Rezension: Tablet + KI = Digitale Bildung?

Tablet + KI = Digitale Bildung? – Diese Frage stellt Martin Frenkler in der aktuellen Ausgabe der „Schwarzburg“ (134. Jg., Heft 2/2025, S. 35 f.) in seiner Rezension des Bandes

Tim Raupach, Florian Fuchs (Hgg.): Bildungsautomaten? Beiträge zur Digitalisierung von Bildung und Lehre, Leipzig: SpringerVieweg 2025, ISBN 978-3-658-45541-5, 32,99 Euro.

In dem Band findet sich auch ein bildungsethischer Beitrag von Axel Bernd Kunze (Univ. Bonn): „Ausgehend von der bleibenden Bedeutung von Schulbibliotheken für das Hineinwachsen in eine Buch-, Lese-, Bildungs- und Wissenschaftskultur zeigt Kunze die Notwendigkeit von Räumen der Muße, in denen jenseits von Smartphone oder powerpointischer Oberflächlichkeit vertieftes Nachdenken und differenziertes Argumentieren gelernt weden kann. Gegen die Verwendung großer Sprachmodelle etwa als Co-Autor zur Erstellung differenzierter Unterrichtsmaterialien spricht dagegen nichts, solange die generierten Inhalte der wie bisher geltenden Verantwortlichkeit der Lehrkraft für ihren Unterricht unterworfen bleiben.“

Der Rezensent mahnt an, dass auch der Informatikunterricht eine wichtige Verantwortung im Prozess zunehmender schulischer Digitalisierung einnehmen müsse. Diese sei nicht allein zur Beherrschung der Hardware wichtig, sondern habe auch die Aufgabe „die Blackbox zu entzaubern“ und „einen Überblick über die mathematischen und die praktischen Grenzen der automatisierten Datenverarbeitung zu verschaffen“.

Rezension: Christentum und Verfassung

Flagge und Kreuz gehören zusammen – unter diesem Titel würdigt der Sozialethiker und Erziehungswissenchaftler Axel Bernd Kunze in der aktuellen Ausgabe der Akademischen Monatsblätter einen Titel des Juristen und Philosphen Lothar Christian Rilinger:

Axel Bernd Kunze (Rez.): Flagge und Kreuz gehören zusammen, in:  Akademische Monatsblätter 137 (2025), H. 9, S. 296 f.

Rezension zu: Lothar Christian Rilinger: Christentum und Verfassung. Ein Dualismus oder doch eine Einheit? (Editiones Scholasticae)., Neunkirchen-Seelscheid 2025, 257 Seiten.

Buchtipp zum Advent: Nikolaus von Myra

Der Advent steht vor der Tür – und damit auch der Nikolaustag. Nikolaus zählt zu den bekanntesten und beliebtesten Heiligen. Doch was wir kennen, sind vor allem die liebevollen Legenden, die über ihn erzählt werden. Andreas von Kreta und Johannes vom Studitenkloster in Konstantinopel überliefern, dass Nikolaus am Konzil von Nizäa teilgenommen habe, das sich in diesem Jahr zum tausendsiebenhundertsten Male jährt. Die Reise des Papstes in dieser Woche, die ihn u. a. in die Türkei und in das heutige Iznik, das frühere Nizäa, führt, lenkt noch einmal das Interesse auf dieses Jubiläum. Nikolaus zählte im Bilderstreit theologisch zu den deutlichen Befürwortern der Ikonenverehrung.

Der Münchner Philosoph und Theologie Thomas Schumacher erschließt in seinem Band das geschichtliche Wissen über über den heiligen Bischof von Myra, sofern dieses noch für uns greifbar ist, sowie die Entwicklung der Nikolausverehrung. Nicht zuletzt die Translation seiner Reliquien im Jahre 1087 nach Bari förderte die Nikolausverehrung im westlichen Europa. Im Übergang zur Neuzeit wurde die religiöse Verehrung des heiligen Nikolaus deutlich zurückgedrängt: im Protestantismus als katholisierend teilweise sogar verboten, in der Gegenreformation verdrängt durch die Förderung anderer Heiliger. Doch mit der Aufklärung kamen die bis heute beliebten Nikolausbräuche wieder auf, wenn auch mit dem Signum einer zeittypischen Pädagogisierung. Mittlerweile steht der Nikolaustag sogar in der evangelischen Agende.

Nikolaus galt „als Himmelsbürger und Erdenbürger gleichermaßen“ (S. 9) und wurde verehrt, wie Schumacher herausarbeitet, da er bereits zu Lebzeiten als von himmlischer Verklärung ganz durchdrungen galt. Wenig ist aus dem Leben des Heiligen historisch greifbar, doch seine Person real, auch seine Konzilsteilnahme ist nicht gesichert. Dass Nikolaus dennoch kein fiktiver Heiliger gewesen sei, ist für Schumacher aus der schnell einsetzenden Verehrung und der Bewahrung seines Grabes ablesbar.

Wer jenseits der üblichen Adventsbücher zu Legenden und Brauchtum des heiligen Nikolaus, kirchengeschichtlich-theologischen Hintergrund über den prominenten Heiligen sucht, sollte zu Schumachers Werk greifen, das gut lesbar und leicht verständlich geschrieben ist.

Thomas Schumacher: Der heilige Nikolaus. Bischof von Myra. Annäherungen aus Geschichte, Legenden, und Theologie, München: Pneuma 2018, 136 Seiten.

https://www.pneuma-verlag.de/

Rezension: … auf Augenhöhe

Im neuen Themenheft von CONCILIUM, das der komparativen Theologie gewidmet ist, rezensiert Axel Bernd Kunze die folgenden Titel:

  • Lukas Wiesenhütter: Hiobs Begegnung. Islamische und christliche Perspektiven auf Theodizee und Theodizeesensibilität, Paderborn: Brill-Schöningh 2024, 401 Seiten.
  • Christian Frevel/René W. Dausner: Schulter an Schulter. Ein Studienbuch zur Rolle des Judentums in christlicher Theologie (Kohlhammer Studienbücher Theologie; 26), Stuttgart: W. Kohlhammer 2024, 352 Seiten.

Axel Bernd Kunze (Rez.) Miteinander auf Augenhöhe – konkrete Begegnung – gemeinsame Lernprozesse, in: Concilium (2025), H. 4, S. 455 – 459.

Rezension: Forschung zur Lehrerbildung und Lehrerprofessionalisierung

Axel Bernd Kunze rezensiert im Onlineportals Socialnet den folgenden Band:
Stefanie Schnebel, Robert Grassinger, Marion Susanne Visotschnig, Thomas Wiedenhorn, Markus Janssen (Hrsg.): Begleitung und Beratung. Konzepte zur Unterstützung professioneller Entwicklung im Lehramtsstudium. Waxmann Verlag (Münster, New York) 2023. 158 Seiten. ISBN 978-3-8309-4782-0. 27,90 EUR.

https://www.socialnet.de/rezensionen/31964.php

Rezension: Auftrag zur Erziehung

Weimar – oder: nicht mit der deutschen Identität hadern. Unter diesem Titel würdigt der Bonner Erziehungswissenschaftler und Bildungsethiker Axel Bernd Kunze in einer Sammelrezension folgende Titel:

  • Marita Lanfer: Säen bei Nacht. Der Deutsche Widerstand als Auftrag zur Erziehung, Bad Schussenried: GHV 2021, 467 Seiten.
  • Helge Hesse: Ein deutsches Versprechen. Weimar 1756 – 1933, Stuttgart: Reclam 2023, 283 Seiten.

In: Theologisches. Katholische Monatsschrift 55 (2025), H. 09/10, Sp. 365 – 368.

Rezension: Pädagogische Zeitdiagnose

Axel Bernd Kunze (Rez.): Krise der Imagination, in: Glaube + Bildung. Zeitschrift für christliche Erziehung 77 (2025), H. 4, S. 30. Rezension zu: Roland Reichenbach: Krise der Imagination. Zum Verlust von Urteilskraft und Gemeinsinn (Gegenwartsfragen), Gießen: Psychosozial 2025, 170 Seiten.

„Warum sollte man das Buch lesen? Es gibt einen Anstoß, über ein vielfach vorherrschendes Verständnis, das Bildung allein als soziale Anpassungsleistung zu sehen vermag, hinauszudenken. Bildung fördert Imagination, wehrt Allmaschts- wie Ohnmachtsphantasien ab und hilft, die Welt zu verstehen und sich in ihr zu orientieren.“

Gedenkschrift und Gedenkfeier: Für Studentenhistoriker Harald Lönnecker

Die aktuellen Burschenschaftlichen Blätter berichten über die Gedenkstunde der Gesellschaft für burschenschaftliche Geschichtsforschung zu Ehren Prof. Dr. Dr. Harald Lönneckers im Rahmen des diesjährigen Deutschen Burschentages:

Nils Kowalewski: Gedenkveranstaltung für Prof. Dr. Dr. Harald Lönnecker, in: Burschenschaftliche Blätter 140 (2025), H. 3, S. 124.

Christian Oppermann: Rede anlässlich der Gedenkstunde der Gesellschaft für burschenschaftliche    Geschichtsforschung für Prof. Dr. Dr. Harald Lönnecker am 14. Juni 2025 im Berghotel in Eisenach, in: Burschenschaftliche Blätter 140 (2025), H. 3, S. 125 – 127.

Nils Kowalewski: Rezension zu Band 24 der Darstellungen und Quellen zur Geschichte der deutschen      Einheitsbewegung im neunzehnten und zwanzigsten Jahrhundert, in: Burschenschaftliche Blätter 140     (2025), H. 3, S. 123.

Rezension: Lob der Kalkleiste

In der aktuellen Ausgabe des Studenten-Kuriers rezensiert der Bildungsethiker Axel Bernd Kunze das Bändchen „Lob der Kalkleiste“ des derzeit dienstältesten Priesters in Deutschland, Winfried Henze:

Axel Bernd Kunze (Rez.) Von antirömischen Wallfahrsorten und katholischem Verbindungsstolz, in: Studenten-Kurier 40 Neue Folge (2025), H. 3, S. 29 f.

Rezension zu: Winfried Henze: Lob der Kalkleiste und allerlei Schmunzeln über Träger. Dazu einiges, was einem beim Nachdenken über längst vergangene Zeiten so alles einfallen kann, mit Illustrationen von Claudia Gabriele Meinicke, Hildesheim: Monika Fuchs 2024, 80 Seiten.

Rezension: Zum Gedenken an Prof. Dr. Dr. Harald Lönnecker

Nils Kowalewski würdigt im Studenten-Kurier. Zeitschrift für Studentengeschichte, Hochschule und Korporationen (Geschichte der deutschen Einheitsbewgung, 40. Jg. Neue Folge, Heft 3, S. 28 f.) die Gedenkschrift für Prof. Dr. Dr. Harald Lönnecker.

In einem eigenen Beitrag blickt der Autor zugleich auf die Gedenkveranstaltung im Rahmen des Deutschen Burschentages hin (ebd., S. 27), auf der die Gedenkschrift feierlich dediziert wurde. Bemerkenswert an der Gedenkfeier war, dass – vom katholischen Flügel des RKDB abgesehen – die gesamte Bandbreite der burschenschaftlichen Bewegung vertreten war, neben der DB und ADB waren auch Vertreter aus dem SB und Wingolsbund nach Eisenbach gekommen.

Axel Bernd Kunze: „Die Jugend ist in Ehrfurcht vor Gott … zu erziehen.“ Oder: Braucht das öffentliche Leben noch Religion?, in: Christian Oppermann (Hg.): „Wahrheit, Muth und Kraft!“. Gedenkschrift für den Historiker, Archivar und Burschenschafter Professor Dr. Dr. Harald Lönnecker (Darstellungen und Quellen zur Geschichte der deutschen Einigungsbewegung im neunzehnten und zwanzigsten Jahrhundert; XXIV), Heidelberg: Universitätsverlag Winter 2025, S. 677 – 696.