Grußwort: Erziehung, Bildung und Betreuung „selber denken“

Sie dürfen heute die Ernte einer langen vier- oder dreijährigen Ausbildung einfahren. Und wir sind alle gern gekommen, diesen „Erntedank“ an diesem frühsommerlichen Abend mit Ihnen zu feiern. Im Namen der Schulleitung heiße ich Sie alle zur heutigen feierlichen Zeugnisübergabe herzlich willkommen. Wir freuen uns alle mit Ihnen über Ihren Ausbildungserfolg.

Sie haben mit dem heutigen Tag einen hochwertigen Ausbildungsabschluss in einem Berufsfeld erworben, in dem auf absehbare Zeit ein sehr großer Fachkräftemangel besteht. Die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend beauftragte PROGNOS AG geht in einer Studie davon aus, dass bis 2030 einhundertneunundneunzig­tausend Pädagogische Fachkräfte bundesweit fehlen werden.

Diese Zahlen garantieren Ihnen beste Berufsaussichten. Diese Zahlen führen aber auch dazu, dass über die Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen im Feld der Kindertagesbetreuungen ausführlich diskutiert wird. Dies ist in den Medien zu verfolgen. Aus diversen Spitzen-, Fach- und Interessenverbänden liegen mittlerweile verschiedene Positionspapiere mit Vorschlägen vor, wie der Erzieherberuf und die Erzieherausbildung gestärkt werden können.

Unsere Fachschule ist Mitglied im Bundesverband evangelischer Ausbildungsstätten für Sozialpädagogik, kurz: BeA. Der Verband setzt sich für verbesserte Rahmenbindungen für Auszubildende, Fachkräfte und Fachschulen ein. In einer Stellungnahme von 2021 betont die Vorsitzende, Astrid Hofmeister, die Bedeutung der Fachschulausbildung:

„Die Ausbildung an den Fachschulen für Sozialpädagogik führt bundesweit zu einem Bildungsabschluss Bachelor of Professional auf Qualitätsniveau 6 [im Deutschen Qualifikationsrahmen], also zu einer Qualifikation vergleichbar auf Meisterniveau im Handwerk. […] Die Ausbildung an den Fachschulen für Sozialpädagogik ist zukunftsfähig und die beste Grundlage für eine zukunftsweisende Qualifizierung der Fachkräfte und ihrer Herausforderungen.“ 

Mit dieser Perspektive dürfen wir Sie heute in Ihren Berufsalltag als Pädagogische Fachkraft in Krippe und Kindergarten, in Kinderhaus oder Familienzentrum, in Hort oder Grundschulbetreuung oder auch in anderen Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe entlassen. Wir wünschen Ihnen für Ihre weitere berufliche Arbeit mit Kindern und Jugendlichen alles Gute, die notwendige Kraft, bleibende Freude und nicht zuletzt Gottes Segen.

Lassen Sie mich aber noch einen weiteren Gedanken anschließen. Der BeA fordert, damit eine Erzieherausbildung noch attraktiver wird, unter anderem eine Ausbildungsvergütung, eine Durchlässigkeit nach oben in eine Masterausbildung oder eine Stärkung der beruflichen Weiterentwicklung durch das Angebot von tariflich verankerten, bezahlten Aufstiegsmöglichkeiten und -qualifikationen.

Der Einsatz für qualitativ gute Arbeitsbedingungen ist nicht allein eine Sache von Verbandsvertretern und Lobbyisten. Als fertig ausgebildete Pädagogische Fachkräfte liegt es auch an Ihnen, sich aktiv und engagiert einzubringen: etwa bei Ihrem Träger, in Berufsverbänden oder Gewerkschaften. Und bringen Sie sich ein, wenn in Ihrem Umfeld über Bildung, Erziehung und Betreuung gesprochen wird. Sie sind jetzt Experten für dieses Praxis- und Berufsfeld!

Und Ihre Ausbildung hat Ihnen hoffentlich die notwendigen Kenntnisse und Kompetenzen vermittelt, Bildung, Erziehung und Betreuung „selber zu denken“. Auf diese Weise gestalten Sie selbst Ihr Berufsfeld und die Arbeitsbedingungen in Ihrem Beruf mit.

Eine ehemalige Absolventin unserer Fachschule schreibt im aktuellen Sonderheft 2023 der Zeitschrift „PädagogikUNTERRICHT“, der größten Fachzeitschrift für pädagogische Fachdidaktik im deutschsprachigen Raum:

„Ich bin Erzieherin mit Leib und Seele. Meine Passion ist es, Kinder zu ihrer eigenen Persönlichkeit hin zu begleiten. Ihnen vorzuleben, was es heißt ein würdevolles Leben zu leben. […] Herauszufinden, was ihnen leichtfällt, aber sie auch bis an ihre Grenzen zu begleiten. […] Mein Traum ist es, pädagogische Fachkräfte zu sehen, die auch als solche anerkannt werden, denn die Aufgaben einer Erzieherin/eines Erziehers sind so zahlreich wie Sand am Meer. Wir sind nicht nur zur Stillung grundlegender Bedürfnisse von Kindern zuständig, wir sind beauftragt, Kinder zu mündigen Bürgern zu erziehen und zu bilden. Durch die tägliche, gezielte Beobachtung kennen wir Stärken und Schwächen jedes Kindes und bereiten ihnen ein maßgeschneidertes Unterstützungsprogramm. […] Unsere Aufgabe ist geprägt von der stetigen Auseinandersetzung mit wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen. Wir reflektieren und verändern gewohnte Normen und Reformansätze.“

Ich wünsche Ihnen, dass Sie auch Sie heute und auch noch in zehn, zwanzig oder dreißig Jahren werden sagen können: „Ich bin Erzieherin mit Leib und Seele.“ Denn das sind Sie jetzt: Erzieher oder Erzieherin mit staatlicher Anerkennung und zugleich Bachelor of Professional in Sozialwesen. Zu diesem Abschluss noch einmal im Namen der Schulleitung und des Kollegiums die herzlichsten Glück- und Segenswünsche!

Das Grußwort der Schulleitung wurde am Ende des Schuljahres 2022/23 im Rahmen einer feierlichen Zeugnisübergabe gehalten.

Zwischenruf: Ein alter Ladenhüter …

Der Berg kreißt und gebiert ein Mäuschen. Jetzt ist der da: der Bürgerrat. Und gleich beschäftigt er sich mit dem „Megathema“ Bildung. Nach der demokratischen Legitimation dieser pseudopartizipatorischen Veranstaltung fragen wir jetzt besser nicht. Was auf demokratischem Wege keine Mehrheit gefunden hat, obwohl schon seit Jahrzehnten darüber diskutiert wird, soll jetzt mit vermeintlich zivilgesellschaftlicher Legitimation wieder aufgewärtmt werden. Und doch: Das längere gemeinsame Lernen bleibt ein „Ladenhüter“. Wenn diese Mutter aller Bildungsreformen so beliebt wäre, wie ihre Verfechter tun, müssten die Gesamtschulen aus allen Nähten platzen. Und die Politik würde ganz von selber nachziehen.

Die Forderungen des „Bürgerrates“ erzählt das schöne Märchen eines ach so diversen Einwanderungslandes, in dem alle Integrationsprobleme sich von selbst lösen, würde man nur endlich das Schulsystem strukturell umbauen. Sicher: Auch über die Struktur des Bildungssystems muss nachgedacht werden. Aber dieses ist schon längst in hohem Maße durchlässig und anschlussfähig. Bildung ist ein personales Geschehen. Und damit ist beim Bürgerrat keine Rede: nicht von Leistungs- und Anstrengungsbereitschaft, nicht von Orientierungswerten und einer stabilen kulturellen Grundlage, die Halt und Sicherheit geben, nicht vom notwendigen Erziehungsauftrag, für den Familie und Schule zusammen einstehen müssen. Nun gut, Pädagogik steht sowieso an zweiter Stelle, wo sich alles um Gerechtigkeit dreht.

Stattdessen gibt es wolkige Utopien, schön in Pastelltönen gemalt. Mehr frühkindliche Bildung, am besten gleich verpflichtend. Denn Freiheit ist sowieso ein Auslaufmodell. Kleinere Gruppen, natürlich alles kostenfrei. So als hätte man von Fachkräftemangel und finanzieller Überlastung der Kommunen noch nie etwas gehört. Ein zusätzliches Orientierungsjahr für alle, ob notwendig oder nicht – Orientierungslosigkeit in einer verlängerten Pubertät soll staatlich schön abgefedert werden. Wo das Freiheitsbewusstsein schwindet, werden am Ende alle über einen Kamm geschoren.

Was hier zusammenkommt, sind nicht Ideen eines „Bürger“-Rates, sondern kindliche Blütenträume eines finanziell unbegrenzt belastbaren Ich-werde-schon-alles-richten-Staates. Denn Bürger, die noch etwas von wahrer Bürgerlichkeit verstehen, wüssten, dass es für gute Bildung zuerst auf sie selber und nicht auf den Staat ankommt. Der Staat kann Rahmenbedingungen verschaffen, aber nicht die Einzelnen „bebilden“. Wer das glaubt, zeichnet die Karikatur eines Staates, der sich den Grenzen seiner eigenen Wirksamkeit nicht mehr bewusst ist.

Neuerscheinung: Sonderheft für alle, die sich für eine Lehrtätigkeit in der Erzieherausbildung interessieren

Lehrkräfte an Fachschulen und Fachakademien für Sozialpädagogik sind gesucht. Ein neues Sonderheft der Zeitschrift PädagogikUNTERRICHT will Interesse für dieses Arbeitsfeld wecken. Das Heft richtet sich an Studierende, angehende Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst oder weitere Interessierte, die sich über eine Lehrtätigkeit in der Erzieherausbildung informieren wollen:

Axel Bernd Kunze, Carsten Püttmann (Red.): Gelingende Erziehung reflektiert praktizieren (= PädagogikUNTERRICHT, Sonderheft 2023: Unterrichten an Fachschulen und Fachakademien für Sozialpädagogik), hg. v. Verband der Pädagogiklehrer und Pädagogiklehrerinnen (VdP), Wesel 2023.

Das Heft steht auf den Seiten des Bundesverbands evangelischer Ausbildungsstätten für Sozialpädagogik (BeA) zum kostenlosen Download zur Verfügung:

Neuerscheinungen: Beiträge zur Erzieherausbildung an Fachschulen

Aus dem neuen Sonderheft 2023 „Unterrichten an Fachschulen und Fachakademien für Sozialpädagogik“ der Zeitschrift „PädagogikUNTERRICHT“:

Wenn Manfred Müller-Neuendorf (2006) vor einigen Jahren gefragt hat: „Ist die Ausbildung der Erzieher und Erzieherinnen an Fachschulen noch zukunftsfähig?“, so wird man diese Frage gegenwärtig wohl mit einem Ja beantworten. Hochfliegende Erwartungen an eine Vollakademisierung erzieherischer Tätigkeiten und Betreuungsaufgaben haben sich nicht erfüllt, und zwar nicht allein mangels finanzieller Ressourcen für eine flächendeckende, akademischen Ansprüchen genügende Höhergruppierung in diesem Berufsfeld. Nicht nur der Fachkräftemangel, auch ausbildungstheoretische Überlegungen haben diese gedämpft. Mittlerweile besteht ein differenziertes Geflecht unterschiedlicher Qualifizierungswege, das unterschiedlichen Bedürfnissen, Lebenssituationen, berufsbiographischen Erwartungen (etwa für Berufseinsteiger oder Berufswechsler) oder Lernwegen gerecht wird. Auszubildende mit unterschiedlichen Zugangsvoraussetzungen und Vorerfahrungen finden einen Zugang in das professionelle, sozialpädagogische Arbeiten mit Kindern und Jugendlichen. Was Müller-Neuendorf noch als Vision formulierte, ist mittlerweile schon Realität geworden: Durch neue Formen der Durchlässigkeit und Vernetzung haben die Fachschulen für Sozialpädagogik ihren Platz in einer differenzierten Ausbildungs- und Studienlandschaft behauptet.

aus: Axel Bernd Kunze: Arbeitsfeld Erzieherausbildung. Bildungs- und berufspolitische Entwicklungen im Kontext sozialpädagogischer Ausbildungsgänge, in: Pädagogikunterricht, Sonderheft 2023: Unterrichten an Fachschulen und Fachkademien für Sozialpädagogik, S. 16 – 20.

Wer ein Auslandspraktikum wagt, erwirbt nicht allein fachliche Kenntnisse, welche der Entwicklung der eigenen Professionalität zugutekommen. Ein Auslandsaufenthalt erweitert den eigenen Horizont durch tiefere Einblicke in eine anders geprägte Kultur im Allgemeinen sowie in andersartige Bildungs- und Erziehungsvorstellungen im Besonderen, damit verbunden ist ein wichtiger Beitrag zur Persönlichkeitsbildung. Leben und Arbeiten im Ausland vertieft für die pädagogische Arbeit zentrale Kompetenzen und verspricht darüber hinaus einen Gewinn an Selbständigkeit, Selbstwirksamkeit und Eigenverantwortung.

Auch Schwierigkeiten oder Herausforderungen, die bewältigt werden müssen, tragen hierzu bei. Denn nicht immer läuft alles glatt: Es kann vorkommen, dass jemand mit dem Erziehungsstil in der Partnereinrichtung nicht zurechtkommt und sich möglicherweise vor Ort einen anderen Einsatzort suchen muss. Mal kommt es zu Schwierigkeiten bei der Unterkunft, sodass eine erneute Wohnungssuche notwendig wird, mal drückt doch das Heimweh, weil man vor Ort erst langsam neue Kontakte aufbauen muss oder ein Freund, mit dem man Probleme teilen kann, fehlt.

Eines soll am Ende nicht vergessen werden: Die angehenden Erzieher und Erzieherinnen erfahren im Ausland eine hohe Anerkennung und Wertschätzung für die Qualität und das Niveau ihrer Ausbildung, und dies auch im Vergleich mit akademisierten Qualifikationswegen im europäischen Ausland.

aus: Axel Bernd Kunze: Auslandspraktika in der Erzieherausbildung, in: Pädagogikunterricht, Sonderheft 2023: Unterrichten an Fachschulen und Fachkademien für Sozialpädagogik, S. 54 – 56.

Weitere Informationen zur Zeitschrift „Pädagogikunterricht“: https://www.vdp.org/materialien/zeitschrift-pu

Wer sich für eine Lehrtätigkeit in der Erzieherausbildung interessiert, findet hier weitere Adressen und Publikationen:

Quelle: Axel Bernd Kunze: Für alle, die sich noch weiter informieren wollen, in: Pädagogikunterricht, Sonderheft 2023: Unterrichten an Fachschulen und Fachkademien für Sozialpädagogik, S. 30 f.

Neuerscheinung: Unterrichten an Fachschulen und Fachakademien für Sozialpädagogik

Druckfrisch erschienen – das neue Sonderheft der Zeitschrift PädagogikUNTERRICHT:

Carsten Püttmann, Axel Bernd Kunze (Red.): Gelingende Erziehung reflektiert praktizieren, PädagogikUNTERRICHT, Sonderheft 2023: Unterrichten an Fachschulen und Fachakademien für Sozialpädagogik.

Das Heft richtet sich an Studenten, Referendare und weitere Interessierte, die sich für eine Lehrtätigkeit in der Erzieherausbildung interessieren und sich über das Arbeitsfeld Fachschule bzw. Fachakademie informieren möchten. PädagogikUNTERRICHT ist die größte Fachzeitschrift für pädagogische Fachdidaktik im deutschsprachigen Raum.

Autorinnen und Autoren des Sonderheftes sind: Aliu Tabitha (Berufliche Schulen der Marienschule Fulda), Amelie Bernal Copano (Katholische Hochschule NRW), Larissa Hakopians (Berufskolleg der Kaiserswerther Diakonie), Holger Küls (Berufsbildende Schulen Vechta), Axel Bernd Kunze (Evangelische Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt), Julia March (Katholische Hochschule NRW), Michael Obermaier (Katholische Hochschule NRW), Carsten Püttmann (Berufskolleg Canisiusstift Ahaus), Carmen Raschka (Berufliche Schulen der Marienschule Fulda), Esther Sattler (selbständige Elementarpädagogin und Fortbildungsreferentin), Susanne Sistig (Ministerium für Schule und Bildung NRW) und Detlef Zech (Ministerium für Schule und Bildung NRW).

Das Heft ist über die Geschäftsstelle des Verbands der Pädagogiklehrer und Pädagogiklehrerinnen (VdP) zu beziehen: VdP, Fabian Knöpfel, Hubertusstraße 32, 46485 Wesel, geschaeftsstelle@vdp.org.

Weitere Informationen zur Zeitschrift PädagogikUNTERRICHT finden Sie unter: https://www.vdp.org/materialien/zeitschrift-pu

Schulbuch: Globales Lernen als Auftrag an die Elementarbildung

Lehrwerk für Berufliche Gymnasien übernimmt Textausschnitt zum Globalen Lernen aus dem „Kita-Handbuch“:

Axel Bernd Kunze: Globales Lernen (Berufsfelder gestalten. Gesundheit und Soziales), in: Maria Brathe/Jörg Köchling (Hgg.): Anstöße. Gesellschaftslehre mit Geschichte, Stuttgart: Ernst Klett 2021, S. 426 (Aufgabenstellungen: S. 427) [auch E-Book].

Der Originalbeitrag wurde erstmals hier veröffentlicht:

https://www.kindergartenpaedagogik.de/fachartikel/bildung-erziehung-betreuung/1789/

Fachschulen zum Rechtsanspruch auf Grundschulbetreuung: BöfAE veröffentlicht „Frankfurter Appell“

BoefAE, die Bundesarbeitsgemeinschaft öffentlicher und freier Ausbildungsstätten für Erzieherinnen und Erzieher, reagiert mit einem Frankfurter Appell, der am 9. Dezember 2022 veröffentlicht wurde auf den geplanten bundesweiten Rechtsanspruch auf eine ganztägige Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern im Grundschulalter, der ab dem Schuljahr 2026/2027 greifen soll. Die Vorstandssprecherin Patricia Lammert schreibt dazu:

„Kennzeichnend für die Ganztagsbetreuung in Grundschule sind wenig vorhandene Feldforschungen und Konzepte, ungeordnete Systematisierung der Strukturen sowie teilweise sehr prekäre Beschäftigungsverhältnisse.

Auch wenn die Umsetzung des Rechtsanspruchs noch weit weg wirkt, für eine Entwicklung eines bundesweiten ‚Qualitätsrahmens Ganztag‘ und die konkrete Ausgestaltung ist es fünf vor zwölf. Wir brauchen jetzt einen breiten Dialog aller Verantwortlichen. Ein Bildungskonzept für den Ganztag sowie ein Ausbildungskonzept für die Fachkräfte müssen jetzt entwickelt werden.

Fachschulen/Fachakademien sowie Berufsfachschulen blicken auf eine langjährige Erfahrung in der Qualifizierung von Fach- und Ergänzungskräften für die Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern im Grundschulalter zurück.“

Der Frankfurter Appell ist im Wortlaut hier veröffentlicht:

Neuerscheinung: PU-Sonderheft für Referendare des Faches Pädagogik

Die Zeitschrift PÄDAGOGIKUNTERRICHT, herausgegeben vom Verband der Pädagogiklehrer und Pädagogiklehrerinnen, hat ein neues Sonderheft für Studerenten und Referendare mit dem Unterrichtsfach Pädagogik vorgelegt. PÄDAGOGIKUNTERRICHT ist die größte Fachzeitschrift für pädagogische Fachdidaktik im deutschsprachigen Raum. Dem Wissenschaftlichen Beirat der Zeitschrift gehören an: Prof. Dr. Bauer (Bielefeld), Prof. Dr. Bernhard (Duisburg-Essen), Prof. Dr. Beyer (Köln), Jun.-Prof. Dr. Gather (Paderborn) und Priv.-Doz. Dr. Kunze (Bonn).

Das Heft kann über die Geschäftsstelle des Verbands bezogen werden: geschaeftsstelle@vdp.org

Michael Felten zum Fachkräftemangel und zur Akademikerschwemme

„Ohne Abi und Studium geht nichts, meinen viele Eltern. Kein Wunder, dass uns die Handwerker fehlen, sagt der Bildungsaktivist Michael Felten. Er fordert mehr Anerkennung für Ausbildungsberufe und strengere Zugangsbeschränkungen für Gymnasien.“ (Politisches Feuilleton im Deutschlandfunk, 30.08.2022)

Der Kommentar ist hier zu hören:

https://www.deutschlandfunkkultur.de/fachkraeftemangel-und-zu-viele-gymnasiasten-100.html

Rezension: Kompendium zur Beratungswissenschaft

Axel Bernd Kunze rezensiert im Internetportal Socialnet ein neues Kompendium zur Beratungswissenschaft, das auch für pädagogische und lehrende Berufe interessant ist:

Cover Tanja Hoff, Renate Zwicker-Pelzer (Hrsg.): Beratung und Beratungs­wissenschaft ISBN 978-3-8487-7846-1

Tanja Hoff, Renate Zwicker-Pelzer (Hrsg.): Beratung und Beratungswissenschaft, Baden-Baden: Nomos 2022, 2., aktualisierte und erweiterte Auflage, 239 Seiten. ISBN 978-3-8487-7846-1. 25,00 EUR.

Die Besprechung kann hier abgerufen werden:

https://www.socialnet.de/rezensionen/29298.php