Neue Internetadresse: www.bildung-und-ethik.com

Liebe Leserinnen und Leser,

das Weblog BILDUNGSETHIK mit Beiträgen und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung ist künftig unter der neuen Internetadresse

https://bildung-und-ethik.com/

erreichbar. Die bisherige Internetadresse bleibt weiterhin gültig.

Ich freue mich weiterhin auf einen angeregten bildungsethischen Austausch mit Ihnen und danke Ihnen für Ihr Interesse an meinem Weblog.

 

 

Neu: Sozialethischer Literaturbericht für 2019

Die Katholische Sozialwissenschaftliche Zentralstelle in Mönchengladbach und die Arbeitsgemeinschaft Christliche Sozialethik haben den sozialethischen Literaturbericht für 2019 veröffentlicht. Bildungsethische Veröffentlichungen finden sich in Kapitel 8:

Klicke, um auf Sozialeth-Publ-2019-20-01-2020.pdf zuzugreifen

Ein Literaturbericht für die Vorjahre 2009 bis 2018 findet sich hier.

Schlaglicht: Wenn der Rechtsstaat zerbröselt …

„Wie der Rechtsstaat ausgehöhlt wird“ – lautet „DIE WARNUNG“ Hans-Jürgen Papiers. Der Verfasser des gleichnamigen Buches hat dem Recht in hoher Funktion gedient. Immerhin war er einmal Präsident des Bundesverfassungsgerichts gewesen. Seine Warnung scheint alles andere als aus der Luft gegriffen – jedenfalls dann, wenn man genau hinschaut: Wer sich einen klaren Blick für die institutionelle Ordnung unseres Gemeinwesens bewahrt hat und sich diesen nicht von aktuellen politischen Aufgeregtheiten im Gewand postrealsozialistischer Antifarhetorik trüben lässt, kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus – wenn die Lage denn nicht so ernst wäre. In atemberaubender Geschwindigkeit gerät unser Rechtsstaat aus der Façon. Vielleicht wird er weniger ausgehöhlt. Vielleicht ist es eher so, dass der Rechtsstaat nach und nach zerbröselt – vor aller Augen, unter aktivem Zutun der bürgerlichen Mitte.

Die Vorgänge vor kurzem im Thüringer Landtag haben gezeigt, dass mittlerweile nicht nur kleine Ecken abgestoßen werden. Der Rechtsstaat zeigt ganze Abbruchkanten. Gespenstisch hätte früher das Bild einer Bundeskanzlerin angemutet, die vom fernen Pretoria aus dekretiert, dass die demokratische Wahl eines bürgerlichen Ministerpräsidenten durch ein Landesparlament „rückgängig gemacht“ werden muss. Das Machtwort wirkt. Der Amtsinhaber kapituliert unter dem politischen, medialen, gesellschaftlichen und auch gewalttätigen Druck der sogenannten „Zivil“-Gesellschaft.

Weniger prominent, aber nicht minder bezeichnend, ist ein Vorgang, der sich derzeit im Bistum Münster abspielt. Wie Generalvikar Klaus Winterkamp auf einer Tagung der Mitarbeitervertretungen angekündigt hat, werde das Bistum Münster künftig keine AfD-Mitglieder im leitenden Kirchendienst dulden. Ein aktueller Fall sei der Bistumsleitung derzeit nicht bekannt.  Wie die Alternative für Deutschland politisch zu bewerten ist, soll an dieser Stelle dahingestellt bleiben. Für das Bistum Münster betrieben zumindest Teile der Partei eine „demokratie- und menschenverachtende Politik“. Bemerkenswert in diesem Zusammenhang ist eine andere Äußerung des Generalvikars, die etwa von der bistumseigenen Kirchenzeitung „Kirche und Leben“ zitiert wird: „Ob meine Meinung zu dieser Frage vor einem Arbeitsgericht Bestand hat, weiß ich nicht. Ich spreche hier als Theologe, der auch für den Sendungsauftrag der Kirche steht.“ Einige Gegenfragen sollten kritische Mitarbeitervertreter, Journalisten oder Leser an dieser Stelle dann doch stellen: Gehören Rechtssicherheit und Rechtsschutz für kirchliche Mitarbeiter künftig nicht mehr zum Demokratie- und Menschenrechtsverständnis der Kirchenleitung? Steht der theologisch zu beurteilende Sendungsauftrag der Kirche künftig grundsätzlich über dem Recht oder außerhalb des Rechtsstaates? Wenn die Kirchenleitung dies künftig so sehen wollte, wäre über den Autonomieartikel der Weimarer Reichsverfassung noch einmal neu nachzudenken. Bisher leisten die Diözesanbischöfe vor Amtsantritt einen Eid auf die Verfassung und tragen damit Sorge, dass diese auch in ihrem Amtsbereich eingehalten wird. Man mag dies als Petitesse oder bloße Formalie abtun. Nein, diese Verpflichtung im Rahmen des Konkordatsrechts zählt zum wesentlichen Fundament jenes kooperativen Staats-Kirche-Verhältnisses, wie es für Deutschland typisch ist. Wo der Rechtsstaat ins Wanken gerät, werden über kurz oder lang auch die weitreichenden Beteiligungsrechte der Kirche innerhalb unseres Gemeinwesens ins Wanken geraten. Was der Münsteraner Generalvikar sich mit seiner Äußerung leistet, ist einmal mehr das, was man als Bärendienst bezeichnet.

 

Schlaglicht: Alle Wege führen nach Rom! … nur mit dem Flugzeug?

Entscheiden sich Schulen bei Klassenreisen für alternative Verkehrsmittel wie die Bahn rücken auch andere Zielorte in den Fokus: Statt nach Rom oder London geht es nach Köln oder München.

… heißt es angesichts der aktuellen Klimaproteste der „Fridays-for-Future-Bewegung“ in der aktuellen Ausgabe von „Erziehung und Wissenschaft“, der Mitgliederzeitschrift der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft.

Warum eigentlich? Es gab Zeiten, da fuhr man auf Studienreise mit dem Zug über den Brenner nach Rom. Der Verfasser erinnert sich noch daran – und auch an den „Lokalkolorit“, der damit verbunden war:  Da es in Italien mal wieder einen Streik gegeben hatte, traf der überfüllte Zug in München mit über dreistündiger Verspätung ein. Auch so kann man Europa kennenlernen – und nebenbei auf der Fahrt noch seinen achtzehnten Geburtstag feiern.

Statt unpolitischem „Lifestyle-Gehopse“ wäre vielleicht tatsächlich einmal über den eigenen Lebensstil nachzudenken. Nur wäre das unbequemer als ein freier Schultag – und möglicherweise mit tatsächlichen Veränderungen verbunden.

Schlaglicht: Kirche verliert ihren Vorsitzenden zu Beginn des Synodalen Weges

Für den Präsidenten des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Thomas Sternberg, war Kardinal Marx geradezu ein Heilsbringer (vgl. z. B. Bischofskonferenz sucht neuen Vorsitzenden, in: F.A.Z. v. 12.02.2020, S. 1). Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der jetzt auf eine zweite Amtszeit verzichtet hat, habe der Kirche hierzulande Vertrauen, Glaubwürdigkeit und Hoffnung zurückgebracht. Politisch stützt diese Laudatio den gerade erst begonnenen Synodalen Weg. Die Wirklichkeit hingegen sieht prosaischer aus. Im Gedächtnis bleiben wird ein Erzbischof, der diplomatisch leise trat, wo ein deutliches Bekenntnis wichtig gewesen wäre, aber nach innen kräftig austeilte. Gerade in Jerusalem legte Marx sein Kreuz ab und produzierte damals ein fatales Bild zu Beginn des Reformationsjubiläums – Hand in Hand mit seinem evangelischen Amtsbruder. Eine Kirche, die sich nicht mehr zum Kern des Glaubens bekennen will, strahlt weder Glaubwürdigkeit noch Hoffnung aus. Die Migrationskrise hat Deutschland gespalten. Doch Marx suchte nicht nach einem neuen gesellschaftlichen Konsens. Er brachte die Kirche einseitig auf Regierungslinie. Wer eine andere Sicht vertrat, wurde als „Populist“ etikettiert und aus dem innerkirchlichen Gespräch ausgeschlossen. Allzu viel Selbstgewissheit in vorletzten Dingen schafft der Kirche kein Vertrauen, sondern verengt diese auf die Rolle einer partikularen Nichtregierungsorganisation. Was christliche Politik ist, formt sich erst im gemeinsamen Diskurs. Der deutschen Kirche ist ein Nachfolger zu wünschen, der den Mut zum Bekenntnis mit geistiger Weite und streitbarer Toleranz verbindet.

Rechtschreibung – unwichtig?

Nein! – …. sagt die Bundesvorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, Susanne Lin-Klitzing. Wenn sich etwas ändern solle, so die Marburger Erziehungswissenschaftlerin, brauche es ein gesellschaftliches Umdenken bei diesem Thema. In einem Blogbeitrag nimmt sie prägnant Stellung zu einer Debatte, die durch den baden-württembergischen Ministerpräsidenten neu entfacht wurde. Denn „An den Lehrern liegt es nicht!“:

https://www.jmwiarda.de/2020/02/11/an-den-lehrern-liegt-es-nicht/

Die jahrelange (und jahrzehntelange) Vernachlässigung der Rechtschreibung ist ein Armutszeugnis für eine Kulturnation – aber leider nicht das einzige, was Deutschland gerade sträflich vernachlässigt.

Neuerscheinung: Festschrift für Robert Develey und Dokumentation der 78. deutschen Studentenhistorikertagung

Mittlerweile liegen die Vorträge der 78. deutschen Historikertagung, die anlässlich des Jubliäumsjahres der Universität in Bonn stattfand, in gedruckter Form vor. Der Band würdigt zugleich in Form einer Festschrift den Schweizer Stundentenhistoriker Robert Develey zu Ehren seines neunzigsten Geburtstages:

Sebastian Sigler/Peter Johannes Weber (Hgg.): Die Vorträge der 78. deutschen Studentenhistorikertagung Bonn 2018 zugleich Festschrift anlässlich des 90. Geburtstages von Dr. med. Robert Devley, Basel (Beiträge zur deutschen Studentengeschichte; 35/Studentica Helvetica Documenta et Commentarii; 34), München: Akademischer Verlag München 2019.

Aus Platzgründen wird der Vortrag von Axel Bernd Kunze über Korporierte in der Sozialdemokratie erst im Folgeband erscheinen. Der Beitrag ist aber bereits vorab online greifbar über die Internetseiten des Lassalle-Kreises:

Unvereinbar? Korporierte Sozialdemokraten – Überlegungen zum Verhältnis von Parteien und Korporationen am Beispiel der SPD

Neue Kolumne: Individuelle Freiheit in Gefahr

„In vielen Politikfeldern werde das Freiheitsrecht des Grundgesetzes immer mehr beschnitten, schreibt Dr. Axel Bernd Kunze in seiner Kolumne vom 23. Januar 2020. Der Autor, der als Sozialethiker, Erziehungswissenschaftler und Schulleiter tätig ist, nennt hierfür zahlreiche Beispiele und warnt, dass dadurch der Verfassungsstaat sein eigenes Fundament untergräbt.“ (Wolfgang Kurek, Katholische Sozialwissenschaftliche Zentralstelle, Mönchengladbach)

Die Kolumne aus der „Tagespost“ vom 23. Januar 2020 finden Sie hier:

https://www.ksz.de/aktuelle_nachrichten.html?&tx_ttnews%5Btt_news%5D=690&cHash=318fcd5e09336f1a52905e529dd804e5

Die sozialethische Kolumne in der katholischen Wochenzeitschrift „Die Tagespost“ erscheint in Kooperation mit der Katholischen Sozialwissenschaftlichen Zentralstelle Mönchengladbach.

Die Freiheit soll am höchsten leben! – Gedanken zum 250. Geburtstag Ernst Moritz Arndts

„Überhaupt bin ich nach meiner Ansicht der Dinge und nach der Erfahrung, die ich im Leben gemacht habe, der Meinung, dass für die Freiheit, welche akademische Freiheit heißt, fast gar keine Gesetze gegeben werden müssen, sondern dass die Jugend, welche bestimmt ist, einmal die Geister zu führen, durch das freieste Gesetz der Meinung und dadurch der freiesten Meister, durch den Geist beherrscht werden muss. […] Ja, wir müssen es aller Welt sagen, dass unsere Universitäten, dass die akademische Freiheit und der akademische Geist, der wie ein frischer Samen der Tugend und Ehre über das ganze Vaterland ausgesät wurde, unser Vaterland von Sklaverei errettet habe.“

Der dieses Hohelied akademischer Freiheit gesungen hat, zählte zu den ersten Professoren der als preußischer Reformuniversität gegründeten Bonner Alma mater. Sein Denkmal steht noch heute unweit der Universität auf dem Alten Zoll, hoch über Vater Rhein: 1818 zum Professor für Geschichte berufen, 1821 mit Lehrverbot belegt, 1826 im Zuge der Demagogenverfolgung vom Professorenamt suspendiert und 1840 durch Friedrich Wilhelm IV. rehabilitiert. Die Rede ist von Ernst Moritz Arndt, Mitglied der deutschen Nationalversammlung von 1848. Am vergangenen zweiten Weihnachtstag jährte sich sein Geburtstag zum zweihundertfünfzigsten Mal, in diesem Jahr, am 29. Januar, können wir seinen hundertsechzigsten Todestag begehen.

Ein Blick auf Arndt lohnt aber nicht allein wegen der runden Jubiläen (oder weil der Vortragende selbst ein rheinisches Band jener Universität trägt, an welcher Arndt einmal als Professor tätig war). Ich möchte den heutigen festlichen Abend zum Anlass nehmen, an ein paar seiner Gedanken zu erinnern. Die geneigte Corona mag urteilen, ob Arndt heute noch aktuell ist oder nicht.

 

(1.) Arndts Bildungslehre ist wenig rezipiert worden; diese kennt noch nicht die systematische Unterscheidung zwischen Allgemein- und Fachbildung, wie sie heute Gemeingut ist. Doch gibt es für Arndt eine klare Reihenfolge: „Nur im Amtskleide, nur im Amts- und Berufsgeschäfte müßte man den Bürger sehen, weil er da gilt, bei allen anderen Dingen sollte der Mensch immer vorscheinen, das Große vor dem Kleinen.“ Arndt fragt nicht danach, was der Einzelne im Detail an Kenntnissen und Fertigkeiten für seinen Beruf braucht. Der gebildete Mensch – so seine Überzeugung – werde sich leicht, mit geschärftem Sinn und mit eigenem Urteil in die Bürgerpflichten einfinden.

Die Studentenzeit ist für ihn jene Zeit, in der „eine neue akademische Ritterlichkeit in Tat und Gesinnung“ geschaffen wird. Der heutige Abend zeugt davon, dass eine solche Haltung ein ganzes Leben lang tragen kann. Für das Niveau der gesellschaftlichen Debatte und die Leistungsfähigkeit des Landes bleibt es entscheidend, dass es uns auch heute noch gelingt, ein akademisches Ethos zu vermitteln. Kurzatmige Qualifizierung oder „Googlekompetenz“ reichen hierfür nicht aus – so hat vor einigen Jahren der Verfassungsrichter Johannes Masing in der Frankfurter Allgemeinen gefragt: „[…] braucht ein Arzt, ein Anwalt, ein Richter, ein Lehrer oder ein Bankier nicht eine Grundlage, die ihn mit geistiger Nahrung versieht und ihn in die Lage versetzt, ein berufliches Ethos über Jahrzehnte der Berufstätigkeit durchzuhalten.“

 

(2.) Was wir hier tun, mag für viele veraltet, elitär, nicht mehr zeitgemäß sein. Und doch halten wir daran fest. Warum? Vielleicht kann uns ein zweiter Blick in Arndts Bildungslehre dabei helfen: Wahre Menschenbildung  – so Arndt – wolle den anderen nicht bilden, sondern lasse ihm die Freiheit, sich selbst zu bilden. Arndt wörtlich: „Sich bilden lassen soll man den jungen Menschen, alle Züge der schönen Welt sich frisch in die weiche Tafel einzeichnen lassen; so soll das lustige Reich der Bilder, so das Bild der Bilder, das Leben, in ihm und vor ihm auf- und untergehen. Dies wollen wir Bildung nennen, und die Nichtstörung dieses einfältigen Naturverfahrens heißt uns Menschenbildung im höchsten Sinn.“

Wir betreiben ein lustiges Spiel mit bunten Bändern und Mützen, und doch mit tiefem Ernst. Unser Comment ist kein Selbstzweck. Er realisiert eine akademische Bildungsgemeinschaft, die groß vom Einzelnen denkt, die um den Ernst des Daseins weiß, die das Individuum zur Selbsttätigkeit freisetzen und nicht betreuen will, die zum Selberdenken herausfordert und jene Kräfte weckt, die notwendig sind, sich dem Zwang zum unproduktiven Gruppendenken zu widersetzen. Wenn das gelingt, können Studentenverbindungen Orte sein, die eine substantiell durch Bildung bestimmte Lebensform der Freiheit vermitteln, die ein ganzes Leben lang tragen kann – der heutige Abend zeugt davon. Ernst Moritz Arndt hat es in seiner Schrift über den „deutschen Studentenstaat“ so ausgedrückt:

„Wer diese höchste Zeit des Daseins, diese deutsche Studentenzeit durchlebt und durchgespielt und durchgefühlt hat, wer in ihr gleichsam alle Schatten eines dämmernden Vorlebens und alle Masken einer beschränkteren und mühevolleren Zukunft in verkleideten Scherzen und mutwilligen Parodien durchgemacht hat, der nimmt in das ärmere Bürgerleben, dem er nachher heimfällt, und dem er seinen gebührlichen Zins abtragen muss, einen solchen Reichtum von Anschauungen und Phantasien hinüber, der ihn nie ganz zu einer chinesischen Puppe und zu einem hohlen und zierlichen Lückenbüßer und Rückenbücker der Vorzimmer werden lässt.“

 

(3.) Ich hoffe, dass wir uns alle diesen Reichtum an Anschauungen und Phantasien bewahrt haben. Genießen wir den heutigen Abend – gegen alle Eintönigkeit, von denen sowohl Studium als auch akademischer Beruf nicht immer frei sind. Singen wir und erheben wir unsere Gläser – gegen alle Traurigkeit und Lebensangst, die uns vielleicht auch dann und wann befallen mag. Bekennen wir Farbe – gegen den Hang zur Banalisierung und Verflachung. Bekennen wir uns zu unseren Werten und Traditionen – gegen den Trend zur Unverbindlichkeit. Und feiern wir heute Abend, was Band und Zipf ausdrücken: die Verbundenheit und die Freundschaft im Lebensbund. In diesem Sinne gratuliere ich zum heutigen Zipfeltausch aus ganzem Herzen – wie könnte es anders sein, noch einmal mit einem Wort Ernst Moritz Arndts:

Willkommen denn zun Neuen Jahr!

Laß uns die Blicke fröhlich heben!

Die Freundschaft lebe treu und wahr!

Die Freiheit soll am höchsten leben!

 

(Grußwort, gehalten zum Zipfeltausch der AV Vitruvia am 14. Januar 2020 in Stuttgart)