Vorankündigung: Bamberger Sondierungen 2025

Im Herbst 2026 soll der erste Tagungsband der neuen Tagungsreihe „Bamberger Sondierungen“ vom Sommer 2025 erscheinen:

Jan Dochhorn (Hrsg.): Bamberger Sondierungen zur Metaphysik. Erste Folge (Philosophie interdisziplinär; 60), Regensburg: S. Roderer 2026.

Darin findet sich aus bildungsethischer Perspektive folgender Beitrag:

Axel Bernd Kunze: Schafft sich der Kulturstaat seine eigenen Grundlagen? – Überlegungen aus bildungsethischer Perspektive, in: ebd., S. 203 ff.

Berliner Erklärung: Neues Video des Bündnisses Redefreiheit

Das Bündnis Redefreiheit, Initiator der Berliner Erklärung zur Meinungsfreiheit, hat ein neues Video veröffentlicht – mit Hinweisen zur Arbeit des Bündnisses sowie den Möglichkeiten einer Mitgliedschaft oder Unterstützung:

Neuerscheinung: Studenten-Kurier 2/2026

Der neue Studenten-Kurier. Zeitschrift für Studentengeschichte, Hochschule und Korporationen, herausgegeben von der Gemeinschaft für deutsche Studentengeschichte, enthält unter anderem folgende Beiträge:

  • Praktikumsbericht: Einblicke in die Arbeit des Instituts für deutsche Studentengeschichte
  • Historisches Datum: Waidhofener Beschlüsse
  • Musica Studentica: Eine Ära geht zu Ende
  • Scheffels 200. Geburtstag: Soireé in Heidelberg

Pressestimmen: Erste päpstliche KI-Enzyklika „Magnifica Humanitas“

Die Arbeitsgemeinschaft Christliche Sozialethik sammelt auf ihren Internetseiten wissenschaftliche Pressestimmen und Kommentare zur ersten päpstlichen KI-Enzyklika „Magnifica Humanitas“, die am Pfingstmontag durch Papst Leo XIV. selbst vorgestellt wurde:

Zwischenruf: Netzwerk Wissenschaftsfreiheit verleiht zum zweiten Mal gleichnamigen Preis an österreichischen Soziologen

Das Netzwerk Wissenschaftsfreiheit hat am 12. Mai 2026 zum zweiten Mal seinen Positivpreis für Wissenschaftsfreiheit verliehen. Die Verleihung fand dieses Mal in der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) in Wien statt. Preisträger ist der Soziologe Alexander Bogner. Der erste Preis ging 2024 an den ehemaligen Präsidenten des Deutschen Hochschulverbandes, den Juristen Bernhard Kempen. Die Preisentscheidung löste auch in den eigenen Reihen deutliche Kritik aus, da Kempen als Vertreter eines hochschulpolitischen Spitzenverbandes die freiheitsfeindliche Coronapolitik mitgetragen hatte. Unter seiner Ägide wurden zentrale Akteure der Coronapolitik, so der Virologe Drosten und die beiden BioNTec-Gründer, als Hochschullehrer des Jahres ausgezeichnet.

In der diesjährigen Begründung des Netzwerkes heißt es: „Der Preisträger hat sich als Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Soziologie in besonderer Weise für die Wissenschaftsfreiheit eingesetzt und vor einer breiten Öffentlichkeit wesentliche neue Akzente in die aktuellen Debatten zum Thema eingebracht. In ruhigem, sachlichem Ton weist er Ansprüche zurück, mit vermeintlich kritischer Wissenschaft eine bestimmte (‚fortschrittliche‘) Gesinnung qua wissenschaftlicher Autorität für sakrosankt zu erklären. Wissenschaft hat nach Bogner nur dann einen demokratischen Nutzen, wenn sie verlässliches Wissen liefert und nicht Ideologien das Wort redet; wenn sie sich keiner politischen Doktrin verschreibt und genau deshalb eine antiautoritäre Wirkung hat. In dem gemeinsam mit Caspar Hirschi (St. Gallen) verfassten Grundsatztext ‚Rollentausch von Aktivisten und Antiakademikern‘ kritisiert er nicht nur, dass ganze Fachrichtungen ihre wissenschaftlichen Studien mit politischen Zielen verbinden, sondern erklärt sowohl ideologiegeleiteten wissenschaftlichen Aktivismus als auch antiakademischen Populismus mit einer Dialektik, die durch ein wechselseitiges Hochschaukeln von Selbst- und Fremdpolitisierung vorangetrieben wird“ (Pressemitteilung vom 27. März 2026).

Den besonderen Anstoß zur Preisverleihung gab, wie das Netzwerk weiter ausführt, dass Bogner öffentlich dagegen protestiert hatte, dass sich viele wissenschaftliche Vereinigungen aus aktivistischen Motiven der Boykottbewegung (BSD) gegen Israel angeschlossen hätten. BSD wird sowohl vom Deutschen Bundestag als auch vom Österreichischen Nationalrat als antisemitisch eingestuft. Die Internationale Soziologische Vereinigung hat die Mitgliedschaft der israelischen Fachgesellschaft infolge des Gazakrieges suspendiert. Bogner erwirkte als Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Soziologie (ÖGS) daraufhin, dass diese ihre Mitgliedschaft im internationalen Dachverband beendete. Das Netzwerk Wissenschaft wertet dieses Engagement Bogners in der genannten Pressemitteilung als ein Zeichen von Zivilcourage, das zugleich eine notwendige Debatte über Wissenschaftsfreiheit und die Politisierung von Wissenschaft angestoßen habe.

Der Einsatz des Preisträgers gegen ein aktivistisches Wissenschaftsverständnis und die Ausgrenzung andersdenkender Wissenschaftler oder Wissenschaftsvereingiungen aus politischen Motiven ist zweifelsohne anerkennenswert. Allerdings geht das Netzwerk Wissenschaftsfreiheit zu weit, wenn es so tut, als wären Konzepte wie „israelbezogener Antisemistismus“ nicht selbst Ergebnis einer sozialwissenschaftlichen Debatte. Vielmehr muss es gleichfalls zur Wisenschaftsfreiheit gehören, dass über das, was unter Antisemitismus zu verstehen ist, an Universitäten fair, methodisch kontrolliert und unvoreingenommen diskutiert und geforscht werden kann. Eine Wissenschaft, die nur gesellschaftliche Vorverständnisse exekutieren wollte, bräuchte im Letzten keine Wissenschaftsfreiheit. Das Netzwerk Wissenschaftsfreiheit müsste offenlegen, dass es bei seinem Verständnis von „israelbezogenem Antisemitismus“ einer Arbeitsdefinition von Antisemitismus der International Holocaust Remembrance Alliance folgt, basiert, welche wiederum auf einer 2005 ausgearbeiteten Definition des European Monitoring Centre on Racism and Xenophobia, der heutigen Agentur der Europäischen Union für Grundrechte fußt – im Letzten also selbst einer politischen Definition folgt.

Die Preisverleihung fand in der österreichischen Presse keinesfalls ein allein wohlwollendes Echo. So sprach der „Standard“, um nur ein Beispiel zu nennen, in seiner Berichterstattung im Blick auf den Preisgeber von einem „umstrittenen Netzwerk“ aus Deutschland. Die Philosophin Anne Sopie Meincke von der Universität Wien, welche der Jungen Akademie der ÖAW angehört, kritisierte gegenüber der Presse, dass dem Netzwerk Wissenschaftsfreiheit auch Mitglieder angehörten, die sich am Rand dessen bewegten, was verfassungsrechtlich akzeptabel sei. Sie erwarte eine entsprechende Distanzierung und erklärte, dass der Einsatz für Wissenschaftsfreiheit nicht allein bedeuten könne, Kritik an konservativen bis „weit rechts anzusiedelnden“ Positionen abzuwehren.

Dieser Kritik schließt sich auch der Preisträger selber an. So zitiert ihn der „Standard“ mit folgenden Worten: Man sollte sich im Netzwerk über Kritik nicht wunder, wenn „sich die Energie tonangebender Mitglieder nur an den Gender Studies festfrisst und keiner anderen Disziplin.“ Von einem Preisträger hätte man durchaus eine andere Reaktion und mehr Solidarität gegenüber dem Preisgeber erwarten dürfen.

Mittlerweile haben sich Mitglieder der österreichischen Fachgesellschaft für Soziologie auf eigene Initiative von der Preisverleihung an ihren Kollegen Bogner distanziert und erklärt: „Als ÖGS-Mitglieder sehen wir diese Preisverleihung sehr kritisch und möchten weder mit dem „Netzwerk Wissenschaftsfreiheit“ noch mit dessen Verständnis von Wissenschaftsfreiheit in Verbindung gebracht werden.“ Die nicht von der Mitgliederversammlung beschlossene Erklärung wird von der ÖGS auf ihren eigenen Internetseiten veröffentlicht. Man kann dies als Ausdruck eines fachinternen Pluralismus werten, aber auch als Distanzierung vom eigenen Präsidenten. Bogner könnte sich auf das Netzwerk Wissenschaftsfreiheit berufen, sitzt jetzt aber offenbar zwischen den Stühlen.

Nachruf: Bamberger Alemannia trauert um Altrektor Hierold

Anlässlich des diesjährigen Stiftungsfestes der Leipziger Burschenschaft Alemannia zu Bamberg:

Nachruf auf Prof. Dr. Alfred Egid Hierold +, Altrektor der Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Die Leipziger Burschenschaft Alemannia zu Bamberg trauert um den verstorbenen Altrektor der Otto-Friedrich-Universität Bamberg, Hochwürdigsten Herrn Prälaten Professor Dr. Alfred Egid Hierold, Ehrenmitglied der K.St.V. Fredericia Bamberg und der KAV Capitolina zu Rom. Altrektor Hierold wurde am 29. Dezember 1941 in Vohenstrauß geboren. Er war von 1989 Prorektor, dann von 1992 bis 2000 Rektor unserer Alma Mater.

Akademischer Werdegang

Professor Hierold studierte Theologie in Regensburg und München. Dort begeisterte ihn sein Lehrer Klaus Mörsdorf, einer der bekanntesten Kanonisten Deutschlands, für das Kirchenrecht. Nach seiner Priesterweihe am 29. Juni 1967 in Regensburg und einer Kaplanszeit in Eggenfelden erwarb Hierold am 20. Februar 1975 das Lizenziat im kanonischen Recht; am 23. Februar 1978 wurde er mit einer Arbeit zum Thema „Grundlegung und Organisation kirchlicher Caritas: unter besonderer Berücksichtigung des deutschen Teilkirchenrechts“ promoviert.

Seit dem 1. April 1980 lehrte er an der Universität Bamberg, wo er am 1. März 1981 zum ordentlichen Professor für Kirchenrecht berufen wurde. Schon sein Lehrstuhlvorgänger, Othmar Heggelbacher, war von 1972 bis 1973 Rektor der damaligen neuen Gesamthochschule Bamberg gewesen. Theologen wurden in Bamberg gern in das höchste Universitätsamt gewählt; von den bisher sechs Amtsinhabern kam die Hälfte aus der Disziplin.

Hierolds Forschungsschwerpunkte waren kirchliches Verfassungsrecht, Eherecht, Caritasrecht und Fragen der Militärseelsorge. Bereits seit 1983 Gastprofessor wurde er nach seiner Emeritierung ordentlicher Professor für Kanonisches Recht an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Benedikt XVI. in Heiligenkreuz bei Wien.

Hochschulpolitisches und kirchliches Engagement

Der Verstorbene war neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit sowohl hochschulpolitisch als auch auf verschiedenen Ebenen kirchlich aktiv. So war er seit 1983 zugleich als Vizeoffizial des Erzbistums Bamberg tätig. Hierold engagierte sich in der Missiokommission der Erzdiözese, im Wissenschaftlichen Rat der Katholischen Akademie in Bayern, in der Caritaskommission der Deutschen Bischofskonferenz oder der Bolognakommission der römischen Bildungskongregation.

Hierold war seit 2005 Richter am neugegründeten Kirchlichen Arbeitsgerichtshof in Bonn. Weitere Tätigkeiten waren seine Mitgliedschaft im Verwaltungsrat der Katholischen Soldatenseelsorge, im Aufsichtsrat des Kolping-Bildungswerkes in der Erzdiözese Bamberg oder im Kuratorium des Collegium Oecumenicum in Bamberg, sein Vorsitz in der Agentur für Qualitätssicherung und Akkreditierung kanonischer Studiengänge in Deutschland oder seine Präsidentschaft im Verein der Freunde des Vatikanischen Geheimarchivs. Der Verstorbene förderte Sozialprojekte im Heiligen Land und war bis 2016 Prior der Komturei Bamberg des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem, in deren Reihen er an der Fronleichnamsprozession teilnahm. Sonntags zelebrierte er in Friesen bei Hirschaid, wo man ihn auch beim Kartenspiel im örtlichen Brauereigasthof erleben konnte.

Zahlreiche kirchliche, universitäre, kommunale und staatliche Ehrungen würdigten Hierolds vielfältiges Engagement. Er war u. a. Päpstlicher Ehrenprälat (1993), Inhaber der Verdienstmedaille des Erzbistums Bamberg (2012) sowie der Bene-Merenti-Medaille der Universität Bamberg (2002), der Bürgermedaille der Stadt Bamberg (2002), Ehrenbürger der Märkte Hirschaid (2007) und Moosbach in der Oberpfalz (2008) sowie Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse (1998).

Bamberger Rektoratszeit

Seine Amtszeit als Bamberger Rektor war durch einen deutlichen Ausbau der noch jungen Universität geprägt. Während seines Rektorats nahm die Universität das Marcushaus, das Gebäude für die Didaktik der Naturwissenschaften, das Haus Am Kranen 14, zwei Verwaltungsgebäude in der Kapuzinerstraße und das Rotenhanpalais in Betrieb. Unter Hierolds Ägide erfolgten die Übernahme der ehemaligen Dominikanerkirche, die zur Aula der Universität umgebaut wurde, und der Spatenstich für das Rechenzentrum. Interdisziplinäre Profilbildung war für Hierold ein wichtiges Anliegen; so entstand in seiner Amtszeit etwa das Zentrum für Mittelalterstudien (ZEMAS). Hierold setzte sich für die Förderung von Graduiertenkollegs und An-Instituten ein. So etablierten sich unter seinem Rektorat das Staatsinstitut für Familienforschung (ifb) oder das ehemalige europäische forum für migrationsstudien (efms). Ferner gab Hierold den Impuls zur Gründung der Bamberger Universitätsstiftung. Die Zahl der Professoren stieg in seiner Zeit als Rektor von rund siebzig auf hundertzwanzig.

Hierold war ein akademischer Lehrer, der begeistern konnte. „Sein Einsatz war unprätentiös, sein Programm undogmatisch und seine Haltung gradlinig – immer getragen von einem hohen Maß an kollegialem Verständnis und kaum zu erschütternder Freundlichkeit.“ So charakterisierte ihn einmal sein Nachfolger im Rektorenamt, der Religionspädagoge Professor Dr. Dr. habil. Godehard Ruppert.

Ich kann mich noch gut an die große Abschiedsvorlesung von Professor Hierold 2007 in der neuen Universitätsaula erinnern. Sein Traum war damals, im Alter noch einen Bootsführerschein zu erwerben. Schonungslos und ohne diplomatische Rücksichtnahme kritisierte Hierold die damalige wissenschaftspolitische Entscheidung, die theologische Fakultät in Bamberg auf Eis zu legen, was einer faktischen Schließung gleichkam, und das autoritäre Handeln der Universitätsleitung angesichts dieser Politik.

Hierolds juristisches Ethos war getragen von einer tiefen Ablehnung eines Rechtspositivismus und dessen Folgen im Nationalsozalismus, wie er in seiner Abschiedsvorlesung bekannte. Recht müsse von Gerechtigkeit getragen sein. Und eine Kirche ohne Kirchenrecht, so Hierolds Überzeugung, wäre gerade eine Kirche des Unrechts und der Ungerechtigkeit.

Hierold blieb in allen Ämtern menschenfreundlich, was sich auch in der Art niederschlug, wie er sein Reaktorat verstand. Er war kein Hochschulmanager, sondern blieb Seelsorger, jemand, der seine Hochschule als große Universitätsfamilie betrachtete und dem die Sorgen der Einzelnen am Herzen lagen. Dies zeigte sich etwa darin, dass es ihm ein wichtiges Anliegen war, dass kein verstorbener Universitätsangehöriger ohne Anteilnahme heimgehen sollte. Verstarb etwa eine Sekretärin ohne weitere Angehörige, ließ es sich Hierold nicht nehmen, selber die Begräbnisfeier zu leiten.

Der Altrektor und unsere Alemannia

Der Verstorbene war auch als Stiftungsfestredner für unsere lb. Alemannia tätig gewesen. Es ging damals um die Veränderungen im Zuge des Bolognaprozesses, in die er selbst durch seine hochschulpolitischen Aktivitäten eingebunden war. Auch sein Schüler, Lic. iur. can. Friedolf Lappen, der als kirchlicher Anwalt in Bamberg und Diözesanrichter in Rottenburg am Neckar tätig ist, hielt schon einmal eine Stiftungsfestrede, in der er am Beispiel des Ordensrechts über die notwendige Sensibilität bei Reformen und Veränderungsprozessen in Gemeinschaften sprach, die grundsätzlich auf lebenslange Zugehörigkeit hin angelegt sind.

Seine Verbundenheit mit unserem Bund zeigte Farbenbruder Profesor Hierold im Juni 2024 als Ehrengast während der Einweihung und Segnung des frisch renovierten Alemannenhauses. Niemand konnte damals ahnen, dass es die letzte Begegnung sein sollte. Unser Altrektor verstarb am 3. September 2025 im Alter von dreiundachtzig Jahren. Die Familie bedankte sich für die Kondolenz im Namen unserer lb. Alemannia mit einer handschriftlihen Danksagung.

Unsere Burschenschaft wird unserem Altrektor stets ein ehrendes Andenken bewahren:

Domine, requiem aeternam ei dona, et lux aeterna ei luceat.

Tabula gratulatoria: Festschrift für Prof. Dr. Peter Bruns

Zu Ehren des 65. Geburtstages von Professor Dr. Peter Bruns, Lehrstuhlinhaber für Kirchengeschichte und Patrologie an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg und Präses der Marianischen Herren- und Bürgersodalität an St. Jakob in Bamberg, ist eine Festschrift erschienen:

Winfried Büttner/Thomas Kremer/Matthias Scherbaum (Hgg.): Patristica Orientalia Christiana. Festschrift für Peter Bruns zum 65. Geburtstag (Koinonia – Orians; 59), Münster (Westf.): Aschendorff 2026.

„Was ich empfangen habe, habe ich weitergegeben“ (1 Kor 15,3) – dieses paulinische Wort könnte als Motto die Berufung des Kirchenhistorikers und Patrologen zusammenfassen. Wie kaum eine andere theologische Disziplin offenbart die Kirchengeschichte Wege und Irrwege, Höhenkamm und Talsohle des christlichen Denkens im Laufe der Zeit. Besonders den Vätern in Ost und West kommt hierbei eine Schlüsselstellung zu, da ihre Überlegungen in vielerlei Hinsicht als wegweisend und weichenstellend für den weiteren Verlauf der Kirchengeschichte gelten können. Peter Bruns hat sein wissenschaftliches Lebenswerk der Erforschung und Vermittlung der Kirchengeschichte, v. a. der (ostkirchlichen) Väter gewidmet. Seine langjährige Tätigkeit an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg und anderen europäischen Hochschulen gibt davon ein eindrucksvolles Zeugnis ab. Die Beiträge dieser Festschrift wollen sowohl auf fachlicher wie auch persönlicher Ebene dem Theologen und Menschen Peter Bruns die Ehre erweisen. [Verlagsankündigung]

Als Teilnehmer an der „tabula gratulatoria“ gratulieren wir zur Festschrift wie zum Geburtstag und wünschen: Ad multos annos!

Magnifica Humanitas: Bündnis für humane Bildung nimmt Stellung

Am Pfingstmontag hat Papst Leo XIV. persönlich seine Antrittsenzyklika vorgestellt. Es ist die erste päpstliche Enzyklika, die sich dem Thema Künstliche Intelligenz widmet. Das Bündnis für humane Bildung hat hierzu Stellung genommen:

Es ist ein Dokument von weltweiter Bedeutung, die ENZYKLIKA MAGNIFICA HUMANITAS von Papst Leo XIV. Sie rechnet mit dem Digitalisierungs- und KI-Hype ab. Der Ordinarius für Schulpädagogik Prof. Klaus Zierer (Augsburg) hat die Aussagen der Enzyklika zur Bildung in der Pressemitteilung : „Menschlichkeit in den Mittelpunkt: Durch Bildung KI entwaffnen!“ analysiert und schreibt:

  • „Die KI-Besoffenheit von Bildungspolitik, Schulaufsicht und einem großen Teil der Erziehungswissenschaften wirkt derzeit wie ein Brandbeschleuniger nach Jahren des Zündelns mit dem Feuer der Digitalität, das bereits großen Schaden angerichtet hat. Das Haus der Schule muss neu gebaut werden.“

Zur Analyse von Prof. Zierer:

https://die-pädagogische-wende.de/durch-bildung-ki-entwaffnen

Weitere Artikel zur Enzyklika und aktueller Schulpolitik:

Prof. Ralf Lankau: „Angst muss man nicht vor Maschinen haben, sondern vor den Menschen, die sie entwickeln und missbrauchen.“

Der Papst warnt in seiner ersten Enzyklika vor existenziellen Risiken der Künstlichen Intelligenz für Individuen und Völker. Ralf Lankau hofft im Interview mit den NachDenkSeiten auf neue Impulse in der Diskussion. Zugleich ist er sicher: Widerstand ist möglich!

https://die-pädagogische-wende.de/angst-muss-man-nicht-vor-maschinen-haben

Prof. Gertraud Teuchert-Noodt. Offener Brief an Ministerin Prien und die Expertenkommission: Kritische Stellungnahme zur aktuellen Bestandsaufnahme der Expertenkommission zum Kindes- und Jugendschutz in der digitalen Welt vom 20.04.2026:

„Die Forderung aus diesen Erkenntnissen der Neurowissenschaften kann vor dem Hintergrund wachsender gesellschaftlicher Probleme nur lauten, digitale Medien nicht als Hirnkiller bzw. Lernersatz für die biologisch-grandiosen haptischen Werkzeuge jedes Menschen einzusetzen. Sie haben in der gesamten Kindes- und Jugendentwicklung nichts zu suchen.“

https://die-pädagogische-wende.de/stellungnahme-teuchert-noodt_2026

Nina Kolleck, Joachim Bauer: Zwei neue Bücher für alle, die die digitale Sozialisation unserer Kinder verstehen wollen. 

https://die-pädagogische-wende.de/nina-kolleck-der-kampf-in-den-koepfen

https://die-pädagogische-wende.de/joachim-bauer-menschlichkeit-in-digitalen-zeiten

Bündnis für humane Bildung kritisiert Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“.

Das Gutachten ist ein trojanisches Pferd: Richtige Diagnose, industriefreundliche Folgerungen.

https://die-pädagogische-wende.de/erstaunliche-diskrepanz-zwischen-erkenntnis-und-folgerung

(Peter Hensinger, Bündnis für humane Bildung)