Buchtipp: Bildung in der Demokratie

Der Verlag für Kultur und Wissenschaft wirbt in der neuen Ausgabe des „Burschenschafters“ (Jg. 2, 2/2018, S. 11) für den Titel:

Bildung in der Demokratie

Axel Bernd Kunze: Bildung in der Demokratie. Warum pädagogischer Eigensinn und Freiheit unverzichtbar sind.

Pädagogik ist nicht selbst politisch, aber politisch relevant – durch das, was sie dem Einzelnen mitgibt. Indem Bildung zur Freiheit im Denken, Reden und Handeln befähigt, ist sie für Demokratie unverzichtbar. Umgekehrt wird sich nur ein demokratisch verfasster Staat politisch mündige Bürger wünschen und auch ertragen können. Pädagogischer Widerspruch ist dort notwendig, wo Bildungspolitik die Bürger glauben machen will, sie wüsste schon im Voraus besser, wofür diese ihre Freiheit einsetzen sollten. Die Zukunft liegt nicht fertig vor uns, sondern muss erst noch entworfen werden – unter
Herausforderungen, die wir heute noch nicht überblicken können. Den hierfür notwendigen Mut zur Freiheit wird nur eine Pädagogik
wecken können, die sich ihren pädagogischen Eigensinn bewahrt und ihre eigene pädagogische Freiheit nicht unter Wert verkauft.
Streitbar, kritisch und unkonventionell diskutiert der Band aus pädagogischer und bildungsethischer Perspektive aktuelle Bildungsaufgaben,
vor denen unser Gemeinwesen steht: von einer Erziehung zur Toleranz über gesellschaftliche Integration und Inklusion bis zum Umgang mit religiöser Vielfalt.
Axel Bernd Kunze ist promovierter Sozialethiker und habilitierter Erziehungswissenschaftler. Er leitet eine Fachschule für Sozialpädagogik und lehrt als Privatdozent am Bonner Zentrum für Lehrerbildung. Daneben ist er in München und Heilbronn als Lehrbeauftragter für (berufs-)ethische Fragen in der Sozialen Arbeit tätig.

Verlag für Kultur und Wissenschaft, Bonn; ISBN 9783862691487; 164 Seiten, 15,80 €.

Der Band ist in jeder Buchhandlung erhältlich.

Neue Kolumne: Wenn der Sozialstaat übergriffig wird …

Regelmäßig erscheint in der Wochenzeitschrift „Die Tagespost“ – in Kooperation mit der Katholischen Sozialwissenschaftlichen Zentralstelle in Mönchengladbach – eine sozialethische Kolumne.  Deutschsprachige Sozialethiker nehmen meinungsstark zu aktuellen sozial- oder wirtschaftspolitischen Herausforderungen Stellenung.

In der aktuellen Ausgabe der „Tagespost“ hat Axel Bernd Kunze sozial- und bildungsethisch zur Feder gegriffen:

Kolumne (27. Juni 2018): Wenn der Sozialstaat übergriffig wird …

https://www.die-tagespost.de/politik/wi/Kolumne;art314,189908

Ist es ketzerisch, sich folgendes Gedankenexperiment vorzustellen!? Man ersetze „Vielfalt“, „Offenheit“ oder „Diversity“ in vielen Curricula und Modulhandbüchern durch „Marxismus-Leninismus“ … Historische Parallelen sind natürlich wie immer rein zufällig. In unserem Bildungssystem gilt doch immer noch der Beutelsbacher Konsens und steht Kritik an oberster Stelle – oder doch nicht mehr so ganz.

Laizismus und Neutralität werden verwechselt. Was dem Staat an Kulturpflege nicht mehr zugebilligt wird, kommt durch die Hintertür als Manipulationsmacht wieder herein. Das staatliche Toleranzgebot löst sich auf, der Staat steuert den gesellschaftlichen Diskurs.

Neuerscheinung: „Bildung in der Demokratie“ jetzt lieferbar

Bildung in der Demokratie

Axel Bernd Kunze: Bildung in der Demokratie. Warum pädagogischer Eigensinn und Freiheit unverzichtbar sind, Bonn 2018, 168 Seiten, 15,80 Euro.

Der Band ist jetzt über jede Buchhandlung lieferbar. Der Titel kann auch online u. a. im SCM-Shop bestellt werden:

https://www.scm-shop.de/bildung-in-der-demokratie.html

Neuerscheinung: Bildung in der Demokratie. Warum pädagogischer Eigensinn und Freiheit unverzichtbar sind

Unsere Demokratie ist in Bewegung geraten. Ein neuer Band reflektiert die aktuellen Herausforderungen unseres
politisch-gesellschaftlichen Zusammenlebens aus pädagogischer und bildungsethischer Perspektive:

Axel Bernd Kunze:

Bildung in der Demokratie. Warum pädagogischer Eigensinn und Freiheit unverzichtbar sind

(Pädagogik in Europa in Geschichte und Gegenwart; 13),

Bonn: Verlag für Kultur und Wissenschaft 2018, 164 Seiten.

Pädagogik ist nicht selbst politisch, aber politisch relevant – durch das, was sie dem Einzelnen mitgibt. Indem Bildung zur Freiheit im Denken, Reden und Handeln befähigt, ist sie für Demokratie unverzichtbar. Umgekehrt wird sich nur ein demokratisch verfasster Staat politisch mündige Bürger wünschen und auch ertragen können.
Pädagogischer Widerspruch ist dort notwendig, wo Bildungspolitik die Bürger glauben machen will, sie wüsste schon im Voraus besser, wofür diese ihre Freiheit einsetzen sollten. Die Zukunft liegt nicht fertig vor uns, sondern muss erst noch entworfen werden – unter Herausforderungen, die wir heute noch nicht überblicken können. Den hierfür notwendigen Mut zur Freiheit wird nur eine Pädagogik wecken können, die sich ihren pädagogischen Eigensinn bewahrt und ihre eigene pädagogische Freiheit nicht unter Wert verkauft.
Streitbar, kritisch und unkonventionell diskutiert der Band aus pädagogischer und bildungsethischer Perspektive aktuelle Bildungsaufgaben, vor denen unser Gemeinwesen steht: von einer Erziehung zur Toleranz über gesellschaftliche Integration und Inklusion bis zum Umgang mit religiöser Vielfalt.

Der Verfasser ist promovierter Sozialethiker und habilitierter Erziehungswissenschaftler. Er leitet eine Fachschule für Sozialpädagogik und lehrt als Privatdozent am Bonner Zentrum für Lehrerbildung. Daneben ist er in München und Heilbronn als Lehrbeauftragter für (berufs-)ethische Fragen in der Sozialen Arbeit tätig.

Schlaglicht: Neue staatliche „Leitkultur“?

„Beschneidung überdenken!“, fordert Jochen Bittner in der aktuellen Ausgabe der Wochenzeitung „Die Zeit“ vom 15. März 2018: http://www.zeit.de/2018/12/religionsfreiheit-beschneidung-grundgesetz-debatte

Nach Island war es nur eine Frage der Zeit, bis auch hierzulande die Debatte wieder auf den Tisch kommen würde. Es ist schon bezeichnend, wie hier „religiöse Überzeugungen“ gegen „staatliche Freiheitsrechte“ ausgespielt werden. Ist einerseits Religionsfreiheit kein Freiheitsrecht mehr? Und sind andererseits Freiheitsrechte nicht in erster Linie vorstaatlich und nicht „staatlich“? Der „multikulturelle“ Staat, in dem keine Leitkultur mehr gelten darf, muss steuern, weil das Vertrauenspotential im gemeinsamen Zusammenleben schwindet. Wo über Kultur nicht mehr normativ geredet werden darf, wird der Staat selbst zur Norm und zwingt seine Bevölkerung dazu, ihre individuellen Überzeugungen auf ein gemeinsames Einheitsniveau zu nivellieren – so entsteht auch eine „Leitkultur“, die aber aus ideologischen Gründen nicht so genannt werden darf.

Der Bundestag hat nicht, wie Bittner behauptet, religiöse Gebote pauschal über das Grundgesetz gestellt, das eben auch das Recht auf Religionsfreiheit garantiert. Wenn sowohl Religionsfreiheit als auch körperliche Unversehrheit individuelle Freiheitsrechte sind, muss im Konfliktfall zwischen beiden nach einer Lösung im praktischen Vollzug gesucht werden, bei der beide betroffenen Rechte möglichst weitgehend verwirklicht werden – etwa in der Form, dass die Beschneidung aus religiösen Gründen weiterhin möglich wird, wenn die Eltern ihre Kinder in einer bestimmten Religion erziehen wollen, dass dabei aber bestimmte Mindeststandards medizinisch-ethischer Art beachtet werden müssen, deren Einhaltung der Staat dann im Rahmen der für alle geltenden Gesetze auch kontrollieren darf.

Vorankündigung: BILDUNG IN DER DEMOKRATIE

Axel Bernd Kunze: Bildung in der Demokratie. Warum pädagogischer Eigensinn und Freiheit unverzichtbar sind

(Reihe „Pädagogik in Europa in Geschichte und Zukuunft“, Band 13), Bonn: Verlag für Kultur und Wissenschaft 2018, ca. 170 Seiten.

 

Pädagogik ist nicht selbst politisch, aber politisch relevant – durch das, was sie im Einzelnen lenkt. Indem Bildung zur Freiheit im Denken, Reden und Handeln befähigt, ist sie für Demokratie unverzichtbar. Umgekehrt wird sich nur ein demokratisch verfasster Staat politisch mündige Bürger wünschen und auch ertragen können.

Pädagogischer Widerspruch ist dort notwendig, wo Bildungspolitik die Bürger glauben machen will, sie wüsste schon im Voraus besser, wofür diese ihre Freiheit einsetzen sollten. Die Zukunft liegt nicht fertig vor uns, sondern muss erst noch entworfen werden – unter Herausforderungen, die wir heute noch nicht überblicken können. Den hierfür notwendigen Mut zur Freiheit wird nur eine Pädagogik wecken können, die sich ihren pädagogischen Eigensinn nicht rauben lässt und ihre eigene pädagogische Freiheit nicht unter Wert verkauft.

Ausgehend von einem solchen Bildungsverständnis, beleuchtet der Band aus pädagogischer und bildungsethischer Perspektive aktuelle Bildungsaufgaben, vor denen unser Gemeinwesen steht: von einer Erziehung zur Toleranz über gesellschaftliche Integration und Inklusion bis zum Umgang mit religiöser Vielfalt.

Der Verfasser ist promovierter Sozialethiker und habilitierter Erziehungswissenschaftler. Er leitet eine Fachschule für Sozialpädagogik und lehrt als Privatdozent am Bonner Zentrum für Lehrerbildung. Daneben ist er in München und Heilbronn als Lehrbeauftragter für (berufs-)ethische Fragen in der Sozialen Arbeit tätig.

Der Band erscheint voraussichtlch im ersten Halbjahr 2018. Vorbestellungen gern unter: Kunze-Bamberg@t-online.de

Rezension: Menschenrechte – Einführung mit Dokumenten

2018 jährt sich die Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte zum siebzigsten Mal: „Menschenrechte werden nicht mehr als exklusive Angelegenheit nationaler Staaten erachtet, sondern als Aufgabe der Völkergemeinschaft in Form der Vereinten Nationen“ (S. 58). Der Aufbau eines internationalen Menschenrechtsregimes hat nach Ende des Ost-West-Gegensatzes noch einmal deutlich an Dynamik gewonnen. Bis heute setzt sich der Ausbau der Menschenrechte fort. Der Magdeburger Menschenrechtspädagoge K. Peter Fritzsche hat vor diesem Hintergrund sein bekanntes Lehrbuch zu den Menschenrechten in dritter Auflage aktualisiert und an neuere Entwicklungen im Menschenrechtsschutz angepasst.

Eine Besprechung der Neuauflage des Lehrbuchs aus der Feder von Axel Bernd Kunze finden Sie im Onlineportal Socialnet:

https://www.socialnet.de/rezensionen/22389.php

Karl Peter Fritzsche: Menschenrechte. Eine Einführung mit Dokumenten, Stuttgart 2016, 3., erweiterte und aktualisierte Auflage, 410 Seiten. ISBN 978-3-8252-4487-3.

Neuerscheinung: Democracy Education in Teacher Training in Germany

Axel Bernd Kunze: Democracy Education in Teacher Training in Germany, in: Miriam Ben-Peretz, Sharon Feiman-Nemser (Eds.): Political Transformations and Teacher Education Programs, Lanham/Boulder/New York/London: Rowman and Littlefield 2018, pp. 1 – 16.

„The move from authoritarian to a more democratic ruling system expresses itself in chapter 1 […] by Axel Bernd Kunze. Kunze claims that ’students ought to experience Democracy in practice while they are in School in order to develop a habitual democratic disposition‘ (this volume, ch. 1). In order to achieve this Goal, schools should function as a democratic society. This approach calls for student teachers to participate actively in their own program. In the same spirit, Kunze quotes Behrmann, who wrote that ‚democracy needs to be lived, in order that it can be learned“ (1996, p. 121).“ (Introduction, p. ix)

Der Band ist an der Universität Haifa/Israel entstanden. Der Beitrag zur deutschen Lehrerbildung beleuchtet Chancen und Grenzen von „Service Learning“ und Menschenrechtsbildung in der Lehrerausbildung, u. a. auf Basis von Erfahrungen, die der Verfasser an der Universität Trier gesammelt hat.

Tagungsbericht: Menschenrechtsjubiläum 2018 wirft seine Schatten voraus

Vor siebzig Jahren, am 10. Dezember 1948, wurde die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte verabschiedet. An dieses Jubiläum erinnerte die diesjährige Tagung der „Hauskonferenz Kirche und Gesellschaft“ der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Auf der Veranstaltung im Stuttgarter Hospitalhof wurde gefragt: Welchen Stellenwert besitzen die Menschenrechte für das politische und kirchliche Handeln? Welche Aufgaben kommen der Kirche bei deren Umsetzung zu? Die Evangelische Fachschule für Sozialpädagogik war durch ihren Schulleiter, Herrn PD Dr. Kunze, vertreten; dieser nutzte die Gelegenheit, sich über aktuelle Entwicklungen in der Menschenrechtsbildung zu informieren und Kontakte zu knüpfen. Die Menschen- und Kinderrechte sind fester Bestandteil sowohl der Erzieherausbildung an der Fachschule, etwa im Handlungsfeld „Unterschiedlichkeit und Vielfalt leben“, als auch der angebotenen Fortbildungsangebote zur Nachqualifizierung für Pädagogische Fachkräfte. Menschenrechtsbildung beginnt bereits im Kindergarten. Erzieherinnen und Erzieher tragen viel dazu bei, eine Kultur der Menschenrechte vorzuleben, beispielsweise indem sie Kinder aktiv mitbestimmen lassen oder mit diesen Möglichkeiten der konstruktiven Konfliktbewältigung einüben.

Rezension: Menschenrecht Inklusion

Zehn Jahre ist die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen inzwischen alt. Nicht zuletzt mit der starken Forcierung eines inklusionsorientierten Menschenrechtsverständnisses hat diese neue Akzente gesetzt. Eine Tagung an der Evangelischen Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe in Bochum hat eine erste Bilanz gezogen und gefragt, welche Auswirkungen damit für die einzelnen sozialen Dienste verbunden sind. Der Tagungsband ist jetzt im Rezensionsportal Socialnet durch Axel Bernd Kunze besprochen worden:

Theresia Degener, Klaus Eberl, Sigrid Graumann, Olaf Maas, Gerhard K. Schäfer (Hg.):

Menschenrecht Inklusion. 10 Jahre UN-Behindertenrechtskonvention –

Bestandsaufnahme und Perspektiven zur Umsetzung in sozialen Diensten und diakonischen Handlungsfeldern

(Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2016, 379 Seiten).

Die Rezension finden Sie hier:

www.socialnet.de/rezensionen/22093.php