Neuerscheinung: Was die Coronakrise mit Bürgerlichkeit und Bildung zu tun hat

Jetzt druckfrisch erhältlich:

Axel Bernd Kunze: Was die Coronakrise mit Bürgerlichkeit und Bildung zu tun hat,

in: Sandra Kostner, Tanya Lieske (Hgg.): Pandemiepolitik. Freiheit unterm Rad? Eine interdisziplinäre Essaysammlung

(Klartext. Schriften zu Politik und Gesellschaft; 1/ibidem Sachbuch), Stuttgart: ibidem 2022.

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeit:

https://www.ibidem.eu/de/fachgebiete/gesellschaft-politik/soziologie/pandemiepolitik-freiheit-unterm-rad-9783838217543.html

Vorschau: Pandemiepolitik. Freiheit unterm Rad?

Eine interdisziplinäre Essaysammlung beschäftigt sich kritisch mit der deutschen Coronapolitik, insbesondere mit der Politik aggressiver Impfnötigung, und sucht nach Wegen gesellschaftlicher Aussöhnung angesichts der verursachten Polarisierung:

Die Pandemiepolitik der letzten zweieinhalb Jahre ist nicht spurlos an der Gesellschaft vorbeigegangen. So gehören Lockdown, 2G-/3G-Regeln, Masken- und Impfpflichten mittlerweile ebenso zum allgemeinen Wortschatz wie die zur Abwertung von Maßnahmenkritikern verwendeten Begriffe Covidiot, Coronaleugner, Impfgegner oder Schwurbler. Kritik entzündete sich vor allem an der Frage: Welche Freiheitseingriffe sind zum Schutz vor COVID-19 verhältnismäßig? Der Band greift diese Frage auf und beleuchtet, wie sich der Stellenwert individueller Freiheitsrechte durch die ergriffenen Coronamaßnahmen verändert hat. Die Autorinnen und Autoren analysieren die Auswirkungen der Pandemiepolitik auf Wissenschaft, Demokratie und Gesellschaft. Und sie geben wichtige Denkanstöße zur Aufarbeitung der Pandemiepolitik, die Voraussetzung für eine dringend notwendige Versöhnung ist. Mit Beiträgen von: Rainer Baule, Klaus Buchenau, Jan Dochhorn, Ole Döring, Michael Esfeld, Matthias Fechner, Agnes Imhof, Sandra Kostner, Boris Kotchoubey, Axel Bernd Kunze, Salvatore Lavecchia, Christian Lehmann, Tanya Lieske, Gerd Morgenthaler, Henning Nörenberg, Robert Obermaier und Markus Riedenauer.

Sandra Kostner, Tanya Lieske (Hgg.): Pandemiepolitik. Freiheit unterm Rad? Eine interdisziplinäre Essaysammlung (Klartext. Schriften zu Politik und Gesellschaft; 1).

Weitere Informationen, Inhaltsübersicht und Bestellmöglichkeit unter:

https://www.ibidem.eu/de/fachgebiete/gesellschaft-politik/soziologie/pandemiepolitik-freiheit-unterm-rad-9783838217543.html

Wissenschaftlergruppe fordert: Keine evidenzfreie Maskenpflicht!

In der ersten Septemberwoche soll der Deutsche Bundestag Änderungen am Infektionsschutzgesetz beschließen. Im Vorfeld der Abstimmung hat eine Wissenschaftlergruppe Bedenken gegenüber einer erweiterten Maskenpflicht im öffentlichen Raum geäußert. Eine solche sei nicht hinreichend wissenschaftlich begründet. Der Text wurde von einer AG der Autorengruppe der „7 Argumente“ erarbeitet und von der Berliner Zeitung veröffentlicht:

https://www.berliner-zeitung.de/news/wissenschaftler-keine-evidenzfreie-maskenpflicht-infektionsschutzgesetz-li.263692

Beiträge aus der Autorengruppe „7 Argumente“

Gabriele Peters hat die bisher vorliegenden Beiträger der Autorengruppe „7 Argumente“, welche sich kritisch mit der deutschen Coronapolitik aufbereitet und auf ihrer Internetseite zitierfähig veröffentlicht:

DIE SPALTUNG ÜBERWINDEN: Sieben wissenschaftliche Argumente gegen eine gesetztliche Impfpflicht und für einen offenen Diskurs (Offener Brief an die Mitglieder des Deutschen Bundestages vom 6. Januar 2022)

EINE COVID-19-IMPFPFLICHT IST VERFASSUNGSWIDRIG (Offener Brief an die Mitglieder des Deutschen Bundestages vom 9. März 2022):

Die Autorengruppe der „7 Argumente“ versammelt Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen, die sich für die freie Impfentscheidung und das Recht auf körperliche Unversehrtheit engagieren. Weitere Informationen unter www.7argumente.de

VDS-Sprachnachrichten: Holger Klatte rezensiert „Bildung und Religion“

In der aktuellen Ausgabe (III/2022) der „Sprachnachrichten“ des Vereins Deutsche Sprache rezensiert Holger Klatte den Band „Bildung und Religion. Die geistigen Grundlagen des Kulturstaates“ (Berlin: LIT 2022) des Sozial- und Bildungsethikers Axel Bernd Kunze. Holger Klatte schreibt:

„Ein wichtiges Buch, das eine überzeugende Grundlage für künftige Diskussionen über kulturelle Wurzeln, Integration und die Stellung der Religionen in einem weltanschaulich neutralen Staat darstellt.“

Weitere Informationen zum Band und Bestellmöglichkeit:

https://www.lit-verlag.de/detail/index/sArticle/87573/sCategory/6624

Heute vor 100 Jahren: Das „Lied der Deutschen“ wird Nationalhymne

Am 11. August 1922 wurde das vom Burschenschafter Hoffmann von Fallersleben gedichtete „Lied der Deutschen“ unter Friedrich Ebert zur Nationalhymne. Der Zusammenhang von „Einigkeit und Recht und Freiheit“ hat bis heute nicht an Bedeutung verloren. Die WELT fragt heute in einem „Pro und Kontra“, ob es noch eine Nationalhymne brauche. Ja, denn Zukunft braucht Herkunft, Identität und einheitstiftende Werte.

Gendersprache ist eine Kunstsprache, die wenig mit Toleranz, aber viel mit Macht zu tun hat

Die NachDenkSeiten kommentieren den aktuellen Aufruf von Sprachwissenschaftlern gegen das sprachliche Gendern im zwangsfinanzierten öffentlich-rechtlichen Rundfunk und das neue Papier „Aufruf zur Toleranz“ des Leibniz-Instituts für Deutsche Sprache:

Wer den Aufruf der Sprachwissenschaftler unterstützen möchte, kann dies hier tun:

https://www.linguistik-vs-gendern.de/

Zwischenruf: Zukunft braucht Identität und Herkunft – gerade in Krisenzeiten

Es war Mitte Juli: Sonntagsausklang bei Apfelwein, Handkäs und grüner Soße vor der Alten Wache in Frankfurt. Eine Gedenktafel erinnert dort heute an den Frankfurter Wachensturm und an die Bedeutung des Ortes im Rahmen der Freiheitskämpfe des neunzehnten Jahrhunderts. Geschichtliche Erinnerung ist notwendig. Denn Zukunft braucht Herkunft und Identität. Doch wer vor der Alten Wache sitzt und den Blick schweifen lässt, wird zugleich nachdenklich. Wie lieblos und traditionsvergessen wurde die Wahlstadt der römischen Könige, später dann auch Krönungsort der deutschen Kaiser, nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut. Das Stadtpalais Thurn und Taxis, die Paulskirche, die Alte Wache, der Eschersheimer Torturm oder die Bockenheimer Warte … – sie wirken nur noch wie traurige Versatzstücke inmitten einer gesichtslosen, wenig einladenden Großstadtarchitektur, die einmal dem Ideal der autogerechten Stadt huldigte.

Der Eindruck, der sich auf der Terrasse vor der Alten Wache einstellt, wird zum Sinnbild eines Landes, das seine freiheitlichen Traditionen vielfach vergessen zu haben scheint, das meint, auf seine überkommene Identität verzichten zu können – und diese ersetzt durch eine neue Zivilreligion der Diversität und Buntheit. Die Regenbogenflagge ist mittlerweile quasi zum staatlichen Hoheitssymbol avanciert und darf ganz offiziell auf Amtsgebäuden wehen. Die Realität hingegen sieht anders aus.

Die Folgen einer auf Spaltung, Ausgrenzung und aggressive Impfnötigung setzenden Coronapolitik sind keineswegs überwunden, geschweige aufgearbeitet – und niemand weiß, ob sich Ähnliches nicht im kommenden Herbst und Winter erneut wiederholen wird. Querdenken gilt nicht mehr als Ausdruck von konstruktiver Kritik und notwendiger Suche nach Innovation, sondern als ein Verdachtsfall verfassungsfeindlicher Gesinnung und Delegitimierung des Staates.

Anlass der Reise nach Frankfurt war die Mitgliederversammlung des Netzwerkes Wissenschaftsfreiheit, gegründet als Reaktion auf eine zunehmende „Cancel Culture“ und Löschkultur hierzulande. Die Liste an Themen, mit denen sich jemand verdächtig machen kann, wird immer länger. Die Freiheitsräume im öffentlichen und akademischen Diskurs werden zunehmend enger.

In einzelnen Bundesländern können „Vorfälle unterhalb der Strafbarkeitsgrenzen“, gemeint sind Gesinnungsdelikte, künftig bei sogenannten Meldestellen dokumentiert werden. Nein, Denunziantentum werde dadurch nicht gefördert, beeilt man sich zu versichern. Die Träger würden schließlich „von einer professionellen Prozess- und Organisations­begleitung unterstützt“. Klingt gut, macht es aber nicht besser. Wer Deutsche hingegen als „Kartoffeln“ verächtlich macht, empfiehlt sich für höchste Staatsämter. Die Mehrheit des Bundestages stört sich an einer solchen Gesinnung offenbar nicht.  

Die Rede vom vermeintlich „besten Deutschland, das wir je hatten“, erweist sich zunehmend als Pfeifen im Walde. Denn unser Land steckt in der Krise. Selten haben sich in so rascher Folge Gewissheiten einer vermeintlich alternativlosen, utopistisch-moralisierenden Politik aufgelöst. Unser Land ist verwundbar geworden: mangelnde Verteidungsfähigkeit, Energiekrise, Inflation, Stabilitätsverlust des Euro, Fachkräftemangel … Thilo Sarrazin wollte sein Diplom in Volkswirtschaftslehre zurückgeben, wenn nicht binnen zehn Jahren eine Inflation auf die von ihm kritisierte Eurorettungspolitik folgen sollte.

Ja, es hat warnende Stimmen gegeben, die man im Juste Milieu nicht hören wollte. Andreas Zimmermann sieht Deutschland sogar schon auf einem Weg Richtung Schwellenland: „eine Entwicklung, die sich am Zustand von Straßen, öffentlichen Gebäuden und der generellen Infrastruktur mittlerweile bereits recht deutlich abzeichnet“. Wenn wir nicht gegensteuern, sind Wohlstand und Leistungsfähigkeit, Stabilität und Sicherheit unseres geliebten Vaterlandes deutlich in Gefahr.

Gemeinsam geteilte Traditionen, Überzeugungen und Werte halten uns im Alltag den Rücken frei, bewahren davor, unser Zusammenleben ständig neu verhandeln zu müssen, und schaffen jenen Freiraum, der uns geistig vital und produktiv sein lässt. In Krisenzeiten wie diesen könnten wir es noch bitter bereuen, Herkunft und Identität so wenig wertgeschätzt, Kultur und Zusammenhalt unseres Landes leichtfertig aufs Spiel gesetzt zu haben.

Die starke Bindekraft nationaler Identität zeigt sich mitunter erst dann, wenn andere Mechanismen versagen: Sie hilft, so drückt es Francis Fukuyama aus, „Gesellschaften, ihre Tiefpunkte zu überstehen, wenn die Vernunft allein zu Verzweiflung über die Arbeit ihrer Institutionen führen würde.“ Sollte uns ein solcher Anlass im Winter bevorstehen? Noch weiß keiner, wie unser Land mit einer ernsten Mangel- und Krisensituation umgehen wird. Noch weiß auch keiner, welcher gesellschaftliche Zusammenhalt zwischen „von länger hier Lebenden“ und Zugewanderten dann aktiviert werden kann – oder eben auch nicht. Vielleicht könnten wir uns dann noch nach Identität und Leitkultur sehnen, die so lange kleingeredet oder verdächtigt wurden.

ELTERNforum: Bücher zum Thema Bildung und Religion

Die Zeitschrift der Katholischen Elternschaft Deutschlands – ELTERNforum – rezensiert den lesenswerten Band „Bilder von Bildung. Für eine Renaissance der Schule“ des Wuppertaler Kunstdidaktikers Jochen Krautz (eine Fundgrube genuin pädagogischer Impulse!) sowie „Bildung und Religion. Die geistigen Grundlagen des Kulturstaates“ des Bildungsethikers Axel Bernd Kunze. Mehr auf Seite 13 der aktuellen Ausgabe Nr. 2/2022:

Ausstellungseröffnung: „unsichtbar zeigen“ unterstützt Impfgeschädigte und fordert zum Umdenken auf

Das Projekt unsichtbar zeigen, das sich für Impfgeschädigte einsetzt, ist vor zwei Wochen gestartet. Nun wurde nun die Online-Ausstellung veröffentlicht. Sie ist so aufgebaut, dass sie kontinuierlich wachsen soll, immer neue Räume hinzukommen oder die Räume mit weiteren Werken gefüllt werden. Das Projekt sammelt Spenden, um die ganzen Ideen umsetzen zu können.

unsichtbar zeigen will zum Umdenken auffordern.

Hier geht es direkt zur Ausstellung: https://www.unsichtbarzeigen.de/Ausstellung