Axel Bernd Kunze: Wertekonflikte sichtbar machen. ein Beispiel aus der sozialpädagogischen Aus- und Fortbildung, in: Glaube + Erziehung. Zeitschrift für christliche Erziehung 77 (2025), H. 1, S. 20 – 25.
Rezension: Raus der Bildungsfalle
Digitale Technik gehört zur Lebenswelt der heutigen Schüler – und wird auf künftig dazugehören. Daher gehört die bildende Auseinandersetzung mit den digitalen Möglichkeiten, ihren Chancen und Risiken auch in die Schule. „Nicht zu viel – und nicht zu wenig“, wäre ein guter pädagogischer Ratschlag in Traditionen der abendländischen „temperantia“ für den verantwortlichen und reflektierten Umgang mit Digitalisierung in unseren Schulen. Doch möglicherweise verliert Deutschland auch hier mal wieder den Anschluss an Entwicklungen in anderen Ländern – nicht durch ein Zu-wenig, sondern ein Zu-viel an Digitalisierung. Denn immer mehr Länder erkennen, dass es für Bildung und Erziehung auch smartphonefreie Räume und eine neue Achtsamkeit auf Beziehung braucht.
Wer sich mit diesen Fragen beschäftigen will, findet Anregungen in folgendem Band, der jetzt in der aktuellen Ausgabe des Magazins „Publik-Forum“ vorgestellt wird:
Axel Bernd Kunze (Rez.): Rezension zu „Tim Engartner: Raus aus der Bildungsfalle, Westend, 238 Seiten, 25 Euro“, in: Publik-Forum vom 22. November 2024, S. 57.
Barbaratag

Am 4. Dezember feiert die Kirche den Gedenktag der heiligen Barbara, einer christlichen Märtyrin des dritten Jahrhunderts. Sie ist vor allem als Patronin der Bergleute bekantn. Ein Kirschzweig, an ihrem Gedenktag in die Vase gesteckt, blüht an Weihnachten. Der Legende nach soll Barbara auf dem Weg in das Gefängnis mit ihrem Gewand an einem Zweig hängengeblieben sein. Sie stellte den abgebrochenen Zweig in ein Gefäß mit Wasser, und er blühte genau an dem Tag, an dem sie das Martyrium erlitt und in den Himmel einging.
Neuerscheinung: Pädagogische Führung?!
Die neue Ausgabe der Fachzeitschrift PÄDAGOGIKUNTERRICHT widmet sich dem Thema PÄDAGOGISCHE FÜHRUNG?! Die Zeitschrift wird herausgegeben vom Verband der Pädagogiklehrer und Pädagogiklehrerinnen (VdP). Dem Wissenschaftlichen Beirat der Zeitschrift gehören an: Prof. Dr. Bauer (Univ. Bielefeld), Prof. Dr. Beyer (Univ. Köln), Prof. Dr. Gather (Univ. Köln) und PD Dr. Kunze (Univ. Bonn). In der Ausgabe findet sich u. a. ein Beitrag des ehemaligen Vorsitzenden des VdP, Elmar Wortmann, mit dem Titel: „Das muss man dem Kind verbieten!“ „Warum denn?“ Geltungsansprüche im diskursiven Pädagogikunterricht prüfen. Ferner ein Beitrag des Erfurter Erziehungswissenschaftlers Thomas Mikhail: Pädagogische/Dialogische Führung vs. Lernbegleitung – Zur Klärung unterschiedlicher Auffassungen pädagogischen Handelns.
Neuerscheinung: Kommunikation – und Erzieherausbildung
Die neue Ausgabe 2024/2025 des „Grußes aus der Stiftung Großheppacher Schwesternschaft“ ist dem Thema KOMMUNIKATION gewidmet. Der Band wird herausgegeben von der Stiftung Großheppacher Schwesternschaft in Weinstadt. Drei Beiträge des Heftes sind aus der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt erwachsen und widemen sich Fragen der Erzieherausbildung:
Axel Bernd Kunze: Kommunikation via Lernplattform. Erfahrungen aus der Fachschule, in: Antje Fetzer-Kapolnek/Sibylle Kessel (Red.): Kommunikation (Gruß aus der Stiftung Großheppacher Schwesternschaft; 2024/25), o. O. (Weinstadt/Rems): Stiftung Großheppacher Schwesternschaft 2024, S. 72 – 75.
Axel Bernd Kunze: Chancen und Grenzen Künstlicher Intelligenz in der Schule, in: Antje Fetzer-Kapolnek/Sibylle Kessel (Red.): Kommunikation (Gruß aus der Stiftung Großheppacher Schwesternschaft; 2024/25), o. O. (Weinstadt/Rems): Stiftung Großheppacher Schwesternschaft 2024, S. 75 79.
Axel Bernd Kunze: Was ist eine Facharbeit? (Interview mit Sibylle Kessel) (gemeinsam mit Sibylle Martin, Ute Schleker und Katrin Schöffler), in: Antje Fetzer-Kapolnek/Sibylle Kessel (Red.): Kommunikation (Gruß aus der Stiftung Großheppacher Schwesternschaft; 2024/25), o. O. (Weinstadt/Rems): Stiftung Großheppacher Schwesternschaft 2024, S. 94 – 96.
Die Jahresschriften des GRUSSES sind auch online abrufbar:
https://www.grossheppacher-schwesternschaft.de/stiftung/gruss/
Neuerscheinung: Bonifatius gegen Gustav Adolf
Axel Bernd Kunze rezensiert in der aktuellen Ausgabe der Akademischen Monatsblätter (136. Jg., Heft 9, S. 278 f.) den neuesten Band des Hildesheimer Jubelpriesters, Publizisten und ehemaligen Kirchenzeitungsredakteurs Winfried Henze – unter dem Titel: Bonifatius gegen Gustav Adolf – oder: Reflexionen nach siebzig Priesterjahren.
Rezension: „Hölle der Abstraktionen“
Unter dieser Überschrift, die dem besprochenen Band entnommen ist, rezensiert der Sozialethiker und Erziehungswissenschaftler Axel Bernd Kunze in der aktuellen Ausgabe der Wochenzeitung „Die Tagespost“ (28. November 2024, S. 35) in der Beilage „forum“ zum Thema christliche Literatur den neuen Band des Münchner Theologen, Übersetzers und Autors Norbert Reck:
Die Kategorie der „Homosexualität“ taugt nicht zur Klassifikation von Menschen. Nicht was, sondern wer ein Mensch ist, ist dem Autor Norbert Reck zufolge entscheidend.
Norbert Reck: Kein anderes Ufer. Die Erfindung der Homosexualität und ihre Folgen. Anstoß zu einer notwendigen Debatte, Ostfildern: Matthias Grünewald 2024, 171 Seiten.
Leserbrief: Keine neue Attraktion
Die Debatte um den Umbau der mittlerweile wiedereröffneten Hedwigskathedrale in Berlin geht weiter. Axel Bernd Kunze äußert sich in einem Leserbrief für die Verlagsgruppe Bistumspresse zu den Berichten über die Wiedereröffnung:
Berlins frisch renovierte Hedwigskathedrale wird keine neue Attraktion, sondern ein Mahnmal sein: für das gestörte Verhältnis der Kirche im Umgang mit ihrem kulturell-künstlerischen Erbe und für den lieblosen Umgang mit ihren eigenen Traditionen. Nichts gegen eine behutsame Renovierung, die sich der Besonderheit der überkommenen Form und der tiefen Architektursprache des bisherigen Kirchenraums bewusst bleibt. Was als „schlichte Eleganz“ gepriesen wird, ist das traditionsblinde Einheitsweiß neuerer Domrenovierungen, das in bischöflichen Liturgie- und Bauabeilungen gegenwärtig dominiert – bis die nächste Mode kommt. St. Hedwig ist zur 08/15-Kathedrale gemacht worden. Ich werde mir bei meinen Besuchen in Berlin künftig andere Gottesdienstorte suchen.
(Ausgaben Nr. 30 vom 24. November 2024, S. 9)
Leserbrief: Hoch-, nicht in den Wind hängen
… sollten Verbindungen ihre Prunkfahnen – nicht anders herum, wie es auch Kirchenvertreter heute gern tun. So Axel Bernd Kunze in einem Leserbrief für die aktuelle Ausgabe von ACADEMIA (Jg. 117, H. 6, S. 61):
Zu: Thomas Gutmann: Arbeitswelt und Bürgergeist, in: ACADEMIA, Nr. 5/2024, S. 12 – 15.
Thomas Gutmann erwähnt in seinem Beitrag „Arbeitswelt und Bürgergeist“ (ACADEMIA 5/2024, S. 12 ff.) die Bad Harzburger Canossasäule. Deren Inschrift reagiert auf eine Rede Bismarcks im Reichstag am 14. Mai 1872. Fbr Winfried Henze (K.St.V. Winfridia zu Göttingen im KV), der im Sommer sein 70-jähriges Priesterjubiläum – noch immer im aktiven Dienst – sowie seinen 95. Geburtstag feiern konnte und früher Redakteur der Hildesheimer Kirchenzeitung war, erwähnt die Säule in seinem neuesten Band „Lob der Kalkleiste“ (Hildesheim 2024) in einem Kapitel über „antirömische Wallfahrtsorte in Deutschlands Norden“. Die Säule hat ein katholisches Gegenstück gefunden: 1880 erhielt die Kirche in Bündheim, heute ein Stadtteil von Bad Harzburg, das seltene Patronat des hl. Gregor VII. Es war der erste katholische Kirchenneubau der Region nach der Reformation. Henze schreibt in seinem Band: „Ach Freunde, was sinkt doch alles dahin im Laufe der Jahrzehnte und Jahrhunderte! Wieviel Zorn verraucht, wieviel Erinnerung wird schal! Gregor und Heinrich, Bismarck und Leo …“ Wir können heute mit Gelassenheit über das reden, was einst – so noch einmal Henze – „bitterernste Emotionen weckte“. Und doch gehören auch diese Erinnerungsorte zu unserer Geschichte. Denn etwas mehr Stolz auf die eigene Tradition und die eigene Identität täten unserem Land und seiner Kirche nicht schlecht. Gerade unsere Verbindungen sollten daher ihre Prunkfahnen hochhängen – und nicht in den Wind, wie es leider auch Kirchenvertreter heute tun. In diesem Sinne: Vielen Dank an Thomas Gutmann für seinen inspirierenden Beitrag.
