Prof. Dr. Armin Bernhard, Professor für Allgemeine Pädagogik an der Universität Duisburg-Essen, ist mit Heft 4/2023 aus Ruhestandsgründen aus dem Wissenschaftlichen Beirat der Zeitschrift „Pädagogikunterrichtö“ und des Verbands der Pädagogiklehrer und Pädagogiklehrerinnen ausgeschieden. „Pädagogikunterricht“ ist die größe deutschsprachige Zeitschrift für pädagogische Fachdidaktik. Ich danke für die kollegiale Zusammenarbeit imi Wissenschaftlichen Beirat.
Hochschule
Neuerscheinung: Verlorene Wissenschaft – Versuch einer Katharsis nach Corona
Klaus Buchenau, Matthias Fechner (Hgg.): Verlorene Wissenschaft – Versuch einer Katharsis nach Corona (Klartext. Schriften zu Politik und Gesellschaft; 2), Stuttgart: ibidem 2024.
Die Corona-Maßnahmen der Jahre 2020 – 2022 wurden mit Verweis auf „die Wissenschaft“ legitimiert. „Wissenschaft“ stand im Rampenlicht und wurde als Rettung gepriesen. Der Preis für diesen Ruhm war allerdings hoch – wenn Wissenschaft der Politik eindeutige Ansagen machen sollte, dann musste die wissenschaftliche Normalität, der Meinungsstreit mithilfe rationaler Argumente, ausgehebelt werden. Dieser Band zeichnet für verschiedene Disziplinen – von den Naturwissenschaften über die Medizin bis zu den Geisteswissenschaften – nach, wie dies gelingen konnte und wie Medien diesen Prozess unterstützten, indem sie ebenfalls den kritischen Blick vergaßen. Die übergreifende These ist dabei, dass die Instrumentalisierung der Wissenschaft nicht aus heiterem Himmel kam, sondern durch längerfristige Entwicklungen ermöglicht wurde. Weil die Beiträger selbst aus Wissenschaft und Medien kommen, wissen sie, wovon sie sprechen.
Eine Leseprobe finden Sie hier: https://issuu.com/ibidempress/docs/isbn1922_x1_issuu
Axel Bernd Kunze, Bildungs- und Sozialethiker, beschäftigt sich im genannten Band mit Einschränkungen der Wissenschaftsfreiheit, die aus der Wissenschaft selber kommen:
Axel Bernd Kunze: Erklärung oder Boykottaufruf? Zur Rolle von Fachgesellschaft am Beispiel des Streits um die Neue Ordnung, in: ebd., S. 290 ff.
Auf mediale Schnittmengen wagt sich Axel Bernd Kunzes Artikel, der akkurat rekonstruiert, wie mit der ‚Neuen Ordnung‘ eine wissenschaftliche Zeitschrift auf den Index der politischen Korrektheit gesetzt und desavouiert wurde. Dabei geht es hier nicht darum, die Inhalte der Zeitschrift subjektiv „gut“ oder „schlecht“ zu finden, sondern um den Nachvollzug eines komplexen Prozesses, der zu einem Verlust an Meinungsfreiheit in der Wissenschaft geführt hat. [Matthias Fechner, in: ebd., S. 20 f.]
Neuerscheinung: Jahrbuch Wissenschaftsfreiheit 1/2024
Das Netzwerk Wissenschaftsfreiheit e. V. hat ein neues Jahrbuch begründet: Der erste Band des Jahrbuches Wissenschaftsfreiheit ist in diesem Monat erschienen. Vorgestellt werden soll der Eröffnungsband am 29. April 2024 in einer abendlichen Onlinepressekonferenz. Das Jahrbuch will sowohl Beiträgen Raum geben, die aufgrund eines eingeschränkten Debattenklimas andernorts keine Chance haben, als auch eine konzeptionelle Diskussion über Wissenschaftsfreiheit und deren Bedrohungen hierzulande leisten. Dabei soll der Blick ausdrücklich auch auf Einschränkungen der Wissenschaftsfreiheit gelegt werden, die aus dem Wissenschaftssystem selbst stammen.
Netzwerk Wissenschaftsfreiheit: Kritik an Entscheidung der DGAP
Pressemitteilung des Netzwerkes Wissenschaftsfreiheit e. V. vom 13. März 2024:
Netzwerk Wissenschaftsfreiheit verurteilt Angriffe auf eine Buchpräsentation der DGAP
Das Netzwerk Wissenschaftsfreiheit verurteilt die Absage der Buchpräsentation zu dem Werk „Das kulturelle Erbe von Arzach“ als Präsenzveranstaltung durch die DGAP. Sicherheitsbedenken dürfen nicht zu einer Absage führen, das käme einer Kapitulation vor drohender Gewalt gleich. Der Staat ist im Gegenteil verpflichtet, solche Veranstaltungen vor Störern zu schützen. Auch Druck durch eine Botschaft eines ausländischen Staates kann daran nichts ändern, die Wissenschaftsfreiheit steht nicht zur Disposition außenpolitischer Erwägungen. Das Netzwerk Wissenschaftsfreiheit fordert die Sicherheitsbehörden auf, die grundgesetzlich garantierte Freiheit von Forschung und Lehre auch bei der öffentlichen Vorstellung wissenschaftlicher Bücher so gut sicherzustellen, dass Absagen aus Sicherheitsgründen vermieden werden können.
Rezension: Menschenwürde im Intensivstaat?
Bernhard Grün rezensiert den Band MENSCHENWÜRDE IM INTENSIVSTAAT? (von Oleg Dik, Jan Dochhorn und Axel Bernd Kunze, Regensburg: S. Roderer 2023) im Onlinemagazin FREILICH:
Vorankündigung: Verlorene Wissenschaft
In Kürze erscheint in der Reihe „Klartext. Schriften zu Politik und Gesellschaft“ des ibidem-Verlages der Sammelband:
Verlorene Wissenschaft, hg. v. Klaus Buchenau und Matthias Fechner, Stuttgart: ibidem 2024.
Axel Bernd Kunze beschäftigt sich in dem Band aus bildungs-, wissenschafts- und bibliotheksethischer Sicht mit dem Boykottaufruf der Arbeitsgemeinschaft Christliche Sozialethik wider die sozialethische Fachzeitschrift „Die Neue Ordnung“ und ordnet diesen in die aktuelle Debatte um Wissenschaftsfreiheit und „Cancel Culture“ (Löschkultur) in Deutschland ein.
Neuerscheinung: Die pädagogische Wende
JETZT LIEFERBAR:
Ralf Lankau (Hg.): Die pädagogische Wende
Über die notwendige (Rück-)Besinnung auf das Unterrichten. Mit E-Book inside
Die Corona-Pandemie hat die Grenzen des digital gestützten Unterrichts deutlich gemacht: Gerade durch Fernunterricht, Schulclouds, Learning Analytics und Lernmanagementsysteme haben der Präsenzunterricht und das Lernen in Gemeinschaft ihre fundamentale Relevanz belegt, hat die Schule als sozialer Ort der Beziehung und Bindung an Bedeutung gewonnen. Dieses Buch versammelt praxisnahe Konzepte für Lehrkräfte und Schulen, die sich eine stärkere (Rück-)Besinnung auf das interpersonale Unterrichten wünschen, ohne deshalb auf digitale Medien verzichten zu müssen. Die zentrale Botschaft: Für Pädagoginnen und Pädagogen bleibt das Unterrichten das Kerngeschäft. Medien und Technik können Lehr- und Lernprozesse bei Bedarf unterstützen, aber nicht ersetzen. Schule und Unterricht bleiben notwendig interpersonale Prozesse. Diese Botschaft wird mit den Erkenntnissen aus der Pandemie und einem kritischen Blick auf die bisherigen Ergebnisse des Digitalpakts Schule unterfüttert.
Neuerscheinung: Worüber wird in der Pädagogik publiziert? Welche Themen bleiben ausgespart?
Folgender Beitrag ist im ersten Band (2024) des neuen Jahrbuches Wissenschaftsfreiheit erschienen:
Bernd Ahrbeck, Marion Felder, Axel Bernd Kunze und Tobias Reichardt:
Worüber wird in der Pädagogik publiziert? Welche Themen bleiben ausgespart? Eine Auswertung von vier Fachzeitschriften,
in: Jahrbuch Wissenschaftsfreiheit 1 (2024), S. 11 – 36.
Die Autorengruppe hat sich aus den erziehungswissenschaftlichen Mitgliedern im Herausgeberbeirat des Jahrbuches gebildet.
Der Beitrag ist online verfügbar:
Neuerscheinung: Erster Band des neuen Jahrbuches Wissenschaftsfreiheit erschienen
Als Mitglied im Herausgeberbeirat weise ich gern darauf hin, dass der erste Band des neuen Jahrbuches für Wissenschaftsfreiheit erschienen ist:
https://www.duncker-humblot.de/einzelheft/jwf-1-2024-3149/?page_id=1
Neuerscheinung: Studenten-Kurier 1/2024
Die neue Ausgabe der Zeitschrift für Studentengeschichte, Hochschule und Korporationen beschäftigt sich u. a. mit folgenden Themen:
- Geburtsstunde des epischen Theaters – Uraufführung der „Fahnen“ von Alfons Paquet vor hundert Jahren
- Universitätsjubiläen der Alma Mater Erfordensis
- „Der studentische Baedeker“: Schweiz, Teil III
- Korporierte auf Briefmarken – Musiker
- Neuerscheinungen in der IDS-Bücherreihe