„Wir sprechen alles … Bloß kein Gender!“ So das Motto des Volksbegehrens gegen Gendersprache, das in Baden-Württemberg nun seine Unterschriften an das Innenministerium übergibt. Am 7. Dezember soll es soweit sein. Rund 15.000 Unterschriften aus 960 von 1.101 Gemeinden sind mit Stimmzettel eingegangen. 10.000 wären das Minimum gewesen. „Bildungsethik“ wird über den Fortgang weiter berichten.
Nachrichten
Neues Netzwerk: Wissenschaftsnetzwerk Caritas
Unter Federführung des Passauer Lehrstuhles für Theologische Ethik hat sich ein neues WISSENSCHAFTSNETZWERK CARITAS gegründet. In Passau wird auch der neue Masterstudiengang Caritaswissenschaft und werteorientiertes Management angeboten.
Leipzig: Projekttag hat politisches und juristisches Nachspiel
Der Beutelsbacher Konsens steht noch auf dem Papier. Sein Überwältigungsverbot wie sein Kontroversitätsgebot werden aber – bei ehrlicher Betrachtung – vielfach nicht mehr verstanden. Wundern sollte uns das nicht, wenn wir uns das schwindende Freiheitsbewusstsein im Land ansehen. Wie wenig der Beutelsbacher Konsens heute noch wirklicher Konsens ist, zeigt einmal mehr die Leipziger Gerda-Taro-Schule – „Bildungsethik“ berichtete vor kurzem. Dort mussten die Schüler im Rahmen eines Projekttages verpflichtend am Klimastreik von „Fridays for Future“ teilnehmen. Das Vorgehen der Schule hat nun ein politisches und juristisches Nachspiel. Die AfD im Leipziger Stadtrat wie im sächsischen Landtag fordert von der Stadtverwaltung und der Schulaufsicht nun Aufklärung. Der Leipziger AfD-Fraktions- und Kreisvorsitzende Siegbert Droese erklärt laut einer Pressemitteilung seiner Fraktion unter Berufung auf den Beutelsbacher Konsens: „Die schulische Bildung und Ausbildung unserer Kinder darf keinem Zweifel auf eventuelle einseitige politische Agitation oder ähnlichem unterliegen. Die verpflichtende Teilnahme von Schülern der Leipziger Gerda-Taro-Schule an der „Fridays for Future“-Demonstration am 15. September 2023 muss daher umgehend aufgeklärt werden!“ Gleichzeitig habe Droese laut Pressemitteilung Anzeige erstattet, damit auch juristisch die Verantwortlichkeiten geklärt und eventuelle strafrechtliche Konsequenzen geprüft werden.
Auf fremden Seiten: Studentenhistoriker auf Instagram präsent
Der Arbeitskreis der Studentenhistoriker verstärkt seine Präsenz in den Sozialen Medien:
Abschied: Cheflektor des LIT-Verlags geht in den Ruhestand
Nach zweiunddreißig Jahren geht der langjährige Cheflektor des Münsteraner LIT-Verlags, Michael J. Rainer, in den Ruhestand. Seine Kerngebiete waren die Fächer Theologie, Religionswissenschaft und Philosophie. Und so ergaben sich zahlreiche Schnittstellen: Herr Rainer betreute unter anderem meine Dissertation „Parteien zwischen Affären und Verantwortung“ (2005), meine Bände „Bildung als Freiheitsrecht“ (2012) sowie „Bildung und Religion“ (2022) oder den Tagungsband des Forums Sozialethik „Wissensgesellschaft. Herausforderungen für die christliche Sozialethik“ (2003). Wir sagen für die Zusammenarbeit herzlichen Dank und wünschen für den neuen Lebensabschnitt alles Gute sowie Gottes Segen.
Volksbegehren: Rund 15.000 Unterschriften für „Stoppt Gendern in Baden-Württemberg“
14.549 Unterschriften hat die Initiative „Stoppt Gendern in Baden-Württemberg“ gesammelt. Die Mobilisierung für dieses Volksbegehren war außerordentlich hoch und dynamisch. Das Alter der Unterstützer reicht von 16 bis 102. Zustimmung kommt aus allen Kommunen im Südwesten. Dies alles stimmt zuversichtlich, wenn es im kommenden Jahr gilt, für einen Volksentscheid zu mobilisieren. Denn trotz Unterstützung aus der CDU- und F.D.P./DVP-Fraktion ist eine parlamentarische Mehrheit für das Anliegen nicht in Sicht.
Wer für den Erhalt unseres zentralen Kulturgutes, einer einheitlichen, von Politisierung und Ideologisierung freien Sprache, eintreten will, sollte das „Stoppt Gendern in Baden-Württemberg“ oder ähnliche Initiativen in anderen Bundesländern unterstützen.
Weitere Informationen:
Diskussion um Selbstbestimmungsgesetz: Kritik an Forderung des deutschen Queerbeauftragten
Österreichisches Nachrichtenportal kritisiert Forderungen des deutschen Queerbeauftragten im Vorfeld des geplanten Selbstbestimmungsgesetzes: „Auch Familienmitglieder sollen künftig beim Verstoß gegen das Offenbarungsverbot Bußgelder zahlen müssen. In der bisherigen Fassung sind sie aufgrund eines ’schützenswerten Interesses‘ vom Offenbarungsverbot ausgenommen.“
https://exxpress.at/radikaler-verbotsplan-der-gruenen-kinder-duerfen-nicht-mehr-papa-sagen/
Gedenken: Willy-Aron-Saal im Oberlandesgericht Bamberg erinnert an Widerstandskämpfer
Aus den Internetseiten der Willy-Aron-Gesellschaft Bamberg e. V.:
Anlässlich des 90. Todestags des im Konzentrationslager Dachau an den Folgen schwerer körperlicher Misshandlungen verstorbenen Willy Aron erinnerte das Oberlandesgericht Bamberg im Rahmen einer Gedenkveranstaltung an den Bamberger Gerichtsreferendar.
Im Rahmen der Gedenkveranstaltung enthüllte der Präsident des Oberlandesgerichts Lothar Schmitt gemeinsam mit Mechthildis Bocksch, Dr. Reinhard Weber, dem Bezirksheimatpfleger von Oberfranken Prof. Dr. Günter Dippold, Rabbinerin Dr. Antje Yael Deusel und der Vizepräsidentin der Rechtsanwaltskammer Elisabeth Geheeb das Türschild des „Willy-Aron-Saals“.
Besonders erfreut zeigte sich der Präsident des Oberlandesgerichts über die Anwesenheit zahlreicher Vertreterinnen und Vertreter der Kirchen, der Justizbehörden, der Anwaltschaft sowie von über 30 Rechtsreferendarinnen und Rechtsreferendaren bei der Gedenkveranstaltung. Mit ihrer Teilnahme an dem Gedenken an Willy Aron hätten alle Gäste ein bleibendes Zeichen gesetzt.
Volksbegehren: „Stoppt Gendern in Baden-Württemberg“ nimmt erste Hürde
Das Volksbegehren „Stoppt Gendern in Baden-Württemberg“ hat die erste Hürde genommen und rund 15.000 Unterschriften aus nahezu allen Gemeinden des Bundeslandes im Südwesten zusammengetragen – in der Hoffnung, dass auch alle Unterzeichner das amtliche Formblatt zur Prüfung der Wahlberechtigung ordnungsgemäß ausfüllen und einreichen.
Die Initiatoren schreiben: „Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer, der Erfolg der Initiative „Stoppt Gendern in Baden-Württemberg“ hängt jetzt davon ab, dass wir in den nächsten Wochen mindestens 10.000 gültige amtliche Stimmzettel erhalten. Wir hoffen, dass alle, die sich elektronisch registriert haben, auch diesen Schritt mit uns gehen und bitten Sie herzlich um Ihre weitere Unterstützung. Unsere deutsche Sprache ist es wert.“
Weitere Informationen zum Volksbegehren finden Sie hier:
engagement: Herausgeberbeirat erweitert
Der Herausgeberbeirat von engagement, der Zeitschrift der katholischen Schulen mit dem Untertitel „Zeitschrift für Erziehung und Schule“, ist in diesem Jahr erweitert worden. Dem Herausgeberbeirat gehören an: Rafael Frick (Ludwigsburg), Christopher Haep (Hamburg), Marco Hubrig (St. Blasien), Norbert Just (Coesfeld), Axel Bernd Kunze (Weinstadt), Peter Nothaft (Eichstätt), Anna Noweck (München), Clemens Paulovics (Wien), Paul Platzbecker (Essen an der Ruhr), Matthias Proske (Köln), Sr. Dorothea M. Rumpf (Duderstadt), Clauß Peter Sajak (Münster in Westfalen) und Tobias Zimmermann (Ludwigshafen am Main).
Die Zeitschrift erscheint seit 2022 im Verlag Vandenhoeck und Ruprecht.
Weitere Informationen: https://www.vandenhoeck-ruprecht-verlage.com/engagement?c=1820