Kommentar: Theologie ohne Kreuz …

… Ein neues Dogma – im Namen der Pluralität?

An der Wiener Universität sollen die Kreuze aus den theologischen Hörsälen verschwinden (Jan-Heiner Tück: Gegen die weiße Wand, in: FAZ v. 15.02.2018, S. 9). Die liberale Gesellschaft frisst ihre Kinder. Vorbei die Zeiten, in denen es darum ging, unterschiedliche Weltanschauungen im öffentlichen Raum sichtbar werden zu lassen, damit diese in einen fairen Wettstreit der Argumente treten können. Die vermeintlich plurale Gesellschaft verlangt Unterwerfung unter ihr egalitaristisches Dogma. Wer hiervor nicht die Knie beugt, wird zum Ketzer erklärt. Um der Pluralität willen wird die gesellschaftliche Vielfalt im Namen ihrer links-liberalen Priester abgeschafft. Früher nannte man das totalitär. Es ehrt den Verfasser, Jan-Heiner Tück, wenn er als Theologe die Anstößigkeit des Kreuzes zumindest als Leerstelle erhalten will – für die Verteidigung der Freiheit und ihrer geistigen Grundlagen bleibt es allerdings viel zu zahm.

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