Neuerscheinung: Einheitsweiß

Auch das Katholische Sonntagsblatt für die Diözese Rottenburg-Stuttgart hat einen kritischen Leserbrief zum Umbau der St.-Hedwigs-Kathedrale in Berlin veröffentlicht – unter der Überschrift: Einheitsweiß.

Berlins frisch renovierte Hedwigskathedrale wird keine „Einladung“, sondern ein Mahnmal sein: für das gestörte Verhältnis der Kirche im Umgang mit ihrem kulturell-künstlerischen Erbe und für den lieblosen Umgang mit ihren eigenen Traditionen. Nichts gegen eine behutsame Renovierung, die sich der Besonderheit der überkommenen Form und der tiefen Architektursprache des bisherigen Kirchenraums bewusst bleibt. Was als „schlichte Eleganz“ gepriesen wird, ist das traditionsblinde Einheitsweiß neuerer Domrenovierungen, das in bischöflichen Liturgie- und Bauabeilungen gegenwärtig dominiert – bis die nächste Mode kommt. St. Hedwig ist zur 08/15-Kathedrale gemacht worden. Ich werde mir bei meinen Besuchen in Berlin künftig andere Gottesdienstorte suchen.

Axel Bernd Kunze: Einheitsweiß, in: Katholisches Sonntagsblatt (2024/2025), H. 51, 52 + 1 v. 22., 29. Dezember 2024 und 5. Januar 2025, S. 37.

Neuerscheinung: Religion – Vielfalt – Zukunft

… so der Titel des neuen Themenheftes der Zeitschrift engagement, Ausgabe 2/2024. Die Zeitschrift der katholischen Schulen erscheint im 42. Jahrgang bei Vandenhoek & Ruprecht.

Im Rezensionsteil werden besprochen:

Volker Ladenthin: Allgemeine Pädagogik, Baden-Baden 2022 (Rez.: Johannes Gutbrod).

Alexander Glas, Jochen Krautz, Hubert Sowa: Didaktik des Kunstunterrichts. Ein Lehrbuch für Studium und Praxis, Stuttgart 2023 (Rez.: Sven Sauter)

Elementarbildung: BeA-Positionspapier jetzt auch online

Das neue Positionspapier „Betreuung statt Bildung? Ohne uns!“ des Bundesverbands evangelischer Ausbildungsstätten für Sozialpädagogik (BeA) ist jetzt auch online verfügbar:

Vorankündigung: Betreuung statt Bildung? – Ohne uns!

Der Bundesverband evangelischer Ausbildungsstätten für Sozialpädagogik (BeA) hat ein neues Positionspapier veröffentlicht:

„Betreuung statt Bildung? – Ohne uns!

Pädagogische und berufspolitische Folgen des Fachkräftemangels“

Der Verband schreibt hierzu: „Gerade mit Blick auf die aktuellen Diskussionen um die Fachkräftegewinnung in der Kinder- und Jugendhilfe und die damit verbundenen Diskussionen rund um die Ausbildungsformate an den Berufsfachschulen als auch mit Blick auf die Diskussionen neuer Zuschnitte der Beschäftigungs- und Entwicklungsperspektiven für Abschlüsse an Berufsfachschulen ist es umso dringender die Ausbildungswege an Fachschulen und deren Kompetenzen wie Professionalität in den Mittelpunkt zu stellen.“

Das Papier wurde am 24. November 2024 in Berlin verabschiedet und wird zeitnah hier verlinkt.

Der Bundesverband evangelischer Ausbildungsstätten für Sozialpädagogik (BeA) ist der bundesweite Dachverband der evangelischen Fachschulen und Fachakademien und vertritt über 55 Mitgliedsschulen in evangelischer und diakonischer Trägerschaft, an den jährlich rund 15.000 Erzieherinnen und Erzieher ausgebildet werden.

Interview: Heute noch Weihnachten in der Schule feiern?

Neues aus dem „Lehrerzimmer“ (Sendung vom 12. Dezember 2024):

An einer britischen Grundschule soll aktuell auf christliche Symboliken verzichtet werden, in Italien wurde Jesus durch Kuckuck im Weihnachtslied ersetzt, und wie sieht es hierzulande aus? Dr. Axel Kunze, Privatdozent und katholischer Sozialethiker, dazu im Gespräch mit Camilla Hildebrandt. 

https://kontrafunk.radio/de/sendung-nachhoeren/lebenswelten/lehrerzimmer/lehrerzimmer-weihnachtsfeiern-unter-rechtfertigungsdruck-und-kein-pausenbrot-waehrend-des-ramadans

Rezension: Die Klage

Axel Bernd Kunze rezensiert im neuen Themenheft der Fachzeitschrift CONCILIUM mit dem Titel „Das Gebet. Neue Kontexte, neue Formen“ folgenden Titel:

Miriam Gies: In Gemeinschaft Klage erheben vor Gott (Kommunikative Theologie; 26), Ostfildern: Matthias Grünewald 2024, 323 Seiten.

Axel Bernd Kunze (Rez.): Wider eine Privatisierung des Glaubens, in: Concilium 60 (2024), H. 4, S 121 – 124.

Jubiläum: 200 Jahre Pädagogik an der Universität Münster

Das Institut für Erziehungswissenschaft an der vormaligen Westfälischen Wilhelms-Universität Münster feiert sein zweihundertjähriges Jubiläum. Es zählt zu den bundesweit größten seiner Art mit derzeit sechsundzwanzig Professuren und dreiundzwanzig Arbeitsgruppen. Gegründet wurde es 1824 als Philosophisch-pädagogisches Seminar. Schon der Namenswechsel von Pädagogik zu Erziehungswissenschaft macht deutlich, welche Veränderungen das disziplinäre Selbstverständnis in dieser Zeit genommen hat. Andreas Oberdorf, Patrick Gollub und Tim Zumhof haben aus diesem Anlass im Münsteraner Verlag Aschendorff eine Festschrift mit dem Titel „Pädagogik und Erziehungswissenschaft an der Universität Münster“ herausgegeben.

Ad multos annos!