Hat das Gymnasium noch Zukunft?

Am 11. und 12. Oktober 2014 fand Konstanz das 55. Internationale Bodenseetreffen zum Thema „Das Gymnasium in der Diskussion um Bildungsgerechtigkeit“ mit Gymnasiallehrkräften aus Österreich, der Schweiz, Bayern und Baden-Württemberg statt. Einer der Tagungsbeiträge findet sich als Wiederabdruck im neuen Band „weniger ist weniger“, der die zivilgesellschaftliche wie bildungswissenschaftliche Diskussion um das achtjährige Gymnasium bündelt:

Axel Bernd Kunze:
Hat das Gymnasium in der bildungsethischen Debatte noch eine Zukunft?,
in: Volker Ladenthin, Anja Nostadt, Jochen Krautz (Hgg.): weniger ist weniger. G8 und die Kollateralschäden. Analysen und Materialien (Pädagogik in Europa in Geschichte und Gegenwart; 11), Bonn 2016, S. 19 – 47.

In der damaligen Pressemitteilung zum Internationalen Bodenseetreffen 2014 hieß es:

„Den Veranstaltern war es gelungen, hochkarätige Referenten zu gewinnen: Prof. Dr. Peter J. Brenner, Technische Universität München, sprach zum Thema „Wohin mit den guten Schülern? Konzepte der Elitebildung in Deutschland und Frankreich“, Privatdozent Dr. Axel Bernd Kunze, Universität Bonn, beleuchtete die Frage „Bildungsgerechtigkeit, Recht auf Bildung, Inklusion … – Hat das Gymnasium in der bildungsethischen Diskussion noch Zukunft?“ und Akademischer Rat Dr. Matthias Burchardt, Universität Köln, referierte über ‚Die Ökonomisierung unseres Bildungswesens – Folgen und Auswirkungen für das Gymnasium.‘ Prof. Brenner führte aus, dass es in Frankreich ungeachtet eines zunächst äußerlich auf Gleichheit (‚égalité‘) ausgerichteten sekundären Bildungsbereichs ein ausgeprägtes Elitebildungssystem gebe, aus dem sich der Nachwuchs der gesellschaftlichen Funktionseliten rekrutiert. Durch das ‚collège unique‘, einer Gesamtschule, hätten die Ungleichheiten in der Gesellschaft eher zu als abgenommen, denn es sei ein stark ausgeprägter teurer Privatschulbereich entstanden. Die Aufnahme in die französischen Elite-Universitäten sei mit enormem Leistungs- und Auslesedruck verbunden. In Deutschland gebe es demgegenüber kein Elitesystem dieser Prägung. Die Geschichte des Gymnasiums könne seit seiner Entstehung als eine sich fortschreibende Geschichte der Öffnung für aufstiegsorientierte Schichten gelesen werden.
Dr. Kunze verwies auf den spezifischen kulturbildenden und wissenschaftspropädeutischen Auftrag des Gymnasiums. Er stellte fest, dass es letztlich der Prozess gesellschaftlicher wie institutioneller Ausdifferenzierung gewesen sei, der in der Moderne immense Fortschritte in Kultur und Technik hervorgebracht hat, auch im Bildungssystem. Die Forderung nach Bildungsgerechtigkeit müsse vor dem Ziel eines insgesamt pluralistischen, durchlässigen und korrekturoffenen Schulsystems diskutiert werden.
Dr. Burchardt sieht in der zunehmenden Ökonomisierung unseres Bildungswesens eine gefährliche Verkürzung des Bildungsbegriffs, der unsere abendländische Tradition seit Jahrhunderten prägte. Die OECD reduziere Bildung auf funktionale Minimalkompetenzen. So beinhalte Bildung eben mehr als die Abfrage von Kompetenzen und mehr als das, was die PISA-Tests abfragen. Das ‚human capital‘-Menschenbild der OECD widerspreche unserem christlich-abendländischen, humanistischen Menschenbild, das den Menschen nicht auf einen reinen Wirtschaftsfaktor reduziert. Das Ziel des Gymnasiums sei von jeher, neben der Wissenschaftspropädeutik, die vertiefte Allgemeinbildung und eine umfassende Persönlichkeitsbildung gewesen. Das Gymnasium und das spezifisch Gymnasiale erforderten den akademisch gebildeten Pädagogen, der nicht durch einen bloßen Lernbegleiter abgelöst werden dürfe, was letztlich vom Lerner als einem Autodidakten ausgehe.
Die Vorsitzenden der veranstaltenden Gymnasiallehrerverbände Bernd Saur, Philologenverband Baden-Württemberg (PhV BW), Max Schmidt, Bayerischer Philologenverband (bpv), und Gerhard Riegler, Österreichische Professoren Union (ÖPU), zogen das Fazit: ‚Um echte Bildungsgerechtigkeit gewährleisten zu können, ist ein differenziertes Bildungswesen unabdingbar, in dem auch das Gymnasium und vor allem das spezifisch Gymnasiale bewahrt bleibt.‘“

(Pressemitteilung der Gymnasiallehrerverbände in Österreich, Bayern und Baden-Württemberg vom 28. Oktober 2014)

Das Thema „Bildung“ im Rahmen der Ökumenischen Sozialinitiative

„Im Dienst an einer gerechten Gesellschaft“ – Unter diesem Titel haben die Deutsche Bischofskonferenz und die Evangelische Kirche in Deutschland nun eine Dokumentation der Diskussionsphase im Rahmen der Ökumenischen Sozialinitiative der Kirchen vorgelegt, die am 28. Februar 2014 gestartet worden war:

Im Dienst an einer gerechten Gesellschaft. Dokumentation der Diskussionsphase und Gemeinsame Feststellung zur Ökumenischen Sozialinitiative (Gemeinsame Texte; 23), hg. v. d. Evangelischen Kirche in Deutschland u. v. Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz, o. O. (Hannover/Bonn) 2015.

Das Heft umfasst neben einer Auswertung der Beiträge auf der Homepage http://www.sozialinitiative-kirchen.de und der Reaktionen in Printmedien die Gemeinsame Feststellung der Kirchen vom 2. Oktober 2015 sowie zwei Statements des Vorsitzenden des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland und des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz.

Die neunte These der Ökumenischen Sozialinitiative wurde im Januar 2015 in der Kolumnereihe der „Tagespost“ kommentiert:

„Axel Bernd Kunze (Erziehungswissenschaftler und Sozialethiker) thematisiert in seinem Beitrag die Bildung. Bildung sollte auch unverzweckt betrachtet werden und besonders zu Selbstbewusstseinerziehen. Er stimmt der Sozialinitiative zu, die die Familie als ersten Bildungsort begreift. Zugleich kritisiert er die Aussage, es werde zu viel in die Elite und zu wenig in die Breite investiert (angesichts stetig steigender Studierendenzahlen und mangelnder Ausstattung der Hochschulen). Auch die konstatierte mangelnde Durchlässigkeit sieht Kunze nicht. Er betont, es brauche zielgenaue Förderangebote und die Förderung herausragender Bildungsleistungen. Diese sollten nicht gegeneinander ausgespielt und aufgerechnet werden.“ (Im Dienst an einer gerechten Gesellschaft, S. 206)

Die überwiegend zustimmenden Beiträge zu den bildungsbezogenen Passagen der Sozialinitiative werden wie folgt zusammengefasst:

„Die Kirchlich-Gewerkschaftliche Initiative Bayern lobt, dass Bildung im Sozialwort ‚erfreulich weit‘ und nicht nur im Sinne von ‚Beschäftigungsfähigkeit‘ definiert werde. Auch sei es richtig, wenn frühkindliche Bildung im Sozialwort als Schlüsselfrage für gesellschaftliche Teilhabe thematisiert werde. Küppers hingegen unterstützt, dass Bildungspolitik im Sozialwort vor allem als vorsorgende Sozialpolitik verstanden werde, die ‚eine gute soziale Rendite‘ verspreche. Deor hebt vor allem die Forderung nach lebenslanger Bildung insbesondere für diejenigen, die ‚bereits abgehängt‘ wurden, lobend hervor. Sie vertritt die Auffassung, dass an dieser Stelle längst etwas hätte geschehen sollen, ‚im Sinne einer Wiedergutmachung bzw. Anerkennung für Lebensleistungen in Arbeitsprozessen, die weggebrochen bzw. (…) disqualifiziert und herabgewürdigt worden sind‘. Auch Kruip stimmt den Ausführungen des Sozialwortes zum Thema Bildung weitestgehend zu. Er kritisiert allerdings, dass die Forderung nach einem kostenlosen Kindergartenplatz nicht in das Sozialwort aufgenommen worden sei.“ (Im Dienst an einer gerechten Gesellschaft, S. 142)

Es folgt eine Zusammenfassung der Beiträge, die sich eher kritisch mit den Bildungsaussagen der Sozialinitiative befassen:

Silke Westphal lobt, „dass Bildungspolitik im Sozialwort als wichtiger Teil einer vorsorgenden Sozialpolitik begriffen werde, kritisiert allerdings, dass die ‚weiteren Ausführungen an der Oberfläche‘ hängenbleiben würden.“ Die evangelische Unternehmerin kritisisiert nicht zuletzt, „dass Bildung im Sozialwort ‚vor allem unter dem Gesichtspunkt der Beschäftigungsfähigkeit und der volkswirtschaftlichen Effizienz‘ diskutiert werde.“ Westphal glaubt, „dass gerade die Kirchen und ihre Wohlfahrtsverbände Arbeitgeber sein könnten, die lebenslanges Lernen ermöglichen und fördern.“
Axel Bernd Kunze „sieht es kritisch, wenn Bildung in den Kontext der vorsorgenden Sozialpolitik gerückt werde, weil auf diese Weise eine Rhetorik der Anpassung gefördert werden könne. Bildung solle im Gegensatz dazu zunächst einmal danach ausgerichtet werden, Freiheit im Denken und Handeln zu ermöglichen: ‚Dieses Potenzial geht verloren, wenn Bildung auf ein Instrument wirtschafts- oder sozialpolitischer Steuerung reduziert wird.‘“
„Auch der Ausschuss für Gesellschaftliche Verantwortung der Evangelischen Kirche von Westfalen kritisiert, dass die Formulierungen des Sozialwortes Gefahr liefen, ‚Bildung auf ihre Dienlichkeit für den Arbeitsmarkt zu verengen‘.“ Ähnlich äußert sich auch das Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau.
Klaus Hubert, Geschäftsführer der Aktionsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche in Bayern, „hält es für widersprüchlich, wenn im Sozialwort einerseits darauf hingewiesen werde, Bildung sei mehr als die Vermittlung von Wissen und Fähigkeiten, andererseits aber werde sie, ‚angefangen von der frühkindlichen Bildung, unter die Vorgaben der Wirtschaft und des Arbeitsmarktes gestellt‘.
Der Vorsitzende des Bildungswerks Bamberg der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung, Siegfried Ecker, wiederum bemängelt, „dass das Sozialwort unausgesprochen dem Bildungsbegriff des Bologna-Prozesses und der Pisa-Studien folge, der vorwiegend auf wirtschaftlich verwertbare berufliche Bildung ausgerichtet sei. Nicht erwähnt werde im Text, dass sich nicht nur der Einzelne durch Bildung an sich verändernde Bedingungen anzupassen habe, sondern dass Bildung auch stets emanzipatorische Ziele verfolge und sich gesellschaftliche Rahmenbedingungen gerade durch Bildung ändern könnten.“ Auch fehlt nach Ansicht Eckers ein Wort zur notwendigen Herzens- und Gewissensbildung: „Wie wollen die Kirchen Einfluss auf die Bürger haben, wenn von Herzensbildung keine Rede ist?“ (alle vorangegangenen Zitate: Im Dienst an einer gerechten Gesellschaft, S. 143 f.)

Des Weiteren finden sich auch unter dem Stichwort Familienpolitik Aussagen zum Thema Bildung:

Kunze äußert ferner die „Auffassung, dass im Sozialwort eine Verzwecklichung der Familie durchscheine. Diese werde vornehmlich als Dienstleister für Wirtschaft oder Sozialstaat gesehen. Dabei gerate aus dem Blick, dass Familienfunktionen nicht einfach durch öffentliche Erziehung ersetzt werden könne – denn zu Recht weise das Sozialwort selbst darauf hin, dass die Familie der erste Bildungsort sei.“ (Im Dienst an einer gerechten Gesellschaft, S. 142)

Sozialethische Kolumne: Neue Kultur des Maßes

Regelmäßig kommentieren Sozialethiker in der katholischen Zeitschrift „Die Tagespost“ aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen oder ethische Problemstellungen. Die aktuelle sozialethische Kolumne in der Ausgabe vom 24. Dezember 2015 trägt den Titel: Neue Kultur des Maßes.

Den Beitrag finden Sie auch online auf den Seiten der Katholischen Sozialwissenschaftlichen Zentralstelle:

http://www.ksz.de/aktuelle_nachrichten.html?&tx_ttnews[tt_news]=370&cHash=08ed059bdfc3606cc1b56d60ce4e3e5e

„Die Kolumne vom 24. Dezember 2015 fasst ihr Anliegen bereits in dem Titel „Neue Kultur des Maßes“ zusammen. Ihr Verfasser, Dr. Axel Bernd Kunze, Sozialethiker, habilitierter Pädagoge und stellvertretender Schulleiter, wendet sich gegen eine Gesinnungsethik, die gerade auch in der Flüchtlingsdebatte einem moralischen Rigorismus gleicht, und fordert, stets auch gesellschaftliche Realitäten im Blick zu behalten.“ (Wolfgang Kurek)

Von Herzen wünsche ich allen Lesern einen guten Jahreswechsel sowie ein gutes, gesegnetes neues Jahr. Ich danke Ihnen für alle Verbundenheit in diesem Jahr und freue mich, wenn Sie meine Arbeit und mein Weblog zur Bildungsgerechtigkeit auch im neuen Jahr interessiert verfolgen.

Ihr Axel Bernd Kunze

Jahresrückblick 2015

Von Herzen wünsche ich allen Leserinnen und Lesern meines Weblogs gesegnete Weihnachten, eine erholsame Zeit „zwischen den Jahren“ sowie alles Gute und Gottes Segen für das neue Jahr.

Ich freue mich, wenn Sie meine Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung weiterhin interessiert verfolgen.

Ihr Axel Bernd Kunze

 

Privatdozent Dr. Axel Bernd Kunze

Veröffentlichungen 2015

Beiträge zur Systematischen Erziehungswissenschaft und Bildungsethik

(Betreiber) Wissenschaftsweblog Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/. – Presseberichte: Jan Dochhorn am 23. September 2015: https://www.academia.edu/16100425/Neuer_Blog_zu_Fragen_der_Bildungsethik; Sebastian Zink am 02. September 2015: http://www.forumsozialethik.de/2015/09/02/neuer-blog-zur-bildungsethik/.

Sind Bildungsfragen Gesellschaftsfragen? Überlegungen zur demokratiepädagogischen Bedeutung eines Rechts auf Bildung (Kirche und Gesellschaft; 417), Köln: J. P. Bachem Medien 2015, 16 Seiten.

Hat das Gymnasium in der bildungsethischen Debatte noch eine Zukunft? Das Gymnasium im Spannungsfeld von Bildungsgerechtigkeit, Schulstruktur und Inklusion (Teil I), in: Profil. Das Magazin für Gymnasium und Gesellschaft (2015), H. 6, S. 16 – 25; (Teil II), in: Profil. Das Magazin für Gymnasium und Gesellschaft (2015), H. 7-8, S. 26 – 37.

Bildung ist mehr als Sozialpolitik (Kolumne zur Ökumenischen Sozialinitiative; IX), in: Die Tagespost 68 (2015), N.r 13, S. 7; als „Tagespost-Kolumne, Teil 9“ auch online unter: http://www.sozialiniative-kirchen.de; auch online und unter: http://www.ksz.de; unter dem Titel: Bildung ist mehr als Sozialpolitik. Ein Kommentar von Axel Bernd Kunze in der Tagespost vom 31. Januar 2015 auch online unter: http://www.bildung-wissen.eu.

Gibt es in der EU ein Recht auf Bildung?, in: VBE-Magazin. Zeitschrift des Verbandes Bildung und Erziehung – Landesverband Baden-Württemberg (2015), H. 4 (April 2015), S. 8 f.

(Rezensent) Bildung nicht verstümmeln, in: Publik-Forum (2015), H. 7, S. 56. Rezension zu: Helmut Peukert: Bildung in gesellschaftlicher Transformation, hg v. Ottmar John und Norbert Mette, Paderborn: Ferdinand Schöningh 2015, 364 Seiten.

(Rezensent) Kurzrezension zu: Konrad Paul Liessmann: Geisterstunde. Die Praxis der Unbildung. Eine Streitschrift, Wien: Paul Zsolnay 2014, 191 Seiten, in: Publik-Forum (2015), H. 1, S. 54 f.

Geschäftsführender Mitherausgeber der Publikationsreihe „Forum Bildungethik“

Forum Bildungsethik, hg. v. Marianne Heimbach-Steins, Gerhard Kruip und Axel Bernd Kunze, Bielefeld: W. Bertelsmann, ab Bd. 1/2007:

Katja Neuhoff: Bildung als Menschenrecht. Systematische Anfragen an die Umsetzung in Deutschland (Forum Bildungsethik, hg. v. Marianne Heimbach-Steins, Gerhard Kruip und Axel Bernd Kunze; 12), Bielefeld: W. Bertelsmann Verlag, 2015, 359 Seiten [zugleich als E-Book].

Beiträge zur Schulpädagogik

„Vielfalt“ als Normalfall spätmoderner Pädagogik? [Kritik zu Annedore Prengel], in: Erwägen – Wissen – Ethik. Forum für Erwägungskultur 26 (2015), H. 2, S. 217 – 220.

Schule selber denken: Pädagogische Freiheit bedarf der theoriegeleiteten Reflexion, in: Katholische Bildung 116 (2015), H. 9, S. 353 – 359.

Hat das Gymnasium in der bildungsethischen Debatte noch eine Zukunft? (Teil I), in: Katholische Bildung 116 (2015), H. 1 (Januar 2015), S. 20 – 29; zugleich Onlineausgabe: http://www.vkdl.de/pdf/katholische-bildung/2015-01-09+Katholische-Bildung_1-2015.pdf; (Teil II), in: Katholische Bildung 116 (2015), H. 2 (Februar 2015), S. 59 – 72; zugleich Onlineausgabe: http://www.vkdl.de/pdf/katholische-bildung/2015-02-06+Katholische-Bildung_02-2015.pdf; beide Teile zugleich online unter: http://www.bildung-wissen.eu. – Pressebericht: Das Gymnasium in der Bildungsdebatte, in: Newsletter des IPR der Erzdiözese Freiburg v. 15. Januar 2015.

Bildungsplanreform in Baden-Württemberg – ein Beispiel für die problematischen Folgen der Umstellung auf kompetenzorientierte Lehrpläne, in: Gesellschaft für Bildung und Wissen (Hg.): Fachbeiträge – http://bildung-wissen.eu/fachbeitraege/bildungsplanreform-in-baden-wuerttemberg.html.

Bildung ist mehr als Sozialpolitik in: Elternforum. Zeitschrift der Katholischen Elternschaft Deutschlands 48 (2015), H. 2, S. 9.

(Rezensent) Rezension zu: Markus Brenk/Claudia Hidding-Kalde (Hgg.): Gemeinsam über Unterricht und Schule nachdenken. Reflexives Lernen und kollegiale Hospitation, Berlin: Cornelsen 2013, in: Engagement 33 (2015), H. 3, S. 191 f.

Mitglied im Herausgeberbeirat der Fachzeitschrift „Engagement“

Redakteur der Rezensionsabteilung der Fachzeitschrift „Engagement“

Engagement. Zeitschrift für Erziehung und Schule, hg. v. Arbeitskreis Katholischer Schulen in freier Trägerschaft in der Bundesrepublik Deutschland (AKS), Münster i. W.: Aschendorff, ab Heft 4/2010 (gemeinsam im Herausgeberbeirat mit Gerd Bachner [bis 2015], Peter Billig, Rafael Frick, Christopher Haep, Volker Ladenthin [bis 2013], Matthias Proske [ab 2014], Clauß Peter Sajak und Jörg-Dieter Wächter), verantwortlicher Redakteur der Rezensionsabteilung:

(Redaktion der Rezensionsabteilung) Heft 1/2015 (33. Jahrgang): Christopher Haep (verantwortlich), Übergangsgestaltung im Dialog zwischen Bildungswissenschaft und Schulpraxis.

(Redaktion der Rezensionsabteilung) Heft 2/2015 (33. Jahrgang): Rafael Frick/Claus Peter Sajak (verantwortlich), 50 Jahre Konzilserklärung „Gravissimum educationis“.

(Redaktion der Rezensionsabteilung) Heft 3/2015 (33. Jahrgang): Christopher Haep (verantwortlich), Qualitätskriterien für Katholische Internate und Tagesinternate.

(Redaktion der Rezensionsabteilung) Heft 4/2015 (33. Jahrgang): Jörg-Dieter Wächter (verantwortlich), Profilspezifische Personalentwicklung.

Beiträge zur Didaktik und Fachdidaktik

Was würde Ernst Moritz Arndt dazu sagen? – oder: Wie die Kompetenzorientierung Schule und Hochschule verändert …, in: Die Ostmark. Mitteilungen der Burschenschaft Ostmark-Breslau im SB zu Regensburg (2015), H. 1 [= H. 19 der neuen Serie] (Wintersemester 2014/15), S. 20 – 31.

„Global denken – regional vernetzt lernen“. Ende Februar fand in Baden-Württemberg der Erste Süddeutsche Pädagogiklehrertag statt, in: Pädagogikunterricht 35 (2015), H. 2/3, S. 66 f.

Gender und Schule – Chancen und Grenzen des schulischen Erziehungsauftrags, in: Herbsttagung der KED am 04.09.2015 im Franz-Hitze-Haus in Münster: http://www.katholische-elternschaft.de/aktuelles/detailansicht/datum/2015/09/11/herbsttagung-der-ked-am-04092015-im-franz-hitze-haus-in-muenster/.

(Rezension) Rezension zu: Annette Leonhardt/Katharina Müller/Tilly Truckenbrodt (Hgg.): Die UN-Behindertenrechtskonvention und ihre Umsetzung. Beiträge zur Interkulturellen und international vergleichenden Heil- und Sonderpädagogik, Bad Heilbrunn: Julius Klinkhardt 2015, 613 Seiten, in: http://www.socialnet.de, 27. August 2015.

(Rezension) Sammelrezension zu: Eckhard Bieger, Christian Schnaubelt: 27 x katholisch. Die deutschen Bistümer im Porträt. Mit einem Geleitwort von Reinhard Kardinal Marx, Paderborn: Bonifatius 2014, 268 Seiten; Alfred Herrmann: Gott suchen. Männerorden in Deutschland, Paderborn: Bonifatius 2014, 481 Seiten, in: Engagement 33 (2015), H. 2, S. 120 f.

(Rezensent) Kurzrezension zu: Bernhard Grümme: Bildungsgerechtigkeit. Eine religionspädagogische Herausforderung (Religionspädagogik innovativ; 7), Stuttgart: Kohlhammer 2014, 254 Seiten, in: Publik-Forum (2015), H. 5, S. 78.

(Rezensent) Kurzrezension zu: Friedrich Schweitzer: Interreligiöse Bildung. Religiöse Vielfalt als religionspädagogische Herausforderung und Chance, Gütersloh: Gütersloher Verlagshaus 2014, 279 Seiten, in: Publik-Forum (2015), H. 3, S. 55.

(Rezensent) Rezension zu: Gerhard Friedrich, Viola de Galgóczy, Cornelia Klein: Mit Kindern philosophieren. Gemeinsam staunen – fragen – verstehen, Weinheim/Basel: Beltz 2013, 113 Seiten, in: Buchtipps aus der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik. Buchtipp I: http://www.fachschule-sozialpädagogik.de, 21. Juli 2015.

Beiträge zur Menschenrechtsbildung, Demokratiepädagogik und zum Globalen Lernen

„Global denken – regional vernetzt lernen“. Ende Februar fand in Baden-Württemberg der Erste Süddeutsche Pädagogiklehrertag statt, in: Pädagogikunterricht 35 (2015), H. 4, S. 38 f.

(Rezensent) Rezension zu: Malte Brosig/Miao-ling Lin Hasenkamp (Hgg.): Menschenrechte, Bildung und Entwicklung – Bestandsaufnahme ihrer Zusammenhänge, Festschrift für Karl-Peter Fritzsche, Opladen/Berlin/Toronto: Budrich UniPress Ltd., 250 Seiten, in: Socialnet.de, 12. November 2015.

(Rezensent) Sammelrezension zu: Renate Schmidt: Lasst unsere Kinder wählen!, München: Kösel 2013; Klaus Hurrelmann/Tanjev Schultz (Hgg.): Wahlrecht für Kinder? Politische Bildung und Mobilisierung der Jugend (Pädagogische Streitschriften), Weinheim/Basel: BeltzJuventa 2014, in: Engagement 33 (2015), H. 1, S. 57 – 59.

(Rezensent) Grundkurs Menschenrechte liegt vollständig vor, in: http://www.forumsozialethik.de/2015/09/13/grundkurs-menschenrechte-liegt-vollstaendig-vor/, 13. September 2015. Rezension zu: Otto Böhm/Doris Katheder: Grundkurs Menschenrechte. Die 30 Artikel. Kommentare und Anregungen für die politische Bildung, Bd. 5, Würzburg: Echter 2015.

(Rezensent) Rezension zu: Otto Böhm/Doris Katheder: Grundkurs Menschenrechte. Die 30 Artikel. Kommentare und Anregungen für die politische Bildung, Bd. 4, Würzburg: Echter 2014. in: Socialnet.de, 10. Februar 2015. – Pressebericht: Grundkurs Menschenrechte, in: Newsletter des Instituts für Religionspädagogigk der Erzdiözese Freiburg vom Februar 2015.

Beiträge zur Elementarbildung

Regional lernen – global denken. Zur Bedeutung der ganzmenschheitlichen Perspektive für Pädagogik und Erzieherausbildung, in: Pädagogikunterricht 35 (2015), H. 4, S. 46 – 52.

(Rezensent) Buchtipps aus der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik, in: Infodienst der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik, Ausgabe 2/2015 [28. Juli 2015]. Rezensionen zu: Gerhard Friedrich, Viola de Galgóczy, Cornelia Klein: Mit Kindern philosophieren. Gemeinsam staunen – fragen – verstehen, Weinheim/Basel: Beltz 2013, 113 Seiten; Simon Croner/Mareike Kasang/Hedi Porsch/Sarah Schliffke (Red.): Glaubenspfade. Ein Andachtsbuch, Nürnberg: Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder – Land Bayern 2014, 244 Seiten.

Beiträge zur Andragogik und Jugendbildung

(Rezensent) Rezension zu: Simon Croner/Mareike Kasang/Hedi Porsch/Sarah Schliffke (Red.): Glaubenspfade. Ein Andachtsbuch, Nürnberg: Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder – Land Bayern 2014, 244 Seiten, in: Buchtipp II: http://www.fachschule-sozialpädagogik.de, 21. Juli 2015.

Beiträge zur Hochschulforschung und Wissenschaftskultur

Wem soll die Hochschule gerecht werden? Die UNIVERSITÄT zwischen ganzheitlichem Anspruch und Selbstaufgabe, in: Katholische Bildung 116 (2015), H. 7/8 (Juli/August), S. 298 – 309.

Zwangsfinanziert (Leserbrief zur Medienpolitik), in: Frankfurter Allgemeine Zeitung (2015), Nr. 120 v. 27. Mai 2015, S. 6.

(Rezensent) Kein neuer Gottesbeweis, in: Concilium 51 (2015), H. 4, S. 503 – 507. Sammelrezension zu: Michael Blume: Neurotheologie – Hirnforscher erkunden den Glauben (Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum Verlag. Reihe Theologie; 6), Marburg (Lahn): Tectum 2009, 251 Seiten; Gerhard Roth/Nicole Strüber: Wie das Gehirn die Seele macht, Stuttgart: Klett-Cotta 52015, 425 Seiten; Hans Goller: Wohnt Gott im Gehirn? Warum die Neurowissenschaften die Religion nicht erklären, Kevelaer: Butzon und Bercker 2015, 296 Seiten.

(Rezensent) Rezension zu: Ronald Lambrecht: Studenten in Sachsen 1918 – 1945. Studien zur studentischen Selbstverwaltung, sozialen und wirtschaftlichen Lage sowie zum politischen Verhalten der sächsischen Studentenschaften, Leipzig: Leipziger Universitätsverlag 2011, 555 Seiten, in: Engagement 33 (2015), H. 3, S. 198 – 200.

Beiträge zur Bildungsgeschichte

Rolf Krumsiek (1934 – 2009), in: Korporierte Genossen: http://www.lassalle-kreis.de [erweiterte Fassung].

Beiträge zur Sozial-, Politik- und Rechtsethik

(Rezensent) Rezension zu: Frederik von Harbou: Empathie als Element einer rekonstruktiven Theorie der Menschenrechte (Studien zur Rechtsphilosophie und Rechtstheorie; 64), Baden-Baden: Nomos 2014, in: Socialnet.de, 26. Februar 2015.

(Rezensent) Rezension zu: Helga E. Schachinger: Psychologie der Politik. Eine Einführung, Bern: Hans Huber 2014, in Socialnet.de, 25. Februar 2015.

(Rezensent) Rezension zu: Sarham Dhouib (Hg.): Demokratie , Pluralismus und Menschenrechte. Transkulturelle Perspektiven, Weilerswist: Velbrück Wissenschaft 2014, in: Socialnet.de, 24. Februar 2015.

(Rezensent), Verdrängte Fragen in: AMOSinternational. Gesellschaft gerecht gestalten 9 (2015), H. 1, S. 51 f.; zugleich online unter: http://www.kommende-dortmund.de/kommende_dortmund/6-Ver%F6ffentlichungen/71-AMOSint./686,Heft-1-2015-Transnationale-Steuerung.html. Rezension zu: Bernhard Koch (Hg.): Den Gegner schützen? Zu einer aktuellen Kontroverse in der Ethik des bewaffneten Konflikts (Studien zur Friedensethik; 47), Baden-Baden/Münster (Westf.): Nomos/Aschendorff 2014, 293 Seiten.

Beiträge zur Arbeits- und Wirtschaftsethik

(Rezensent) Rezension zu: Minou Banafsche/Hans-Wolfgang Platzer (Hgg.): Soziale Menschenrechte und Arbeit. Multidisziplinäre Perspektiven (Schriften zur europäischen Arbeits- und Sozialpolitik; 15), Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 2015, 205 Seiten, in: Socialnet.de, 04. November 2015.

Mitarbeit bei „Denk doch mal. Onlinemagazin für Arbeit – Bildung – Gesellschaft“ (hg. v. Netzwerk Gesellschaftsethik e. V.)

Ausgabe 1/2015: „Jetzt wächst zusammen, was zusammengehört“ – Ein neues Leitbild für betrieblich duale und hochschulische Berufsbildung.

Ausgabe 2/2015: Jugend – Perspektivlos in Europa?.

Ausgabe 3/2015: Das Prinzip Produktion in der Schule.

Ausgabe 4/2015: Der politische Mensch hat eine Perspektive.

Beiträge zur Liturgiewissenschaft und Pastoralliturgie

… damit unser Tun nicht ins Leere läuft. Was bietet das neue „Gotteslob“? für die Feier der Tagzeiten in der Gemeinde?, in: Bibel und Liturgie …in kulturellen Räumen 88 (2015), H. 2, S. 120 – 125.

Weihnachtliche Glaubensvorbilder [Lesejahr C. Hochfest der Gottesmutter Maria], in: WortGottesFeiern 13 (2016), H. 1, S. 5 – 19.

(Rezensent) Rezension zu: Friedhelm Hofmann (Hg.) unter Mitarbeit von Winfried Haunerland u. Stephan Steger: Gotteslob Dienstebuch, Trier: VzF Deutsches Liturgisches Institut 2015, 281 Seiten, in: Engagement 33 (2015), H. 3, S. 198.

(Rezensent) Rezension zu: Gregor Schorberger: schwul + katholisch. Eine christliche Gottesdienstgemeinschaft, Berlin: epubli 2013, in: Theologische Revue 111 (2015), H. 2, Sp. 168 – 170.

(Rezensent) Innerkirchliche Teilhabe von wiederverheiratet Geschiedenen – ein Diskussionsbeitrag, in: Forum Sozialethik, 22. März 2015. Online-Publikation: http://www.forumsozialethik.de/2015/03/22/innerkirchliche-teilhabe-von-wiederverheiratet-geschiedenen-ein-diskussionsbeitrag/. Rezension zu: Thomas Schumacher: Teilhabe von wiederverheirateten Geschiedenen am eucharistischen Mahl, München: Pneuma, 216 Seiten, 216 Seiten.

Tagungsberichte

Süddeutscher Pädagogiklehrertag. Nachbericht, in: http://www.vdp.org/tagungen-workshops/p%C3%A4dagogiklehrertag/s%C3%BCddeutscher-plt/.

Beiträge im Wissenschaftsweblog Bildungsgerechtigkeit

Plädoyer für die Freiheit, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/, 16. Dezember 2015.

Was kann Schule zur Gerechtigkeit beitragen?, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/, 15. Dezember 2015.

Toleranz = Anerkennung?, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/, 15. Dezember 2015.

Wann ist Bildung gerecht?, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/, 13. Dezember 2015.

Neues Weblog zur Inklusionsdebatte, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/, 23. November 2015.

Erster Süddeutscher Pädagogiklehrertag, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/, 17. November 2015.

Rezensionen zum Recht auf Bildung und zum Recht auf Arbeit, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/, 13. November 2015.

Neurotheologie, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/, 31. Oktober 2015.

Religion als Teil des allgemeinen Bildungsauftrags, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/, 29. Oktober 2015.

Wie sollte in der öffentlichen Schule über Religion gesprochen werden?, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/, 25. Oktober 2015.

Anhörungsphase zu den baden-württembergischen Bildungsplänen 2016 läuft noch eine Woche, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/, 25. Oktober 2015.

Menschenrecht auf Bildung, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/, 19. Oktober 2015.

Familienwahlrecht?, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/, 19. Oktober 2015.

200 Jahre Urburschenschaft, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/, 19. Oktober 2015.

Wie viel Mama braucht das Kind?, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/, 3. Oktober 2015.

Engagement 3/2015, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/, 3. Oktober 2015.

Akademische Kultur – Gedanken zum neuen Studienjahr, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/, 27. September 2015.

Menschenrecht auf Bildung, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/, 27. September 2015.

Wie politisch ist die Elementarbildung?, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/, 23. September 2015.

Im Reformhaus der Bildung, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/, 22. September 2015.

Checkliste zum Bildungsplan, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/, 16. September 2015.

Grundkurs Menschenrechte vollständig, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/, 13. September 2015.

Gender und Schule, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/, 12. September 2015.

Pädagogik der Vielfalt?, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/, 09. September 2015.

Daseinsvorsorge Bildung, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/, 09. September 2015.

Für Freiheit im Bildungssystem, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/, 05. September 2015.

Bildung befähigt zur Freiheit, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/, 29. August 2015.

In Freiheit Schule selber denken, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/, 28. August 2015.

Ökumenische Sozialinitiative, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/, 28. August 2015.

Das Gymnasium in der bildungsethischen Diskussion, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/, 28. August 2015.

Sind Bildungsfragen Gesellschaftsfragen?, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/, 28. August 2015.

Neuerscheinung zur Tugendlehre Kants, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/, 28. August 2015.

Wann sind Erzieher gerecht?, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/, 28. August 2015.

Herzlich willkommen!, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/, 11. August 2015.

Arbeitsschwerpunkte, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/.

Bildungsethik, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/.

Forum Bildungsethik, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/.

Für Freiheit im Bildungssystem, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/.

Lehrveranstaltungen, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/.

Projekte, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/.

Veröffentlichungen, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/.

Vorträge, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/.

Zur Person, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/.

Beiträge im Wissenschaftsweblog des Forums Sozialethik

Checkliste zum Bildungsplan, in: Forum Sozialethik, 16. September 2015. Onlinepublikation: http://www.forumsozialethik.de/2015/09/16/checkliste-zum-bildungsplan/.

Schule und die aktuelle Genderdebatte, in: Forum Sozialethik, 12. September 2015. Onlinepublikation: http://www.forumsozialethik.de/2015/09/12/schule-und-die-aktuelle-genderdebatte/.

Neuerscheinung zur Tugendlehre Kants, in: Forum Sozialethik, 22. März 2015. Onlinepublikation:
http://www.forumsozialethik.de/2015/03/22/neuerscheinung-zur-tugendlehre-kants/.

Grüne Reihe greift bildungsethische Fragen auf, in: Forum Sozialethik, 19. Februar 2015. Onlinepublikation: http://www.forumsozialethik.de/2015/02/19/gruene-reihe-greift-bildungsethische-fragen-auf/.

Das Gymnasium in der bildungsethischen Debatte, in: Forum Sozialethik, 10. Januar 2015 [mit Kommentar]. Onlinepublikation: http://www.forumsozialethik.de/2015/01/10/das-gymnasium-in-der-bildungsethischen-debatte/.

Beiträge aus der Schulpraxis

Informations- und Elternabend im Berufskolleg, in: http://www.fachschule-sozialpädagogik.de, 16. Dezember 2015.

Nachqualifizierung Pädagogischer Fachkräfte: Neuer Kurs, in: http://www.fachschule-sozialpädagogik.de, 14. Dezember 2015.

Neue Möglichkeiten zur akademischen Weiterqualifizierung, in: Infodienst der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt, Ausgabe 2/2015 [28. Juli 2015].

Botschafterinnen ihrer Ausbildung, in: Infodienst der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt, Ausgabe 2/2015 [28. Juli 2015].

Nachqualifizierung erfolgreich abgeschlossen, in: Infodienst der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt, Ausgabe 2/2015 [28. Juli 2015].

Europa ruft: Auslandspraktika vermitteln wertvolle Kompetenzen, in: Infodienst der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt, Ausgabe 2/2015 [28. Juli 2015].

Hochschulerkundung in Esslingen, in: Infodienst der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt, Ausgabe 2/2015 [28. Juli 2015].

Bildungsplanreform in Baden-Württemberg – ein Beispiel für die problematischen Folgen der Umstellung auf kompetenzorientierte Lehrpläne. Vortrag auf dem VBE-Junglehrerseminar am 21. März 2015 in Pforzheim [Thesenpapier für den Verband Bildung und Erziehung], o. O. (Pforzheim) o. J. (2015).

Weiterqualifizierung in der Heilpädagogik. Viele Anschlussmöglichkeiten, in: Eckstein. Mitteilungen aus der Stiftung Großheppacher Schwesternschaft (2015), Nr. 41, S. 15; zugleich Onlineausgabe: http://www.grossheppacher-schwesternschaft.de.

Das Gymnasium in der bildungsethischen Debatte, in: Forum Sozialethik, 10. Januar 2015. Onlinepublikation: http://www.forumsozialethik.de/2015/01/10/das-gymnasium-in-der-bildungsethischen-debatte/.

Neue Ausbildungsbotschafterinnen und -botschafter, in: http://www.fachschule-sozialpädagogik.de, 1. Dezember 2015.

Gegenseitiger Austausch mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg vereinbart, in: http://www.fachschule-sozialpädagogik.de, 30. November 2015.

Nachqualifizierung: Zertifikate übergeben. Der nächste Kurs beginnt Mitte Dezember!, in: http://www.fachschule-sozialpädagogik.de, 28. November 2015.

Landtagsabgeordneter Jochen Haußmann zu Gast, in: http://www.fachschule-sozialpädagogik.de, 23. November 2015.

Wissenschaft trifft Praxis, in: http://www.fachschule-sozialpädagogik.de, 23. November 2015.

Ausbildungsbotschafter: Ebbes Bäck, ebbes Doktor, in: http://www.fachschule-sozialpädagogik.de, 20. November 2015.

Erster Süddeutscher Pädagogiklehrertag. Dokumentation erschienen!, in: http://www.fachschule-sozialpädagogik.de, 17. November 2015.

Tag der Freien Schulen: 23. November, in: http://www.fachschule-sozialpädagogik.de, 16. November 2015.

Exkursion zum Tag der Offenen Tür an unserer Partnerhochschule in Freiburg, in: http://www.fachschule-sozialpädagogik.de, 13. November 2015.

Fachschule öffent ihre Klassenzimmertüren, in: http://www.fachschule-sozialpädagogik.de, 11. November 2015.

Berufsmesse an der FES Stuttgart, in: http://www.fachschule-sozialpädagogik.de, 11. November 2015.

Denkwerkstatts des Jugendamts Stuttgart, in: http://www.fachschule-sozialpädagogik.de, 20. Oktober 2015.

Auftakt der Lernbegleitung, in: http://www.fachschule-sozialpädagogik.de, 01. Oktober 2015.

Mentorentreffen im Rahmen der Lernortkooperation, in: http://www.fachschule-sozialpädagogik.de, 01. Oktober 2015.

Nachqualifizierungsfortbildung geht nach der Sommperause in die zweite Runde, in: http://www.fachschule-sozialpädagogik.de, 24. September 2015.

Museumsdidaktische Erfahrungen im Lindenmuseum, in: http://www.fachschule-sozialpädagogik.de, 19. September 2015.

Buchtipps aus der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik, in: http://www.fachschule-sozialpädagogik.de, 21. Juli 2015.

Neue Möglichkeiten zur akademischen Weiterqualifizierung, in: http://www.fachschule-sozialpädagogik.de, 21. Juli 2015.

Neues Studienangebot für Erzieher/innen: Integrative Lerntherapie, in: http://www.fachschule-sozialpädagogik.de, 08. Juni 2015.

Ab sofort Anmeldungen für neue Fortbildungen möglich (gemeinsam mit Jonas Naumann), in: http://www.fachschule-sozialpädagogik.de, 05. Mai 2015.

Hochschulerkundung in Esslingen, in: http://www.fachschule-sozialpädagogik.de, 30. April 2015.

Europa ruft: Auslandspraktika vermitteln wertvolle Kompetenzen und wichtige Erfahrungen, in: http://www.fachschule-sozialpädagogik.de, 22. April 2015.

Zentrum Kinder beim Stuttgarter Kirchentag, in: http://www.fachschule-sozialpädagogik.de, 13. April 2015.

Gastvortrag an der Hochschule Esslingen, in: http://www.fachschule-sozialpädagogik.de, 25. März 2015.

Hochschulkooperation. Studentin hospitiert an unserer Fachschule für Sozialpädagogik, in: http://www.fachschule-sozialpädagogik.de, 23. März 2015.

Deutscher Evang. Kirchentag in Stuttgart wirft seinen Schatten voraus, in: http://www.fachschule-sozialpädagogik.de, 12. März 2015.

Erster Süddeutscher Pädagogiklehrertag in Beutelsbach, in: http://www.fachschule-sozialpädagogik.de, 27. Februar 2015.

Informationsabend für die beiden Klassen im Berufskolleg für Praktikantinnen und Praktikanten, in: http://www.fachschule-sozialpädagogik.de, 11. Februar 2015.

Jahresempfang des Evangelischen Schulwerks, in: http://www.fachschule-sozialpädagogik.de, 16. Januar 2015.

Neujahrstagung im ptz, in: http://www.fachschule-sozialpädagogik.de, 12. Januar 2015.

Nachrichten

Stammtisch in Stuttgart, in: Studenten-Kurier. Zeitschrift für Studentengeschichte, Hochschule und Korporationen 30 [Neue Folge] (2015), H. 1, S. 28.

Mitarbeit

(Konsultation im Rahmen des Beirats) Andreas Gruschka: Der Bildungs-Rat der Gesellschaft für Bildung und Wissen. Vorgelegt nach längerer Konsultation vom Präsidenten der Gesellschaft für Bildung und Wissen, Opladen/Berlin/Toronto: Barbara Budrich 2015 [Printausgabe und E-Book].

(stv. Schulleitung) Infodienst der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt (seit 2014): Ausgabe 2, Juli 2015.

(stv. Schulleitung) Evangelische Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt: http://www.fachschule-sozialpädagogik.de (seit 2012)

Nachweise in Bibliographien und sozialen Netzwerken

Publikationen, hg. v. der Kommission Pädagogik der frühen Kindheit der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft, ab 2014.

Sozialethische Publikationen (Sozialethischer Literaturbericht), hg. v. d. Arbeitsgemeinschaft der Sozialethikerinnen und Sozialethiker des deutschsprachigen Raumes u. v. d. Katholischen Sozialwissenschaftlichen Zentralstelle, o. O. (München/Mönchengladbach), ab 2009.

Wissenschaftliches Netzwerk: http://www.academia.edu

Betreuung von Qualifikationsarbeiten

(Zweitgutachter) Kinderarmut in Deutschland – Ursachen, Risikofaktoren und sozialpädgogischer Auftrag im Elementarbereich, Evangelische Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt, Schuljahr 2015/16: Facharbeit.

(Zweitgutachter) Geschwisterkonstellationen im Elementarbereich: Beeinflusst sie die Entwicklung und den Charakter der Kinder?, Evangelische Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt, Schuljahr 2015/16: Facharbeit.

(Zweitgutachter) Integration von Kindern mit Migrationshintergrund im Kindergarten, Evangelische Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt, Schuljahr 2015/16: Facharbeit.

(Zweitgutachter) Suchtprävention: Ursachen und Folgen bei Jugendlichen, Möglicheiten und Grezen der Beratung, Evangelische Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt, Schuljahr 2015/16: Facharbeit.

(Zweitgutachter) Sozialerziehung im Kindergarten und zuhause, Evangelische Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt, Schuljahr 2015/16: Facharbeit.

 

Lehrveranstaltungen 2015

Ist Bildung ein Menschenrecht? Lektüreseminar
Wintersemester 2015/16, Seminar an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Welche Werte braucht die Soziale Arbeit? Auseinandersetzung mit den anthropologisch-ethischen Grundlagen einer Berufsethik Sozialer Arbeit
Wintersemester 2015/16, Seminar an der Katholischen Stiftungsfachhochschule München

Wie soll ich mich entscheiden? – Zum Umgang mit ethischen Konflikten im Berufsalltag Sozialer Arbeit
Sommersemester 2015, Seminar an der Katholischen Stiftungsfachhochschule München

Lerngalaxien – und mehr … Was bedeutet Reformpädagogik heute? – Exkursion zu „Bonns Fünfter“
Sommersemester2015, Seminar an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Wie lassen sich pädagogische Texte erschließen? Eine Einführung in das Textverstehen und die Analyse von Fachtexten im Studium der Bildungswissenschaften
Wintersemester2014/15, Seminar an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Berufsethische Konflikte in der Sozialen Arbeit. Einführung in die Arbeit mit ethischen Leitfäden
Wintersemester 2014/15, Seminar an der Katholischen Stiftungsfachhochschule München

Bildung – Politik – Recht: Wie können Demokratie und Menschenrechte durch pädagogisches Handeln gefördert werden?
Wintersemester 2014/15: Seminar an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg

 

Vorträge und Fortbildungen 2015

Nachqualifizierung Pädagogischer Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen nach Paragraph 7 Absatz 2 Ziffer 10 Kindertagesbetreuungsgesetz
Pädagogische Leitung einer Fortbildungsreihe
Weinstadt (Rems), Dezember 2014 bis November 2015, Evangelische Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt
(gemeinsam mit Jonas Naumann)

Beruflicher Wiedereinstieg von Pädagogischen Fachkräften in Kindertageseinrichtungen
Pädagogische Leitung einer Fortbildungsreihe
Weinstadt (Rems), Dezember 2014 bis Mai 2015, Evangelische Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt
(gemeinsam mit Jonas Naumann)

Pädagogische Grundhaltung – Enkulturation – Interkulturelle Pädagogik
Fortbildungsmodul
Weinstadt (Rems), 30./31. Januar 2015, Evangelische Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt

Evaluation und Leistungsbeurteilung I
Fortbildungsmodul
Freudenstadt: 06. Februar 2015, Evangelisches Schulwerk für Baden und Württemberg

Eltern- und Informationsabend
Weinstadt (Rems), 10. Februar 2015, Evangelische Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt

1. Süddeutscher Pädagogiklehrertag
Tagung
Weinstadt (Rems), 26. Februar 2015, Verband der Pädagogiklehrer und Pädagogiklehrerinnen
(gemeinsam mit Jonas Naumann und Eckehardt Knöpfel)

Globalisierung als Bildungsaufgabe – Bildung vor der Aufgabe der Globalisierung
Vortrag auf dem 1. Süddeutschen Pädagogiklehrertag
Weinstadt (Rems), 26. Februar 2015, Evangelische Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt

Evaluation und Leistungsbeurteilung II
Fortbildungsmodul
Freudenstadt: 20. März 2015, Evangelisches Schulwerk für Baden und Württemberg

Bildungsplanreform in Baden-Württemberg – ein Beispiel für die problematischen Folgen der Umstellung auf kompetenzorientierte Lehrpläne
Vortrag im Rahmen des Junglehrerseminars
Pforzheim, 21. März 2015, Verband Bildung und Erziehung

Didaktik und Methodik an Fachschulen – Fachschulen als Arbeitsfeld für Kindheitspädagogen und Kindheitspädagoginnen
Gastvortrag
Eßlingen (Neckar), 09. April 2015, Hochschule Esslingen

Erkundung der Hochschule Eßlingen und des Studiums der Kindheitspädagogik
Exkursion der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt
Esslingen (Neckar), 06./07. Mai 2015, Hochschule Esslingen

Burschenschaftlicher Dreiklang
Vortrag für das Cartell Christlicher Burschenschaften
Jena, 09. Mai 2015, Gasthaus „Zur Tanne“

Wem soll Hochschule gerecht werden?
Festrede
Weinheim (Bergstraße), 16. Mai 2015, Wachenburg bei Weinheim (Bergstraße)

Verleihung des Schulpreises
Preisverleihung
Weinstadt (Rems), 23. Juli 2015, Evangelische Berufsfachschule für Kinderpflege Weinstadt

Wann sind Erzieher und Erzieherinnen gerecht?
Festrede der Schulleitung
Weinstadt (Rems), 23. Juli 2015, Evangelische Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt

Verleihung des Schulpreises
Preisverleihung
Weinstadt (Rems), 23. Juli 2015, Evangelische Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt

Schulrecht
Fortbildungsmodul
Stuttgart, 05. August 2015, Evangelisches Schulwerk für Baden und Württemberg

Erziehung zur Toleranz oder Indoktrination? Zum pädagogischen Umgang mit Genderfragen in Schule und Zivilgesellschaft
Vortrag für die Katholische Elternschaft Deutschlands
Münster (Westfalen), 04. September 2015, Katholisch-Soziale Akademie Franz-Hitze-Haus Münster

Menschenrechtsbildung – Demokratiepädagogik – Globales Lernen
Fortbildungsmodul
Weinstadt (Rems), 23. September 2015, Evangelische Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt

Frühkindliche Bildung im Focus neuer entwiclungspsychologischer und neuropsychologischer Forschungsergebnisse – Konsequenzen für die Förderung und Betreuung von Kindern in Kindertagesstätten
Vortag
Breitenbrunn (Erzgebirge), 13. Oktober 2015, Staatliche Berufsakademie Breitenbrunn

Literacy – mit Kindern unterwegs zu Erzähl-, Lese-, Schreib- und Buchkultur
Pädagogische Leitung einer Fortbildungsreihe
Weinstadt (Rems), 30./31. Oktober 2015, 06./07. November 2015, Evangelische Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt
(gemeinsam mit Jonas Naumann).

Neue Angebote in der Erzieher- und Altenpflegeausbildung
Pressegespräch
Weinstadt (Rems), 10. November 2015, Stiftung Großheppacher Schwesternschaft
(gemeinsam mit Sylvia Weltz-Wintergerst, Jonas Naumann und Dr. Hans-Michael Wünsch)

Kinderpflege- und Erzieherausbildung an der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt
Vortrag im Rahmen der Berufsmesse
Stuttgart, 13. November 2015, Freie Evangelische Schule Stuttgart

Tag der Freien Schulen
Unterrichtsveranstaltung mit Jochen Haußmann, MdL
Weinstadt (Rems), 23. November 2015, Evangelische Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt (gemeinsam mit Dieter Bluthardt)

Kooperation mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg
Fachgespräch
Stuttgart, 24. November 2015, Duale Hochschule Baden-Württemberg

Reflexion und Auswertung
Fortbildungsmodul
Weinstadt, 28. November 2015, Evangelische Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt

Nachqualifizierung Pädagogischer Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen nach Paragraph 7 Absatz 2 Ziffer 10 Kindertagesbetreuungsgesetz
Pädagogische Leitung einer Fortbildungsreihe
Weinstadt (Rems), Dezember 2015 bis November 2016, Evangelische Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt
(gemeinsam mit Jonas Naumann)

Beruflicher Wiedereinstieg von Pädagogischen Fachkräften in Kindertageseinrichtungen
Pädagogische Leitung einer Fortbildungsreihe
Weinstadt (Rems), Dezember 2015 bis Mai 2016, Evangelische Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt
(gemeinsam mit Jonas Naumann)

Christfeier vor Weihnachten
Gottesdienst und Predigt
Weinstadt (Rems), 18. Dezember 2015, Stiftung Großheppacher Schwesternschaft

Plädoyer für die Freiheit

Zum Ende des burschenschaftlichen Jubiläumsjahres 2015, in dem an die Gründung der Urburschenschaft vor zweihundert Jahren erinnert wurde, ist ein Beitrag von Dr. Michael Hinz (Burschenschaft Arminia Marburg) erschienen, der sich mit dem Spannungsverhältnis von Gleichheit und Freiheit im Bildungsbereich beschäftigt. Der ehemalige Kanzler der Universität Erfurt hat sich auf dem Festsymposium der Neuen Deutschen Burschenschaft am 3. Oktober 2015 in Jena zur aktuellen Situation unseres Bildungssystems geäußert; seine bildungsethische Rede ist im aktuellen Academicus dokumentiert:

GLEICHHEIT? FREIHEIT! Annäherung an einen burschenschaftlichen Begriff der Bildungschancengerechtigkeit,
in: Academicus 18 (2015), H. 2, S. 27 – 32.

Der Beitrag – ein starkes Plädoyer für die Freiheit im Bildungssystem – ist auch online abrufbar: http://www.neuedb.de/index.php?id=4545

Der Academicus 2/2015 dokumentiert auch die weiteren Reden und Beiträge der Festtage „200 Jahre Burschenschaften – 25 Jahre deutsche Einheit“ der Neuen Deutschen Burschenschaft, die Anfang Oktober in Jena, dem Gründungsort der Urburschenschaft, stattfanden.

Was kann Schule zur Gerechtigkeit beitragen?

Zwei Herausforderungen machen es notwendig, von Gerechtigkeit als einem Problem der Schule zu sprechen: Pädagogisches Handeln muss zum einen mit der Tatsache faktischer Ungleichheit umgehen und zum anderen mit begrenzten Ressourcen der Bildungsförderung haushalten. Gerechtigkeitsfragen stellen sich auf allen Ebenen schulischen Handelns: beispielsweise bei der Rahmenordnung des Schulsystems, bei den Zugangsregelungen zu einzelnen Bildungsangeboten, beim Umgang mit Konflikten innerhalb der einzelnen Bildungsinstitution, bei der Leistungsbeurteilung und der Vergabe von Abschlüssen oder im Umgang zwischen Lehrer und Schülern. Innerhalb der Klassengemeinschaft erfahren die Schüler beispielhaft, wie Verteilungsfragen gelöst werden oder nach welchen Kriterien bestimmte Leistungen anerkannt werden.
Gleichzeitig soll die Schule ihre Schüler dazu befähigen, diese Erfahrungen geistig zu verarbeiten. Sie soll die Schüler auf das Leben in der modernen Gesellschaft vorbereiten – und ist zugleich ein Teil dieser Gesellschaft. Gerechtigkeitsfragen gehören somit untrennbar zum Nachdenken über Schule dazu. Dabei handelt es sich bei den schulischen Gerechtigkeitsproblemen nicht um etwas, das sich ein für alle Mal lösen ließe – würde man nur das „richtige“ Schulsystem aufbauen, alle Schulen bestmöglich ausstatten und jedes Kind optimal fördern. Gerechtigkeitsprobleme können nicht durch pädagogisches Handeln beseitigt werden, aber die Gerechtigkeitsfrage ist auch auf das pädagogische Handeln hin auszulegen. Und dies bleibt eine beständige Aufgabe der Schule, die ihren Zusammenhang mit dem gesellschaftlichen Leben immer wieder neu reflektieren muss.
Schulreform als Aufgabe der modernen Schule ist dann aber auch etwas anderes als Schulstrukturreform. Die bestehende Schule wird dabei nicht von einer in der Zukunft imaginierten „Idealschule“ her in Frage gestellt, sondern einer beständigen, nicht abschließbaren Selbstrevision unterzogen. Die Schulpädagogik hat dabei eine zweifache Aufgabe: Sie muss über Gerechtigkeit als Problem der Schule bildungstheoretisch reflektieren. Und sie muss danach fragen, wie ein bestimmter Umgang mit diesem Problem praktisch umsetzbar ist, welche Verbesserungen oder Erfolge, aber auch welche Gefahren oder Fehlschläge damit verbunden sein können – im Blick auf die Lernbedingungen und die Zukunftschancen der Lernenden genauso wie im Blick auf die professionelle Beanspruchbarkeit und Belastbarkeit der Lehrenden. Die bestimmende Perspektive im Umgang mit der Gerechtigkeitsfrage wird dabei eine pädagogische bleiben müssen: ausgerichtet an einer durch Bildung substanziell bestimmten Lebensform. Dabei sollte die pädagogische Reflexion über Gerechtigkeit Anwalt einer Humanität sein, die sich im Prozess notwendiger Differenzierung und entlastender Arbeitsteilung gegen mögliche funktionale Verengungen zur Wehr setzt.

Eine vollständig „gerechte“ Schule – wie immer man sich diese auch vorzustellen hätte – wäre notgedrungen statisch und nicht mehr verbesserungsfähig, dann aber auch nicht frei. Freiheit verlangt vielmehr danach, Gerechtigkeit dynamisch zu denken. Es muss möglich sein, dass die bestehenden Normen, Regeln und Gesetze immer wieder geprüft, in Frage gestellt und unter Umständen modifiziert werden – genau dies entspricht der aufklärerischen Forderung, sich des eigenen Verstandes zu bedienen: Die Schule soll die Schüler nicht lehren, einfach etwas für gerecht zu halten, was andere zuvor als gerecht erklärt haben, sondern die bestehenden Verhältnisse zu prüfen. Am Ende stünden sonst nicht Schüler, die „richtig“ denken, sondern solche, die es verlernt haben, selber zu denken. Aufgabe der Schule ist es, die Heranwachsenden dazu zu befähigen, Gerechtigkeitsprobleme zu identifizieren, selbständig zu beurteilen und nach der Bedeutsamkeit dieses Urteils für das eigene Handeln zu fragen.
Nicht jedes beliebige Infragestellen des Bestehenden ist aber schon rationale Kritik. Wenn Gerechtigkeit nicht einfach aus ein für alle Mal gültigen Normen und Regeln abgeleitet werden kann, sondern immer wieder neu gesucht und angestrebt werden muss, setzt dies zum Beispiel Beratung, Abwägung, Entscheidung und die Revision von Entscheidungen voraus. Die Schule hat die Aufgabe, die Schüler in jene Verfahren einzuführen, die der immer wieder neu notwendigen „Herstellung von Gerechtigkeit“ zugrundeliegen.

Wenn es keine feststehende Vorstellung von Gerechtigkeit gibt, wird es auch nicht einfach die gerechte Schule geben können. Vielmehr sind mehrere gerechte Schultypen vorstellbar, von denen jeder ganz verschieden ist, sofern sich diese reziprok rechtfertigen lassen. In einer freiheitlichen Gesellschaft wird es immer einen legitimen Pluralismus konkreter Lebensweisen geben. Wenn Schule dieser Pluralität entsprechen soll, wird es auch pädagogisch verschieden akzentuierte Muster von Schulen geben müssen – nicht „das eine Schulmodell für alle“, das als pädagogisches Wunschbild in den lebendigsten Farben ausgemalt und wortreich beschworen wird.
In der aktuellen Bildungsdebatte wird von verschiedenen Seiten – aus sozialpolitischen oder gerechtigkeitstheoretischen Erwägungen heraus – ein erweitertes Eingriffsrecht des Staates in die Lebensumstände von Kindern, Jugendlichen und auch jungen Erwachsenen befürwortet; dabei verschwimmt zusehends die Grenze zwischen Bildung, Erziehung und Betreuung. Die damit verbundenen Effekte greifen tief in die Strukturen einer pluralen Gesellschaft ein. Problematisch wird diese Entwicklung aus pädagogischer Sicht dort, wo die Frage nach dem Sinn von Bildung und Erziehung verloren geht – mit der Folge, dass die funktionalen Interessen der Gesellschaft über das genuin pädagogische Interesse an der Mündigkeit des Einzelnen dominieren.

(Axel Bernd Kunze)

Wann ist Bildung gerecht?

Das Problem der Gerechtigkeit wird nicht einfach auf die äußere soziale Seite der Bildung reduziert werden dürfen. Denn die für Bildung bestimmende Idee der Selbstbestimmung ist nicht etwas, das erst am Ende des pädagogischen Weges, beispielsweise mit einem bestimmten Abschluss, erreicht wird. Die Freiheit und Selbstbestimmungsfähigkeit des sich bildenden Subjekts muss auf dem gesamten pädagogischen Weg mitgedacht werden. Dieser Anspruch auf Selbstbestimmung ist grundsätzlich nicht abstufbar, auch wenn die Konkretisierung dessen, was dem Menschen als Selbstbestimmung hier und jetzt möglich ist, von Fall zu Fall im Verstehen der jeweiligen Individuallage zu entscheiden bleibt.
Jeder Einzelne hat grundsätzlich dasselbe Recht, sich zu bilden und seine Fähigkeiten zu entfalten. Die Chance zu der ihm möglichen Bildung darf niemandem abgesprochen werden. Frei und gerecht wäre weder ein Bildungssystem, das Schwächere gezielt bevorzugen und talentiertere Schüler gezielt benachteiligen wollte, noch eines, das umgekehrt verfahren wollte. Die Einsicht, dass alle einen gleichwertigen Anspruch haben, sich zu bilden und bestmöglich gefördert zu werden, entspricht der klassischen Forderung nach arithmetischer Gerechtigkeit: „Allen das Gleiche!“ Dieses Prinzip verlangt nach Diskriminierungsfreiheit und gleicher Qualität für alle Bereich des Bildungswesens.
Pädagogisches Handeln muss immer mit faktischer Ungleichheit umgehen. Eine optimale individuelle Förderung für alle wird angesichts der unterschiedlichen Voraussetzungen, Interessen und Bedürfnisse, welche die Einzelnen mitbringen, nicht dadurch zu erreichen sein, dass jedem dasselbe pädagogische Angebot gemacht wird. Das Prinzip egalisierender Gerechtigkeit vermag nicht, alle sozialen Beziehungen im Raum der Schule zu regulieren; es bedarf der Ergänzung um das Prinzip unterscheidender oder proportionaler Gerechtigkeit: „Jedem das Seine!“. Der Lernende muss sich in einer verfassten Gruppe bewähren. „Jedem das Seine!“ meint, jedes Kind nach seinen Leistungen und Bedürfnissen zu behandeln, zu fördern, aber auch zu fordern. Wenn Heranwachsenden die Forderung und Herausforderung, sich anzustrengen, verweigert wird, fehlt ihnen eine wesentliche Bedingung dafür, zu entdecken, was in ihnen steckt und ihre Persönlichkeit zunehmend eigenständiger in der Bewältigung der Herausforderung zu entwickeln.
Allerdings geht es hier um soziale Bedürfnisse, die dem Kind – beispielsweise vom Lehrer – zugeschrieben werden. Die Gerechtigkeit findet an der individuellen Einzigartigkeit des Schülers ihre Grenze. Individuelle Bedürfnisse sind stets einzigartig, damit aber auch nicht durch Normen, Regeln oder Strukturen fassbar. Gleichwohl wird pädagogisches Handeln auf die individuellen Bedürfnisse zu achten haben: Diese sind in moralischer Hinsicht allerdings keine Frage der Gerechtigkeit, sondern der pädagogischen Billigkeit. Diese ist ein berichtigendes, den Einzelfall berücksichtigendes Prinzip der Gerechtigkeit, das aber die geltenden Maßstäbe selbst nicht in Frage stellt. Denn eine übersteigerte Gerechtigkeit, die dem Einzelnen lieblos gegenüber stünde, würde auf Dauer ihr eigenes Fundament untergraben: Der Wille zur Gerechtigkeit erlahmt, wo die Anerkennung individueller Freiheit und Einmaligkeit schwindet.
Beide Prinzipien der Gerechtigkeit – „Allen das Gleiche“ sowie „Jedem das Seine“ – müssen miteinander verbunden werden: in der pädagogischen Praxis wie bei der Gestaltung der strukturellen Rahmenbedingungen von Schule. Entscheidend hierbei ist das komplementäre Zusammenspiel von Freiheit und Gleichheit. Insofern das Bildungssystem gleiche Chancen zur Bildung garantieren soll, darf es doch nicht ausschließen, dass die Individuen diese unterschiedlich nutzen. Die Einzelnen sollen in der Schule nicht „gleich gemacht“ werden. Alle sollen aber gleichermaßen in der Lage sein, sich jene Fähigkeiten anzueignen, die für eine selbstbestimmte Lebensführung notwendig sind – und sie sollen die Möglichkeit haben, über den eigenen Lebensweg selbst zu bestimmen, soweit sie andere nicht darin hindern, dies gleichfalls zu tun.

Gegenwärtig ist ein Anwachsen öffentlicher Verantwortung für die Wahrnehmung von Bildung und Erziehung zu beobachten. So wird unter dem Eindruck gesellschaftlicher Veränderungen die Grenze zwischen privaten und öffentlichen Erziehungsleistungen aufgeweicht. Die Schule wird stärker zum „Freizeitort“, übernimmt Funktionen der „Gleichaltrigengesellschaft“ und gewinnt für die Heranwachsenden eine stärkere Bedeutung als öffentlicher, elternferner Ort der Sozialisation und Identitätsbildung. Für die künftige Entwicklung von Schule wird zu fragen sein, wie die Schule angesichts dieses sozialen Wandels ihrem Bildungs- und Erziehungsauftrag weiterhin gerecht werden kann.
Die gerechte oder ungerechte Verteilung an Bildungschancen kann nicht abstrakt, sondern nur im Blick auf spezifische Lebensweisen bestimmt werden. Pädagogische Unterstützung ist keine Dienstleistung, die immer denselben Effekt zeitigt; vielmehr braucht der eine mehr, der andere weniger Unterstützung, um ein bestimmtes Bildungsbedürfnis zu befriedigen – je nach Ausgangslage und Persönlichkeitsmerkmalen. Eine zentrale bildungsethische Frage ist, wie die individuellen Chancen zur Bildung verteilt sind. Und diese werden auch die Lebenschancen des Einzelnen beeinflussen. Zu Recht hat sich in den vergangen zehn Jahren ein eigenständiger Bildungsdiskurs innerhalb der Christlichen Sozialethik entwickelt.
Doch wird kein Bildungssystem jemals gleiche Lebenschancen durch Bildung realisieren können, wenn die Freiheit des Einzelnen, einen bestimmten Lebensentwurf zu wählen, nicht aufgehoben werden soll. Andernfalls wäre der Einzelne nur mehr ein Funktionär der bestehenden Verhältnisse oder der Interessen der Gemeinschaft. Verloren ginge aber das Bewusstsein, dass es im menschlichen Leben etwas geben sollte, das über die Mittel der bloßen Daseinserhaltung hinausgeht. Am Ende würde sonst gerade das verfehlt, was erstrebt wird: jene Freiheit im Denken und Handeln, die ohne Bildung nicht erreicht werden kann und ohne die weder ein gemeinwohlförderliches Zusammenleben noch gesellschaftliche Weiterentwicklung auf Dauer denkbar sind.

(Axel Bernd Kunze)

Neues Weblog zur Inklusionsdebatte

Ein neues Weblog www.inklusion-als-problem.de will die Inklusionsdebatte kritisch begleiten. Inititator ist der bekannte Buchautor und Pädagoge Michael Felten.

In einer Presseinformation erläutert Felten sein neues publizistisches Angebot und sein Anliegen, das er damit verfolgt, folgendermaßen:

Seit Jahren gibt es gute Erfahrungen mit integrativem Unterricht (einzelne Schüler mit besonderen Beeinträchtigungen besuchen Regelklassen) – wenn auch nicht bedingungslos (je nach Förderbedarf), und keineswegs zum Nulltarif (nur bei Doppelbesetzung).
Angestoßen durch die UN-Behindertenrechtskonvention (BRK) werden nun zunehmend Inklusionschulen etabliert: Das gemeinsame Lernen aller Schüler, ob geistig behindert oder hochbegabt, soll zum flächendeckenden Normalfall werden.

Schon jetzt zeigen sich dabei enorme praktische wie prinzipielle Probleme:
▪ vermehrte Flüchtigkeit des fachlichen Lernens durch das nun riesige Leistungsspektrum
▪ Vernachlässigung der besonders beeinträchtigten wie auch leistungsstarken Schüler
▪ Grenzen individueller Förderung, Konfusion bei zieldifferentem Unterricht in Großklassen
▪ Inkompetenz und Überlastung von nur flüchtig „inklusionsgeschulten“ Regelschullehrern
▪ Stagnation der (etwa in NRW) dringend nötigen Qualitätssteigerung des Unterrichts

Es ist zu befürchten, dass der Trend zur Inklusionsschule die Leistungs- und Sozialentwicklung vieler Kinder gefährdet, dass es weithin zu wohlwollende Vernachlässigung kommt. Das wäre nicht zuletzt auch gesamtgesellschaftlich inakzeptabel. Dabei erfüllt Deutschland die
BRK bereits: Unsere Förderschulen gelten laut Konvention gerade nicht als Diskriminierung. Stärkere Integration oder radikale Inklusion – diese Frage braucht mehr öffentliche Debatte, ohne Blockade durch Maulkörbe oder Denktabus. Die Bildungsschancen unserer Kinder und
Jugendlichen dürfen sich nicht verschlechtern – nur weil Finanzminister die Förderschulen einsparen wollen, oder weil Schulideologen noch immer von der Einheitsschule träumen.

Deshalb bietet eine neue Website ab sofort* Forschungsbefunden und Praxiserfahrungen
ein Forum, die in der Inklusionsdebatte bislang unterrepräsentiert sind.

(Michael Felten)

Folgende Beiträge eröffen das neue Weblog:

Prof. Bernd Ahrbeck: Inklusion darf zu keiner Paradiesmetapher werden

Prof. em. Rainer Dollase: Soziale Ablehnung statt institutioneller Separierung?

Prof. em. Hermann Giesecke: Inklusion als politisch-weltanschauliche Bewegung

Prof. Konrad Paul Liessmann: Die inklusive Gesellschaft

Rezensionen zum Recht auf Bildung und zum Recht auf Arbeit

Im Rezensionsportal Socialnet. Das Netz für die Sozialwirtschaft sind zwei neue Besprechungen zu den Sozialrechten erschienen

Zum Recht auf Arbeit:

Axel Bernd Kunze (Rez.): Minou Banafsche, Hans-Wolfgang Platzer (Hrsg.): Soziale Menschenrechte und Arbeit. Multidisziplinäre Perspektiven. Nomos Verlagsgesellschaft (Baden-Baden) 2015. 205 Seiten. ISBN 978-3-8487-2279-2. D: 39,00 EUR, A: 40,10 EUR, CH: 55,90 sFr. Schriften zur europäischen Arbeits- und Sozialpolitik, Bd. 15. Die Besprechung ist unter folgender URL bei den socialnet Rezensionen veröffentlicht worden:

www.socialnet.de/rezensionen/19021.php

Zum Recht auf Bildung:

Axel Bernd Kunze (Rez.): Miao-ling Lin Hasenkamp, Malte Brosig (Hrsg.): Menschenrechte, Bildung und Entwicklung – Bestandsaufnahme ihrer Zusammenhänge. Budrich UniPress (Opladen, Berlin, Toronto) 2015. 250 Seiten. ISBN 978-3-86388-090-3. D: 29,90 EUR, A: 30,80 EUR, CH: 40,00 sFr. Die Besprechung ist unter folgender URL bei den socialnet Rezensionen veröffentlicht worden:

www.socialnet.de/rezensionen/18686.php

 

Menschenrecht auf Bildung

Bildung ist spätestens seit der PISA-Studie – wie man manchmal hört – zu einem sogenannten „Megathema“ geworden. Bei genauerem Hinsehen zeigt sich jedoch, daß Bildung gar nicht so einfach zu fassen ist. Während sich in anderen Sprachen für diesen Begriff nur schwer ein Äquivalent finden läßt, hat der Bildungsbegriff in Deutschland eine lange geistesgeschichtliche Tradition. Für die deutsche Pädagogik ist er zu einem wichtigen, vielleicht sogar zu dem Zentralbegriff überhaupt geworden. Ich will nicht den Versuch unternehmen, Bildung an dieser Stelle zu definieren. Doch will ich – bevor ich ausdrücklich in insgesamt fünf Punkten auf das Recht auf Bildung zu sprechen komme – zunächst in einem ersten Punkt skizzieren, worum es geht, wenn von Bildung gesprochen wird.

(1) Von Bildung zu sprechen, führt in den Kernbereich pädagogischen Handelns und Denkens. Der Mensch ist weder vollständig durch seine Natur festgelegt noch wird er allein durch die äußeren Einflüsse seiner Umgebung – den Prozess der Sozialisation – bestimmt. Er ist vielmehr entwicklungsfähig und weltoffen. Dies ermöglicht dem einzelnen Menschen selbstverantwortliches Handeln: ein Handeln, das über zweckorientiertes, instinkt- oder fremdgesteuertes Verhalten hinausgeht; ein Handeln, das vernunftorientiert, sinngebunden und vom Willen des Subjekts abhängig ist. Ein solches Handeln muß aber erlernt und ausgestaltet werden. Der Mensch ist immer zugleich beides: bildungsbedürftig aufgrund seiner biologisch mangelhaften Existenzausstattung und bildungsfähig durch seine planende, wertende und urteilende Vernunft.
Bildung bezeichnet sowohl den Prozess der Formung und Selbstbestimmung des Menschen als auch das Ergebnis dieses Prozesses. Sie ist mehr als Wissen. Denn Bildung meint, – so hat es der Pädagoge Theodor Ballauf einmal beschrieben – „nachgedacht zu haben und nachdenklich, ja bedenklich geworden zu sein. […] Bildung heißt, Selbständigkeit in diesem Denken erlangt zu haben, für diese Selbstständigkeit freigesetzt zu sein.“ Das heißt: Bildung ist ein innerer Vorgang, die Selbstentfaltung jener Kräfte, die in jedem einzelnen von uns schlummern. Bildung kann ohne ein Mindestmaß an selbsttätiger Mitwirkung des zu Bildenden nicht gelingen. Sie ist Selbstgestaltung der eigenen Person und prägt einen aktiven Lebensstil aus. Der sich Bildende soll sein Leben nicht einfach nur ertragen oder erdulden, sondern verantwortlich gestalten. Der einzelne soll selbständig und verantwortlich Stellung nehmen können zu den sachlichen oder sittlichen Geltungsansprüchen, die an ihn herangetragen werden. Und – daran muß die Bildungspolitik in Zeiten wie den unsrigen nicht selten erinnert werden – dies braucht Zeit: Bildung ist nicht mechanisch herstellbar und beliebig zu beschleunigen. Bildung ohne Freiheit und Muße wäre Abrichtung. Johannes Rau hat es einmal so formuliert: „Aber ich glaube […] nicht, daß sich die Funktion von Schulen und Universitäten darin erschöpfen darf, Boxenstopp für Blitzkarrieren zu sein. Selbständig und frei denken zu lernen: darum geht es nach wie vor. Wer nicht denken gelernt hat, der kann diesen Mangel durch noch so viele Informationen nicht ersetzen, auch nicht durch modernste technische Hilfsmittel.“
Bildung führt den Menschen zu einem tieferen Verständnis seiner selbst, seiner Mit- und Umwelt. Wer sich um Bildung bemüht, erfährt ganz neu die Bedeutung vieler Dinge für sein eigenes Ich. Sein Leben gewinnt an Beziehungsreichtum – ein ganz wichtiger Grund dafür, daß Bildung nicht zuletzt als Bereicherung und als Lebensgenuß erfahren werden kann. Ich denke, daß viele von Ihnen, die einen nicht unbeträchtlichen Teil ihrer Freizeit für einen höheren Bildungsabschluß opfern, dies bestätigen können.
Zur Bildung gehört zweierlei: zweckfreie Menschenbildung und Berufsbildung, Allgemein- und Fachbildung. Beide Pole in ein angemessenes Verhältnis zueinander zu setzen, bleibt eine beständige Aufgabe. Doch wenn Berliner Oberstufenschüler, wie dieser Tage in einer Zeitung zu lesen war, ihre weitere Bildungskarriere mit Hilfe von Karrieretrainern den Erwartungen des Hochschul- und Arbeitsmarktes anzupassen versuchen, sollte dies als Warnung verstanden werden. Denn Bildung bereitet lebenslang auf das Leben vor, indem sie gerade nicht auf das Leben vorbereitet. Dies mag paradox klingen: Aber Bildung geht immer über Tradition und Konvention, über Gewohnheit und Routine hinaus. Heute steht Bildung immer stärker unter dem Maßstab einer „Bildung wozu?“ – zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes, zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit oder zur Stärkung der eigenen Arbeitsmarktfähigkeit … Bildung, die ohne kritische Distanz gegenüber äußeren Vorgaben und gesellschaftlichen Erwartungen, ohne Widerständigkeit und ohne den Mut zum Widerspruch auskommen will, verdient diesen Namen jedoch nicht mehr.
Dies ist nicht nur für den einzelnen wichtig, der nach Selbstbestimmung strebt. Auch unsere Gesellschaft als Ganze ist auf die freie Entfaltung der Potentiale ihrer Individuen angewiesen. Sie bedarf der ausdrücklich schöpferischen Aneignung von Kultur, von Traditionen und Kompetenzen durch ihre einzelnen Mitglieder um ihrer eigenen Kontinuität und Weiterentwicklung willen. Kulturelle und geistige Fähigkeiten, die nicht mehr gepflegt und nachgefragt werden, können auch kollektiv verlustig gehen.

(2) Die Menschenrechte erfüllen – allgemein betrachtet – im wesentlichen zwei Funktionen: Zum einen üben sie eine Schutzfunktion aus, indem sie fundamentale Rechte absichern, die durch die Festschreibung in Form von Menschenrechtspakten, Konventionen oder Grundrechtskatalogen dann auch politisch, sozial und nicht zuletzt rechtlich einklagbar sind. Zum anderen besitzen die Menschenrechte Protestcharakter. Denn wenn ein Menschenrecht formuliert wird, so ist davon auszugehen, dass dieses Recht gerade noch nicht schon überall und für alle Menschen verwirklicht ist. Die Menschenrechte machen daher immer auch aufmerksam auf Unrecht, Benachteiligung oder unwürdige Lebensumstände.
Die Menschenrechte bilden eine Einheit. Auch bei der konkreten Ausgestaltung des Bildungswesens greifen verschiedene Menschenrechte ineinander, so beispielsweise das Recht auf freie Berufswahl oder die Gleichheit vor dem Gesetz. Zum Menschenrecht kann nur etwas werden, das dem Menschen eben aufgrund seines Menschseins eigen ist. Das Menschenrecht auf Bildung, von dem heute abend die Rede sein soll, gründet – wie deutlich geworden ist – in den Grundbedürfnissen des Menschen. Ohne ein Mindestmaß an Bildung ist der Mensch nicht überlebensfähig. Bildung darf dem Menschen um seiner unveräußerlichen Würde willen nicht verweigert werden, sie kann ihm aber auch nicht abgenommen werden. Einzelne Bildungsvollzüge können rechtlich einforderbar sein, doch können sie nur durch die Verantwortlichkeit des einzelnen Subjekts zu wirklicher Bildung werden. Wird diese Verantwortlichkeit zunächst durch die Eltern wahrgenommen werden müssen, geht sie im Zuge der Persönlichkeitsreifung zunehmend auf den sich Bildenden über – dies auch im Sinne lebensbegleitender Bildung.
Bildung ist ferner eine zentrale Voraussetzung, um andere Rechte in Anspruch nehmen zu können. Denn erst durch Bildung wird der Mensch fähig, sich am gesellschaftlichen, politischen, wirtschaftlichen oder kulturellen Leben zu beteiligen. Wer keinen ausreichenden Zugang zu Bildung hat, wird sich auch in nahezu allen anderen Lebensbereichen schwer tun: auf dem Arbeitsmarkt oder im bürgerschaftlichen Engagement, bei politischer Beteiligung oder beim Konsum, in der eigenen Erziehungspraxis oder beim eigenen Gesundheitsverhalten, bei der Bewältigung des Alltags oder bei der privaten Selbstverwirklichung. Die Beteiligung an Bildung wird zudem immer wichtiger in einer Gesellschaft, die sich immer weiter ausdifferenziert und spezialisiert, beschleunigt und pluralisiert. Der einzelne sieht sich heute einer Vielzahl konkurrierender Lebensentwürfe und Handlungsmustern gegenüber, aus denen er auswählen muß. Er muß seinen eigenen Lebenslauf immer stärker selbst bestimmen. Die Freiheit, die dem einzelnen aufgegeben ist, fordert ihm ständig Entscheidungen ab. Dies verlangt Orientierungswissen und die Kompetenz, begründet und selbstverantwortlich entscheiden zu können. Wer nicht gelernt hat, mit der Vielfalt an Angeboten und Meinungen, die auf ihn tagtäglich einstürmen, umzugehen, über den wird sehr leicht entschieden – aber eben von anderen.
Bildung ist zur entscheidenden Voraussetzung für die Verwirklichung eigener Freiheit geworden. Wenn die Lebenschancen des einzelnen aber immer stärker vom Zugang zu Bildung abhängen, wird die Frage, wie Bildungszugänge verteilt sind, immer mehr zu einer Frage sozialer Gerechtigkeit. Oder anders gesagt: Bildung ist heute – in stärkerem Maße als zu früheren Zeiten – zentraler Teil der Sozialen Frage. Nicht zuletzt die Debatte um die sogenannte „Unterschicht“ hat das in diesem Jahr einmal mehr gezeigt. Zum Recht auf Bildung gehört grundlegend zweierlei: zunächst einmal der diskriminierungsfreie Zugang zu Bildung. Niemand darf aufgrund äußerer Merkmale an Bildung gehindert werden. Die Menschenrechte sind universal und unverlierbar. Sie gelten also für alle Menschen, zeitlich unbegrenzt und unter wandelnden historischen Bedingungen. Der Zugang zu Bildung ist aber auch materiell und strukturell so abzusichern, daß das Recht auf Bildung nicht reines Postulat bleibt, sondern zu einer realen Beteiligung an Bildung führt. Die Hartz-IV-Reformen – um ein konkretes Beispiel zu nennen – erfüllen diesen Anspruch nicht hinreichend, solange Bildungsausgaben bei der Berechnung des soziokulturellen Existenzmininums weiterhin nicht angemessen berücksichtigt werden. Die Rede vom „Fordern und Fördern“ wird auf diese Weise im zweiten Teil nicht befriedigend eingelöst. Auf dem erreichten Stand der heutigen Auslegung der Menschenrechte wird der Staat durch das Recht auf Bildung dreifach in die Pflicht genommen: Er hat dieses Recht zu achten, vor Beeinträchtigungen durch Dritte zu schützen und sich aktiv für seine Einlösung einzusetzen. Dies kann durch die Erleichterung, Förderung oder direkte Bereitstellung bestimmter Leistungen geschehen.
Bildung zu ermöglichen, ist zunächst Aufgabe der Eltern und Familien sowie des Staates. Beides wird durch das Grundgesetz garantiert: zum einen in Form eines umfassenden Elternrechts, das den Eltern die Erstverantwortung für Bildung und Erziehung ihrer Kinder sichert; zum anderen in Form einer umfassenden Schulaufsicht des Staates. Dieser setzt die Rahmenbedingungen für das Handeln der verschiedenen Bildungsträger und kontrolliert deren Einhaltung. Ein Schulmonopol kommt dem Staat durch den Schutz der Privatschulfreiheit und des Schulwahlrechtes der Eltern allerdings nicht zu. Mit dem Vorrang öffentlicher Schulen hat der Verfassungsgesetzgeber aber eine nicht ungewichtige Wertvorentscheidung vorgenommen. Bildung ist aber auch eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, für die eine Reihe verschiedener Akteure Verantwortung trägt, beispielsweise die Kirchen, Verbände, Parteien, Gewerkschaften, Stiftungen oder Unternehmen.

(3) Seit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948 ist das Menschenrecht auf Bildung in verschiedenen Konventionen und Deklarationen der internationalen Gemeinschaft festgeschrieben worden. Von zentraler Bedeutung ist bis heute vor allem der Internationale Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte von 1966.
Die zentrale Kernforderung des Rechts auf Bildung besteht in der Gewährleistung einer unentgeltlichen und obligatorischen Grundbildung für alle Kinder. Darüber hinaus müssen nach Artikel 26 Absatz 1 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte höhere Bildungseinrichtungen der allgemeinen und beruflichen Bildung sowie der Hochschulbildung frei verfügbar sein und allen gemäß ihren Fähigkeiten offenstehen. In der Folge ist das Menschenrecht auf Bildung weiter entfaltet worden. Bei den Forderungen, die sich aus ihm ergeben, werden vier Merkmale unterschieden: Verfügbarkeit, Zugänglichkeit, Annehmbarkeit und Adaptierbarkeit.
Zunächst einmal müssen Bildungseinrichtungen, Lehrmaterialien und ausgebildete Lehrkräfte in ausreichendem Maße verfügbar sein. Auch Erwachsenen, die im Kindes- oder Jugendalter keine Möglichkeit hatten, bestimmte Bildungsangebote zu nutzen, sollen entsprechende Bildungseinrichtungen zur Verfügung stehen. Dann müssen die Bildungseinrichtungen auch zugänglich sein: zum einen körperlich, zum anderen wirtschaftlich. Das heißt zum Beispiel: Die Entfernung zum Unterrichtsort muß zumutbar sein; auch körperliche Einschränkungen dürfen nicht von Bildung ausschließen. Und Bildung muß für alle erschwinglich sein, sei es durch kostenlose Bildungsangebote oder die Bereitstellung von Stipendien. Das Merkmal der Annehmbarkeit meint, daß Form und Inhalt der Bildung, also beispielsweise die Lehrpläne und Lernmethoden, für die Lernenden und ihre Eltern kulturell angemessen, relevant und hochwertig sein sollen. Als grundlegende Bildungsziele nennen die Menschenrechtsdokumente regelmäßig die volle Entfaltung der menschlichen Persönlichkeit und die Förderung der Menschenwürde; beides hat Vorrang vor jeder Nützlichkeitserwägung für ökonomische oder sonstige gesellschaftliche Zwecke. Ferner sollte die vermittelte Bildung, damit sie tatsächlich angenommen werden kann, anpassungsfähig sein, den sozialen und kulturellen Kontext berücksichtigen sowie den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler entsprechen, beispielsweise auch im Falle sprachlicher oder ethnischer Minderheiten.
Die Verfügbarkeit und Zugänglichkeit von Bildung ist in Deutschland weitgehend verwirklicht. Defizite bestehen allerdings bei Kindern mit prekären Aufenthaltstiteln, für die in einzelnen Bundesländern keine Schulpflicht oder nur ein Schulbesuchsrecht besteht. Handlungsbedarf besteht, wie die PISA-Studien gezeigt haben, vornehmlich bei der Annehmbarkeit und Adaptierbarkeit von Bildung, nicht zuletzt bei Kindern mit Armuts- und Migrationshintergrund.
Das Internationale Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Rassendiskriminierung von 1966 und das Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau von 1979 halten noch einmal das Gebot der Nichtdiskriminierung bei der Umsetzung des Rechts auf Bildung ausdrücklich fest. Das letztgenannte Dokument fordert die Sicherung gleicher Bildungsbeteiligungsrechte für Frauen in allen Bereichen der allgemeinen und der beruflichen Bildung sowie der Berufs- und Bildungsberatung mit jeweils gleichwertiger Ausstattung und Qualifikationsmöglichkeiten für beide Geschlechter, ferner geschlechtergerechte Chancengleichheit in Bezug auf Stipendien, Ausbildungsbeihilfen, Zugang zu Weiterbildungsprogrammen, insbesondere zu Alphabetisie¬rungs¬¬programmen. Festgeschrieben ist das Ziel geschlechtergerechter Bildungsbeteiligung auch im 2000 verabschiedeten Weltaktionsplan der UNESCO zur Grundbildung.
Mit diesem hat sich die Weltgemeinschaft dazu verpflichtet, bis 2015 das Recht auf Grundbildung für jedes Kind der Erde durchzusetzen. Entwicklungsexperten gehen allerdings davon aus, dass dieses Ziel angesichts der gegenwärtigen politischen Anstrengungen verfehlt werden wird. Das Menschenrecht auf Bildung ist zwar eine Verpflichtung, der die Staaten zunächst aus eigener Verantwortung nachkommen müssen, bei deren Wahrnehmung sie nach Notwendigkeit aber auch durch die internationale Gemeinschaft subsidiär unterstützt werden müssen.
Das Übereinkommen über die Rechte des Kindes von 1989 betont besonders die soziale und politische Dimension der Persönlichkeitsbildung: Bildung ist demnach unter anderem Vorbereitung „auf ein verantwortungsbewußtes Leben in einer freien Gesellschaft im Geist der Verständigung, des Friedens, der Toleranz, der Gleichberechtigung der Geschlechter und der Freundschaft zwischen allen Völkern und ethnischen, nationalen und religiösen Gruppen sowie zu Ureinwohnern“. Zu einer menschenrechtlichen Kultur gehören aus Sicht der Kinderrechtskonvention als Bildungsziele ferner „die Achtung [des Kindes] vor seinen Eltern, seiner kulturellen Identität und seinen kulturellen Werten, den nationalen Werten des Landes, in dem es lebt, und gegebenenfalls des Landes, aus dem es stammt, sowie vor anderen Kulturen als der eigenen“, die „Achtung vor der natürlichen Umwelt“ und – so schon frühere Dokumente – die Unterstützung der Friedensarbeit der Vereinten Nationen – Aspekte, die heute vielfach als globales oder interkulturelles Lernen zusammengefaßt werden.

(4) Wollte man den Sinngehalt des Menschenrechts auf Bildung in einem Grundgedanken zusammenfassen, könnte von Beteiligung an Bildung gesprochen werden. An dieser Stelle verschränken sich die individuelle und gesellschaftliche Seite von Bildung: Einerseits ergibt sich aus dem Gesagten die Ermächtigung der Subjekte zu einem selbstbestimmten Leben als eines der Kernziele von Bildung. Andererseits setzen Mitbestimmung, Mitwirkung und Selbstbestimmung, die für eine demokratische Gesellschaft zentral sind, jene Selbständigkeit im Denken und Handeln voraus, die ohne Bildung nicht zu erreichen sein wird. Am Maßstab gerechter Beteiligung für alle müssen sich das Bildungssystem, seine einzelnen Institutionen und Akteure sowie die Bildungspolitik immer wieder messen lassen.
Die Bildungschancen sind unter den einzelnen Individuen höchst ungleich verteilt. Die Ursachen können beispielsweise in der eigenen persönlichen Konstitution, im familiären Kontext, in der sozialen Herkunft oder auch der vorangegangenen eigenen Bildungsbiographie zu suchen sein. Ein Bildungssystem, das sich an der Idee eines individuellen Rechts auf Bildung orientiert und das – schon aus gesundem gesellschaftlichen Eigeninteresse – alle Bildungspotentiale bestmöglich ausschöpfen will, muß bestrebt sein, Bildungsbenach¬teiligungen möglichst weitgehend zu kompensieren. Allerdings sind nicht alle Ungleichheiten selbst bei bester pädagogischer Förderung zu kompensieren, beispielsweise aufgrund bestimmter psychischer oder physischer Voraus¬setzungen. Daher steht dem Ziel, ungleiche Ausgangsbedingungen für Bildungsbeteiligung ab¬zubauen, die Verpflichtung zur Seite, jedem durch geeignete Institutionen und Bildungsan¬gebote zu helfen, seine Potentiale entsprechend seiner individuellen Voraussetzungen bestmöglich entwickeln und nutzen zu können. Dies schließt begabungsgerechte Förderangebote und Instrumente zur Bildungsberatung mit ein. Nicht alle Bildungsgänge oder auch Lernwege sind für alle Lernenden gleichermaßen geeignet. Dies verlangt aber auch, den Lernenden Zeit zu geben, ihre Begabungsmöglichkeiten entfalten zu können.
Zum Ziel, die verschiedenen Bildungspotentiale bestmöglich zu entfalten, gehört genauso auch die Förderung bestimmter herausgehobener Begabungen – nicht auf Kosten anderer Begabungen, sondern im Sinne eines pädagogisch verantwortlichen „Forderns und Förderns“, das die Aktivierung der persönlichen Potentiale durch geeignete Problemstellungen herausfordert und zugleich mit der Fähigkeit zur sozialen Kooperation verbindet. Wo ein pädagogisch verantworteter Leistungsgedanke schwindet, greifen sehr schnell andere Selektionsmechanismen, die auf individuelle ökonomische oder soziale Ausgangsbedingungen Bezug nehmen. Wer Spitzenbegabungen fördern will, muß dafür sorgen, daß möglichst alle Begabungen gefördert werden. Eine möglichst frühzeitige Bewertung und Selektion von Begabungen (wobei noch zu fragen wäre: durch wen eigentlich?) läuft Gefahr, spätere Talente zu vergeuden oder durch Fehlentscheidungen auszusondern.
Die genannten Ziele werden ohne ein plurales und differenziertes Bildungsangebot – auch über den Zweiten Bildungsweg – nicht zu erreichen sein. Im Interesse eines effizienten und optimalen Ressourceneinsatzes ist ein Wettbewerb um die pädagogische Qualität der Angebote – unter Beachtung der notwendigen Kontroll- und Aufsichtspflicht des Staates – dabei durchaus wünschenswert.
Allerdings ist Bildung nicht in allem unter Marktbedingungen zu organisieren: Marktteilnahme setzt ein Mindestmaß an Macht voraus. Doch sind nicht alle Bildungsteilnehmer in der Lage, in diesem Sinne als marktfähige Subjekte zu agieren – zumal bestimmte Bildungsgüter die einzelnen erst einmal zur verantwortlichen und selbstbestimmten Teilnahme an ökonomischen, politischen oder kulturellen Prozessen befähigen sollen. Ferner ist Bildung in vielen Bereichen kein vollkommen symmetrisches Geschehen. Mit der Vergabe von Bildungsabschlüssen und Berechtigungen werden mitunter gewichtige Lebensentscheidungen getroffen. Die Vergabe von Bildungsabschlüssen ist – anders als manche Diskussion über den Beamtenstatus von Lehrern und Professoren suggeriert – durchaus ein Geschehen von hoheitlicher Qualität. Die Aufgabe der Leistungsbewertung verlangt von den Lehrenden ein Mindestmaß an Unabhängigkeit, das durch ein Kunden- oder Dienstleistungsverhältnis nicht angemessen garantiert werden kann.

(5) Abschließend möchte ich noch einen zweiten Gedanken ansprechen: die Beteiligung durch Bildung. Beginnen möchte ich mit Eindrücken der afrikanischen Schriftstellerin Doris Lessing, die sie von einem Besuch in einer Londoner Schulklasse mitgenommen hat: „Ich versuchte zu erklären, dass Schulbildung in manchen Teilen der Welt etwas ist, nach dem die Menschen sich sehnen, um das sie kämpfen; für das Eltern auf alles verzichten; für das schon Jungen und Mädchen von fünf oder sechs Jahren vier, fünf, sechs Meilen und mehr zur Schule und nach Hause zu Fuß gehen, das alles wegen dieses großen Traumes der armen Welt, dass Bildung sie aus den Buschdörfern herausholen [könnte] […] Aber das war den Mädchen und Jungen in London egal, das zeigten ihre Gesichter. Sie hatten nie von den großen Schlachten gehört, die Idealisten, Gewerkschaften, die Arbeiterbewegung für allgemeine Bildung ausgefochten hatten.“ Lessings Eindrücke zeigen, wie unterschiedlich der Wert des Rechts auf Bildung weltweit wahrgenommen wird. Sie zeigen aber auch, daß die Menschenrechte nicht nur ein Thema sind, das sich an politische Entscheidungsträger oder Vertreter der Rechtsordnung wendet. Sie sind zugleich relevante Bildungsinhalte. Nur jemand, der über seine Rechte zuvor aufgeklärt worden ist, wird in der Lage sein, diese auch tatsächlich einzufordern.
Heiner Bielefeldt, Direktor des Deutschen Instituts für Menschenrechte in Berlin, mahnt, daß Deutschland auf dem Feld der Menschenrechtsbildung noch Nachholbedarf habe: „Etwas zugespitzt formuliert ist Deutschland, was die Menschenrechtsausbildung angeht, ein Entwicklungsland. Die Kenntnisse zu den Menschenrechten sind schlicht mangelhaft – selbst innerhalb der juristischen Zunft. […] Menschenrechte gehören aber nicht nur verstärkt in die juristische Ausbildung, sondern auch in die Aus- und Fortbildungsmaßnahmen für Berufsgruppen wie Polizei und Entwicklungsdienst und nicht zuletzt in die Lehrpläne der Schulen.“
Menschenrechtsbildung erschöpft sich nicht allein in der Kenntnis der eigenen Menschenrechte. Ziel muss es gleichfalls sein, erstens auch die Menschenrechte der anderen zu kennen und für ihre Wahrung einzutreten sowie zweitens die Menschenrechte als Werte der eigenen Moral anzuerkennen und handlungsleitend werden zu lassen. Allerdings muss vor einer Verkürzung gewarnt werden: Die Menschenrechte nicht nur als relevanten Bildungsinhalt, sondern bereits als Bildungsziel zu betrachten, wäre eine unzulässige Verkürzung. Denn Menschenrechte können zueinander in Konkurrenz treten, sie müssen interpretiert und unter Umständen auch weiterentwickelt werden. Dies verlangt die Kompetenz, zwischen verschiedenen Rechtsgütern abwägen sowie Form, Gehalt und Geltungsanspruch der Menschenrechte reflektieren zu können. Zudem formulieren die Menschenrechte erst einmal Grundrechte, aber als solche noch keine Grundwerte. Daher liefe eine Menschenrechtsbildung ohne gleichzeitige Werteerziehung schnell Gefahr, in eine rechtspositivistische Sackgasse zu gelangen. Das Recht hat eine entlastende Funktion, auch für die Bildungs- und Erziehungspraxis. Doch steht das Recht unter einem sittlichen Geltungsanspruch. Daher kann Menschenrechtsbildung nicht gedacht werden, ohne ein weiteres wichtiges Bildungsziel hinzuzunehmen: die Befähigung zu moralisch vernünftigem Handeln und Urteilen.
Werden die Menschenrechte innerhalb des Unterrichts thematisiert, so bietet dies die Möglichkeit, den Schülerinnen und Schülern zu vermitteln, dass politische und soziale Rechte niemals „vom Himmel gefallen sind“, sondern immer erstritten und erkämpft werden mussten. Einen möglichen Zugang bieten die Biographien einzelner Vorkämpferinnen und Vorkämpfer für die Verwirklichung der Menschenrechte. Doch keiner ist gänzlich machtlos. Darüber hinaus sollten die Schülerinnen und Schüler daher auch erkennen können, welche Beteiligungsmöglichkeiten sie selbst haben, um auf die Verwirklichung und Durchsetzung bestimmter Rechte einzuwirken.

Die Veit-Stoß-Realschule leistet als Abendrealschule einen zentralen sowie für ihre ganz spezifische Zielgruppe für Nürnberg und seine Region einmaligen Beitrag, das Recht auf Bildung für alle umzusetzen. Zum fünfzigjährigen Jubiläum Ihrer Schule gratuliere ich Ihnen allen sehr herzlich. Ich möchte noch einmal Johannes Rau wiederholen: „Selbständig und frei denken zu lernen: darum geht es nach wie vor.“ Das ist die Bildungsaufgabe von Schule. Für diese anspruchsvolle und verantwortliche Aufgabe wünsche ich Ihrer Schule auch in Zukunft alles Gute und viel Erfolg.

(Axel Bernd Kunze)

Der Beitrag wurde am 14. Dezember 2006 als Festrede im Festakt zum fünfzigjährigen Jubiläum der Abendrealschule der Stadt Nürnberg gehalten.