Zwischenruf: Neue Normalität?

Erleben wir angesichts der Aufhebungen zahlreicher Coronabeschränkungen eine neue „Normalität“? Mir will dieses Wort nicht so ohne Weiteres über die Lippen kommen. Und dies nicht allein, weil weiterhin über eine menschenrechtswidrige Impfpflicht debattiert wird, bei der empirische Argumente in der politischen Debatte nur eine geringe Rolle. Viele tragen auch weiterhin Maske. Der Glaube an die neuartigen Impfstoffe, die als Heilsbringer vermarktet wurden, ist dahin. Dennoch gibt es immer noch führende Kreise und vielleicht sogar eine gesellschaftliche Mehrheit, die keine Probleme damit hat, einen medizinischen Zwangseingriff mit eben diesen Impfstoffen zu fordern. Kein Gedanke an den Nürnberger Kodex. An dieser Stelle spielt dann die gern gepriesene historische Verantwortung keine Rolle

An Universitäten wird versucht, die Maskenpflicht per Hausrecht durchzusetzen, in NRW ist dies sogar durch ein Schlupfloch in den landesrechtlichen Regelungen legitimiert. Grundrechtseingriffe via Hausrecht? Der rechtsstaatliche Widerspruch sollte auffallen. Da kommt noch einiges auf uns zu. Es mögen jetzt viele von „Normalität“ sprechen, doch ein autoritärer oder neokollektivistischer Geist wird bleiben. Vielleicht wäre er auch ohne Corona gekommen, aber der biopolitische Anlass hat diesen kräftig verstärkt. Der öffentliche Moraldiskurs wird weiterhin gestört bleiben, das Freiheitsbewusstsein weiter am Boden bleiben. Und in einem solchen Klima fragt man nicht lange, ob Hausrecht überhaupt für Grundrechtseingriffe taugt. Hauptsache ist, man steht auf Seiten der „Guten“. Bekenntnis schwiegt in Zeiten wie den unsrigen schwer.

Es wird noch viel Idealismus und Widerstandsgeist brauchen, gegen dieses Klima der Unfreiheit anzugehen, nicht nur infektionsschutzpolitisch, sondern eben auch geistig-kulturell. Idealismus und Widerstandsgeist, gegen Duckmäuserei und Anpassung.

Drohende Impfpflicht: Weitere Medien weisen auf die „7 Argumente“ einer mehr als 80 Köpfe zählenden Wissenschaftlergruppe hin

In wenigen wird es sich entscheiden, ob die Abgeordneten des Deutschen Bundestages für freiheitlichen Verfassungsstaat oder einen autoritären, biopolitischen Neokollektivismus votieren. Im Vorfeld der Debatte weisen weitere Medien auf die „7 Argumente“ einer Wissenschaftlergruppe gegen die Impfpflicht hin:

Coronapolitik: Hat die Freiheit noch Zukunft?

Die Diskussion um die Coronapolitik und die damit verbundenen Grundrechtseinschränkungen ist nicht nur auf nationaler, sondern auch auf europäischer Ebene zu führen, auf der gegenwärtig Vorbereitungen für ein digitales COVID-19-Zertifikat laufen. Hierzu ein …

Gastkommentar von Jan Dochhorn

Kennzeichnend für die europäische Staatenwelt – und im engeren Sinne: für die Staatenwelt der EU – sollten zwischenstaatlicher Frieden und Reisefreiheit sein. An diesen beiden Größen entscheidet sich für die Bürger europäischer Staaten die Zuverlässigkeit von Europa-Politik und entscheidet sich für Bürger von EU-Staaten der Gebrauchswert der EU. Näherhin gilt für die EU: Wird diese weniger als Garant für Frieden und Reisefreiheit wahrgenommen denn als Instanz zentraler Kontrolle und Überwachung, dann wird eine ihr zugrundeliegende europäische Idee verblassen und erheblich beschädigt werden. Die EU wäre gut beraten, wenn sie Ihren Mitgliedstaaten den Verzicht auf jegliche COVID-bezogene Einschränkung und Kontrolle von Reisefreiheit nahelegen würde. Reisebeschränkungen, Quarantäneregelungen, Überwachung speziell bei zwischenstaatlicher Mobilität haben bisher kaum erkennbar das Infektionsgeschehen eingegrenzt. Es handelt sich um Maßnahmen, die ebenso kostenintensiv wie kontraproduktiv für ein europäisches Zusammenleben sind; die dafür aufgewendeten Mittel wären in der Forschungsförderung, in der Intensivmedizin und in Maßnahmen zum Schutz vulnerabler Personen sinnvoller eingesetzt.  Die EU sollte auf einen COVID-Paß verzichten und die bestehenden Beschränkungen und Kontrollen aufheben. Erweist sie sich dazu unfähig, sollte sie die Einrichtung von Zonen der Reisefreiheit zulassen, die europäische Staaten untereinander vereinbaren können.

Der Kommentar wird unterstützt von Prof. Dr. Ulrike Guérot (Politikwissenschaft) und PD Dr. Axel Bernd Kunze (Erziehungswissenschaft).

Neue Kunstaktion für die freie Impfentscheidung

Die künstlerischen Initiatoren von „Alles auf den Tisch“ gehen mit einer neuen Aktion an die Öffentlichkeit – und sagen: Danke.

https://www.dankefueralles.de/

Der Umgang mit der Coronakrise wird deutliche Schäden an unserer Wert- und Verfassungsordnung hinterlassen. Das Vertrauen in den Schutz unserer Freiheits- und Rechtsordnung ist erheblich gestört. Und auch nach dem 20. März wird die Debatte um eine menschenrechtswidrige Impfpflicht weitergehen. Der Einsatz für eine widerständige Bürgerlichkeit um der Freiheit willen muss weitergehen, auch mit künstlerischen Mitteln. Oder ist alles ganz anders: Die Bürger müssen vor sich selbst geschützt werden!? Auch vor Kritik an der Regierung, die doch schom besser weiß, was Bürger brauchen. Für all das gilt es, danke zu sagen … Lassen wir die Kunst sprechen. Und bilden wir uns ein eigenes Urteil.

Grüne Initiative gegen eine Impfpflicht

Von den Grünen gehen die stärksten Forderungen nach einer Impfpflicht aus. Jetzt formiert sich aber auch in den Reihen der Grünen Widerstand gegen ein solches Vorhaben – endlich möchte man sagen. Die Initiative kann auch von Nichtwählern oder Nichtmitgliedern der Grünen unterstützt werden:

Ein Kommentar von Felizitas Küble zur grünen Initiative für die freie Impfentscheidung findet sich im „Christlichen Forum“:

Wissenschaftler wenden sich gegen Impfpflicht: Weitere Medien berichten über Offenen Brief

Weitere Medien berichten über die Stellungnahme von mehr als achtzig Wissenschaftlern, die sich gegen eine Impfpflicht aussprechen:

https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/offener-brief-wissenschaftler-impfpflicht/

https://opposition24.com/gesundheit/verfassungswidrig-81-wissenschaftler-protestieren-gegen-impfpflicht/

Rezension: Weshalb Europa geistlich-theologisch wiederentdeckt werden muss

Krieg in Europa. Die Ukraine kämpft um Identität und Unabhängigkeit, und es ist ein blutiger Krieg, über dem der Name Putin steht. Ein wichtiger Meilenstein im Prozeß dieser Identitätsbildung war die Schaffung einer Orthodoxen Kirche der Ukraine, die autokephal ist. Am 6. Januar 2019 hat das Ökumenische Patriarchat von Konstantinopel sie als unabhängig anerkannt. Der Sitz ihres Patriarchen ist im St.-Michaels-Kloster in Kiew, das unser Bild zeigt. Diese Kirchengründung wird indes bisher kaum in ihrer Bedeutung erkannt. Dabei sie ist der wohl wichtigste Meilenstein für die heutige Ukraine.

Gewichtiges Werk im Handbuchformat: Die Wiederentdeckung des Staates in der Theologie

Wie wichtig die kirchliche Identität für ein Land in Europa ist: hier ist es exemplarisch zu sehen. Denn Europa ist christlich – oder es gibt kein Europa mehr.

ZUM WEITERLESEN:

http://studentenhistoriker.eu/?p=3772