Buchankündigung: Jahrmarkt der Befindlichkeiten

Ahrbeck, B. (2022): Jahrmarkt der Befindlichkeiten. Von der Zivilgesellschaft zur Opfergemeinschaft. Springe a. D.: Zu Klampen.  

“Einen höheren Grad an Gleichberechtigung als in unserer Gesellschaft hat es kaum je in der Geschichte gegeben. In den gegenwärtigen Debatten jedoch scheint es häufig so, als seien noch nie so viele Menschen diskriminiert worden wie heute. Beständig drängen neue Interessengruppen mit Forderungen nach Entschädigung an die Öffentlichkeit, ein regelrechter Wettkampf, wem die größte Opferrolle gebührt, ist entbrannt. Befindlichkeit ist Trumpf. Mit den gesteigerten Empfindlichkeiten wächst das Bedürfnis nach Deutungshoheit und Sozialkontrolle. Gegen die Interessen und Lebensvorstellungen einer überwältigenden Mehrheit streben kleine Gruppierungen, getrieben von politischem Sendungsbewusstsein, den fundamentalen gesellschaftlichen Wandel und ein neues kulturelles Selbstverständnis an. Bernd Ahrbeck zieht eine ernüchternde Bilanz dieser Entwicklung und verweist auf ihre beachtliche Sprengkraft.“

Buchankündigung: Geboren im falschen Körper?

Ahrbeck, B.; Felder, M. (Hrsg) (2022): Geboren im falschen Körper? Gender Dysphorie bei Kindern und Jugendlichen, Stuttgart: Kohlhammer.

erscheint voraussichtlich Ende Februar/Anfang März 2022.

In dem Band findet eine intensive Auseinandersetzung mit einer Entwicklung statt, die immer problematischere Züge annimmt, da immer mehr Kinder, nun vor allem Mädchen, in eine gefährliche, sie potenziell schädigende Situation gebracht werden – die absehbar neue deutsche Gesetzeslage zeugt davon, dann werden dem Umwandlungsbegehren kaum noch Grenzen gesetzt sein. Führende Fachvertreter äußert sich dazu aus unterschiedlichen Wissenschaftsdisziplinen.

Neuerscheinung: Dornbusch und Kreuz

Die Lesung vom brennenden Dornbusch aus dem Buch Exodus ist ein Schlüsseltext für das biblische Gottesverständnis: Gott offenbart sich dem Mose im brennenden Dornbusch. Mose erhält eine Antwort, die das jüdisch-christliche Gottesverständnis entscheidend prägt: Gott ist nicht einfach in menschlichen Kategorien greifbar. Doch Gott ist auch nicht einfach ein abstraktes Prinzip, er hat eine Beziehung zu seinem Volk. Mit der Offenbarung an Mose beginnt die Befreiungsgeschichte des Auszugs aus Ägypten. Hier verbinden sich philosophisches und personales Gottesverständnis.

Der Erzvater Jakob hatte bei seinem Kampf mit Gott auf dieselbe Frage keine Antwort erhalten. Anders Mose: Dieser muss nicht mit leeren Händen zu seinem Volk zurückkehren. Er kann antworten: Der „Ich-bin“ hat mich zu euch gesandt.

Gott erhält einen Namen, doch dieser bleibt rätselhaft. Denn Gott lässt sich nicht einfach benennen wie irdische Dinge. Das „Ich-bin“ verweist auf das Wesen Gottes: Gott ist der Seiende, der Beständige, aber auch der Unverfügbare. Der Mensch muss mit Gott rechnen. Aber Gott ist da, wie und wann er will.

Dies ist die eine Seite. In dem rätselhaften Namen, den Mose erhält, steckt aber noch eine andere: Das Wesen Gottes bleibt nicht abstrakt, so wie die Philosophie davon spricht. Es gehört zum Wesen Gottes, dass er nicht nur ist, sondern dass er mit uns ist. Er ist zuverlässig für uns da. Und er ist der Einzige, für den das gilt, von Geschlecht zu Geschlecht, für alle Zeiten. Dies ruft uns Menschen in die Entscheidung. Wollen wir uns auf Gottes heilsame Nähe einlassen?

Als Getaufte glauben wir, dass sich die Idee des Gottesnamens „Ich-bin“ in Jesus Christus vollendet hat. In ihm tritt Gott dem Menschen als Person gegenüber – so sehr, dass Jesus von sich sagen kann: Ich bin das Licht der Welt. Ich bin das Brot des Lebens. Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben.

Was das Mit-Sein Gottes für uns bedeutet, hat sich in letzter Konsequenz am Kreuz gezeigt. Benedikt XVI. kann daher in seiner Jesustrilogie formulieren: „Der brennende Dornbusch ist das Kreuz.“ Am Kreuz erweist Gottes Liebe ihre äußerste Kraft, die den ganzen Menschen umgreift und verwandelt – vom Tod zum Leben.

Die Gedanken werden in einem Gottesdienstmodell für den Dritten Sonntag der Österlichen Bußzeit näher ausformuliert:

Axel Bernd Kunze: Dornbusch und Kreuz [Lesejahr C. Dritter Sonntag der österlichen Bußzeit], in: WortGottesFeiern an allen Sonn- und Feiertagen 19 (2022), H. 2, S. 261 – 276.

Neuerscheinung: Erziehen als Beruf

Traditionell erfolgt die Ausbildung pädagogischer Berufe im Bereich Erziehung, Bildung und Betreuung an Berufsfachschulen (Sozialassistenten- oder Kinderpflegeausbildung) sowie Fachschulen oder Fachakademien für Sozialpädagogik (Erzieherausbildung). Seit 2004 haben sich im Zuge der PISA-Debatte und der Hochschulreformen im Gefolge des sogenannten Bolognaprozesses – aus der Sozialpädagogik und der Sozialen Arbeit heraus – eigene spezialisierte Fachhochschulstudiengänge zur Pädagogik der frühen Kindheit und das akademisierte Berufsbild des Kindheitspädagogen herausgebildet.

Zum Weiterlesen:

Axel Bernd Kunze: Art. Erziehen als Beruf. Überblick über eine sich dynamisch entwickelnde Ausbildungslandschaft, in: Martin R. Textor/Antje Bostelmann (Hgg.): Das Kita-Handbuch (Klax Kreativ UG, Berlin, 2022), https://www.kindergartenpaedagogik.de/fachartikel/ausbildung-studium-beruf/ausbildung-allgemeines-gender-aspekte/erziehen-als-beruf.

7 Argumente gegen eine gesetzliche Impfpflicht: Erklärung wurde ins Englische übersetzt

Die Erklärung „Die Spaltung überwinden: sieben wissenschaftliche Argumente gegen eine gesetzliche Impfpflicht und für einen offenen Diskurs“ von 56 Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen wurde inzwischen auch schon in den USA verbreitet:

Wissenschaftliche Autorengruppe schreibt an Bundestagsabgeordnete: 7 Argumente gegen eine Impfpflicht

Eine wissenschaftliche Autorengruppe aus Deutschland und der Schweiz hat sich vor der parlamentarischen Entscheidung über eine Impfpflicht mit einer Erklärung an die Mitglieder des Deutschen Bundestages gewandt. Die Erklärung trägt den Titel: Die Spaltung überwinden: sieben wissenschaftliche Argumente gegen eine gesetzliche Impfpflicht und für einen offenen Diskurs.

Die Erklärung ist über die neue Internetseite https://7argumente.de einsehbar. Über die Internetseite kann auch mit der Autorengruppe Kontakt aufgenommen werden.