel Anfang“ bis in Talkshows schafft, schien es uns nötig klarzustellen, dass personaler und geordneter Unterricht eine kulturelle Errungenschaft ist, die entschieden verteidigt gehört.
Weiter’sagen“ erwünscht!“
(Michael Felten)