Rezension: Europa lebt entscheidend aus seiner Romanitas

Die Stärke Europas wurzelt in seiner Romanitas: in der Idee eines am Recht ausgerichteten Staatswesens und eines unveräußerlichen Naturrechts. Geschichtlich wirkmächtig wurde diese Idee im christlichen Abendland, geformt durch die christliche Botschaft der Inkarnation Gottes, die Ideen der griechischen Philosophie und das römische Rechtsdenken. Ideen allerdings, die im gegenwärtigen Europa, das je mehr es zu einem Eliteprojekt der Globalisierung wird, sich umso weiter von seinen geistesgeschichtlichen Ursprüngen und Traditionen entfernt – das meint jedenfalls Sebastian Sigler, Leiter des Arbeitskreises der Studentenhistoriker.

Kurz vor Weihnachten ist eine aktuelle Rezension aus seiner Feder zum Band „Wiederentdeckung des Staates in der Theologie“ (Alexander Dietz, Jan Dochhorn, Axel Bernd Kunze und Ludger Schwienhorst-Schönberger; Leipzig 2020) erschienen:
http://studentenhistoriker.eu/?p=3178

Sebastian Sigler: „Das kleine, unscheinbare Licht, das mitten in der Nacht entzündet wurde, ist die Rettung. Zuerst wurde die Botschaft den einfachen Leuten verkündet, wir erkennen sie in den Hirten auf dem Felde. Später erst kamen die Mächtigen aus aller Welt, die sich uns auch heute als Kaspar, Melchior und Balthasar zeigen. Armenien, das koptische Ägypten, Äthiopien und auch das Römische Reich erkannten die Botschaft. Diese Botschaft der Erlösung ist in Gefahr.“
Die streitbare Debatte um unser Staatsverständnis und Menschenbild ist eröffnet – und sie bleibt wichtig, gerade in den aktuellen politischen Auseinandersetzungen unserer Tage.

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