Tagungsbericht: Stiftungs- und Vereinsfest des W.K.St.V. Unitas Palatia zu Darmstadt im Sommersemester 2023

Jan Zimmermann berichtet in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „unitas“ über das 103. Stiftungsfest und das Vereinsfest des W.K.St.V. Unitas Palatia zu Darmstadt: Jan Zimmermann: Neue Prunkfahne geweiht, in: unitas 163 (2023), Heft 4, S. 44 f. Festrede und Festvortrag sind auf „Bildungsethik“ dokumentiert:

Rezension: Die Bibel bildet

„Theologie und höhere Bildung“ heißt das neue Themenheft der Zeitschrift CONCILIUM. Darin rezensiert Axel Bernd Kunze die folgenden Titel (Jg. 59, Heft 5 v. Dezember 2023, S. 604 – 609):

Irmtraud Fischer, Jörg Frey, Ottmar Fuchs, Katharina Greschat, Alexandra Grund-Wittenberg, Bernd Janowski, Ralf Koerrenz, Volker Leppin, Tobias Nicklas, Gabrielle Oberhänsli-Widmer, Uta Poplutz, Dorothea Sattler, Konrad Schmid, Andreas Schüle, Günter Thomas, Samuel Vollenweider, Michael Welker (Hgg.): Bildung (Jahrbuch für Biblische Theologie; Bd. 35/2020), Göttingen: Vandenhoek & Ruprecht 2021, 298 Seiten.

Marianne Heimbach-Steins, Michelle Becka, Johannes J. Frühbauer, Gerhard Kruip (Hgg.): Christliche Sozialethik. Grundlagen – Kontexte – Themen. Ein Lehr- und Studienbuch, Regensburg: Friedrich Pustet 2022, 528 Seiten.

CONCILIUM, das bisher im Würzburg Echter-Verlag erschienen ist, wird ab dem kommenden Jahrgang 2024 vom Verlag Karl Alber im Rahmen der Nomos-Verlagsgruppe herausgebracht.

Tagungsbericht: Pfingstakademie des Kardinal-von-Galen-Kreises

Ingo Potthast berichtet über die Pfingstakademie 2023 des Kardinal-von-Galen-Kreises im Kloster Maria Engelport:

Ingo Potthast: „Konzilien – Zeichen der Leitung durch den Heiligen Geist?“. Die Pfingstakademie des Kardinal-von-Galen-Kreises im Kloster Maria Engelport, in: Der Fels. Katholisches Wort in die Zeit 53 (2023), H. Dezember, S. 358 – 361; Fortsetzung: 54 (2024), H. Januar, S. 20 f.

Axel Bernd Kunze referierte im Rahmen der Tagung über den Umgang mit Konfessionalität im Bildungssystem:

Rezension: Pädagogisches Neusprech

Axel Bernd Kunze rezensiert in der aktuellen PROFIL-Ausgabe des Deutschen Philologenverbandes den Band:

Karl-Heinz Dammer, Anne Kirschner (Hgg.): Pädagogisches Neusprech. Zur Kritik aktueller Leitbegriffe (Pädagogik kontrovers), Stuttgart: W. Kohlhammer 2023, 260 Seiten, 36 Euro

Axel Bernd Kunze (Rez.): Pädagogisches Neusprech. Zur Kritik aktueller Leitbegriffe, in:

Profil. Das Magazin für Gymnasium und Gesellschaft (2023), Heft 12, S. 38 – 40.

Neuerscheinung: Schulische Lehrkunst in digitalen Zeiten

LEHRKUNST UND VIRTUALITÄT – so heißt das neue Themenheft der Pädagogischen Rundschau, unter den Beiträgen auch ein Zugang aus bildungsethischer Perspektive:

Axel Bernd Kunze: Personal gestaltet und erfahren. Anmerkungen zur schulischen Lehrkunst aus bildungsethischer Perspektive – (nicht allein) in digitalen Zeiten,

in: Pädagogische Rundschau 77 (2023), H. 6 (November – Dezember), S. 735 – 750.

Zwischenruf: Hoheitliches Handeln – auch in der Schule

Auf Gewerkschaftsseite, das wird in den Kommentaren sehr deutlich, hätte man sich ein anderes Urteil gewünscht. Doch der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat am 14. Dezember 2023 das Streikverbot für verbeamtete Lehrer bestätigt. Der Beamtenstatus hat in der bildungspolitschen Debatte nicht mehr den besten Ruf, viele halten ihn für einen Anachronismus. Das wäre er möglicherweise, wenn es nur darum ginge, einen Überbietungswettbewerb unter den Ländern zu verhindern. Bei Artikel 11 der Europäischen Menschenrechtskonvention, auf den sich der Europäische Gerichtshof bei seinem Urteil stützt, geht es allerdings um mehr. Ausnahmen vom Streikrecht sind zulässig, wenn es um ein hoheitliches Handeln des Staates geht. Und ein solches liegt auch dort vor, wo der Staat in Gestalt eigener Lehrkräfte seinem eigenständigen Bildungs- und Erziehungsauftrag nachkommt. Dieses hoheitliche Handeln wiegt in Deutschland besonders stark, weil hier die Bindung zwischen Bildungs- und Berechtigungswesen historisch besonders eng ist. Dies zu verkennen, wäre ein romantischer Blick auf Schule, der letztlich auch mit dem Leistungsgedanken fremdelt. Die Ergebnisse sehen wir in Gestalt einer nachlassenden Leistungsfähigkeit des Bildungssystems. Der Staat vergibt Bildungstitel, die erheblich in die persönliche Lebensplanung eingreifen können. Das Berechtigungswesen verlangt nach Unparteilichkeit und Unabhängigkeit. Allerdings – auch das hat der Europäische Gerichtshof klargestellt: Auch Beamte brauchen gesicherte und angemessene Mitwirkungsrechte. Und verbeamtete Lehrer brauchen angemessene Arbeitsbedingungen und angemessene Besoldung. Die verzögerte Übernahme von Tarifabschlüssen für Beamte entspricht einer solchen Forderung nicht unbedingt. Wie schon im Fall der Kirchen, erhöht das Urteil vermutlich den Druck auf den Staat, die Gewerkschaften stärker einzubinden.

Rezension: Bilder von Bildung

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte – weiß der Volksmund. Und in der Tat: Jochen Krautz gelingt es, mit seinen Bildern der Bildung mehr über den Kern des Pädagogischen auszudrücken als so vielen anderen bildungswissenschaftlichen Abhandlungen, die entweder einer Maßnahmenpädagogik huldigen oder bei sekundären Bildungszwecken stehenbleiben. Nach dem schnell so betitelten PISA-Schock 2.0 wird es sicher so manche Beispiele dieser Gattung wieder zu bestauen geben. Aber vielleicht würde es um das Bildungssystem ganz anders stehen, wenn es mehr um Pädagogik statt um Bildungsreformen ginge. Das Bild von Bildung, das sich dem Leser des Bandes am Ende zusammensetzt, arbeitet einen humanen Geist. Gute Schule trainiert nicht, sondern fördert, verschenkt keine Bildungstitel, sondern fordert den Einzelnen, etwas aus sich zu machen, vermittelt kein Wissen, sondern ermöglicht Verstehen, verleiht nicht funktionale Kompetenzen, sondern setzt auf Autonomie. Doch soll am Ende auch dieser Beitrag nicht ohne Empirie auskommen – und wenn es auch nur eine „anekdotische Evidenz“ sein kann: Das Buch wirkt. Dies beweist der Szenenapplaus des Kollegiums, als der Rezensent eine Bildauslegung zu Beginn der Lehrerkonfrenz als Impuls vorgetragen hat. Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen sie ihren Bildungsforscher oder Kultusminister.

Jochen Krautz: Bilder von Bildung. Für eine Renaissance der Schule, München: Claudius 2022, 152 Seiten.