Aufruf: „Stop Gendersprache jetzt“

Neben der Initiative des VDS, der Zerstörung der deutschen Sprache durch sog. „Gendersprache“ Einhalt zu gebieten, gibt´es noch einen weiteren Aufruf zum selben Thema: „Stop Gendersprache jetzt!“.

Dieser kann gezeichnet werden unter: https://stop-gendersprache-jetzt.de/mitzeichnen/

Den Aufruf haben bisher rund 14.500 Personen gezeichnet. Erstunterzeichner sind: Prof. Dr. Gerhard Amendt, Hedwig v. Beverfoerde, Dr. Frank Böckelmann, Prof. Dr.Norbert Bolz, Prof. Dr. Günter Buchholz, Dr. Paul-Hermann Gruner, Wolfgang Grupp, Prof. Dr. Gerd Habermann, Prof. Dr. med. Adorján Kovács, Dr. Reiner Kunze, Eckhard Kuhla, Lothar Kopp, Matthias Matussek, Helmut Markwort, Prof. Dr. Gunther Nickel, Thomas Paulwitz, Andreas Popp, Prof. Dr. Josef Reichholf, Prof. Dr. Karl Albrecht Schachtschneider, Anabel Schunke, Dr. Wolfgang Schivelbusch, Uwe Tellkamp, Dr. habil. Bettina Gruber, Dr. Jörg Bernig, Dr. Cora Stephan.

Die Initiative geht von Anabel Schunke, Norbert Bolz, Reiner Kunze, Helmut Markwort, Frank Böckelmann, Lothar Kopp und Eckhard Kuhla aus.

———————————————————————

Liebe Bürgerinnen und Bürger, BürgerInnen, Bürger/innen, Bürger_innen, Bürger*innen,
möchten Sie so angesprochen oder angeschrieben werden? Diese „Gendersprache“ spaltet die Gesellschaft, ganz im Sinne der Ideologie des Gender Mainstreaming und der politischen Korrektheit. Behörden, Institutionen und Verbände wollen uns zwingen, die Sprachregelungen einer Minderheit zu übernehmen. Alle möglichen sexuellen Orientierungen sollen sich in Amts- und Umgangssprache repräsentiert sehen – ohne jegliche demokratische Legitimation.

AUFRUF
Wir lehnen eine Bevormundung durch amtliche Sprachregelungen ab. Wir erklären, in der Gendersprache weder schreiben noch sprechen zu wollen. Wir empfehlen allen, den Gebrauch der Gendersprache mit ihren gekünstelten Formeln und Zeichenkombinationen zu verweigern.

Schließen Sie sich unserem Aufruf an!
Wir Bürger können das noch verhindern, so wie es in Frankreich 2017 durch einen Regierungsbeschluss unterbunden worden ist.

Onlinepetition: VDS wendet sich gegen Zerstörung der deutschen Sprache

Der Verein Deutsche Sprache e. V. (VDS) wendet sich mit einer Onlinepetition gegen sprachzerstörerische Eingriffe in die deutsche Sprache, die im Namen gendertheoretischer Annahmen vorangetrieben werden. Ein Aufruf wurde am 6. März 2019 in Dortmund veröffentlicht. Initiatoren sind Monika Maron, Wolf Schneider, Walter Krämer und der ehemalige Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Josef Kraus. Die Petition wird von hundert Erstunterzeichnern und gegenwärtig mehr als 7.800 Unterzeichnern getragen, darunter z. B. Peter Hahne (TV-Moderator), Dieter Hallervorden (Kabarettist), Minister a. D. Walter Hirche, Prof. Dr. Hans Peter Klein (Mitbegründer der Gesellschaft für Bildung und Wissen), Prof. Dr. Thomas Hering (Wirtschaftswissenschaftler), Prof. Dr. Rainer Dollase (Psychologe), S. K. H. Dr. Prinz Asfa Wossen-Asserate (Publizist), Minister a. D. Dr. Thomas Goppel, Prof. Dr. Michael Stürmer (Historiker), DDr. Rainer Zitelmannn (Historiker und Soziologe), Monika Maron (Schriftstellerin) und Reiner Kunze (Lyriker).

Jeder Diskurs, der politisch mobilisieren will, gerät in die Gefahr, ideologisch zu werden. Denn wer mobilisiert, spitzt zu, vereinfacht und instrumentalisiert. Der Genderdiskurs bietet hierfür reichlich Anschauungsmaterial. Wer die Sprache mit sprachwissenschaftlich fragwürdigen Argumenten ideologisch auflädt und im Namen eines einseitig verengten Gerechtigkeitsverständnisses dem anderen vorschreiben will, wie er zu sprechen und zu schreiben habe, greift in den Intimbereich der Persönlichkeit ein. Ein solches Vorhaben ist nicht „gerecht“, sondern übergriffig und totalitär – und einer freiheitlichen Gesellschaft unwürdig.

Die Petition kann hier gezeichnet werden:

https://vds-ev.de/gegenwartsdeutsch/gendersprache/gendersprache-unterschriften/schluss-mit-dem-gender-unfug/

Der Aufruf:

Dortmund, 6. März 2019

Aus Sorge um die zunehmenden, durch das Bestreben nach mehr Geschlechtergerechtigkeit motivierten zerstörerischen Eingriffe in die deutsche Sprache wenden sich Monika Maron, Wolf Schneider, Walter Krämer und Josef Kraus mit diesem Aufruf an die Öffentlichkeit:
Ein Aufruf zum Widerstand
Die sogenannte gendergerechte Sprache beruht erstens auf einem Generalirrtum, erzeugt zweitens eine Fülle lächerlicher Sprachgebilde und ist drittens konsequent gar nicht durchzuhalten. Und viertens ist sie auch kein Beitrag zur Besserstellung der Frau in der Gesellschaft.
Der Generalirrtum: Zwischen dem natürlichen und dem grammatischen Geschlecht bestehe ein fester Zusammenhang. Er besteht absolut nicht. Der Löwe, die Giraffe, das Pferd. Und keinen stört es, dass alles Weibliche sich seit 1000 Jahren von dem Wort „das Weib“ ableitet.
Die lächerlichen Sprachgebilde: Die Radfahrenden, die Fahrzeugführenden sind schon in die Straßenverkehrsordnung vorgedrungen, die Studierenden haben die Universitäten erobert, die Arbeitnehmenden viele Betriebe. Der Große Duden treibt die Gendergerechtigkeit inzwischen so weit, dass er Luftpiratinnen als eigenes Stichwort verzeichnet und Idiotinnen auch. Und dazu kommt in jüngster Zeit als weitere Verrenkung noch der seltsame Gender-Stern.
Nicht durchzuhalten: Wie kommt der Bürgermeister dazu, sich bei den Wählerinnen und Wählern zu bedanken – ohne einzusehen, dass er sich natürlich „Bürgerinnen- und Bürger­meister“ nennen müsste? Wie lange können wir noch auf ein Einwohnerinnen- und Einwohnermeldeamt verzichten? Wie ertragen wir es, in der Fernsehwerbung täglich dutzendfach zu hören, wir sollten uns über Risiken und Nebenwirkungen bei unserm Arzt oder Apotheker informieren? Warum fehlt im Duden das Stichwort „Christinnentum“ – da er doch die Christin vom Christen unterscheidet?
Und dann tragen solche Verzerrungen der Sprache nicht einmal dazu bei, den Frauen zu mehr Rechten zu verhelfen. Auch im Grund­gesetz gibt es dafür kein Indiz: In 13 Artikeln spricht es 20mal vom Bundeskanzler, zusätzlich auch vom „Gewählten“ und vom „Vorgeschlagenen“. Den mehrfachen Aufstieg von Angela Merkel zur Bundeskanzlerin hat dies nicht behindert, und eine mögliche neue Bundeskanzlerin fühlt sich inmitten dieses Missstands offensichtlich ziemlich wohl.
Also appellieren wir an Politiker, Behörden, Firmen, Gewerkschaften, Betriebsräte und Journalisten: Setzt die deutsche Sprache gegen diesen Gender-Unfug wieder durch!

Monika Maron, Wolf Schneider, Walter Krämer, Josef Kraus

Auszug aus dem Text der Onlinepetition:

Hört auf zu gendern!
Eine Petition der AG Gendersprache im VDS e. V.
Nach über zwanzig Jahren Geschlechter-Gleichstellung (Gender Mainstreaming) werden die Vorstöße der Gender-Lobby immer dreister (siehe Gender-Verwaltungsakt von Hannover 2019). Dortmund will folgen.
Wir verbitten uns den Eingriff von oben in unsere Sprache. Die staatlich verordnete Indoktrinierung darf nicht Schule machen. Sprache darf kein Spielball politischer Interessen werden.
Wir wollen uns nicht an den Gender-Neusprech gewöhnen. Deshalb fordern wir alle Mitbürger auf, aktiv dagegen zu protestieren und entsprechende Richtlinien, Verordnungen und Vorschriften scharf zurückzuweisen. Insbesondere soll die Stadt Hannover ihren Gender-Verwaltungsakt zurücknehmen und die Dortmunder Verwaltung die Finger vom Gendern lassen. Der Bund soll mit den Milliarden-Etats, die dem unsäglichen Gender-Mainstreaming zufließen, die Zivilgesellschaft stärken und in gemeinschaftsstiftende Projekte investieren.

 

Alles Gute und Gottes Segen zum neuen Jahr

Liebe Leserinnen und Leser meines Weblogs,

Ich hoffe, Sie haben alle friedvolle, erholsame Weihnachtsferien verleben können. In der evangelischen Kirche begleitet uns ein Psalmwort als Jahreslosung durch dieses neue Jahr: … suche Frieden und jage ihm nach (Ps 34,15). Weihnachten zeigt uns, dass dieser Friede kein leeres Versprechen ist, keine abstrakte Idee. Gott selbst spricht uns diesen Frieden zu – in ganz konkreter, menschlicher Gestalt: in der Geburt seines eigenen Sohnes. Weihnachten erneuert unser Leben, schenkt uns Hoffnung und Zuversicht – oder wie es Martin Luther in einem Weihnachtslied gedichtet hat: Gott schenkt uns „seinen eingen Sohn. Des freuet sich der Engel Schar und singet uns solch neues Jahr.“ Und so dürfen wir dieses neue Jahr mit der neuen Jahreslosung ganz bewusst unter den Schutz und den Segen Gottes Segen stellen – damit es für uns alle ein friedvolles, gutes, gottgesegnetes neues Jahr werde.

„… ein gottsegnetes neues Jahr“ – mehr können wir uns als Mensch einander nicht wünschen. Und das wünsche ich Ihnen am heutigen Fest der Erscheinung des Herrn  von ganzem Herzen. Den Lernenden unter Ihnen wünsche ich viel Erfolg, Kraft und Gottes Segen für ihre Ausbildung oder ihr Studium und die anstehenden Prüfungen in diesem Jahr! Den Lehrenden unter Ihnen wünsche ich viel Freude, Kraft und Gottes Segen für ihre Unterrichts- oder Forschungstätigkeit!

Ich freue mich, wenn Sie auch weiterhin mein Weblog interessiert verfolgen, und hoffe auf einen weiterhin intensiven, spannenden bildungsethischen Austausch mit Ihnen – herzlichen Dank.

Ihr Axel Bernd Kunze

Gesegnete Weihnachten und alles Gute für das kommende Jahr

Gloria in excelsis Deo, et in terra pax hominibus bonae voluntatis.

 

Liebe Leserinnen und Leser meines Weblogs,

von Herzen sage ich Dank für allen bildungsethischen Austausch und alle Ermutigung, alle Anregungen und Anfragen im zu Ende gehenden Jahr. Ich hoffe, Sie bleiben dem Weblog auch weiterhin gewogen. Gern freue ich mich auch weiterhin auf eine fruchtbare bildungsethische Zusammenarbeit.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Angehörigen frohe und gesegnete Weihnachten, eine erholsame „stade Zeit“ sowie alles Gute, Wohlergehen und Gottes gutes Geleit für 2019.

Ihr Axel Bernd Kunze

Herzlichen Glückwunsch: Michaela Pilters erhält päpstlichen Gregoriusorden

Herzliche Glück- und Segenswünsche an Michaela Pilters, ehemalige Vorsitzende der Gesellschaft Katholischer Publizisten Deutschlands, zur Verleihung des Päpstlichen Gregoriusordens.

Frau Pilters hat sich sehr um den Berufsverband katholischer Publizisten verdient gemacht und diesen durch ihre kollegiale Art maßgeblich geprägt. Die Ehrung ist eine erfreuliche Würdigung für eine engagierte Kollegin. Ich wünsche Frau Pilters weiterhin viel Erfolg und Gottes Segen für ihre Arbeit.

Axel Bernd Kunze

————————————————————————————————————————————————

Die Gesellschaft Katholischer Publizisten Deutschlands (GKP) gratuliert ihrer langjährigen Vorsitzenden Michaela Pilters zur Ehrung mit dem päpstlichen Gregoriusorden für ihre Verdienste um die katholische Kirche. „Wir freuen uns über diese hoch verdiente Auszeichnung“, sagte Pilters‘ Nachfolger im Amt des GKP-Vorsitzenden, Joachim Frank. „Als Leiterin der Redaktion Kirche und Leben (katholisch) im ZDF hat Michaela Pilters ungezählten Menschen katholisches Leben und christliche Glaubensinhalte näher gebracht. Mit der Verbindung aus Fachkompetenz, journalistischer Professionalität und kritischer Loyalität zu ihrer Kirche hat Michaela Pilters Maßstäbe für alle Kolleginnen und Kollegen gesetzt, die als Katholiken über die Kirche berichten.“ Frank würdigte auchPilters‘ herausragendes ehrenamtliches Engagement. „In 37 Jahren Vorstandstätigkeit und besonders in den elf Jahren ihres Vorsitzes war Michaela Pilters Gesicht und Stimme der GKP. Sie hat den Verband als ein starkes Netz und wichtige Stimme in der katholischen Publizistik positioniert und geprägt. Besonders jungen Kolleginnen und Kollegen war und ist sie Ratgeberin, Mentorin und Vorbild.“ Frank erinnerte überdies daran, dass Pilters seit mehr als 30 Jahren das Gemeindeleben ihrer Heimatpfarrei aktiv mitgestaltet. Mit dem Gregoriusorden ehren die Päpste besonders verdiente Laien. Seit 1993 können ihn auch Frauen erhalten. Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf wird Pilters den Orden an diesem Samstag (03.11.) im Rahmen eines Gottesdienstes in Pilters‘ Pfarrkirche St. Stephan in Mainz-Marienborn überreichen. Die 1952 in Krumbach geborene Journalistin Michaela Pilters kam nach Theologie-und Germanistikstudium zunächst zur Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) und zum Hessischen Rundfunk. Von 1985 bis zu ihrer Pensionierung leitete sie beim ZDF den katholischen Bereich der Doppelredaktion „Kirche und Leben“ (aufgeteilt in eine katholische und eine evangelische Redaktion). In ihrer Zeit beim ZDF trug sie unter anderem die Verantwortung für fast 900 Gottesdienstübertragungen und 300 Ausgaben der vielfach preisgekrönten Sendereihe „37 Grad“. Sie berichtete über die Amtszeit, den Tod und die Wahl von insgesamt fünf Päpsten, begleitete und kommentierte die Deutschland-Besuche der Päpste Johannes Paul II. und Benedikt XVI. sowie weitere

Papstreisen und die Weltjugendtage. Seit 1978 berichtete sie auch von sämtlichen deutschen Katholikentagen und nahm Stellung zu allen relevanten Vorgängen in der deutschen katholischen Kirche. In der GKP bekleidete Michaela Pilters von 1999 bis 2009 sowie nochmals von 2013 bis 2015 das Amt der Vorsitzenden. Den Posten einer stellvertretenden Vorsitzenden hatte sie – mit einer Unterbrechung – in den Jahren von 1978 bis 1999 sowie von 2009 bis 2012 inne. Bis heute ist sie Mitglied des GKPVorstands. Für ihre Verdienste um den Verband wurde sie 2015 mit der Franz-von-Sales-Tafel geehrt.

 

Die Gesellschaft Katholischer Publizisten e.V. (GKP) ist ein Zusammenschluss von mehr als 520 Medienschaffenden. Auf der Basis des christlichen Glaubens trägt sie zur Meinungsbildung in der Öffentlichkeit bei, insbesondere im Zusammenhang mit Fragen des publizistischen Bereiches.

 

Quelle: Pressemitteilung der Gesellschaft Katholischer Publizisten Deutschlands vom 2. Nov. 2018

Schlaglicht – aus aktuellem Anlass: Woher der Hass auf geistiges Eigentum? …

… fragt – bzw. „hetzt“, wie Stefan Niggemeier auf Twitter meint – heute Roland Reuss  im Feuilleton der F.A.Z. Der „Perlentaucher“ verunglimpft den Germanisten als „ultrareaktionär“. Denn merke: Wer heute anderer Meinung ist, hetzt.

Ein weiterer Beitrag im F.A.Z.-Feuilleton weist auf die demokratietheoretische Bedeutung des Urheberrechts hin: „Denn die Leistungen von Urhebern, Produktionsunternehmen, Sendeunternehmen und Presseverlegern gehören zu diesen Kräften. Sie stiften Kultur und damit Gemeinsinn und tragen auf unterschiedliche Weise qualifiziert zur (gegenseitigen) Wissens-, Meinungs- und Willensbildung bei.“ Der gesamte Beitrag ist auch online einsehbar:

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/eu-parlament-stimmt-ueber-urheberrecht-ab-15781262.html

Wo Identitätsfragen tabuisiert werden und der Einzelne nicht mehr zählt, schwindet auch der Respekt vor den Leistungen des Individuums. Die geistig Produktiven im Land sollen enteignet werden – zugunsten einer Konsumhaltung, die im Letzten wenig kreativ und innovativ ist.

Ganz anders die „Wikipedia“, die heute schwwarz trägt, wie es in den Feuilletons der Republik heißt:

„An all unsere Lesenden in Deutschland
Es braucht jetzt ein zeitgemäßes Urheberrecht.

Diese Woche brauchen wir Ihre Hilfe. Die Wikipedia wird erst durch Menschen wie Sie möglich gemacht: Indem Sie Wikipedia lesen, Artikel schreiben und verbessern, Fotos auf Wikimedia Commons hochladen und mehr.

Am 12. September stimmt das Europäische Parlament über Änderungen im EU-Urheberrecht ab. Es wird festlegen, wie wir im Digitalen Zeitalter online kommunizieren und Wissen teilen werden, ob sämtliche hochgeladenen Inhalte zuerst gefiltert werden oder wir uns weiterhin in Echtzeit verständigen können. Darum protestieren wir Autorinnen und Autoren der Wikipedia insbesondere gegen sogenannte Upload-Filter und ein europaweites Leistungsschutzrrecht für Presseverleger. Beide könnten diese Woche verabschiedet werden und bergen Risiken für freies Wissen und Austausch im Netz.

Die Abgeordneten des Europäischen Parlaments haben die Wichtigkeit dieses Augenblicks erkannt. Wir rufen Sie als Lesende dazu auf, Ihre Abgeordneten im Europäischen Parlament zu kontaktieren, damit die Wikipedia und das Internet Orte bleiben, wo frei Information ausgetauscht und konsumiert werden kann, in Deutschland genauso wie anderswo auf der Welt. Danke.“

NEIN, ich werde diesen Aufruf nicht unterstützen. Konsumiert werden kann nur dort, wo auch etwas erschaffen und angemessen vergütet wird – und hierfür brauchen wir ein leistungsfähiges Urheberrecht und funktionierende Verwertungsgesellschaften, damit der einzelne Autor nicht atomisiert wird. Sollte das neue Urheberrecht durchkommen, würde die EU an Freiheit, Individualität und Kultur verlieren – und damit genau das, was Europa einmal groß gemacht hat.

Rezension: Zuwanderung kontrovers

Der Band Zuflucht – Zusammenleben – Zugehörigkeit!? Kontroversen der Migrations- und Integratinspolitik interdisziplinär beleuchtet (hg. v. Andreas Fisch, Myriam Ueberbach, Prisca Patenge und Dominik Ritter; Reihe Forum Sozialethik; 18) ist mittlerweile in zweiter, durchgesehener Auflage erschienen.

In dem Band findet sich auch ein Streitgespräch zu den Chancen und Grenzen schulischer Integration. Alexandra Kemmer schreibt in einer Rezension für das Magazin „Publik-Forum“ hierzu:

„Kunze und Fisch bieten anregende Beispiele einer erneuerten Debattenkultur, die auch harten Gegensätzen Raum bietet und zeigt, wie in Akademien und Bildungshäusern (und auf Katholiken- und Kirchentagen) eine Auseinandersetzung auch mit [….] nationalkonservativen […] Positionen aussehen kann.“

 

Gesegnete Pfingsten!

Mit dem heutigen Himmelfahrtstag schreiten wir auf Pfingsten zu. Ich wünsche allen Lesern meines Weblogs gesegnete Pfingsten, belebende pfingstliche Erfahrungen sowie erholsame Ferientage. Vielleicht mögen die folgenden Gedanken ein paar Anstöße für die kommenden Tage zu geben. Bleiben Sie meinem Weblog treu, ich freue mich auf den weiteren bildungsethischen Austausch mit Ihnen.

Mit herzlichen Grüßen

Ihr Axel Bernd Kunze

 

Die Situation ändert sich an Pfingsten. Das Pfingstgeschehen bringt neuen Schwung. Jetzt spüren die Jünger, was Jesus gemeint hat, als er ihnen einen anderen Beistand verheißen hat. Sie trauen sich an die Öffentlichkeit und teilen anderen davon mit, was sie erlebt und erfahren haben.

Wird damit wieder alles wie früher? – so, wie vor seiner Verhaftung, als Jesus ihre Schar anführte und sie sein Beispiel direkt vor Augen hatten?

Nein! Pfingsten ist ein Neuaufbruch, nicht einfach die Rückkehr zu alten Verhältnissen. Der Heilige Geist ist kein Lückenbüßer. Er konserviert nicht einfach einen früheren Zustand, sondern führt auf seine Weise fort, was in der Geschichte Jesu begonnen hat.

Mit Jesus Christus ist Gottes Reich sichtbar auf Erden angebrochen. In seiner Person hat er uns gezeigt, wer Gott für uns ist. Gottes Liebe nahm für uns sichtbar Gestalt an: eine Liebe, der selbst der Tod nichts anhaben konnte.

Ohne die Sendung des Heiligen Geistes bliebe diese Erfahrung der ersten Christen für uns aber nur Erinnerung. Im Geist hingegen setzt sich diese Selbstoffenbarung Gottes lebendig fort – im lebendigen Leib Christi, der wir als Kirche sind. Dabei geht es um mehr als ein gutes Gefühl oder die Motivation, die Welt gerecht zu gestalten.

Der Heilige Geist ist das lebendige Band zwischen Vater und Sohn: die personale Liebe zwischen beiden, die ausgegossen ist in unsere Herzen.

Liebe ist immer wieder schöpferisch und kreativ. Denn wer könnte sagen, in der Liebe schon alles ausgeschöpft zu haben?

Und so ist der Heilige Geist der Lebensatem, der die Kirche lebendig erhält. Er lässt die Kirche immer wieder neu Gottes Liebe und Nähe spüren. Er erneuert durch die Sündenvergebung die Kirche immer wieder dort, wo sie diese Liebe nicht erwidert hat. Er führt die Kirche durch die Zeiten und lässt sie in jeder Situation neu erfahren, was die Wahrheit des Glaubens ausmacht: nicht ein fester Besitz konservierter Erfahrung, sondern die lebendige Erfahrung von Gottes bleibender Nähe und Liebe. So können wir die ganze Wahrheit immer tiefer erfahren.

entnommen aus: Axel Bernd Kunze: Kein Lückenbüßer [Lesejahr B. Pfingstsonntag], in: WortGottesFeiern an allen Sonn- und Feiertagen 15 (2018), H. 3, S. 453 – 469.

Gute Wünsche für gesegnete Kar- und Ostertage

Mit dem heutigen Palmsonntag beginnt die Feier der Kar- und Ostertage. Allen, die mein Weblog zur Bildungsethik interessiert verfolgen, wünsche ich gesegnete Kar- und Ostertage, gute Feiertage sowie erholsame Osterferien. Vielleicht können die folgenden Gedanken ein paar Akzente für die kommenden Tage setzen. Ich freue mich, wenn wir auch weiterhin im gemeinsamen Austausch über bildungsethische Fragen miteinander in Verbindung bleiben.

Ihr Axel Bernd Kunze

„Ostern steht nicht für eine Totenauferweckung, durch die der Verstorbene in sein bisheriges Leben zurückkehrt. Ostern steht für die endgültige Überwindung des Todes, für eine ganz neue und einzigartige Wirklichkeit, die über unseren irdischen Erfahrungsbereich hinausgeht. Uns Menschen, die noch diesseits des Todes leben, fehlt die Möglichkeit, uns diese Wirklichkeit umfassend vorzustellen und davon zu sprechen.

Das irdische Leben Jesu – seine Verkündigung, sein Tod, sein Begräbnis – können wir beschreiben. Was aber mit Ostern in unsere Welt einbricht, liegt auf einer anderen Ebene von Wirklichkeit, entzieht sich unserer Kontrolle. Wir können darüber nur in übertragener Weise sprechen. Schon die Rede von einem „historischen Ereignis“ versagt beim Ostergeschehen, da es um eine Wirklichkeit jenseits unserer irdischen Geschichte geht.

Der verstorbene Wiener Neutestamentler Jacob Kremer, der sich viel mit den biblischen Ostergeschichten beschäftigt hat und daher auch oft liebevoll „Osterjacob“ genannt wurde, hat die Schwierigkeiten, von Ostern zu sprechen, einmal in folgendes Bild gepackt: Die Ostergeschichten des Neuen Testaments veranschaulichen das, was an Ostern geschehen ist, nicht in Form einer einfachen Fotographie, sondern als ein gutes, vielschichtiges Gemälde. Das Bild, welches das Neue Testament uns von Ostern zeichnet, bezeugt auf verschiedenartige Weise, was an Ostern geschehen ist und wie die neue Wirklichkeit in unsere Welt einbricht.

Die Erscheinungen des Auferstandenen sind starke subjektive Erfahrungen, die das Neue und Unfassbare erfahrbar werden lassen: Jesus lebt. Es geht um diese Erfahrung.

Über den Vorgang der Erscheinungen selbst sagen uns die neutestamentlichen Texte hingegen nichts. Aber sie machen deutlich, dass die Zeugen der Ostererscheinungen diese einmalige Erfahrung sehr deutlich von anderen mystischen Erlebnissen, Träumen oder Visionen unterscheiden. Nicht die Berichte über das leere Grab oder eine Engelerscheinung am Ostermorgen, sondern die Bezeugung der Apostel und anderer, dem Auferstandenen begegnet zu sein, begründet den Glauben der frühen Christen.“

Auszug aus einem Predigtvorschlag zum Ostermontag:

Axel Bernd Kunze: Ostermontag: Fortdauernde Begegnung mit dem Auferstandenen (Lk 24, 13 – 35), in: Der Prediger und Katechet. Praktische katholische Zeitschrift für die Verkündigung des Glaubens 157 (2018), H. 3., S. 324 – 327.

Jahresrückblick 2017

Nachdem auch die letzten Publikationsnachträge aus dem Vorjahr erschienen sind, ist der Jahresrückblick mit Veröffentlichungen, Vorträgen und Hinweisen zu meinen sonstigen pädagogischen und sozialethischen Tätigkeiten aus dem Jahr 2017 online. Sie finden diesen hier.

Für Anfragen oder Rückmeldungen stehe ich gern zur Verfügung. Ich freue mich, wenn Sie meine pädagogische und sozialethische Tätigkeit auch weiterhin interessiert begleiten.