Themenangebote für Vorträge und Seminare

Sie suchen einen Referenten für eine Vortrags-, Seminar- oder Fortbildungsveranstaltung? – Im Folgenden finden Sie einige Themenangebote für Vorträge oder Seminare. Diese verstehen sich lediglich als Beispiele; weitere Inhalte sind nach Absprache selbstverständlich möglich. Weitere Informationen und Referenzen finden Sie in diesem Weblog unter der Seite „Vorträge“. Bei Interesse freue ich mich auf Ihre Anfrage (Honorar nach Vereinbarung). Sie erreichen mich unter Kunze-Bamberg[at]t-online.de.

Als Geschäftsführer des DFG-Projekts „Das Menschenrecht auf Bildung: Anthropologisch-ethische Grundlegung und Kriterien der politischen Umsetzung“ habe ich den Aufbau einer eigenständigen Sozialethik der Bildung intensiv begleitet. Als promovierter Sozialethiker und habilitierter Erziehungswissenschaftler beschäftige ich mich vor allem mit Fragen aus dem Feld der Bildungs-, Menschenrechts-, Politik- und Demokratieethik.

Bildung auf Weltniveau? – Globales Lernen
Die „Agenda 21“, beschlossen von den Vereinten Nationen, fordert nicht weniger als eine „Neuausrichtung der Bildung“ mit dem Ziel, ein ökologisches und ethisches Bewusstsein sowie Werte, Einstellungen, Fähigkeiten und Verhaltensweisen zu schaffen, die mit einer „nachhaltigen
Entwicklung“ vereinbar sind. Wie kann Globalisierung als Bildungsaufgabe begriffen werden? Welche Rolle spielen die Bildungssysteme im Prozess der Globalisierung? Welche didaktischen Fragen stellen sich beim Globalen Lernen? Was bedeutet Globales Lernen für das Selbstverständnis von Pädagogen?

Wie sollen wir mit gesellschaftlicher Vielfalt umgehen? – Interkulturelle Pädagogik
Die Vielfalt in Kindertageseinrichtungen und Schulen ist deutlich größer geworden. Kinder aus unterschiedlichen Kulturen oder Religionen treffen aufeinander. Viele Eltern und Kinder bringen unterschiedliche Migrationserfahrungen mit. Wie können Erzieher, Pädagogen und Lehrer das interkulturelle Miteinander gestalten und Diskriminierungen vorbeugen? Wie können sie Kinder befähigen, mit kultureller Vielfalt angemessen umzugehen?

Sind Bildungsfragen Gesellschaftsfragen? – Demokratiepädagogik
Dass Bildungsfragen eine über den Bereich der Pädagogik hinausgehende Bedeutung besitzen brachte der „Altmeister“ der Didaktik, Wolfgang Klafki, auf die Formel: „Bildungsfragen sind Gesellschaftsfragen.“ Die Formel ist, wie Klafki selbst ausführt, mehrdeutig. Bildung und Erziehung helfen dem Einzelnen, seine Möglichkeiten bestmöglich zu entfalten und mitbestimmungsfähig zu werden. Wenn sich Gesellschaft beständig verändert, ist der pädagogische Anspruch auf Mitbestimmungsfähigkeit für jeden Einzelnen bildungspolitisch immer wieder einzufordern sowie in Theorie und Praxis der Pädagogik beständig neu auszulegen. Näher zu bestimmen bleibt, welche Aufgaben der Pädagogik im demokratischen Gemeinwesen zufallen und was diese für den Erhalt und die Gestaltung der Demokratie zu leisten vermag.

Ist Bildung ein Menschenrecht? – Bildungsethik und Menschenrechtsethik
Bildung ist ein Menschenrecht – so formuliert es die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von 1948. Bildung sichert dem Einzelnen die Möglichkeit, Autor des eigenen Lebens zu sein. Gleichzeitig ist Bildung eine unverzichtbare Voraussetzung für die aktive Teilnahme am sozialen Leben. Wie weit reicht ein Recht auf Bildung? Wie kann Bildungsgerechtigkeit gesichert werden? – Gleichzeitig sind die Menschenrechte auf die Förderung durch pädagogisches Handeln angewiesen. Menschenrechtsbildung, die bereits im Kindergarten beginnen soll, ist zentraler Bestandteil einer gelebten Kultur der Menschenrechte.

Umbruch im Bildungssystem: Kompetenzen – und ihre Folgen
Unser Bildungssystem hat in den vergangenen Jahren ein neues Gesicht bekommen, heißen die Reforminstrumente PISA, Bologna-, Lissabon- oder Kopenhagenprozess. Nicht alle Umbrüche liegen dabei so offen zu Tage wie die Abschaffung des Diploms oder die Modularisierung des Studiums. Weniger auffällig und von vielen nicht hinreichend ernstgenommen, haben Veränderungen im Bildungsverständnis in Schule und Hochschule Raum gegriffen, die gesellschaftlich nicht folgenlos bleiben werden. Zwar ist der schon oft totgesagte Bildungsbegriff seit der ersten PISA-Studie vor nicht ganz fünfzehn Jahren bildungspolitisch in aller Munde; die Hauptrolle in Unterricht und Lehre spielen heute aber „Kompetenzen“.

Braucht Religion Bildung? Braucht Bildung Religion?
Unsere Gesellschaft ist pluraler geworden. Ein Ethos der Toleranz wird für das gesellschaftliche Miteinander immer wichtiger. Welche Rolle spielt dabei die Religion? Wie kann das Verhältnis zwischen Bildung und Religion pädagogisch wie ethisch verantwortlich ausgestaltet werden? Welchen Stellenwert nimmt religiöse Bildung in der öffentlichen Schule ein? Wie sollte in der öffentlichen Schule
über Religion gesprochen werden? Inwiefern kann die staatliche Schule weltanschaulich neutral sein? Welche gesellschaftliche Bedeutung besitzen religiöse Lernprozesse?

Ethische Konflikte in Pädagogik und Sozialer Arbeit
Was im neunzehnten Jahrhundert als ehrenamtliche Armenfürsorge begann, ist Anfang des einundzwanzigsten Jahrhunderts auf dem Weg zur ambitionierten Menschenrechtsprofession. Einen entscheidenden Schritt auf diesem Weg stellt die Definition dar, auf die sich die Internationale Vereinigung der Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter (IFSW) 2001 verständigte: „Soziale Arbeit ist eine Profession, die sozialen Wandel, Problemlösungen in menschlichen Beziehungen sowie die Ermächtigung und Befreiung von Menschen fördert, um ihr Wohlbefinden zu verbessern. […] Dabei sind die Prinzipien der Menschenrechte und sozialer Gerechtigkeit für die Soziale Arbeit von fundamentaler Bedeutung.“ Damit sind die zwei zentralen ethischen Prinzipien einer Berufsethik Sozialer Arbeit benannt: Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit. – Was kann eine Berufsethik Sozialer Arbeit leisten? Wie können ethische Konflikte im Team besprochen werden?

Parteien zwischen Affären und Verantwortung
Die Parteien stecken bis heute in der Krise. Zahlreiche Affären haben ihren Ruf beschädigt. Immer weniger wird ihnen zugetraut, die politischen Probleme zu lösen. Die Parteienkonzentration hat abgenommen. Die traditionellen Milieus schwinden; die Zahl der Mitglieder sinkt. – Hat sich die klassische Mitgliederpartei überlebt? Welche Funktion erfüllen Parteien? Welche Verantwortung sollten Parteien übernehmen? Wie können die Parteien kontrolliert werden? Gibt es Alternativen zu den Parteien?

Gleichgeschlechtliche Lebensformen – Und was sagt die Kirche dazu?
Papst Franziskus hat große Erwartungen geweckt, als er im Oktober 2014 in Rom eine außerordentliche Bischofssynode „zu den pastoralen Herausforderungen der Familie im Kontext der Evangelisierung“ einberief. In westlichen Ländern erhoffen sich nicht wenige, die katholische Kirche werde sich zu einer Neubeurteilung gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaften durchringen. Orte, an denen Homosexuelle in der Kirche bereits heute selbstbewusst ihren Glauben leben, sind die verschiedenen schwul-lesbischen Gottesdienstgemeinschaften, die seit den Neunzigerjahren des zwanzigsten Jahrhunderts in einzelnen Städten entstanden, zumeist auf Basis einer befreiungstheologischen Orientierung. Wie können gleichgeschlechtliche Lebensformen theologisch verstanden werden? Wie können gleichgeschlechtliche Lebensformen beziehungsethisch neu verstanden werden?

… damit unser Tun nicht ins Leere läuft.
Was bietet das neue „Gotteslob“ für die Feier der Tagzeiten in der Gemeinde?
Zurückgehende Priesterzahlen und die Zusammenlegung von Pfarreien haben dazu geführt, dass der tägliche Gottesdienst in vielen Kirchen nicht mehr stattfindet. Die gemeinsame Feier der Tagzeiten am Morgen oder Abend kann einer Austrocknung des liturgischen Lebens entgegenwirken. Die Tagzeiten sind ein wichtiges öffentliches Zeugnis, das wir als Kirche der Welt schulden. Die Tagzeiten geben unserem Leben Richtung und Gleichgewicht, sie bewahren uns vor einam falschen Aktionismus. Eucharistie und Tagzeiten ergänzen sich wie zwei Säulen, auf denen das liturgische Leben einer Gemeinde aufruht. Welche Hilfen bietet das neue „Gotteslob“ an, die Tagzeiten als regelmäßige Feier ins Bewusstsein der Gemeinde zu heben?

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s