Neuerscheinung: Pädagogische Ethik

Die neue Ausgabe der Zeitschrift PÄDAGOGIKUnterricht (45. Jahrgang, Heft 2-3), der größten Fachzeitschrift für pädagogische Fachdidaktik im deutschsprachigen Raum, beschäftigt sich im Themenschwerpunkt mit Fragen PÄDAGOGISCHER ETHIK. Die Zeitschrift wird herausgegeben vom Verband der Pädagogiklehrerinnen und Pädagogiklehrer (VdP). Dem Wissenschaftlichen Beirat der Zeitschrift gehören an: Prof. Dr. U. Bauer (Univ. Bielefeld), Prof. Dr. K. Beyer (Univ. Köln), Prof. Dr. K. G. Gather (Univ. Paderborn) und PD Dr. A. B. Kunze (Univ. Bonn).

Bildungspolitik: Aktuelle Stellungnahmen des BeA zur Ausbildung Pädagogischer Fachkräfte

Der Bundesverband evangelischer Ausbildungsstätten für Sozialpädagogik (BeA) ist der bundesweite Dachverband der evangelischen Fachschulen und Fachakademien und vertritt über 55 Mitgliedsschulen in evangelischer und diakonischer Trägerschaft, an denen jährlich rund 15.000 Erzieherinnen und Erzieher ausgebildet werden. 

Aktuelle Stellungnahmen des BeA zur Ausbildung Pädagogischer Fachkräfte: 

  1. BeA-Strategie 2030 mit Ausbildungsoffensive Sozialpädagogik, vorgestellt auf der Mitgliederversammlung im März 2025 in Dresden: 

Flyer (Kurzfassung):  

Fassung für politische Entscheidungsträger: 

Fassung für Mitglieder: 

Die BeA-Strategie 2030 wurde vom BeA-Bundesvorstand in Abstimmung mit dem Politischen Beirat des Verbandes erarbeitet. 

Kernziele der „Strategie 2030“ sind die klare Formulierung eines evangelischen Bildungsverständnisses und die Anpassung der Ausbildung an gesellschaftliche Veränderungen wie Digitalisierung, Migration und den Ausbau der Ganztagsbetreuung. Weitere Schwerpunkte bilden die Förderung von Demokratie und Vielfalt, die Integration interkultureller und interreligiöser Bildungsansätze sowie die Unterstützung des lebensbegleitenden Lernens und die Gestaltung flexibler Bildungswege bei Erhalt des Qualifikationsniveaus 6 des Deutschen Qualifikationsrahmens (DQR QN 6).  

  1. „Appell zum Erhalt der Qualität der sozialpädagogischen Ausbildungen und der Qualitätsentwicklung sowie Qualitätssicherung in den Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe an die Jugend- und Familienministerkonferenz, an die Kultusministerkonferenz, an das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend 

Der BeA trägt den genannten Appell der Diakonie Deutschland vom 26. Mai 2025 mit, der sich gegen politische Deprofessionalisierungsbestrebungen bei den sozialpädagogischen Ausbildungsgängen richtet. Der Appell steht online zur Verfügung:  

  1. BeA-Positionspapier „Betreuung statt Bildung? Ohne uns!“ 

Das Positionspapapier wurde m 24. November 2024 im BeA-Bundesvorstand verabschiedet: 

Gerade mit Blick auf die aktuellen Diskussionen um die Fachkräftegewinnung in der Kinder- und Jugendhilfe und die damit verbundenen Diskussionen rund um die Ausbildungsformate an den Berufsfachschulen als auch mit Blick auf die Diskussionen neuer Zuschnitte der Beschäftigungs- und Entwicklungsperspektiven für Abschlüsse an Berufsfachschulen ist es umso dringender, die Ausbildungswege an Fachschulen und deren Kompetenzen wie Professionalität in den Mittelpunkt zu stellen. 

  1. Interview des BeA-Bundesvorstands mit der Fachzeitschrift „kindergarten heute“ 

Eine wachsende Zahl von Kindern verbringe mehr als fünfunddreißig Wochenstunden in der Kindertagesstätte; die Zahl dieser Kinder sei in den vergangenen zehn Jahren um dreißig Prozent gestiegen – so eine Meldung der „Tagesschau“ vom Januar 2025. Die Nachrichtensendung stützt sich dabei auf neuere Zahlen des Statistischen Bundesamtes. 

Sind Fachkräfte für eine immer längere Betreuung gerüstet?, wurde aus diesem Anlass der BeA-Vorstand durch die Fachzeitschrift „kindergarten heute“ (Verlag Herder, Freiburg i. Brsg.) gefragt. Für den Verband äußerten sich in einem Interview, das in Heft 3/2025 (S. 8) erschienen ist, die beiden Vorstandsmitglieder Axel Bernd Kunze und Daniel Müller. 

Das Interview ist auch online verfügbar: 

BeA: Vorsitzende als Schulleiterin verabschiedet

„Mit einem herzlichen Empfang und bewegenden Worten wurde am 9. Juli 2025 die langjährige Schulleiterin des Berufskollegs der Kaiserswerther Diakonie, Astrid Hofmeister, in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Nach 33 Jahren unermüdlichen Engagements, großer Schaffenskraft und beeindruckender Kreativität in der Leitung des Kollegs übergab sie nun den Staffelstab.“

Weiterlesen: https://www.kaiserswerther-diakonie.de/ueber-uns/presse/aktuelles/presse-detail/2025-07-10-abschied-nach-33-jahren/

Astrid Hofmeister ist zugleich Vorsitzende des Bundesverbands evangelischer Ausbildungsstätten für Sozialpädagogik (BeA).

Stellungnahme: Fachverbände aus Diakonie und Caritas sowie ver.di gegen Deprofessionalisierung der Erzieherausbildung

Die Diakonie Deutschland, die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di sowie weitere Fach-, Wohlfahrtsverbände und Gewerkschaften appellieren an die Jugend- und Familienministerkonferenz, die Kultusministerkonferenz und das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die Qualität der sozialpädagogischen Ausbildungen zu erhalten und Deprofessionalisierungsbestrebungen in den Ländern entgegen zu treten. Weitere Informationen finden sich auf den Seiten des Bundesverbands für evangelische Ausbildungsstätten für Sozialpädagogik (BeA):

Erzieherausbildung: „Starke Fachschulen – Kompetente Fachkräfte“

Starke Fachschulen – Kompetente Fachkräfte.

Unter diesem Motto hat der Bundesverband evangelischer Ausbildungsstätten für Sozialpädagogik (BeA), dem unsere Evangelische Fachschule für Sozialpädagogik angehört, auf der Mitgliederversammlung Mitte März in Leipzig seine Strategie 2030 vorgestellt. Dabei handelt es sich um einen Orientierungs- und Arbeitsplan für die kommenden Jahre, dessen Mittelpunkt eine Ausbildungsoffensive Sozialpädagogik bildet. Diese wurde gemeinsam mit Vertretern aus Wissenschaft, Gewerkschaft und Fachverbänden, die im politischen Beirat des Verbandes mitarbeiten, entwickelt. Das Strategiepapier richtet sich an kirchliche und politische Entscheidungsträger, Berufs- und Fachverbände sowie die bildungspolitische Öffentlichkeit. Ziel ist es, auch künftig die starke Professionalität Pädagogischer Fachkräfte und die hohe Qualität der Erzieherausbildung in evangelischer Verantwortung zu sichern. Mit seiner Strategie will der BeA die Kompetenzen evangelischer Fachschulen aktiv in die berufs- und sozialpolitischen Debatten um die Fachkräftegewinnung in der Kinder- und Jugendhilfe einbringen: „Die Anforderungen an Fachkräfte in der Kinder- und Jugendhilfe sind nicht statisch, sondern entwickeln sich stetig weiter. Daher ist es von zentraler Bedeutung, dass die Fachschulen nicht nur eine fundierte Grundausbildung anbieten, sondern auch durch Fort- und Weiterbildungsprogramme die Fachkräfte während ihrer gesamten beruflichen Laufbahn unterstützen.“ Für unsere Fachschule hat Axel Bernd Kunze, pädagogisch-didaktischer Schulleiter und Mitglied im BeA-Vorstand, an der Entwicklung der Strategie 2030 mitgearbeitet. „Erste Reaktionen aus dem politischen Umfeld unserer Fachschule auf das neue Strategiepapier fallen sehr positiv aus“, so Kunze. Ziel sei es, die Forderungen der evangelischen Fachschulen in der Breite der politischen und kirchlichen Debatte bekannt zu machen.

Die Broschüre und der Flyer zur Strategie 2030 des Bundesverbands evangelischer Ausbildungsstätten für Sozialpädagogik sind über die Internetseiten des Verbandes abrufbar:

Strategie 2030 des Bundesverbandes evangelischer Ausbildungsstätten für Sozialpädagogik (BeA) – Bundesverband evangelischer Ausbildungsstätten für Sozialpädagogik

Neuerscheinung: Sonderausgabe „Mit Kindern arbeiten: Ein Beruf mit Zukunft“

Die neue Sonderausgabe vom April 2025 der EINBLICKE in die Evangelische Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt trägt den Titel: Mit Kindern arbeiten: Ein Beruf mit Zukunft. Herausgegeben wird das Heft durch Heike Kraft und Axel Bernd Kunze. Die Sonderausgabe zeigt, welche Chancen und Anschlussmöglichkeiten eine sozialpädagogische Ausbildung bietet.

Neuerscheinung: PädagogikUNTERRICHT 1/2025

VUCA – steht für Volatilität, Ungewissheit, Komplexität und Ungewissheit (benannt nach den englischen Begriffen). Der neue Jahrgang der Fachzeitschrift PädagogikUNTERRICHT widmet sich den pädagogischen Herausforderungen, die sich aus dieser Gesellschaftsdiagnose für den Pädagogikunterricht und die pädagogische Fachdiaktik ergeben: Herausforderungen in der VUCA-Welt (45. Jahrgang, Heft 1 vom April 2025).), Dem Wissenschaftlichen Beirat gehören an: Prof. Dr. K. G. Gather (Köln) und PD Dr. A. B. Kunze (Bonn).

https://www.vdp.org/materialien/zeitschrift-pu

Innovative Kooperation zwischen Hoch- und Fachschulen – ein Beispiel aus Württemberg

In Württemberg besteht in der Kindheitspädagogik bereits seit langem ein Integriertes Studienmodell, an dem die Evangelische und Pädagogische Hochschule in Ludwigsburg sowie sechs evangelische Fachschulen beteiligt sind. Die Auszubildenden der Fachschulen melden sich zunächst nur zur Teilnahme an den Elementen einer gezielten Studienvorbereitung an (z. B. Kompaktwoche Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten mit Teilnahme am Tag der Hochschulen, wissenschaftspropädeutisches Wahlpflichtfach B.A. Kindheitspädagogik, Zusatzfach Wissenschaftliche Texthermeneutik, medienpädagogischer Projekttag). Die Formen variieren von Standort zu Standort. Die Studienvorbereitung können alle nutzen, die ein mögliches Studium, gleich in welchem Fach oder an welchem Studienort, im Anschluss an die Ausbildung in Erwägung ziehen. Später folgt dann die mögliche Bewerbung um Teilnahme am Integrierten Studienmodell.

Das Integrierte Studienmodell will engagierte Auszubildende darin zu bestärken, sich für Führungs- und Konzeptionsaufgaben akademisch weiter zu qualifizieren. Denn die fachlichen Anforderungen in der Kindertagesbetreuung werden nicht geringer, sondern wachsen, beispielsweise durch psychosoziale Problemlagen der Familien und Kinder, veränderte Herausforderungen in den Bereichen Inklusion, Diversity oder Interkulturalität. Träger haben die Chance, leistungsstarke Auszubildende zu gewinnen, die doppelt qualifiziert, regional verbunden und praxiserfahren sind. Das Integrierte Studienmodell passt sehr gut zum Anspruch der Fachschule, Bewerberinnen und Bewerbern mit unterschiedlichen Zugangsvoraussetzungen breitgefächerte Einstiegsmöglichkeiten in das Berufsfeld der Kindertagesbetreuung zu ermöglichen und gleichzeitig differenzierte Anschlussmöglichkeiten zur persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung zu eröffnen. Wer möchte, kann über das Integrierte Studienmodell und ein anschließendes Masterstudium auch eine Lehrtätigkeit in der Erzieherausbildung auf Ebene des Höheren Dienstes anstreben. Die Fachschulen in freier Trägerschaft sind auf praxiserfahrene Lehrkräfte, die Freude am Unterrichten haben, angewiesen.

Auch wenn mittlerweile ein Studium nach den veränderten Rahmenvereinbarungen der Kultusministerkonferenz und der Anpassung des Landeshochschulgesetzes in Baden-Württemberg mit der staatlichen Anerkennung als Erzieher oder Erzieherin möglich ist, bietet das Integrierte Studienmodell wichtige Vorteile: Es garantiert eine gezielte Studienvorbereitung während des Studiums, einen gesicherten Studienplatz im Rahmen des schulischen Auswahlverfahrens, eine enge Verzahnung beider Qualifizierungswege und eine deutliche Verkürzung bis zur Doppelqualifikation. Und – nicht unwichtig: Mit der staatlichen Anerkennung können die Studierenden bereits als vollausgebildete Fachkräfte arbeiten und so die restlichen drei Vollzeitsemester finanzieren. Allerdings ist es wichtig, auch künftig Auszubildende zu motivieren, diesen Weg zu gehen; attraktive Berufsangebote sind in Zeiten des Fachkräftemangels heute auch bereits ohne Studium gegeben. Dennoch sollte die persönliche Weiterentwicklung im Rahmen eines Studiums nicht unterschätzt werden.

Zwanzig Jahre nach Einführung der ersten kindheitspädagogischen Studiengänge in Deutschland haben sich die Fachschulen erfolgreich als qualifizierte Ausbildungsorte und gleichberechtigte Partner in einer ausdifferenzierten Ausbildungslandschaft behauptet. Das Integrierte Studienmodell nutzt auf innovative Weise die Synergien, die sich aus dem Kopenhagenprozess ergeben: Die Erzieherausbildung wie ein kindheitspädagogisches Studium führen zum selben Kompetenzniveau auf Stufe 6 im Deutschen Qualifikationsrahmen. Die Hochschulen bestätigen in der Studienkommission des Integrierten Studienmodells die Gleichwertigkeit beider Qualifikationswege. Die Verknüpfung beider Wege führt allerdings noch einmal zu einem wahrnehmbar höheren Kompetenzaufbau, zu einem schnellen Berufseinstieg durch die hohe Praxiserfahrung und zu interessanten Aufstiegswegen in der Berufslaufbahn, auch in weiteren Arbeitsfeldern wie Jugendamt, Fachmedien oder Verbandswesen. Der Bundesverband evangelischer Ausbildungsstätten für Sozialpädagogik (BeA) fordert ausdrücklich innovative Kooperationen zwischen Fachschulen und Hochschulen, damit der Erzieherberuf auf Dauer als hochwertiger und moderner Bildungsberuf zukunftsfähig und attraktiv bleibt. Das Integrierte Studienmodell in Württemberg hat hier schon früh Maßstäbe gesetzt.