Christliches Forum: Kirchliches Amtsblatt im Bistum Münster macht sich der Verleumdung schuldig

Ein neues Beispiel für die Polarisierung des öffentlichen Diskurses liefert das Amtsblatt im Bistum Münster – das „Christliche Forum“ kommentiert den Vorgang ausführlich. Noch nicht einmal in der juristischen Sprache eines Amtsblattes wird mehr zumindest die formale Form gewahrt. Wer mit Etiketten wie „rechtsextremistisch“ um sich wirft, wähnt sich auf hohem Ross fest im Sattel, zerstört aber auf Dauer seine eigene Autorität. Mündige Bürger wie Kirchenmitglieder werden sich ihre eigene Meinung bilden und selbst entscheiden, was sie von Zeitungen zu halten haben. Und das ist auch gut so. Zum Glück gibt es in der pluralen Presselandschaft eine größere Bandbreite von freiheitlichen und konservativen Titeln jenseits der Extremismusgrenze, als man sich das in kirchlichen Verwaltungen vorstellen mag. Und auch das ist gut so.

Zwischenruf: Der Staat denkt für den Bürger

Die Unfälle mit Fahrrädern steigen – kein Wunder: Werden diese durch Elektroantrieb schneller, schwerer und weniger beherrschbar. Und schon öffnet sich für die Unionsparteien ein neues Feld staatlicher Pflichten: Eine Helmpflicht für Radfahrer werde über kurz oder lang kommen, heißt es aus den Reihen der Unionsfraktion. Gleich so, als seien Wahlen und politische Entscheidungen gar nicht mehr notwendig.

Denn merke: Immer weniger wird den Bürgern zugetraut, Gefahren individuell und selbst einzuschätzen. Nein, der Staat muss ran. Bis von der Freiheit immer weniger übrig ist. Das Leben wird mit jeder Freiheitseinschränkung schöner und sicherer. Fragt sich nur, warum die Stimmung im Land dann immer schlechter wird. So oder so: Die Unmündigkeit wächst. Der Staat denkt für den Bürger. Hauptsache, Fahrradfahrer sind geschützt. Über die äußere und innere Sicherheit reden wir dann morgen.

Und was das alles mit Bildung zu tun hat? Demokratie und Rechtsstaat gehen nur mit Bürgern, die allgemein gebildet sind, die frei sein wollen und zum Selberdenken bereit. Stattdessen wachsen staatliche Schutzansprüche. Nächtliche Parkbankverbote einsamer Spaziergänger im Freien haben in Coronazeiten gezeigt, wohin eine solche Politik führen kann. Gut, dass immer kleinteiligere Regelungen uns das Denken immer mehr abnehmen.

Veröffentlichung: Über Freiheit und Zivilcourage

Der Arbeitskreis der Studentenhistoriker dokumentiert auf seinen Internetseiten die zehnte Bamberger Zivilcouragerede, die anlässlich des neunzigsten Todestages des Bamberger Widerstandskämpfers Willy Aron am 30. Juni 2023 im Bistumshaus St. Otto gehalten wurde. Veranstalter war die Willy-Aron-Gesellschaft Bamberg e. V. in Kooperation mit der Katholischen Erwachsenenbildung für die Stadt Bamberg. Festredner war der Bildungsethiker Axel Bernd Kunze, Gründungsmitglied der Willy-Aron-Gesellschaft:

Leserbrief: „Kita-Krise“

Unter der Überschrift „Kita-Krise“ hat die WELT am 14. August 2023 folgenden Leserbrief zum Interview „Die ganze Bildungsbiographie wird dadurch beeinträchtigt“ mit der Bildungsunternehmerin Ilse Wehrmann vom 9. August 2023 veröffentlicht:

„Für Ilse Wehrmann hat Deutschland Geld genug. Doch das wird sich ändern, wenn die wirtschaftliche Lage sich verschlechtert, Energie dauerhaft teuer bleibt, die Kreditwürdigkeit des Landes möglicherweise zurückgestuft wird sowie Finanzierungslücken bei Kommunen und Sozialversicherungen immer deutlicher werden. Dann trägt auch sprachliche Verschleierung nicht mehr: Denn Schulden sind Schulden, auch wenn man sie Sonder-„Vermögen“ nennt. Und diese muss die nachfolgende Generation schultern. Geld allein macht es nicht. Wo ausreichend qualifizierte Bewerber fehlen, nützt weder ein  Ausbau an Ausbildungsplätzen, die in der Elementarbildung in der Tat ausgeweitet worden sind, noch eine Vollakademisierung, die geeignete Kräfte ohne Hochschulzugangsberechtigung aus dem Berufsfeld ausschließt. Wir brauchen in vielen Politikfeldern wieder eine nüchterne, realistische, an nationalen Interessen orientierte Politik – auch  und gerade im Interesse der nachfolgenden Generation.“ (Axel Bernd Kunze, Waiblingen)

Auf fremden Seiten: Medizinergruppe widerspricht Ständiger Impfkommission

„Anfang Juni hatte ich auf meiner Seite den Brandbrief einer Tübinger Ärztegruppe und Post-Vac-Selbsthilfegruppe an die Ständige Impfkommission (STIKO) veröffentlicht. Die Mediziner hatten darin die STIKO aufgefordert, die Impfempfehlung für die Covid-19-Impfstoffe auszusetzen, bis ihre Fragen vollständig geklärt sind. Zwischenzeitlich haben die Ärzte eine Antwort von STIKO-Chef Thomas Mertens erhalten. ‚Die Antworten von Herrn Mertens entsprechen in der Argumentation nicht dem wissenschaftlichen Forschungsstand und weisen logische, sachliche und methodische Fehler auf‘, beklagten die Mediziner nun: ‚Dies belegen wir in einem Antwortbrief mit Unterstützung der Professoren Cullen, Kuhbandner und Ullrich mit wissenschaftlich fundierten Ausführungen.‘ Weiter schreiben die Ärzte: ‚Wir sind überzeugt, dass unsere Ausführungen und insbesondere auch die Antworten von Herrn Mertens von größtem öffentlichen Interesse sind, deshalb bitten wir Sie, diese auf Ihrem Portal zu veröffentlichen.'“ (aus: http://www.reitschuster.de, 8. August 2023)

Der Brief der Medizinergruppe findet sich hier.

Es ist wichtig, die Debatte über das, was coronapolitisch geschehen ist, fortzuführen – auch gegen die bekannten Versuche, jetzt alles vom Tisch zu wischen, mit der lapidaren Bemerkung, es hätten eben alle Fehler gemacht. Aufklärung tut weiter not, zumal die gesundheits- und infektionsschutzpolitischen „Spielregeln“ eher verschärft als verbessert werden.

Weitere Informationen zum Thema: https://7argumente.de/

Volksbegehren: Rund 15.000 Unterschriften für „Stoppt Gendern in Baden-Württemberg“

14.549 Unterschriften hat die Initiative „Stoppt Gendern in Baden-Württemberg“ gesammelt. Die Mobilisierung für dieses Volksbegehren war außerordentlich hoch und dynamisch. Das Alter der Unterstützer reicht von 16 bis 102. Zustimmung kommt aus allen Kommunen im Südwesten. Dies alles stimmt zuversichtlich, wenn es im kommenden Jahr gilt, für einen Volksentscheid zu mobilisieren. Denn trotz Unterstützung aus der CDU- und F.D.P./DVP-Fraktion ist eine parlamentarische Mehrheit für das Anliegen nicht in Sicht.

Wer für den Erhalt unseres zentralen Kulturgutes, einer einheitlichen, von Politisierung und Ideologisierung freien Sprache, eintreten will, sollte das „Stoppt Gendern in Baden-Württemberg“ oder ähnliche Initiativen in anderen Bundesländern unterstützen.

Weitere Informationen:

Gastkommentar: „Autorität des Rechtsstaates nicht infrage stellen“

In der Stadt Viersen wurde ein Kirchenasyl mit polizeilichen Mitteln aufgehoben. Der Fall schlägt hohe Wellen, die Kirche reagiert mit heftigen Vorwürfen an die Adresse der Kommune. Axel Bernd Kunze, katholischer Sozialethiker und Mitautor des Bandes „Wiederentdeckung des Staates in der Theologie“ (Leipzig 2020), äußert sich hierzu in einem Gastkommentar in der aktuellen Ausgabe der Wochenzeitung „Die Tagespost“: Das Problem Kirchenasyl. Die Autorität des Rechtsstaates nicht infrage stellen, in: Die Tagespost, 76. Jg., Nr. 29/2023, 20. Juli 2023, S. 8.

Volksbegehren: Stoppt Gendern in Baden-Württemberg

Die Initiative für ein Volksbegehren gegen Gendersprache in Baden-Württemberg hat mit 12.000 gesammelten Unterschriften die erste Hürde genommen. Ein Zulassungsantrag für einen Volksentscheid sei nach der Sommerpause geplant. Parallel werden Gespräche mit den Akteuren im Landtag beginnen.

Die Auseinandersetzung wird weitergehen. Und das ist auch gut so. Mit dem Ziel, unsere Sprache vor Moralisierung, Politisierung und Zerstörung zu bewahren, steht kulturell und politisch viel auf dem Spiel. „“Die Auseinandersetzung wird weitergehen. Und das ist auch gut so. Mit dem Ziel, unsere Sprache vor Moralisierung, Politisierung und Zerstörung zu bewahren, steht kulturell und politisch viel auf dem Spiel. „Bildungsethik“ wird die politische Initiative weiterhin unterstützen. Weitere Informationen finden Sie hier:

https://stoppt-gendern-in-bw.de/aufruf/