Buchtipp zu Pfingsten: Leo XIV.

Thomas Schumacher: Leo XIV. Leben – Aussagen – Kontexte. München: Pneuma 2025.

Dieses Buch bietet einen ersten Blick auf Leo XIV. und sein Papstamt. Es zeigt die bisherigen Stationen seines Lebens und ordnet viele seiner Aussagen aus Ansprachen und früheren Interviews thematisch ein. Was bedeuten „Für euch bin ich Bischof, mit euch bin ich Christ“ oder sein erster Gruß „Der Friede sei mit euch“? Die Betrachtung in die Tiefe umfasst die Bedeutung seiner Namenswahl und seines Wahlspruchs bis hin zur Frage, wie die Kirche im 3. Jahrtausend missionarisch unterwegs sein soll, um authentisch Zeugnis zu geben. Petrus ist nicht Chef, sondern Hirte. Leo XIV. betrachtet sich selbst als einfachen Diener – ein vielversprechender Ansatz, auf den man gespannt sein darf.

Inhalt:
1. „Der Friede sei mit euch allen“
Mitte der Osterbotschaft sowie des Christus-Glaubens  Ÿ  Osterbotschaft für alle Jünger zu allen Zeiten  Ÿ  Schalom – Frieden  Ÿ  Die Gabe des Heiligen Geistes  Ÿ  Miteinander auf dem Weg in der Gegenwart des Herrn  Ÿ  Frieden auf Erden  Ÿ  Der Frieden beginnt bei jedem von uns

2. Zur Namenswahl „Leo“: nomen est omen
Kephas – Petrus – Fels  Ÿ  Der Name Leo und das römische Papsttum (Leo I.)  Ÿ  Leo XIV. mit Bezug auf Leo XIII.

3. Wahlspruch „in illo uno unum – in jenem Einen eins“
Das eine Volk Gottes  Ÿ  In Christus ist die Verheißung erfüllt  Ÿ  Der eine Leib und die vielen Glieder  Ÿ  Zeichen und Werkzeug der Einheit

4. Ein Hirt und eine Herde
„Der Herr ist mein Hirte“  Ÿ  „Ich selbst werde meine Schafe weiden“  Ÿ  „Ich bin der gute Hirte“  Ÿ  „Petrus ist nicht Chef, sondern Hirte“

5. „Für euch bin ich Bischof, mit euch bin ich Christ“
Miteinander als pilgerndes Gottesvolk auf dem Weg  Ÿ  Alle haben den einen Geist empfangen  Ÿ  Verschiebungen: Vom Leib Christi zu Christus dem Haupt  Ÿ  Spannungsverhältnis in der Spätantike  Ÿ  Augustinus: Für euch Bischof, mit euch Christ  Ÿ  Miteinander und füreinander

6. Kirche in Person: Diener als Bischof von Rom und Papst
Katholisch: Verschränkung von Gesamtkirche und Teilkirchen  Ÿ  Der Bischof von Rom und die übrigen Bischöfe  Ÿ  Neue Perspektiven: Primat als Dienst  Ÿ  Synodale Kirche

7. Der missionarische Weg der Kirche
Gesandt zu allen Völkern  Ÿ  Kirche in Bewegung  Ÿ  Sauerteig in die Welt hinein  Ÿ  Neuevangelisierung

8. Robert Francis Prevost: Stationen eines Lebensweges
Aufgewachsen in einer katholischen Lebenswelt  Ÿ  Ordenseintritt und Ausbildung  Ÿ  Dienst im Orden und als Missionar  Ÿ  Bischof und Kardinal

ISBN 978-3-942013-65-9  [Preis 12.95 €]

Neuerscheinung: Theologische Ethik der Bildung

„Die Würde des Menschen – semiotisch, informationstheoretisch, bildungsethisch“, lautet das neue Themenheft der NEUEN ORDNUNG. Aus bildungsethischer Perspektive findet sich darin:

Axel Bernd Kunze: Pädagogische Selbstbestimmung. Überlegungen aus der Perspektive einer theologischen Ethik der Bildung, in: Die Neue Ordnung 79 (2025), H. 3, S. 208 – 220.

Neuerscheinung: Zeichen der Hoffnung

„Maria ist das Gegenbild zu den Skeptikern, die Jesu Vollmacht anzweifeln. Ihre wahre Ehre liegt darin, dass sie Hörerin des Wortes Gottes ist. Entscheidend für das Gelingen unseres Lebens ist nicht eine irdische Rolle, sondern die gläubige Existenz vor Gott.

Und gerade deshalb kann Maria für uns alle das große Hoffnungszeichen sein, gerade auch in diesem Heiligen Jahr, das unter dem Motto „Pilger der Hoffnung“ steht. Die besondere Mutterschaft Mariens könnten wir nicht nachahmen. Aber alle Gläubigen sind Hörer des Wortes Gottes. Hierin wurzelt unsere Berufung zu himmlischer Glückseligkeit. Was an Maria geschehen ist und was wir heute feiern, dürfen auch wir erhoffen: Wir werden in ewiger Vollendung Gott voll und ganz schauen dürfen, mit Leib und Seele.

Das laufende Heilige Jahr trägt das Motto „Pilger der Hoffnung“. Passend hierzu ist das Modell für eine Wort-Gottes-Feier am Hochfest Mariä Aufnahme in den Himmel erschienen, aus dem der vorangetellte Auszug genommen ist:

Axel Bernd Kunze: Zeichen der Hoffnung [Lesejahr C. Hochfest Mariä Aufnahme in den Himmel], in: WortGottesFeiern an allen Sonn- und Feiertagen 22 (2025), H. 4, S. 699 – 714.

„Das heutige Fest, das auch als Großer Frauentag bezeichnet wird, ist in der Zeit nach dem Konzil von Ephesus (431), auf dem Maria als Gottesgebärerin proklamiert wurde, von Bischof Cyrill von Alexandrien eingeführt worden. Die „Himmelfahrt Mariens“ war ein beliebtes Altarbildmotiv der Barockzeit. Pius XII. bestätigte 1950 feierlich die Glaubensüberzeugung, dass Maria nach Ablauf ihres irdischen Lebens mit Leib und Seele in die Herrlichkeit des Himmels aufgenommen wurde. Bezeugt ist dieser Glaube bereits seit dem sechsten Jahrhundert. Nach apokrypher Überlieferung sollen die Apostel beim Tod Mariens von ihren Missionsorten nach Jerusalem entrückt worden seien; nach dem Hinübergang Mariens soll dem Grab ein wunderbarer Blumenduft entströmt sein. Hierauf geht der Brauch zurück, am 15. August Kräuter und Heilpflanzen zu segnen. Üblich sind ferner feierliche Lichter- und Marienprozessionen. In der Volksfrömmigkeit beginnt heute der Frauendreißiger: eine dreißigtätige Folge von Marienandachten, die bis zum Fest der Schmerzen Mariens am 15. September reicht.“ (ebd., S. 699)

Neuerscheinung: „Bildungsautomaten?“ erreicht zweite Auflage

Sammelband jetzt in zweiter Auflage erschienen.

Axel Bernd Kunze: Pädagogisches Handeln angesichts der Digitalisierung – Bildungsethische Überlegungen zum Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Schule, in: Tim Raupach, Florian Fuchs (Hgg.): Bildungsautomaten? Beiträge zur Digitalisierung von Bildung und Lehre (ars digitalis), Wiesbaden: SpringerVieweg 2025, S. 191 – 211.

Neuerscheinung: engagement 1/2025

Das neue Themenheft der Zeitschrift „engagement“ ist dem Thema „Von der Digitalisierung zur Digitalität. Beiträge zur schulischen Konzeptentwicklung“ gewidmet. Die Zeitschrift erscheint im Verlag Vandenhoeck & Ruprecht.

Im Rezensionsteil werden folgende Titel vorgestellt:

  • Ralf Lankau bespricht in der Rubrik „Das besondere Buch“ den Titel „Raus aus der Bildungsfalle. Warum wir die Zukunft unserer Kinder gefährden“ (Neu-Isenburg: Westend 2024) von Tim Engartner.
  • Ruth Herb würdigt den Band „Wenn der Tod im Klassenzimmer ankommt. Tod und Trauer in der Schule – (religions-)pädagogische Perspektiven“ (Stuttgart: W. Kohlhammer 2022), herausgegeben von Christiane Caspary und Daniela Zahneisen.
  • Sebastian Sigler bespricht „‚Für Gott, die Kirche und das Vaterland‘ – Spiritualität und Pädagogik der Jesuiten im Spiegel des Gymnasiums Mariano-Josephinum in Hildesheim (1595 – 1773)“ (Hildesheim u. a.: Georg Olms 2023) aus der Feder von Christoph Bruns.

Neuerscheinung: Gedenkschrift für Harald Lönnecker (1963 – 2022)

2022 verstarb überraschend der Historiker, Archivar und Burschenschafter Professor Dr. Dr. Harald Lönnecker – und damit der wohl profilierteste Studentenhistoriker im deutschsprachigen Raum. Die ursprünglich zu seinem sechzigsten Geburtstag geplante Festschrift ist nun als Gedenkschrift erschienen. Sie soll am 14. Juni 2025 offiziell im Rahmen einer Gedenkfeier der Gesellschaft für burschenschaftliche Geschichtsforschung dediziert werden. In dem Band ist auch ein Beitrag aus bildungsethischer Perspektive enthalten:

Axel Bernd Kunze: „Die Jugend ist in Ehrfurcht vor Gott … zu erziehen.“ Oder: Braucht das öffentliche Leben noch Religion?, in: Christian Oppermann (Hg.): „Wahrheit, Muth und Kraft!“. Gedenkschrift für den Historiker, Archivar und Burschenschafter Professor Dr. Dr. Harald Lönnecker (Darstellungen und Quellen zur Geschichte der deutschen Einigungsbewegung im neunzehnten und zwanzigsten Jahrhundert; XXIV), Heidelberg: Universitätsverlag Winter 2025, S. 677 – 696.

Have, pia anima!

Neuerscheinung: Sonderausgabe „Mit Kindern arbeiten: Ein Beruf mit Zukunft“

Die neue Sonderausgabe vom April 2025 der EINBLICKE in die Evangelische Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt trägt den Titel: Mit Kindern arbeiten: Ein Beruf mit Zukunft. Herausgegeben wird das Heft durch Heike Kraft und Axel Bernd Kunze. Die Sonderausgabe zeigt, welche Chancen und Anschlussmöglichkeiten eine sozialpädagogische Ausbildung bietet.