Schlaglicht: Ein Weihnachten der Ausgrenzung

Weihnachten steht vor der Tür – oder in diesem Jahr besser: An Weihnachten wird vielen Gläubigen die Tür vor der Nase zugeschlagen. Uns steht in einer Woche ein Weihnachten der Ausgrenzung bevor. Der bekannte Journalist und Buchautor Peter Hahne hat hierzu – wie wir es von ihm gewohnt sind – deutlich Position bezogen: https://www.kath.net/news/77081

Ja, Peter Hahne hat Recht: Was in diesem Jahr zu Weihnachten in vielen Kirchen und Gemeinden (zum Glück nicht überall) zu erleben sein wird, ist eine geistliche Bankrotterklärung einer entleerten, säkularisierten Kirche. Gewiss, die Kirche ist nicht von der Welt, aber doch in der Welt. Darum müssen wir uns auch in der Kirche Gedanken über Hygiene-, Lüftungskonzepte und Infektionsschutzmaßnahmen machen. Anderes wäre verantwortungslos. Aber eine Kirche, die Kumpanei mit einer menschenwürdefeindlichen Coronapolitik betreibt, die gesellschaftliche Polarisierung aktiv vorantreibt und vor allem Christen aufgrund einer freien, verantwortlich getroffenen Gewissensentscheidung vom Leib des Herrn ausschließt, bietet keine geistliche Orientierung mehr und verrät sich selber – oder wie es Kardinal Gerhard Ludwig Müller gesagt hat: Eine solche Kirche handelt wider den Willen des Herrn. Und wohlgemerkt: Der Kardinal hat auch darauf hingewiesen, dass eine Impfpflicht nach Entscheidung der Glaubenskongregation im gegenwärtigen Fall der katholischen Sittenlehre widerspricht.

Es wird ein bitteres Weihnachten werden. Vielleicht werden die Kirchenverantwortlichen irgendwann aufwachen, aber zu spät – und merken, was sie angerichtet haben: Eine Kirche, deren Weihnachtsbotschaft hohl, deren Weihnachtsglocken scheppernd dröhnen und deren Weihnachtslieder verlogen klingen, braucht am Ende niemand mehr. Und es könnte sein, dass man an Weihnachten in diesem Jahr viele treue Gottesdienstbesucher gerade vom konservativen Flügel der Kirche verlieren wird – aber vielleicht ist auch dies gewollt. Für die Wertordnung unseres Zusammenlebens verheißt es nichts Gutes, wenn am Ende dieser Krise nicht nur viele gesellschaftliche Akteure, sondern auch die Kirchen moralisch diskreditiert sein werden.

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