Ein Offener Brief fordert die Einsetzung einer Komission zur Aufarbeitung der Corona-Pandemie. Der Brief ist unter folgendem Link veröffentlicht und kann dort mitgezeichnet werden:
Nachrichten
Christliches Forum: Argumente gegen Gendersprache zusammengefasst
Lothar Gassmann, Theologe und Publizist, sowie Holger Schmitt, Sprachwissenschaftler, fassen im „Christlichen Forum“ Argumente gegen Gendersprache aus christlicher Perspektive zusammen:
Volksbegehren: „Stoppt Gendern in Baden-Württemberg“ nimmt erste Hürde
… und dies erstaunlich schnell: Wir sprechen alles – nur kein Genderdeutsch. Dieser Auffassung sind offenbar zahlreiche Baden-Württemberger: Mehr als zehntausend Wahlbürger aus neunhundertsechzig Kommunen, sowohl aus dem städtischen als auch ländlichen Kontext im Südwesten, haben das Volksbegehren unterstützt. Ziel des geplanten Volksentscheides ist, dass die Landesregierung sowie alle Behörden und Einrichtungen des Landes sich an die amtliche Rechtschreibung halten und auf Gendersprache verzichten. Weitere Informationen zum Volksbegehren finden sich hier:
Christliches Forum: Unterstützung für Volksbegehren gegen Gendersprache
Das „Christliche Forum“ unterstützt den Aufruf für das baden-württembergische Volksbegehren: „Stoppt Gendern in Baden-Württemberg“:
Volksbegehren: Stoppt Gendern in Baden-Württemberg!
Im Südwesten hat das Volksbegehren „Stoppt Gendern in Baden-Württemberg“ begonnen:
https://stoppt-gendern-in-bw.de/antrag-unterzeichnen/
Ein Volksbegehren ist noch kein Volksentscheid. Ich meine aber, dass die politischen Angriffe auf das zentrale Kulturgut unserer Sprache, einem wichtigen Merkmal unserer nationalen Identität, sich auf jeden Fall einem Volksentscheid stellen sollten. Solche grundlegenden Eingriffe in die deutsche Sprache, die an die Grundlagen unserer Verfassungsordnung und nationalen Kultur rühren, sollten nicht durch Verordnungen der Exekutive und auch nicht allein durch den Landtag erfolgen.
Gründe gegen das sprachliche Gendern aus sozial- und bildungsethischer Sicht finden sich hier:
Ich hoffe, das Volksbegehren hat Erfolg, damit die ideologische Sprachzerstörung – nicht zuletzt an unseren Schulen und Hochschulen – beendet wird. Wem Sprache, Kultur und Freiheit ein Anliegen ist und in Baden-Württemberg wahlberechtigt ist, sollte unterschreiben.
Auf anderen Seiten: Widerstand gegen Gendersprache
Vielleicht bewirkt gesellschaftlicher Widerstand gegen ideologisch motivierte Freiheitseingriffe, hier gegen die Politisierung und Moralisierung unserer Sprache, doch etwas.
Auf anderen Seiten: Ein „Lämmerbrief“ an Heinrich Bedford-Strohm
Aus den „Nachdenkseiten“ vom 17. Januar 2023:
„Im Dezember 2022 hat Dr. Heinrich Bedford-Strohm, Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, ein Interview gegeben. Erschienen ist es im Publikationsorgan des Berufsverbandes der protestantischen Geistlichen in Bayern – dem Korrespondenzblatt, Ausgabe 12/2022 S. 241-246 […]. In diesem Gespräch äußert sich Dr. Bedford-Strohm unter anderem zu den beiden gegenwärtig brisantesten Themen des Weltgeschehens: der Corona-Krise und dem Ukrainekrieg. Pfarrer i.R. Jürgen Fliege – früher bekannt als Fernseh-Pfarrer – und sein Kollege Pfarrer i.R. Hanns-Martin Hager widersprechen in einem Offenen Brief in bester protestantischer Tradition ihrem Bischof.
Der kritisierte Dr. Heinrich Bedford-Strohm ist seit September 2022 gleichzeitig Inhaber des höchsten Amtes im Weltkirchenrat und spricht damit für 352 Kirchen mit insgesamt 580 Millionen Mitgliedern. Die beiden Pfarrer Fliege und Hager widersprechen seinen Äußerungen sehr deutlich. Sie sind der Überzeugung, dass ein derartiger Widerspruch von Geistlichen gegenüber ihrem Bischof einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollte, zumal so ein kritischer Text gegenüber einem leitenden Bischof im deutschsprachigen Raum bisher noch nicht geschrieben wurde.“
Zum Weiterlesen:
Die Coronapolitik harrt auch innerhalb der Kirchen weiterhin der Aufarbeitung.
Auf anderen Seiten: Juristische Aufarbeitung der Coronapolitik
Günter Roth, engagiert im Netzwerk Wissenschaftsfreiheit, weist in seinem Block auf ein aktuelles Gerichtsurteil hin, das er am 10. Januar gegen den Freistaat Bayern erstritten hat:
https://einfachkompliziert.de/verteidigung-der-meinungs-und-wissenschaftsfreiheit-gegen-herdentrieb-cancel-culture-und-mobbing-an-hochschulen/
Widerstand gegen eine freiheits- und menschenwürdefeindliche Coronapolitik lohnt sich, auch wenn die Aufarbeitung nur in sehr kleinen (juristischen) Schritten vorangeht. Es stellt die Verfassungs- und Rechtsordnung auf den Kopf, wenn der Freistaat seine in Teilen verfassungswidrige Coronapolitik gerade dadurch absichern will, dass er einem Kritiker mangelnde Verfassungstreue unterstellt. Wenn das Recht auf körperliche Unversehrtheit angegriffen wird, muss Widerspruch erlaubt sein – wann denn sonst!? Und noch etwas lehrt die Auseinandersetzung: Das Recht auf Wissenschaftsfreiheit muss weit ausgelegt werden, sonst ist es am Ende nicht mehr viel wert. Dem geschätzten Kollegen gebührt volle Hoachtung für seine Klage. Er wäre ein würdigerer „Hochschullehrer des Jahres“ als Drosten & Co., die vom Deutschen Hochschulverband politisch hofiert wurden.
Trauer um Papst em. Benedikt XVI.
Tod und Vergehen waltet in allem,
steht über Menschen, Pflanzen und Tieren,
Sternbild der Zeit.
Du hast ins Leben alles gerufen.
Herr, deine Schöpfung neigt sich zum Tode:
Hole sie heim.
Schenke im Ende auch die Vollendung.
Nicht in die Leere falle die Vielfalt
irdischen Seins.
Herr, deine Pläne bleiben uns dunkel. –
Doch singen Lob wir dir, dem dreieinen,
weigen Gott.
Amen.
(aus dem Totenoffizium)
Am 31. Dezember 2022 ist Seine Heiligkeit Papst em. Benedikt XVI. (1927 bis 2022) verstorben. Der in Marktl am Inn in Bayern geborene und von 2005 bis 2013 regierende Papst war einer der bedeutendsten Theologen des zwanzigsten Jahrhunderts.
Der traditionell gute Ruf deutscher Theologie dürfte ein wichtiger Grund für die Wahl Ratzingers zum neuen Papst gewesen sein. Dieser hatte vor seiner Ernennung zum Erzbischof von München und Freising an fünf Hochschulen gelehrt: in Freising, Münster, Bonn, Tübingen und Regensburg. Der vormalige Präfekt der römischen Glaubenskongregation gilt als scharfsinniger Denker, dessen theologische Qualitäten selbst Kritikern Respekt abverlangen. Als solcher hat Benedikt XVI. stets die Zusammengehörigkeit von Glaube und Vernunft verteidigt. Mit ihm verliert die katholische Kirche einen der bedeutendsten Theologen des zwanzigsten Jahrhunderts. Seine Jesustrilogie habe ich mit großem Gewinn gelesen. Sein Wirken als Papst, seine Reisen zum Weltjugendtag und in seine bayerische Heimat, seine Enzyklika „Deus caritas est“ und vieles mehr bleiben unvergessen. In seinen theologischen Schriften wird er weiterhin wirken. Dankbar für sein Wirken schließe ich Papst em. Benedikt XVI. in mein Gebet ein. Herr, gib ihm die ewige Ruhe, und das ewige Licht leuchte ihm. Amen.
R. I. P.
„Der silberne und der goldene Schlüssel: Glaube und Liebe, das sind die Schlüssel zum lebendigen Gott. Bitten wir den Herrn an diesem Tag, dass er uns schenkt, diese Schlüssel nicht zu verlieren und dass er uns hilft, sie anderen in die Hand zu drücken, damit wir alle bei unserem Vater im Himmel einmal die Türen offen finden.“ (Papst Benedikt XVI. im Juni 2000 in einer Predigt im Petersdom)
Ausschreibung: Ferdinand-Friedensburg-Preis 2023
Die Ferdinand-Friedensburg-Stiftung für Bildung, Wissenschaft und Völkerverständigung hat erneut einen Preis für hervorragende wissenschaftliche Leistungen in den den Bereichen Politik, Bildung und Völkerverständnigung ausgelobt. Die Preisausschreibung findet sich hier: