Erzieherausbildung ermöglicht viele Anschlussmöglichkeiten

Ein Informations- und Elternabend für die Klassen des ersten Ausbildungsjahres der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt machte deutlich, wie vielfältig die beruflichen und akademischen Anschluss- und Aufstiegsmöglichkeiten heute sind, die mit der Erzieherausbildung offenstehen. Wer staatlich anerkannter Erzieher/staatlich anerkannte Erzieherin werden möchte, dem stehen an der Fachschule nach dem Berufsorientierungsjahr im Berufskolleg zwei Wege offen: die zweijährige Fachschule mit einjährigem Berufspraktikum und die dreijährige Praxisintegrierte Ausbildung. Diese bieten …

  • verschiedene praxisnahe Profilfächer (Techniker-Erzieher-Akademie, Singen mit Kindern, Natur- und Umweltpädagogik, Kinder unter drei Jahren, Religionspädagogische Praxis …);
  • die Möglichkeit, das Berufspraktikum ganz oder teilweise im Ausland zu absolvieren;
  • eine theologische Zusatzqualifizierung;
  • Projekte mit regionalen Partnern, in denen die Schüler berufsnahe Zusatzkompetenzen erwerben können (beispielsweise das Projekt Ausbildungsbotschafter mit der Industrie- und Handelskammer in Waiblingen oder das „Fair-Play-Soccer-Turnier“ für Grundschulklassen, das die Schulsozialarbeit Weinstadt organisiert);
  • individuelle Lernbegleitung.

Begleitend besteht die Möglichkeit, die Fachhochschulreife zu erwerben. Diese ermöglicht eine akademische Weiterqualifizierung, beispielsweise für spätere Leitungs- oder Fachberateraufgaben. Wer im Anschluss an die Erzieherausbildung studieren möchte, kann in vielen Fällen aufgrund der an der Fachschule erworbenen Kompetenzen sein Studium in verkürzter Dauer absolvieren. Viele Arbeitgeber schätzen Bewerberinnen oder Bewerber, die sowohl eine praxisnahe Fachschulausbildung als auch ein kindheits­pädagogisches Studium mitbringen. Ganz neu wird in Weinstadt ab September ein Integriertes Studienmodell starten, das in Kooperation mit der Evangelischen und der Pädagogischen Hochschule in Ludwigsburg angeboten wird. Durch gezielte Veranstaltungen im Oberkurs, die auf das Studium vorbereiten, und ein Teilzeitstudium parallel zum Berufspraktikum benötigen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an diesem Modell nach dem Erwerb der staatlichen Anerkennung nur noch drei Semester Vollzeitstudium bis zum Erwerb des Bachelorabschlusses in Kindheitspädagogik.

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