Buchtipp: Moise – Mein Leben mit Pater Georg

Pater Georg Sporschill SJ arbeitet seit Jahrzehnten mit Straßenkindern in Bukarest. In diesem Sommer feierte er seinen achtzigsten Geburtstag. Hans-Michael Tappen hielt aus diesem Anlass eine Laudatio auf „Bildungsethik“:

Vor fünfunddreißig Jahren begegneten sich Pater Georg und Moise, ein Straßenkind, am Nordbahnhof in Bukarest. Es entwickelte sich eine lange Beziehung zwischen beiden. Jetzt hat Moise seine Geschichte mit Pater Georg gezeichnet – für Kinder: „Ziemlich verrückt. ‚Wir sind die Familie des lieben Gottes‘, sagt Moise zu unserer Freundschaft. Junge Menschen, zusammengefügt aus verschiedenen Ländern, von der Straße und aus gutem Haus. Dass wir im Bett schlafen, Wärme und Wasser zum Waschen haben, ist für niemanden bei uns selbstverständlich. Die Schützlinge im Haus essen nie, ohne vorher zu beten. Kein vergeht ohne den Dank ‚für unsere Wohltäter und Freunde‘ in der Kapelle.“ – schreibt Ruth Zenkert einleitend. Keine Geschichte mit Happy End – das wäre Kitsch. Sondern eine Geschichte mit Realismus und Menschlichkeit.

Das Buch, das von der Fogarassy Privatstiftung, die Pater Georgs arbeitet fördert, besorgt wurde, kann auch gut im religionspädagogischen Unterricht eingesetzt werden.

Moise: Mein Leben mit Pater Georg, hg. v. Alfred Fogarassy und der Fogarassy Privatstiftung, Wien: VfmK Verlag für moderne Kunst 2026, 184 Seiten.