Tagungsbericht: Forum Sozialethik 2016

Im aktuellen Heft 4/2016 der internationalen Zeitschrift für Christliche Sozialethik AMOSinternational ist ein Tagungsbericht zum diesjährigen „Forum Sozialethik“ erschienen. Die jungen Sozialethikerinnen und Sozialethiker diskutierten Anfang September in der Katholischen Akademie in Schwerte zu den Themen „Flucht – Zuwanderung – Integration“. Leider werden im Tagungsbericht kontroverse Streitfragen stark geglättet. Die bekannten gesellschaftlichen Kontroversen zur gegenwärtigen Migrationspolitik waren im Rahmen des Forums durchaus stärker spürbar:

http://www.kommende-dortmund.de/kommende_dortmund/medien/1859/original/71/amos_16-4-S52-54-Tagungsbericht.pdf

Der Beitrag des Weblogverfassers zu den Chancen und Grenzen schulischer Integration wurde im September in diesem Weblog veröffentlicht:

https://bildungsethik.wordpress.com/2016/09/07/vortrag-chancen-und-grenzen-schulischer-integration/

Bildungspolitik: Durchlässigkeit und Anschlussfähigkeit der Erzieherausbildung

Durchlässigkeit und Anschlussfähigkeit der Erzieherausbildung sind in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen, gerade auch im Hinblick auf Möglichkeiten der akademischen Weiterqualifizierung (die folgende Darstellung berücksichtigt vor allem die Situation in Baden-Württemberg).

Die an der Fachschule für Sozialpädagogik im Rahmen der Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin/zum staatlich anerkannten Erzieher erworbene Qualifikation entspricht im Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR)  der Niveaustufe 6, das Kompetenzniveau am Ende der Ausbildungist damit einem Bachelorabschluss vergleichbar

Im Rahmen der Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin/zum staatlich anerkannten Erzieher ist es möglich, die allgemeine Fachhochschulreife erwerben. Schüler und Schülerinnen, die sich dazu entschließen, erhalten nach dem erfolgreichen Bestehen der Prüfung am Ende der schulischen Ausbildung ein „Zeugnis der Fachhochschulreife“, das ihnen die allgemeine Fachhochschulreife vermittelt. Mit dieser ist die Studienberechtigung nicht auf eine bestimmte Fachrichtung beschränkt. Das Zeugnis der Fachhochschulreife entspricht der Rahmenvereinbarung über Fachschulen der Kultusministerkonferenz vom 07. November 2002, derzeit in der Fassung vom 12. Dezember 2013.

Mit dem Erwerb der Fachhochschulreife stehen Erzieherinnen und Erziehern zahlreiche akademische Anschlussmöglichkeiten und Studiengänge offen:

So können sie mit der Fachhochschulreife grundsätzlich an einer Fachhochschule aufgenommen werden. Auch das Studium der Kindheitspädagogik an einer Pädagogischen Hochschule ist möglich. Über zusätzlich zu erbringende Voraussetzungen (z. B. Praktika, Aufnahmeprüfungen) informieren die Zulassungsstellen der Hochschulen.

Baden-Württemberg bietet mit der sogenannten zentralen, fachunabhängigen Deltaprüfung mittlerweile auch Schülerinnen und Schülern mit Fachhochschulreife die Möglichkeit, sich um einen Studienplatz zu bewerben, für den normalerweise das Abitur notwendig ist. Die Prüfung wurde so benannt, weil sie ermöglicht, das „Delta“ zwischen dem eigenen Schulabschluss und einem möglichen Wunschstudium zu schließen. Für Erzieherinnen und Erzieher mit Fachhochschulreife bietet dies zusätzliche interessante Anschlussmöglichkeiten in universitären Studiengängen (z. B. in einem Studium für das Lehramt).

In einigen Bundesländern können staatlich anerkannte Erzieherinnen und Erzieher mit Fachhochschulreife unter bestimmten Umständen auch ein Bachelorstudium an einer Universität aufnehmen.

In Baden-Württemberg stehen gegenwärtig an neun Hochschulen Bachelorstudiengänge der Frühen Kindheit zur Verfügung.

Ein Studium der (Frühen) Kindheit oder der Frühkindlichen Bildung und Erziehung kann als Möglichkeit der Weiterbildung und des beruflichen Aufstiegs für Leitungsfunktionen oder für eine Aufgabe als Fachberaterin/Fachberater genutzt werden.

Die erfolgreich abgeschlossene Ausbildung an der Fachschule für Sozialpädagogik kann mit bis zu 60 Credits auf ein Bachelorstudium der Frühen Kindheit angerechnet werden. Dies entspricht einer Studienzeitverkürzung um ein Drittel bzw. zwei Semester.

Die evangelischen Fachschulen in Württemberg bieten überdies die Möglichkeit zur Teilnahme an einem Integrierten Studienmodell, das in Kooperation mit der Evangelischen Hochschule und der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg angeboten wird. Wissenschaftspropädeutische Lehrveran­staltungen im Oberkurs bereiten bereits während ihrer schulischen Ausbildung auf das Studium vor. Während des Berufspraktikums arbeiten die Studierenden vier Tage in ihrer Praktikumseinrichtung, daneben sind sie bereits an der Hochschule immatrikuliert und absolvieren einen Studientag pro Woche. Auf diese Weise benötigen sie im Anschluss an die Verleihung der staatlichen Anerkennung zur Erzieherin/zum Erzieher, mit der das Berufspraktikum abschließt, nur noch drei Vollzeitsemester an der Hochschule bis zum Bachelor.

Die Katholische Hochschule Freiburg bietet gleichfalls eine Kooperation mit Fachschulen an. Dort steht für Absolventen kooperierender Schulen der Bachelorstudiengang Pädagogik offen, bei dem gleichfalls bis zu 60 Credits angerechnet werden können. Die Inhalte reichen von der Elementarbildung bis zur Erwachsenenbildung.

Nach dem erfolgreichen Erwerb eines Bachelorabschlusses (BA) kann das Studium in einem Masterstudiengang fortgesetzt werden. Ein Masterabschluss (MA) eröffnet Berufsaussichten im Höheren Dienst oder auch die Möglichkeit zur Promotion. Die Zugangsregelungen können sich zwischen einzelnen Bundesländern und Hochschulen unterscheiden; hierüber informiert die Zulassungsstelle der jeweiligen Hochschule.

Mit dem erfolgreichen Abschluss einer Fachhochschule erwerben Studenten in der Regel eine der allgemeinen Hochschulreife entsprechende Qualifikation, sodass sie von der Fachhochschule in einen verwandten universitären Studiengang wechseln können. Dabei ist die Anrechnung von bis zu 60 Credits während der ersten zwei Fachsemester an der Universität möglich. Teilweise bestehen für den Wechsel von der Fachhochschule zur Universität in den verschiedenen Bundesländern unterschiedliche Regelungen.

Auch wer während der Erzieherausbildung keine Fachhochschulreife erworben hat, kann heute an zahlreichen Hochschulen als beruflich Qualifizierter unter bestimmten Voraussetzungen ein Studium aufnehmen. Vorausgesetzt wird in der Regel eine mindestens dreijährige Berufserfahrung.

Tagungsbericht: „Sorge für das gemeinsame Haus“

„Es ist unsere bescheidene Überzeugung, dass das Göttliche und das Menschliche einander begegnen in den kleinsten Details des nahtlosen Gewandes der Schöpfung Gottes, sorg im winzigsten Staubkorn unseres Planeten.“

(Papst Franziskus in seiner Umweltenzyklika „Laudato si'“)

„Ökologische Erziehung kann zwar keine Forderungen durchsetzen, aber alle befähigen und motivieren, sich zu engagieren. Ziel ist, den SchülerInnen ein ganzheitliches Weltbild und ökologische Urteilsfähigkeit zu vermitteln. So kann man auf Basis ökologischer Güterabwägung ethische Handlungsmöglichkeiten entwickeln, […] die Fesseln der Globalisierung abstreifen und dem Primat der instrumentellen, technischen Rationalität sinnvoll begegnen. Am Institut Dr. Flad wird bereits seit Jahrzehnten mit vielen Lerneinheiten und Vorträgen das von Franziskus postulierte Fundament für ganzheitlich ökologisches Denken und Handeln gelegt. Der Vortrag von Dr. Axel Bernd Kunze war somit ein Glied in einer Veranstaltungs-Reihe zu ökologischer Erziehung mit ethisch-christlichem Verantwortungsbewusstsein.“

(Auszug aus dem Vortragsbericht in der Zeitschrift „Der Benzolring. Informationen aus dem Institut Dr. Flad Stuttgart“, 37. Jg., Nr. 2/2016)

Der aktuelle „Benzolring“, der Informationsdienst des renommierten Instituts Dr. Flad in Stuttgart, erinnert in diesem Herbst an eine Gastvorlesung, die im Mai dieses Jahres stattfand: „Was kann ökologische Erziehung leisten?“, fragte Axel Bernd Kunze, Gesamtschulleiter der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik in Weinstadt sowie Privatdozent für Erziehungswissenschaft an der Universität Bonn, anlässlich des Erscheinens der ersten päpstlichen Umweltenzyklika „Laudato si'“. Wie der Vortrag deutlich machte, lohnt es sich, die Enzyklika nicht allein aus theologischer, ethischer oder naturwissenschaftlicher, sondern gerade auch pädagogischer Perspektive zu lesen. Denn Papst Franziskus räumt der Erziehung zu ökologischem Denken und Handeln mehr als nur eine Nebenrolle ein.

Den vollständigen Tagungsbericht können Sie in der Onlineausgabe des „Benzolrings“ lesen: http://www.chf.de/benzolring/benzolring201602.pdf

Neuerscheinung: Kritik am Kompetenztaumel

Ende Oktober 2016 erscheint ein neuer Band, der im Umkreis der Gesellschaft für Bildung und Wissen entstanden ist:
Hans Peter Klein: Vom Streifenhörnchen zum Nadelstreifen. Das deutsche Bildungswesen im Kompetenztaumel, Springe a. D.: zu Klampen 2016.

Deutschlands Schüler werden immer schlauer. Jahr für Jahr steigt die Abiturientenquote und die Anzahl der Absolventen mit Bestnoten. Ein Ende dieser Entwicklung ist nicht absehbar. Wirscheinen uns in einer Phase der beschleunigten Evolution von Intelligenz zu befinden. Wie konnte es dazu kommen? Der Bildungsforscher Hans Peter Klein hat über Jahre die Anforderungen für das Abitur in verschiedenen Bundesländern unter die Lupe genommen. Ein Versuch, den er in diesem Rahmen durchführte, sorgte landesweit für Schlagzeilen: Den Schülern einer neunten Klasse legte er die Abituraufgaben im Fach Biologie vor, und die scheiterten nicht, sondern konnten sie erfolgreich lösen. Sie mussten lediglich die in einem Text enthaltenen Informationen richtig wiedergeben. Wenn nur noch »Kompetenzen«, keine auf selbständigem Denken basierenden Erkenntnisse eingefordert werden, können schulische Leistungen zwar scheinbar exponentiell steigen, aber um den Preis, dass die Schüler nur noch für ihr späteres Berufsleben zugerichtet werden. Hans Peter Klein stellt die Absurditäten der Bildungsreformen seit PISA und Bologna bloß und beschreibt Szenarien, die sich zuweilen wie Satire lesen, jedoch bittere Realität sind – mit einschneidenden Konsequenzen für den Bildungs-, Wissenschafts- und Wirtschaftstandort Deutschland.

Hans Peter Klein unterrichtete viele Jahre als Gymnasiallehrer und wurde 2001 auf den Lehrstuhl für Didaktik der Biowissenschaften an der Goethe Universität Frankfurt am Main berufen. Er ist Präsident der Gesellschaft für Didaktik der Biowissenschaften, Mitbegründer der Gesellschaft für Bildung und Wissen und Mitglied der Bildungskommission der Gesellschaft deutscher Naturforscher und Ärzte. 2011/2012 war er als Gastprofessor am College of New Jersey in den USA tätig.
(aus der Verlagsinformation)

Neuerscheinung: Schulische Gretchenfrage

„Vermehrte Zuwanderung sowie wachsende religiöse und kulturelle Vielfalt stellen uns vor gewaltige Herausforderungen. Eine gelingende, robuste Integrationspolitik wird für die Zukunft unseres Landes von entscheidender Bedeutung sein. Die Schule spielt dabei eine nicht unwesentliche Rolle für den Erhalt und die Gestaltung eines gedeihlichen Zusammenlebens. […]“ – so Axel Bernd Kunze in der Reihe „Zur Diskussion“ in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Schule im Blickpunkt“:

  • Integration braucht eine gemeinsame Grundlage
  • Anforderungen an vermehrten Islam- und Ethikunterricht
  • Toleranz meint nicht Neutralität
  • Gegenseitige Anerkennung von Religion und Politik notwendig

Axel Bernd Kunze: Wie hältst du’s mit der Religion? Auch Schule muss sich der Gretchenfrage stellen, in: Schule im Blickpunkt. Informationen des Landeselternbeirats Baden-Württemberg 50 (2016), H. 1 (Oktober), S. 17 – 19.

Neuerscheinung: Neues Leitungsteam der EFSP Weinstadt

Die „Stuttgarter Zeitung“ berichtet über das neue Leitungsmodell der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt: Fachschule stellt sich auf gesellschaftlichen Wandel ein. Die Schule wird künftig von einem vierköpfigen Leitungsteam geführt, bestehend aus einem Gesamtschulleiter und drei Schulartverantwortlichen für die Fachschule für Sozialpädagogik, die Praxisintegrierte Ausbildung und die Berufsfachschule für Kinderpflege.

Veranstaltungsbericht: Singen mit Kindern

Am 11. Oktober 2016 war Frau Kretschmann, Frau des baden-württembergischen Ministerpräsidenten und neue Vorsitzende der Stiftung Singen mit Kindern, an der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt zu Gast. Anlass war die feierliche Übergabe der gleichnamigen Zertifikate an zehn Schülerinnen und Schüler der Fachschule. Im Folgenden ist die Begrüßungsansprache des Gesamtschulleiters, Herrn PD Dr. Kunze, dokumentiert:

Im Namen der Schulleitung darf ich Sie alle sehr herzlich in der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik begrüßen. Als Gesamtschulleiter der Fachschule für Sozialpädagogik und der Berufsfachschule für Kinderpflege bin ich in der Regel zuständig für die trockene Schuladministration. Heute darf ich nun einmal das Wahre, Gute und Schöne im Bildungsgeschäft der Schule vertreten. – Ein besonderes Willkommen gilt Ihnen, liebe Frau Kretschmann. Wir freuen uns sehr, dass Sie als neue Vorsitzende der Stiftung „Singen mit Kindern“ unsere Schule besuchen und gerade Beutelsbach als Ort für die erste feierliche Übergabe von Zertifikaten ausgewählt haben.

Unsere Fachschule – mit rund vierhundert Schülerinnen und Schülern – bildet Kinderpfleger und Kinderpflegerinnen sowie Erzieherinnen und Erzieher aus. Daneben bieten wir Fort- und Weiterbildungen für Pädagogische Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen an. Ferner werden wir ab dem nächsten Schuljahr ein integriertes Studienmodell anbieten, sodass unsere Schülerinnen und Schüler parallel zu ihrer Ausbildung bereits ein Bachelorstudium beginnen können.

 Im Rahmen ihrer Ausbildung können unsere Auszubildenden bereits inhaltliche Schwerpunkte setzen und auf diese Weise ein persönliches berufliches Profil entwickeln, beispielsweise in den Profilbereichen Forschen und Experimentieren, Ästhetische Bildung, Natur- und Umweltpädagogik oder Bildung und Erziehung von Kindern unter drei Jahren. Als evangelische Schule bieten wir ferner die Möglichkeit, über das Profilfach Religionspädagogische Praxis eine theologische Zusatzqualifikation zu erwerben. Die Profilfächer bieten die Möglichkeit, Themen vernetzt, ganzheitlich und praxisorientiert zu unterrichten, wofür die geltenden Lehrpläne möglicherweise nicht immer den Freiraum bieten, der wünschenswert wäre. 

Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der musikalisch-rhythmischen Ausbildung und Chorarbeit. Gemeinsam mit Ihrer Stiftung, liebe Frau Kretschmann, können wir das Profilfach „Singen mit Kindern“ anbieten, das seit diesem Schuljahr bereits ab dem ersten Ausbildungsjahr belegt werden kann. Chor und Profilfach werden von Frau Kollegin Dott.ssa Rossi sehr engagiert geleitet. Die Schülerinnen und Schüler üben ihr analytisches Hören, lernen, geeignete Musikstücke für Kinder auszuwählen, und üben Methoden ein, mit denen Kindern ein ganzheitlicher Zugang zur Musik eröffnet werden kann. Ein wichtiger Schwerpunkt in unserem musikalischen Profilbereich ist das kindgerechte Singen, in Verbindung mit Bewegung und Instrumentalbegleitung. Wie ein roter Faden ziehen sich Haltungs- und Atemübungen sowie Stimmbildung durch die gesamte Schulzeit. Sehr herzlich darf ich Herrn Professor Bauer für die gute Zusammenarbeit beim Aufbau und bei der Entwicklung unseres Profilbereiches danken.

 Sehr geehrte Frau Kretschmann, Sie sind selber als Lehrerin tätig gewesen. In der Zeitung war zu lesen, dass sie einmal im Rückblick auf Ihre pädagogische Tätigkeit beklagt haben, dass es in den Schulstunden „zu wenig Zeit für Muße“ gebe. Es komme jedoch darauf an, „nicht nur den Kopf, sondern auch Hände und Herz“ auszubilden, wenn man allen Schülern gerecht werden wolle, „denn irgendwelche Fähigkeiten hat jeder“.  

Durch unseren Profilbereich „Singen mit Kindern“ wollen wir als Fachschule dazu beitragen, diesem Ziel gerecht zu werden. Ich darf an dieser Stelle aus der Konzeption des Profilbereiches zitieren: „Kinder haben ein Recht darauf, dass mit ihnen fachgerecht gesungen wird – gerade auch deshalb, weil in vielen Familien die Tradition des Miteinander-Singens nicht mehr vorhanden ist. Es ist eine Frage der Bildungsgerechtigkeit, dass mit allen Kindern in der ‚Kita‘ gesungen wird.“

Zehn Schülerinnen und Schüler, die heute ihr Zertifikat „Singen mit Kindern“ entgegennehmen können, werden diese Botschaft in besonderer Weise in ihrer beruflichen Tätigkeit umsetzen. Darüber freuen wir uns sehr. Schon jetzt darf ich Ihnen zum erfolgreichen Erwerb Ihrer Zertifikate herzlich gratulieren und alles Gute für Ihre weitere pädagogische Arbeit wünschen.

Weitere Informationen zur Stiftung Singen mit Kindern finden Sie hier.

Weitere Informationen zur Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt finden Sie hier.

Neuerscheinung: Festschrift zu Ehren von Elmar Wortmann

Eckehardt Knöpfel und Carsten Püttmann haben anlässlich des 65. Geburtstages eine Festschrift zu Ehren von Elmar Wortmann, Vorsitzender des Verbands der Pädagogiklehrer (VdP) herausgegeben. Geehrt werden die Verdienste des Jubilars um einen bildungstheoretisch fundierten, wissenschaftspropädeutischen Pädagogikunterricht.

Diesem Thema widmet sich insbesondere der Beitrag von Axel Bernd Kunze mit dem Titel:

Wissenschaftspropädeutik im Pädagogikunterricht. Eine Standortbestimmung in veränderter akademischer Landschaft mit begründender Absicht (S. 59 – 76).

Die Festschrift besteht aus drei Hauptteilen:

  1. Zur Dialektik von Bildungstheorie und Fachdidaktik
  2. Zur Dialektik von schulischer und universitärer Realität
  3. Zur Dialektik von Lehrplänen und Unterrichtsrealität

Ferner enthält der Band eine Bibliographie Elmar Wortmann sowie einen „sehr persönlichen Epilog“ aus der Feder Theo Güldenbergs.

Eckehardt Knöpfel, Carsten Püttmann (Hgg.): Bildungstheorie und Schulwirklichkeit. Arbeiten zur Theorie und Praxis pädagogischer Bildung im allgemein- und berufsbildenden Schulwesen (Didactica nova; 25), Festschrift für Elmar Wortmann, Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren 2016, 408 Seiten.

Neuerscheinung: Engagement 3/2016

Das neue Heft der schulpädagogischen Fachzeitschrift ENGAGEMENT trägt den Titel „Glaube als Kraftquelle im pädagogischen Alltag“ (34. Jg., H. 3/2016, Münster i. Westf.: Aschendorff; verantwortlich: Lukas Schreiber). Im Rezensionsteil (verantwortlich: Axel Bernd Kunze) werden folgende Bände besprochen:

FACHLITERATUR

V. Ladenthin: Zweifeln, nicht verzweifeln. Warum wir Religion brauchen (Rez.: Joachim Fischer)

T. Bohrmann u. a.: Handbuch Theologie und populärer Film, Bd. 3 (Rez.: Björn Igelbrink)

R. G. Heinze: Die erschöpfte Mitte. Zwischen marktbestimmten Soziallagen, politischer Stagnation und der Chance auf Gestaltung (Rez.: Katharina Dübgen)

C. Dalberth: Gerechtigkeit in der Schule (Rez.: Joachim Fischer)

J. Metelmann u. a.: Bildungsbürgerrecht (Rez.: Joachim Fischer)

A. Seifert u. a.: Praxisbuch Service-Learning. „Lernen durch Engagement“ an Schulen (Rez.: Jan Dochhorn)

A. M. Baltes u. a.: Studierende übernehmen Verantwortung. Service Learning an deutschen Universitäten (Rez.: Jan Dochhorn)

W. Hinrichs u. a.: Eduard Spranger. Verstehende Kulturphilosophie der Politik – Ökonomie – Pädagogik (Rez.: Axel B. Kunze)

J. Berger u. a.: Referendariat Geschichte (Rez.: Stephan Mokry)

L. Koch: Lehren und Lernen. Wege zum Wissen (Rez.: H. Westermann)

W. Einsiedler: Geschichte der Grundschulpädagogik. Entwicklungen in Westdeutschland und in der DDR (Rez.: Wilhelm Wittenbruch)

KINDERLITERATUR

S. Crossan: Eins (Rez.: Astrid Frey)

A. Pehnt: Alle für Anuka (Rez.: Astrid Frey)

U. Hesseling: Der Mondsichel-Ohrring (Rez.: V. Ladenthin)

Neuerscheinung: Gebet – ein Thema für die Pädagogik?

Gebet – ein Thema für die Pädagogik?

… mit dieser Frage beschäftigt sich ein Beitrag von Axel Bernd Kunze im neuen Handbuch Gebet, das in diesem Herbst im Verlag Herder erschienen ist:

Matthias Arnold, Philipp Thull (Hgg.): Theologie und Spiritualität des Betens. Handbuch Gebet, Freiburg i. Brsg.: Herder 2016, S. 306 – 316.