Widerspruch gegenüber bayerischen Digitalisierungsideen: „Kümmert euch endlich um die Kinder, nicht um Tablets!“

„Kümmert euch endlich um die Kinder, nicht um Tablets!“, so Professor Zierer, Erziehungswissenschaftler an der Universität Oldenburg, zur Ankündigung von CSU-Generalsekretär Huber, bis 2028 alle Schülerinnen und Schüler mit Tablets auszustatten. Als „Bildungspolitischen Aktionismus“ bezeichnet Klaus Zierer das Versprechen der bayerischen Regierungspartei, in den nächsten fünf Jahren über 1,6 Millionen Schülerinnen und Schüler an gut 6.400 Schulen in Bayern mit Tablets auszustatten. Hier werde ohne wissenschaftliche Evidenz über wichtigere pädagogische Herausforderungen hinweggegangen. Das folgende Statement des Augsburger Ordinarius hinterfragt den parteipolitischen Kurs und begründet die Kritik mitempirischen Forschungsergebnissen.

Zum Weiterlesen:

https://www.diagnose-funk.org/aktuelles/artikel-archiv/detail?newsid=2001

Leserbrief: „Kita-Krise“

Unter der Überschrift „Kita-Krise“ hat die WELT am 14. August 2023 folgenden Leserbrief zum Interview „Die ganze Bildungsbiographie wird dadurch beeinträchtigt“ mit der Bildungsunternehmerin Ilse Wehrmann vom 9. August 2023 veröffentlicht:

„Für Ilse Wehrmann hat Deutschland Geld genug. Doch das wird sich ändern, wenn die wirtschaftliche Lage sich verschlechtert, Energie dauerhaft teuer bleibt, die Kreditwürdigkeit des Landes möglicherweise zurückgestuft wird sowie Finanzierungslücken bei Kommunen und Sozialversicherungen immer deutlicher werden. Dann trägt auch sprachliche Verschleierung nicht mehr: Denn Schulden sind Schulden, auch wenn man sie Sonder-„Vermögen“ nennt. Und diese muss die nachfolgende Generation schultern. Geld allein macht es nicht. Wo ausreichend qualifizierte Bewerber fehlen, nützt weder ein  Ausbau an Ausbildungsplätzen, die in der Elementarbildung in der Tat ausgeweitet worden sind, noch eine Vollakademisierung, die geeignete Kräfte ohne Hochschulzugangsberechtigung aus dem Berufsfeld ausschließt. Wir brauchen in vielen Politikfeldern wieder eine nüchterne, realistische, an nationalen Interessen orientierte Politik – auch  und gerade im Interesse der nachfolgenden Generation.“ (Axel Bernd Kunze, Waiblingen)

Zwischenruf: Sondervermögen – das neue Zauberwort

Für Ilse Wehrmann, so im Interview mit der WELT am 9. August 2023 („Die ganze Bildungsbiografie wird dadurch beeinträchtigt“, im Interview mit Sabine Menkens, S. 5), hat Deutschland Geld genug. Doch das wird sich ändern, wenn die wirtschaftliche Lage sich verschlechtert, Energie dauerhaft teuer bleibt, die Kreditwürdigkeit des Landes möglicherweise zurückgestuft wird sowie Finanzierungslücken bei Kommunen und Sozialversicherungen immer deutlicher werden. Dann trägt auch sprachliche Verschleierung nicht mehr: Denn Schulden sind Schulden, auch wenn man sie Sonder-„Vermögen“ nennt. Und diese muss die nachfolgende Generation schultern.

Geld allein macht es nicht. Wo ausreichend qualifizierte Bewerber fehlen, nützt weder ein  Ausbau an Ausbildungsplätzen, die in der Elementarbildung in der Tat – anders als Wehrmann, Autorin des Bandes „Der Kita-Kollaps“ glauben machen will – in den vergangenen zehn Jahren erheblich ausgeweitet worden sind, noch eine Vollakademisierung, die geeignete Kräfte ohne Hochschulzugangsberechtigung aus dem Berufsfeld ausschließt. Wir brauchen in vielen Politikfeldern wieder eine nüchterne, realistische, an nationalen Interessen orientierte Politik – auch  und gerade im Interesse der nachfolgenden Generation.

Wenn wir unser Gemeinwesen leistungs- und zukunftsfähig erhalten wollen, müssen politische Glaubenssätze auf den Prüfstand. Ein Mehr an Kinderbetreuung bedeutet keineswegs ein Mehr an Bildung. Immer mehr außerhäusliche Betreuung garantiert keineswegs eine immer bessere Förderung. Ungeregelte Zuwanderung belastet auf Dauer ein Bildungssystem, auch wenn darüber wie über den berühmten Elefanten im Raum nicht geredet werden soll. Solide Haushaltspolitik bleibt der beste Grund für eine krisenfeste Sozialpolitik. Die Wirtschaft läuft nicht von allein, sie braucht geeignete Rahmenbedingungen. Der Fachkräftemangel war absehbar, wurde aber verdrängt. Solide Frühförderung ist wichtig, keine Frage; aber ein Bildungssystem wird nicht besser, wenn Gelder einseitig, wie Wehrmann fordert, einseitig in den Kinderngarten umgelenkt werden – und dan an anderen Stellen im Bildungssystem fehlen werden.

Zwischenruf: Gendern – oder: Abschied von der Bildungsnation

Wer heute die Stuttgarter Zeitung gelesen hat, sieht, dass es ganz andere Baustellen im Bildungssystem gibt, über die wir uns dringend Gedanken machen sollten, als über vermeintliche sprachliche Diskriminierung, die mit Sprachzerstörung bekämpft werden soll. Nach den Sommerferien müssen Lehrer im neuen Schuljahr zwei Klassen leiten. Ein Drittel der Grundschüler hat in Baden-Württemberg mittlerweile Sprachförderbedarf. Die grundlegenden Kulturleistungen werden am Ende der Grundschule von immer mehr Schülern nicht beherrscht. Die Berufsschule verlassen nur noch 78 Prozent der Schüler, ein historischer Tiefstwert, in Baden-Württemberg mit einem Abschluss. Die Erziehungsschwierigkeiten nehmen zu.

Die Folgeprobleme der geschilderten Ergebnisse der neuesten Bildungsstudie in Baden-Württemberg kann sich jeder ausmalen. Und der Lehrerberuf wird durch solche Befunde auch nicht attraktiver werden. Also: Abschied von der Bildungsnation – auf ganzer Linie. Die Forderungen nach sprachlichem Gendern lenken herrlich von der Bildungsmisere im Land ab.

Aber ob Hochschule oder Schule: Es ist einfacher, sich über Politaktivismus zu verständigen und Gesinnungsschnüffelei zu betreiben, als sich über Bildungs- und Erziehungsfragen ernsthaft auseinandersetzen – und dann auch wirklich Verantwortung gegenüber der nachwachsenden Generation zu übernehmen. Es bleibt zu hoffen, dass das Gendervolksbegehren erfolgreich sein wird. Aber ich bleibe mehr als skeptisch: Entweder knickt das sogenannte Bürgertum ein oder man wird ein unerwünschtes Ergebnis beim Volksentscheid „rückgängig machen“.

Gastkommentar: „Autorität des Rechtsstaates nicht infrage stellen“

In der Stadt Viersen wurde ein Kirchenasyl mit polizeilichen Mitteln aufgehoben. Der Fall schlägt hohe Wellen, die Kirche reagiert mit heftigen Vorwürfen an die Adresse der Kommune. Axel Bernd Kunze, katholischer Sozialethiker und Mitautor des Bandes „Wiederentdeckung des Staates in der Theologie“ (Leipzig 2020), äußert sich hierzu in einem Gastkommentar in der aktuellen Ausgabe der Wochenzeitung „Die Tagespost“: Das Problem Kirchenasyl. Die Autorität des Rechtsstaates nicht infrage stellen, in: Die Tagespost, 76. Jg., Nr. 29/2023, 20. Juli 2023, S. 8.

Zwischenruf: Ein alter Ladenhüter …

Der Berg kreißt und gebiert ein Mäuschen. Jetzt ist der da: der Bürgerrat. Und gleich beschäftigt er sich mit dem „Megathema“ Bildung. Nach der demokratischen Legitimation dieser pseudopartizipatorischen Veranstaltung fragen wir jetzt besser nicht. Was auf demokratischem Wege keine Mehrheit gefunden hat, obwohl schon seit Jahrzehnten darüber diskutiert wird, soll jetzt mit vermeintlich zivilgesellschaftlicher Legitimation wieder aufgewärtmt werden. Und doch: Das längere gemeinsame Lernen bleibt ein „Ladenhüter“. Wenn diese Mutter aller Bildungsreformen so beliebt wäre, wie ihre Verfechter tun, müssten die Gesamtschulen aus allen Nähten platzen. Und die Politik würde ganz von selber nachziehen.

Die Forderungen des „Bürgerrates“ erzählt das schöne Märchen eines ach so diversen Einwanderungslandes, in dem alle Integrationsprobleme sich von selbst lösen, würde man nur endlich das Schulsystem strukturell umbauen. Sicher: Auch über die Struktur des Bildungssystems muss nachgedacht werden. Aber dieses ist schon längst in hohem Maße durchlässig und anschlussfähig. Bildung ist ein personales Geschehen. Und damit ist beim Bürgerrat keine Rede: nicht von Leistungs- und Anstrengungsbereitschaft, nicht von Orientierungswerten und einer stabilen kulturellen Grundlage, die Halt und Sicherheit geben, nicht vom notwendigen Erziehungsauftrag, für den Familie und Schule zusammen einstehen müssen. Nun gut, Pädagogik steht sowieso an zweiter Stelle, wo sich alles um Gerechtigkeit dreht.

Stattdessen gibt es wolkige Utopien, schön in Pastelltönen gemalt. Mehr frühkindliche Bildung, am besten gleich verpflichtend. Denn Freiheit ist sowieso ein Auslaufmodell. Kleinere Gruppen, natürlich alles kostenfrei. So als hätte man von Fachkräftemangel und finanzieller Überlastung der Kommunen noch nie etwas gehört. Ein zusätzliches Orientierungsjahr für alle, ob notwendig oder nicht – Orientierungslosigkeit in einer verlängerten Pubertät soll staatlich schön abgefedert werden. Wo das Freiheitsbewusstsein schwindet, werden am Ende alle über einen Kamm geschoren.

Was hier zusammenkommt, sind nicht Ideen eines „Bürger“-Rates, sondern kindliche Blütenträume eines finanziell unbegrenzt belastbaren Ich-werde-schon-alles-richten-Staates. Denn Bürger, die noch etwas von wahrer Bürgerlichkeit verstehen, wüssten, dass es für gute Bildung zuerst auf sie selber und nicht auf den Staat ankommt. Der Staat kann Rahmenbedingungen verschaffen, aber nicht die Einzelnen „bebilden“. Wer das glaubt, zeichnet die Karikatur eines Staates, der sich den Grenzen seiner eigenen Wirksamkeit nicht mehr bewusst ist.

Zwischenruf: Aufarbeitung der Coronapolitik weiterhin notwendig

Die Corona- und Impfpolitik, die wir erlebt haben, hat auf eine deutliche Polarisierung der Gesellschaft gesetzt. Die geistig-moralischen Langzeitschäden dieser politischen Richtungsentscheidung sind noch heute spürbar. Freundschaften sind daran zerbrochen, Zerwürfnisse selbst im Privaten bis heute nicht geteilt. Eine Aufarbeitung bleibt weiterhin dringend geboten.

Selbstverständlich muss es möglich sein, über verschiedene Entscheidungen der Gesundheitspolitik und das Verhalten einzelner Akteure in Coronazeiten kritisch zu diskutieren – und dabei wird es unterschiedliche Bewertungen geben, das ist Freiheit. Warum aber werden Kritiker der Impfpolitik dabei immer noch oft auf eine Rolle als Verschwörungstheoretiker oder Fake-News-Produzenten festgelegt? Das ist jene Einseitigkeit in der Debatte, die viel zur Polarisierung der Gesellschaft beigetragen hat. Wenn diese affektgeleitete Einseitigkeit in der Coronapolitik, bei der Wissenschaftler kräftig mitgestrickt haben, nicht unvoreingenommen aufgearbeitet wird, wird die Polarisierung chronisch. Und ich bin überzeugt davon: Auf Dauer wird das nicht gutgehen. Verdrängtes drängt sozialpsychologisch irgendwann nach oben.

Als Sozialethiker bleibe ich dabei: Jede Impfung stellt einen Eingriff in die körperliche Unversehrtheit dar und darf, zumal bei allein notfallzugelassenen neuartigen Impfverfahren, nur eine freie Gewissensentscheidung sein. Diesen menschenrechtsethischen und rechtsstaatlichen Grundkonsens haben weite Teile der Politik, der Wissenschaft, der Medien und der gesellschaftlichen Großorganisationen (einschließlich der Kirchen) in der Coronapolitik verlassen. Bis zur Ankündigung einer (Corona-)Politik „ohne rote Linien“. Eine solche sollte ein verfassungspolitisches und verfassungsrechtliches Unding sein. Es zeugt daher für eine gravierende Verrohung der politischen Debatte, dass sich gegen eine solche Entgleisung eines Bundeskanzlers so gut wie kein Widerstand regte.

Die Menschenrechte bleiben unteilbar. Für das Recht auf körperliche Unversehrtheit ist genauso Zu streiten wie für die Wissenschaftsfreiheit oder das Recht auf Bildung. Wo es kein Recht am eigenen Körper mehr gibt, gibt es auch keine Wissenschaftsfreiheit und keine Bildungsfreiheit. Wir müssen diese Debatten führen, weil sich der biopolitische Kollektivismus nach Corona nicht erledigt hat. Im Gegenteil: Die Verschärfungen im Infektionsschutzgesetz sind nicht zurückgenommen, der WHO-Vertrag steht vor der Tür – und damit eine zentrale Preisgabe nationaler Souveränität in grundrechtsrelevanten Kernbereichen unseres Verfassungsstaates.

Wenn wir eine unvoreingenommene Aufarbeitung der coronapolitischen Polarisierungen, Übergriffe und Freiheitsverstöße wollen, müssen Grenzüberschreitungen in beiden Debattenlagern in den Blick genommen werden. Und das geschieht in der Regel nicht, stattdessen werden die Kritiker der Corona- und Impfpolitik weiterhin einseitig verdächtigt.

Noch heute wird die Debatte über die Coronapolitik aufs Ganze gesehen weiterhin einseitig geführt: In der Regel wird immer auf Kritiker der Corona- und Impfpolitik verwiesen, die in unwissenschaftliche „Querdenkerei“ oder Verschwörungstheorie abgeglitten seien oder sich zumindest nicht deutlich genug davon abgesetzt hätten. Sehr häufig begegnen weiterhin Pappkameraden- und Strohmannargumente, welche die Anliegen der Kritiker verzerren. Äußerst selten sind Stimmen zu vernehmen, die darauf hinweisen, welche Grenzüberschreitungen von den Befürwortern der Corona- und Impfpolitik gemacht wurden, beispielsweise durch die Legitimierung von Grundrechtseingriffen, die Diffamierung Andersdenkender oder auch durch eine naive Wissenschaftsgläubigkeit und einen säkularisierten Heilsglauben an Impfversprechen, die von vornherein wissenschaftlich unseriös waren. Forschungsfragen, die unvoreingenommen zu klären wären, liegen auch heute genügend auf dem Tisch, etwa zu den Daten zur Übersterblichkeit in Coronazeiten und deren Ursachen.Ethisch gab es Stimmen für eine auf Zwang und Ausgrenzung setzende Impfpolitik, die einem platten Utilitarismus folgten, den man in anderen Fällen sofort als unwissenschaftlich zurückgewiesen hätte. Mit der Rede von unumstößlichen „Fakten“ und „Faktenchecks“ ist mir in der Corona- und Impfpolitik viel zu oft auf unsachliche Weise Politik gemacht worden. Doch sollten wir wissen: Wissenschaft ist immer nur der letzte Stand des Irrtums. Wissenschaft hat sich durch seriöse Forschung Autorität zu erarbeiten.

Zwischenruf: Gefährlicher Tabubruch

Ludwig Spaenle wärmt in der Wochenzeitung „Die Tagespost“ vom 15. Juni 2023 (76. Jg., Nr. 24/2023, S. 4) einmal mehr die Forderung nach einem Familienwahlrecht auf und begeht damit einen gefährlichen Tabubruch: Das Wahlrecht darf nicht um bestimmter Ziele oder Inhalte willen manipuliert oder die Wählerschaft so zusammengesetzt werden, daß am Ende ein politisch erwünschtes Ergebnis herauskommt. Der Zweck heiligt hier keineswegs das Mittel, zumal es eine unbewiesene Behauptung bleibt, dass Eltern tatsächlich im Interesse ihrer Kinder abstimmen würden. Überdies werden mit einem Familienwahlrecht die in langen historischen Kämpfen errungenen Prinzipien gleicher und geheimer Wahl in Frage gestellt. Wer Familien politisch mehr Einfluss geben will, der sollte ihre politische Handlungsfähigkeit verbessern: über politische Interessenvertretung, eine Mitarbeit in Parteien oder die Stärkung zivilgesellschaftlicher Strukturen. Dieser Weg bleibt mühsam. Manipulationen am Wahlrecht dagegen sind entweder naiv oder sogar gefährlich.

Zwischenruf: Paulskirche ohne Burschenschafter

Wer darf die Frankfurter Paulskirche nutzen, wer nicht? Im aktuellen Jubiläumsjahr wollten auch die Burschenschaften der Demokratiebewegung von 1848 mit einem Festakt an historischer Stätte gedenken – kein Wunder. Schließlich wird die Paulskirchenversammlung nicht ohne Grund auch als „Burschenschafterparlament“ bezeichnet. Die Stadt Frankfurt war mit diesem Ansinnen überfordert – und eierte herum. Am Ende fiel der burschenschaftliche Festakt der politischen Korrektheit zum Opfer und wurde abgesagt. Selbst die einstmals bürgerliche „Zeitung für Deutschland“ namens F.A.Z. hält das Verhalten der Stadt in diesem Fall für peinlich. Doch der Vorgang ist keinesfalls ein Einzelfall.

Unsere Staatsorgane haben schon in den zurückliegenden Jubiläumsjahren (2015: 200  Jahre Urburschenschaft, 2017: 200 Jahre Wartburgfest, 2022: 100 Jahre Lied der Deutschen als Nationalhymne) die burschenschaftlichen Wurzeln der deutschen Einigungsbestrebungen und Nationalstaatsgründung verleugnet. Das wiegt umso schwerer, als mit Flagge und Hymne sich mindestens zwei zentrale Staatssymbole diesen burschenschaftlichen Wurzeln verdanken. Aber es zeigt einmal mehr, wie wir mit Tradition, Geschichte und Identität unseres Staates umgehen. Es bleibt ein Trauerspiel. 

https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/frankfurt/praezise-regeln-fuer-vermietung-der-paulskirche-noetig-18963343.html

Zwischenruf: Achte Kirche in Münster profaniert

Die Klinikenkirche Maria – Heil der Kranken im westfälischen Münster ist am gestrigen Fronleichnamstag profaniert worden. Das „Christliche Forum“ berichtet über die Abschiedsmesse. Diese Nachricht liegt mir besonders am Herzen, da ich in der Kirche mehrere Jahre ministriert habe. Der Glaube hängt nicht allein an Kirchengebäuden, das ist richtig. Richtig ist aber auch: Kirchen sind steinerne Zeugen für den Glauben. Jede Kirche ist ein Verlust. Ein Akt wie in Münster zeigt, wie der Glaube in unserem Land immer mehr verdunstet. Freuen sollten wir uns nicht darüber, im Gegenteil.