Neuerscheinung: Aus dem Gleichgewicht geraten?

Bildung und Sprache

… lautet der Themenschwerpunkt der Pädagogoischen Rundschau im November/Dezember 2016 (70. Jahrgang/2016, S. 619 ff.,).  Der von Professor Dr. Volker Ladenthin, Universität Bonn, konzipierte Thementeil umfasst folgende Beiträge:

Volker Ladenthin: Bildung und Sprache

Anke Redecker: Fachsprache im Unterricht. Von Geltungsansprüchen und Machtambitionen

Thomas Mikhail: Erziehungswissenschaft zwischen Syntaktik, Semantik und Pragmatik

Klaus Prange: Das Handwerk und das Mundwerk der Erziehung. Über das Verhältnis von Zeigen und Sagen

Harald Schwaetzer: Denken im Gespräch. Pädagogische Wege zu einer gemeinsamen Einsicht bei Nikolaus von Kues

Peter Lutzker: Rudolf Steiners Hypothese eines Sprachsinns und ihre Bedeutung für den Fremdsprachenunterricht und die Fremdsprachenlehrerausbildung der Waldorfschulen

Marion Pollmanns: „Was wirklich passiert“. Zur Rekonstruktioni der pädagogischen Logik, der Vermittlung anhand von Transskripten des Unterrichts sowie von Interviews mit Schülern

Jochen Krautz: Bild, Bildung und Sprache im Kunstunterricht. Theorie und Didaktik des kunstpädagogischen Bildgesprächs

Axel Bernd Kunze: Aus dem Gleichgewicht geraten? Die Debatte um Bildungsgerechtigkeit als Seismograph für Verschiebungen innerhalb des sozial- und menschenrechtsethischen Diskurses

Ines M. Breinbauer: Die unendliche Suche nach „Bildung“ in der „Sprache“

Werner Zillig: Das Wortfeld „Bildung“

Die „Pädagogische Rundschau“ ist eine der führenden pädagogischen Fachzeitschriften in deutscher Sprache. Sie fördert die Diskussion über die Grundlagen der Erziehungswissenschaft und stellt aktuelle Probleme des Fachgebietes dar. Die „Pädagogische Rundschau“ informiert über pädagogische Publizistik und wissenschaftliche Neuerscheinungen und bietet Erziehungswissenschaftlern und dem Nachwuchs ein Forum für den wissenschaftlichen Meinungsaustausch. (www.fachzeitungen.de)

Rezensionen: Lässt sich Gewaltfreie Kommunikation lernen? Gelten die Menschenrechte für alle?

Zwei neue Rezensionen im Onlineportal SOCIALNET gehen folgenden Fragen nach:

Was ist Gewaltfreie Kommunikation? Wie lässt sich diese in Psychologie, Therapie und Pädagogik einsetzen? Welche Rolle spielt Empathie für das Einüben gewaltfreier Kommunikation? Wie lassen sich empathische Kompetenzen fördern?

Axel Bernd Kunze (Rez.): Rezension zu „Sabine Geiger, Sibylle Baumgartner (Hrsg.): Empathie als Schlüssel. Gewaltfreie Kommunikation in Psychotherapie und Beratung. Beltz Verlag (Weinheim, Basel) 2015. 300 Seiten“, in: Socialnet, 10. Januar 2017.

www.socialnet.de/rezensionen/20126.php

Gelten die Menschenrechte tatsächlich für jeden, wie ihr Universalitätsanspruch behauptet? An welchen Stellen produzieren die Menschenrechte selbst diskriminierende Ausschlüsse? Wie gehen die Menschenrechte mit unterschiedlichen sexuellen Orientierungen und geschlechtlichen Identitäten um?

Axel Bernd Kunze (Rez.): Rezension zu „Imke Leicht: Wer findet Gehör? Kritische Reformulierungen des menschenrechtlichen Universalismus. Verlag Barbara Budrich (Opladen, Berlin, Toronto) 2016. 208 Seiten. Reihe: Politik und Geschlecht, Bd. 29“, in: Socialnet, 13. Februar 2017.

www.socialnet.de/rezensionen/21317.php

Neuerscheinungen: Pflegeethik, Sexualethik, Liturgie und Diakonie

In der Weihnachtspause sind noch einige Beiträge erschienen, die im Verlauf des vergangenen Jahres entstanden sind und die auf verschiedene Weise ethisch interessant sind.

Patrick Schuchter hat mit seinem Band „Sich einen Begriff vom Leiden anderer machen“ eine Grundlagenstudie für den zunehmend wichtiger werdenden Bereich Pflegeethik herausgebracht. Eine Besprechung des Bandes ist jetzt im Rezensionsportal Socialnet erschienen:

www.socialnet.de/rezensionen/21243.php

Am 19. März 2016 veröffentlichte Papst Franziskus mit dem Apostolischen Schreiben „Amoris laetitia“ die Ergebnisse der Bischofssynode zu Ehe und Familie. Roma locuta, causa finita? Der Brief der vier Kardinäle, die Ende des vergangenen Jahres idem Papst geschrieben haben, zeigt, dass die Diskussion um das Papier noch nicht beendet ist. Vieles wird davon abhängen, wie dieses Papier letztlich rezipiert werden wird. Axel Bernd Kunze fragt in der aktuellen Ausgabe der „Akdemischen Blätter“ (Heft III, S. 13 f.): „Was verändert sich mit Amoris laetitia?“

Akademische Blätter

„Jeder Tag wird aus dem dunklen Schoß der Nacht geboren. Jeder Morgen erinnert uns wieder neu an die Auferstehung. Dunkelheit und Tod werden nicht das letzte Wort haben. Es gibt viele Tode in dieser Welt […] Überall dort, wo sich Christen für Gerechtigkeit und Solidarität einsetzen, bricht bereits in dieser Welt der Ostersieg Christi durch. Die Nachtwache – die Vigil – will uns zum Einsatz gegen die vielen Tode in dieser Welt stärken. Sie ist ein Bild für die Wachsamkeit, die Christen aufgetragen ist: wachsam zu sein für das Kommen des Herrn und bereit zum Einsatz gegen die lebensfeindlichen Mächte, die usn bedrohen.“ Axel Bernd Kunze zeigt in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Bibel und Liturgie … in kulturellen Räumen“ am Beispiel der Vigil, wie Liturgie und Diakonie miteinander zusammenhängen. Der Beitrag vermittelt Anregungen, die Vigil mit Hilfe des neuen Gesangbuches „Gotteslob“ wieder neu zu entdecken. Die Zeitschrift wird herausgegeben vom Österreichischen Katholischen Bibelwerk:

Bibel und Liturgie 

Vorankündigung: Zerreißprobe Flüchtlingsintegration

Ein Thema wird uns auch in diesem Bundestagswahljahr beschäftigen: die Folgen des Massenzustroms an Flüchtlingen, die aus Afrika, dem Nahen Osten oder dem Balkan nach Deutschland kommen. Nicht nur politisch, auch sozialethisch hat das Thema heftige, nicht zuletzt auch emotionale Debatten ausgelöst. Die Frontlinie zwischen den verschiedenene Positionen wird durch zwei Fragen abgesteckt: Wie verhalten sich in der Migrationsethik Gesinnungs- und Verantwortungsethik zueinander? Wie werden staatsethische, menschenrechtsethische und personethische Argumente gewichtet und gegeneinander abgewogen? Mitte Januar wird in der Reihe „Theologie kontrovers“ ein Diskussionsband erscheinen, der die Konfliktlinien innerhalb der Sozialethik sichtbar machen und miteinander ins Gespräch bringen will:

Marianne Heimbach-Steins (Hg.): Zerreißprobe Flüchtlingsintegration, Freiburg i. Brsg.: Herder 2017.

Gefragt wird unter anderen: Wo stößt Gastfreundschaft an Grenzen? (Axel Bernd Kunze); Kann Religion eine Integrationsressource sein? (Daniel Bogner) oder: Hindernis oder Ressource? Die Rolle des Islams für die Integration von Flüchtlingen? (Hansjörg Schmid). Der Band der Münsteraner Sozialethiker schließt an einen Vorgängertitel „Begrenzt verantwortlich? Sozialethische Positionen in der Flüchtlingskrise“ von ihr an, der bereits 2016 erschienen ist.

Eine Inhaltsübersicht und eine Leseprobe zum neuen Band finden sich auf den Verlagsseiten:

https://www.herder.de/media/leseprobe/978-3-451-37618-4/html5.html

 

 

„Salon Launer“ öffnet seine Türen

„Salon Launer“ nennt sich ein neues Weblog, das zur freigeistigen Auseinandersetzung einladen will. Sein Betreiber, Peter Launer,  beschreibt sein Anliegen, das er mit seinem Weblog verfolgt, folgendermaßen:

„So auch dieser Blog, der an Zeiten anknüpft, welche den Salon als Mittelpunkt des kreativen Lebens, der Vielfalt und des Neuen inmitten dem althergebrachten zu verknüpfen wusste. Daher auch der Name Salon Launer, immer gut bestückt um die Musen des Elysiums besser ertragen zu können. Gerne Bechstein, Blüthner oder Bösendorfer Imperial.

‚Diese Netzseite sammelt daher alles rund um das gesellschaftliche und politische Leben aus der Sicht eines Stuttgarter Urgesteins.‘

Leserbriefe, Kommentare zu tagespolitischen Phänome, kurz und prägnant sowie gesellschaftliche Veranstaltungen aus der bürgerlichen Restmitte werden hier gefunden.“

Den „Salon Launer“ finden Sie hier.

Bibliographie zu Karl Barth

„The Center for Barth Studies“ am Theologischen Seminar in Princeton führt online eine Bibliographie zu Neuerscheinungen über Karl Barth. Für 2016 ist auch der Band „Rote Fahnen, bunte Bänder“ (hg. v. Manfred Blänkner und Axel Bernd Kunze) gelistet worden. Unter den vorgestellten korporierten Sozialdemokraten findet sich auch Karl Barth. Die Bibliographie ist online abrufbar:

http://barth.ptsem.edu/research/new-and-forthcoming

Neuerscheinung: Nobelpreis und Leistung – Beitrag jetzt online zugänglich

Mit dem morgigen Luziafest, das in Schweden eine besondere Rolle spielt, geht traditionell die Nobelpreiswoche zu Ende. Vor 115 Jahren wurde der Nobelpreis erstmals verliehen. Der nach seinem Stifter, Alfred Nobel, benannte Preis würdigt hervorragende Leistungen auf den Gebieten der Naturwissenschaften, der Medizin, der Literatur und der Förderung des Friedens. Die Zeitschrift „Katholische Bildung“ nahm dieses Jubiläum zum Anlass,  der pädagogischen Bedeutung des Leistungsbegriffs nachzuspüren. Der Beitrag ist mittlerweile auch in der Onlineausgabe leicht zugänglich:

http://www.vkdl.de/pdf/katholische-bildung/2016-12-10+Katholische-Bildung_12-2016.pdf

Axel Bernd Kunze: Vor 115 Jahren wurde der Nobelpreis erstmals verliehen: Ein Anlass, nach der Rolle von Leistung in Schule und Pädagogik zu fragen, in: Katholische Bildung 117 (2016), H. 12, S. 485 – 495.

Neuerscheinung: Festschrift 160 Jahre Großheppacher Schwesternschaft

Die aktuelle Ausgabe der Reihe GRUSS DER GROSSHEPPACHER SCHWESTERNSCHAFT 2016/2017 (= Kind und Schwester, 58. Jahrgang, Nr. 125, November 2016) steht unter dem Titel:

160 Jahre in Gemeinschaft. leben – lernen – arbeiten – beheimaten

Die Festschrift begleitet den Wandlungsprozess der Stiftung von einer Schwesternschaft zur diakonischen Auftragsgemeinschaft. Weitere Informationen zur Stiftung Großheppacher Schwesternschaft finden Sie hier.

Autoren der Festschrift sind Norbert Friedrich (Fliedner-Kultur-Stiftung, Kaiserswerth), Pfr. Dr. Reinhold lanz (Verbandsdirektor des Kaiserswerther Verbandes a. D.), Magdalene Simpfendörfer-Autenrieth (Stiftung Großheppacher Schwesternschaft), Diakonisse Rose Pfund (Stiftung Großheppacher Schwesternschaft, Weinstadt), Carmen Treffinger (Evangelische Diakonissenanstalt Stuttgart), Professor Dr. Volker Ladenthin (Bonner Zentrum für Lehrerbildung), Privatdozent Dr. Axel Bernd Kunze (Evangelische Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt), Ruth Herb (Evangelische Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt), Dunja Hummel (Kinderhaus am Sonnenhang, Weinstadt), Professor Dr. Arnold Pracht (Hochschule Eßlingen), Pfr. Frieder Grau (Stiftungsrat der Großheppacher Schwesternschaft), Renate Fischer-Espey (Evangelische Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt), Stephanie Geymann (Evangelische Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt), Wolfgang Mack (Evangelische Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt), Jonas Naumann (Mathilde-Planck-Schule, Ludwigsburg) und Peter Schmaderer (Stiftung Großheppacher Schwesternschaft, Weinstadt).

Axel Bernd Kunze, Gesamtschulleiter der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt, beschäftigt sich im Beitrag Eine Vorschule des Glaubens mit der Bedeutung gemeinschaftlicher Rituale im Schulalltag (S. 32 – 37): Erfahrungsmöglichkeiten schaffen – Freiräume eröffnen – Nach Bedeutung fragen – Begegnung mit gelebter Religion ermöglichen.

Rezension: Brücklmeierverein würdigt „Rote Fahnen, bunte Bänder“

Manfred Blänkner, Axel Bernd Kunze (Hgg.): Rote Fahnen, bunte Bänder. Korporierte Sozialdemokraten von Lassalle bis heute, Bonn: J. H. W. Dietz Nachf. 2016.

Das Weblog des Brücklmeiervereins hat den Band „Rote Fahnen, bunte Bänder“ (hg. v. Manfred Blänkner und Axel Bernd Kunze) gewürdigt:

http://www.bruecklmeierverein.de/Aus_der_Forschung/Eintrage/2016/10/3_Rote_Fahnen%2C_bunte_Bander__Ein_Anfang%2C_der_Appetit_macht.html

Der Brücklmeiererein bietet eine Plattform an, von der aus wichtige Aspekte der corpsstudentischen Geschichte in ihrem zeithistorischen Bezug zu Kriegen und Konflikten – zum  „Widerstand“ – erforscht und beschrieben werden können. Der vom Brücklmeierverein gewählte Forschungsansatz ist generell wissenschaftlich. Bezogen auf die Korporationslandschaft ist dieser Ansatz verbändeübergreifend, nicht zuletzt, weil die alten, landsmannschaftlich geprägten Kösener Corps schon bald nach ihrer Stiftung von konkurrierenden oder sie imitierenden Verbindungen umgeben waren. Die Forschungsergebnisse sollen so auf größerer Ebene anwendbar werden, den Belangen des gesamten Korporationswesens in Mitteleuropa soll Rechnung getragen werden.

Der nächste Bundestagswahlkampf steht vor der Tür, doch das Parteiensystem befindet sich nicht im besten Zustand. Die politischen Parteien verlieren aus verschiedenen Gründen an Ansehen und erscheinen immer häufiger austauschbar. Nicht wenige fragen sich, für welche Werte die einzelnen Parteien heute noch stehen. Der vorliegende Band, der im Auftrag des Lassallekreises herausgegeben wurde, schaltet sich in die politische Wertedebatte ein und macht deutlich, welch wichtige Rolle Parteien wie Studentenverbindungen gleichermaßen für den Erhalt gesellschaftlicher Orientierungswerte spielen. Am Beispiel der Sozialdemokratie wird deutlich, wie parteipolitisches und couleurstudentisches Engagement gegenseitig bereichern können.

Eine öffentliche Vorstellung des Bandes durch Professor Dr. Rainer Blasius (Frankfurter Allgemeine Zeitung)  ist für das neue Jahr in Stuttgart geplant. Bei Interesse erhalten Sie weitere Informationen unter Kunze-Bamberg@t-online.de.

Neuerscheinung: Pädagogische Gedanken zum Leistungsbegriff – aus Anlass des Nobelpreisjubiläums

Seit 1901 wird am 10. Dezember, dem Todestag seines Stifters, alljährlich der Nobelpreis verliehen, der mithin in diesem Monat 115 Jahre alt wird. Die Zeitschrift „Katholische Bildung“ hat dies zum Anlass genommen, nach der Bedeutung des Leistungsgedankens für Schule und Pädagogik zu fragen:

Axel Bernd Kunze: Vor 115 Jahren wurde der Nobelpreis erstmals verliehen: Ein Anlass, nach der Rolle von Leistung in Schule und Pädagogik zu fragen, in: Katholische Bildung 117 (2016), Heft 12, S. 485 – 495.