Bamberger Sondierungen zur Metaphysik: Gedanken zum neuen Wintersemester

Am morgigen Samstag findet am Lehrstuhl von Prof. Dr. Peter Bruns, Ordinarius für Kirchengeschichte und Patrologie, die zweite Folge der Bamberger Sondierungen zur Metaphysik statt, an der ich mit einem Onlinevortrag teilnehmen werde. Im vergangenen Jahr war – neben dem Lehrstuhl von Prof. Bruns – auch die Leipziger Burschenschaft Alemannia zu Bamberg Gastgeberin gewesen, sodass ein Teil der Tagung auf dem Alemannenhaus stattfinden konnte, was auch im Grußwort des ersten Tagungsbandes gewürdigt wird.

Im Tagungsbericht des Initiators, Jan Dochhorn, heißt es, die Bamberger Sondierungen haben „den Versuch gewagt, einer Krise des Wahrheitsbegriffs in der Wissenschaft durch Rekurs auf die metaphysische Tradition beizukommen. […] [E]rprobt wird die Option, durch Fachwissenschaft hindurchblickend eine Perspektive auf ein Sinnganzes von Welt und Leben zu gewinnen, damit von daher der Wissenschaft wieder Anhalt in einem gesicherten Wahrheitsbegriff gegeben und der Wissenschaftsfreiheit neue Weite erschlossen werde.“

Hier gibt es, so meine ich, eine deutliche Schnittmenge zum burschenschaftlichen Auftrag: die Sorge um bewährte Tradition und akademische Freiheit, ein Ringen um die Sinnfrage und das Mitbauen am geistigen Fundament unserer Kultur, unserer Universität und unserer Nation. Möge das Ringen um Wahrheit und Freiheit, das Streben nach Verbindlichkeit und gleichzeitig geistiger Weite auch im neuen Wintersemster, das jetzt beginnt, und darüber hinaus unseren akademischen Verbindungen, unsere Hochschulen und das akademische Leben in unserem Land prägen.

In diesem Sinne wünsche ich allen Freunden von „Bildungsethik“ ein gutes und erfolgreiches neues Semester. Allen Studentenverbindungen wünsche ich für das neue Wintersemester Keilerfolg und viele gute, neue Füxe.

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