Neuerscheinung: Ein großes Freundschaftsversprechen

Aus einem Gottesdienstmodell zum Sechsten Sonntag der Osterzeit, dem Bittsonntag vor Christi Himmelfahrt:

Die Abschiedsreden im Johannesvangelium, aus denen wir heute einen Abschnitt gehört haben, gehören zu den anrührendsten Texten im Neuen Testament. Dies mag an der Abschiedsstimmung liegen, die über ihnen liegt. Dies liegt aber auch an dem tiefen Versprechen, das Jesus seinen Jüngern gibt: Ich lasse euch nicht allein. Ich werde für immer bei euch bleiben, auch wenn ihr mich nicht mehr seht. Jesus bietet uns seine bleibende Freundschaft an, die auch seinen Abschied überdauern soll.

Doch mit dem Karfreitag schien zunächst alles zu Ende zu sein. Hatte Jesus den Mund zu voll genommen? War er am Ende nicht mehr als ein großartiger, aber letztlich gescheiterter Mensch? Erst nach und nach haben die Jünger nach Ostern begriffen, wie Jesus sein Versprechen gemeint hat. Was es bedeutet, für immer mit ihm verbunden zu bleiben.

Axel Bernd Kunze: Ein großes Freundschaftsversprechen [Lesejahr A. Sechster Sonntag der Osterzeit], in: WortGottesFeiern an allen Sonn- und Feiertagen 20 (2023), H. 3, S. 477 – 491.

Rezension: „Fundierter und couragierter Themenband“

Hans-Gerd Krabbe rezensiert im Blog „Christliches Forum“ den Sammelband „Geboren im falschen Körper. Genderdysphorie bei Kindern und Jugendlichen“, herausgegeben von Bernd Ahrbeck und Marion Felder (Stuttgart: Kohlhammer 2022); das Thema wird im Band auch aus sozial- und bildungsethischer Sicht beleuchtet.

Volksbegehren: Stoppt Gendern in Baden-Württemberg!

Im Südwesten hat das Volksbegehren „Stoppt Gendern in Baden-Württemberg“ begonnen:

https://stoppt-gendern-in-bw.de/antrag-unterzeichnen/

Ein Volksbegehren ist noch kein Volksentscheid. Ich meine aber, dass die politischen Angriffe auf das zentrale Kulturgut unserer Sprache, einem wichtigen Merkmal unserer nationalen Identität, sich auf jeden Fall einem Volksentscheid stellen sollten. Solche grundlegenden Eingriffe in die deutsche Sprache, die an die Grundlagen unserer Verfassungsordnung und nationalen Kultur rühren, sollten nicht durch Verordnungen der Exekutive und auch nicht allein durch den Landtag erfolgen.

Gründe gegen das sprachliche Gendern aus sozial- und bildungsethischer Sicht finden sich hier:

Ich hoffe, das Volksbegehren hat Erfolg, damit die ideologische Sprachzerstörung – nicht zuletzt an unseren Schulen und Hochschulen – beendet wird. Wem Sprache, Kultur und Freiheit ein Anliegen ist und in Baden-Württemberg wahlberechtigt ist, sollte unterschreiben.

Pressebericht: VDS-Sprachnachrichten berichten über Theologeneinspruch gegen Gendersprache

Theologen gegen Nötigung zur Gendersprache – Unter dieser Überschrift berichten die Sprachnachrichten des Vereins Deutsche Sprache e. V. (Heft I/2023, S. 13) über den Einspruch einer Theologengruppe aus dem Netzwerk Wissenschaftsfreiheit gegen die Verwendung von Gendersprache an theologischen Fakultäten:

Einspruch gegen die Nötigung zur Verwendung sog. „geschlechtergerechter Sprache“ in theologischen Ausbildungsstätten, in: Auftrag und Wahrheit 2 (2022/23), H. 1, S. 28 – 39-

Neuerscheinung: Schülerinnen und Schüler heute

Das neue Themenheft 2/2022 der Zeitschrift „engagement“ widment sich dem Thema „Schülerinnen und Schüler heute – Annäherungen an komplexe Lebensrealitäten“. Kommentiert werden die Fachbeiträge jeweils durch Stimmen heutiger Schüler und Jugendlicher.

Im Rezensionsteil werden besprochen:

  • Dario Schramm: Die Vernachlässigten. Generation Corona: Wie uns Schule und Politik im Stich lassen, München 2022 (Rez.: Silke Marchand).
  • Axel Bernd Kunze: Bildung und Religion. Die geistigen Grundlagen des Kulturstaates. Mit einem Geleitwort von Bernd Ahrbeck, Berlin 2022 (Rez.: Hans-Gerd Krabbe).

Neuerscheinung: Gedenken an den 9. November 1938 in Bamberg

Die Willy-Aron-Gesellschaft Bamberg e. V. hat die dezentralen Gedenkveranstaltungen in Bamberg zum Gedenken an den 9. November 1938 in einem neuen Arbeitspapier dokumentiert:

Mechthildis Bocksch, Axel Bernd Kunze (Red.): Dezentrales Gedenken 2022 aus Anlass des November 1938 (= Arbeitspapiere der Willy-Aron-Gesellschaft Bamberg e. V.; 1/2023), o. O. (Bamberg) 2023.

www.willy-aron.de

Neuerscheinung: Abschied und Neubeginn

Aus einem Predigtvorschlag für den Sechsten Sonntag der Osterzeit:

Die Abschiedsreden Jesu im Johannesevangelium wirken bis heute anrührend. Dies auch deshalb, weil sie eine tiefe Sehnsucht von uns Menschen ansprechen. Unweigerlich stehen die Fragen im Raum: Was bleibt? Was wird mein Leben weiterhin tragen? Worauf kann ich mich künftig verlassen? Was wird mir weiterhin Halt und Zuversicht geben?

Die Frage nach dem tragenden Grund unseres Lebens wirkt in einer säkularen Gesellschaft, die sich allzuoft allein auf vermeintlich gesicherte, messbare Erkenntnis zurückzieht, schnell peinlich. Selbst in kirchlichen Kreisen fällt es oft nicht leicht, diese Frage zu stellen. Und doch: Wir können ihr am Ende nicht ausweichen. „Die Religion war mir seit langem zuwider, und trotzdem spürte ich auf einmal eine Sehnsucht, mich auf etwas beziehen zu können. Es war unerträglich, einzeln und mit sich allein zu sein“, fasst Peter Handke in seinem Roman „Der kurze Brief zum langen Abschied“ (Frankfurt a. M. 2001, S. 165) die dahinterstehende Sehnsucht in Worte.

Axel Bernd Kunze: Abschied und Neubeginn (Joh 14, 15 – 21), in: Der Prediger und Katechet 162 (2023), Heft 3, S. 343 – 345.