Sozialethische Publikationen 2017

Jährlich erstellen die Katholische Sozialwissenschaftliche Zentralstelle in Mönchengladbach und die Arbeitsgemeinschaft der deutschsprachigen Sozialethiker eine Publikationsliste aktueller sozialethischer Veröffentlichungen. Die neue Liste mit Neuerscheinungen aus dem Jahr 2017 ist soeben erschienen; bildungsethische Veröffentlichungen finden sich in Kapitel 8 (S. 17 f.):

http://www.ksz.de/fileadmin/user_upload/Sozialethischer_Literaturbericht/Sozialethische-Publ-2017-PDF.pdf

Die kumulierte Publikationsliste mit Veröffentlichungen der Jahre 2009 bis 2016 ist ebenfalls aktualisiert worden:

http://www.ksz.de/fileadmin/user_upload/Sozialethischer_Literaturbericht/Sozialethische-Publ-2009-2016-PDF__2_.pdf

Neuerscheinungen online bestellen – Vorankündigung

NEUERSCHEINUNGEN:

Unter der Seite NEUERSCHEINUNGEN können Sie sich über aktuelle Buchpublikationen des Verfassers informieren:

https://bildungsethik.wordpress.com/7-neuerscheinungen/

Dort finden Sie auch Hinweise, wie Sie die Bücher bei Interesse online bestellen können.

VORANKÜNDIGUNG:

Ende des Jahres soll folgender Titel erscheinen:

Axel Bernd Kunze: Bildung in der Demokratie. Warum pädagogischer Eigensinn und Freiheit unverzichtbar sind.

Weitere Informationen zum Erscheinungstermin erhalten Sie in Kürze hier auf diesem Weblog.

Neuerscheinung: Überlegungen zum rechten Maß in der bildungsethischen Debatte

„Kunze plädiert demgegenüber für eine bildungsethische Reflexion bildungsbezogener sozialer Praktiken mit einem ‚rechten Maß‘, insofern als verschiedene Leitprinzipien, z. B. faire Chancen-, Bedürfnis-, Befähigungs- oder Leistungsgerechtigkeit, reflektiert und so miteinander verbunden werden sollten, dass dem einzelnen Menschen faire Chancen zur Bildung gesichert, ihm gleichzeitig aber auch denkbar weite Spielräume eröffnet werden sollen, diese zur Bildung in Freiheit selbsttätig zu nutzen und auszufüllen. Zu dieser Freiheit zu befähigen, bliebe die vorrangige Aufgabe jeder Schule, auch und gerade die des Gymnasiums.“ (Susanne Lin-Klitzing, Bildungsgerechtigkeit und Gymnasium, Bad Heilbrunn 2017, S. 14).

Axel Bernd Kunze: Bildungsgerechtigkeit als Beteiligungsgerechtigkeit. Überlegungen zum rechten Maß in der bildungsethischen Debatte, in: Susanne Lin-Klitzing, David Di Fuccia, Thomas Gaube (Hgg.): Bildungsgerechtigkeit und Gymnasium (Gymnasium – Bildung – Gesellschaft), Bad Heilbrunn: Julius Klinkhardt 2017, S. 58 – 77.

Vorankündigung: Bildungsgerechtigkeit und Gymnasium

Im Oktober erscheint in der Reihe „Gymnasium – Bildung – Gesellschaft“ ein neuer Titel, der sich mit der Rolle des Gymnasiums in der bildungsethischen Debatte beschäftigt:

Susanne Lin-Klitzing, David Di Fuccia und Thomas Gaube (Hgg.): Bildungsgerechtigkeit und Gymnasium (Verlag Julius Klinkhardt, 2017, 196 Seiten).

‚Bildungsgerechtigkeit – eine Illusion?‘ So betitelt Helmut Fend die Nachbetrachtung seiner LifE-Studie im vorliegenden Band; ‚Chancengerechtigkeit in der Bildung: Was ist wünschenswert? Was ist möglich?‘ fragt der Österreicher Hans Pechar. Und Axel Bernd Kunze pointiert ‚Bildungsgerechtigkeit als Beteiligungsgerechtigkeit‘ . Neben diesen grundlegenden Positionsbestimmungen und empirischen Analysen wird im vorliegenden Band vor allem die Frage ‚Wie ,bildungsgerecht´ ist das Gymnasium?‘ aus der Sicht der Philosophie, Erziehungswissenschaft, Hochschulforschung, pädagogischen Psychologie, Soziologie und Schulpraxis diskutiert. Die Herausforderung ist und bleibt dringlich.

Die Herausgeber:

Dr. Susanne Lin-Klitzing ist Professorin für die Pädagogik der Sekundarstufen an der Philipps-Universität Marburg. Dr. David Di Fuccia ist Professor für Didaktik der Chemie an der Universität Kassel. Thomas Gaube ist Schulleiter des Giebichenstein-Gymnasiums ‚Thomas Müntzer‘ in Halle an der Saale.

Kolumne: Freiheit braucht Institution

Freiheit braucht Institution –

… so lautet die aktuelle sozialethische Kolumne in der Samstagsausgabe der „Tagespost“  vom 16. September 2017.

„Menschenrechtliche Freiheit gründet auf einer staatlich befriedeten Ordnung. Ein fahrlässiger Umgang mit den Institutionen unseres Gemeinwesens gefährdet das verlässliche Zusammenleben und führt am Ende zu einem Verlust an Humanität.“  – ist Axel Bernd Kunze überzeugt. Der Verfasser, Sozialethiker und Pädagoge, ist als Schulleiter tätig. Er lehrt an Hochschulen in München und Heilbronn Ethik Sozialer Arbeit und schreibt regelmäßig als Kolumnist für die „Tagespost“.

Die Kolumne in der Onlineausgabe der „Tagespost“:

http://www.die-tagespost.de/politik/Kolumne-Freiheit-braucht-Institution;art314,181710

oder auf den Seiten der Katholischen Sozialwissenschaftlichen Zentralstelle:

http://www.ksz.de/aktuelle_nachrichten.html?&tx_ttnews%5Btt_news%5D=505&cHash=e0c8f486ffadde046b365eecb6f91e59

Rezension: Menschenrecht Inklusion

Zehn Jahre ist die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen inzwischen alt. Nicht zuletzt mit der starken Forcierung eines inklusionsorientierten Menschenrechtsverständnisses hat diese neue Akzente gesetzt. Eine Tagung an der Evangelischen Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe in Bochum hat eine erste Bilanz gezogen und gefragt, welche Auswirkungen damit für die einzelnen sozialen Dienste verbunden sind. Der Tagungsband ist jetzt im Rezensionsportal Socialnet durch Axel Bernd Kunze besprochen worden:

Theresia Degener, Klaus Eberl, Sigrid Graumann, Olaf Maas, Gerhard K. Schäfer (Hg.):

Menschenrecht Inklusion. 10 Jahre UN-Behindertenrechtskonvention –

Bestandsaufnahme und Perspektiven zur Umsetzung in sozialen Diensten und diakonischen Handlungsfeldern

(Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2016, 379 Seiten).

Die Rezension finden Sie hier:

www.socialnet.de/rezensionen/22093.php

Rezension: Soziale Ungleichheiten

Im aktuellen Heft der internationalen Zeitschrift für Christliche Sozialethik AMOSinternational findet sich eine Rezension des Bandes „Soziale Ungleichheiten. Von der empirischen Analyse zur gerechtigkeitstheoretischen Reflexion“ (herausgegeben von Markus Vogt und Peter Schallenberg; Paderborn 2017). Band 9 der Reihe „Christliche Sozialethik im Diskurs“ enthält auch einen bildungsethischen Beitrag, der sich mit dem Zusammenspiel von Sozialer Arbeit und Bildungsarbeit beschäftigt.

Der Rezensionsteil ist online zugänglich:

http://www.kommende-dortmund.de/kommende_dortmund/6-Ver%F6ffentlichungen/71-AMOSint./876,Heft-3-2017-%D6kumenische-Sozialethik.html

 

Jetzt online: Sind Bildungsfragen Gesellschaftsfragen?

Sind Bildungsfragen Gesellschaftsfragen?

… fragt Axel Bernd Kunze in Heft 417 der Reihe „Kirche und Gesellschaft“. Seine Überlegungen zur demokratiepädagogischen Bedeutung eines Rechts auf Bildung sind jetzt auch online auf den Seiten der Katholischen Sozialwissenschaftlichen Zentralstelle in Mönchengladbach zugänglich.

Zum Inhalt:

  • Neuer sozialethischer Bildungskurs
  • Zwei Lesarten einer Formel
  • Demokratie als pädagogische Aufgabe
  • Demokratie als Bildungsaufgabe
  • Erziehung zur Demokratie
  • Absicherung sozialer Teilhabe durch ein Recht auf Bildung

http://www.ksz.de/194.html

Über den Link besteht auch die Möglichkeit, das Heft in gedruckter Form zu bestellen.

Der Verfasser, beruflich als Schulleiter tätig, ist Privatdozent für Erziehungswissenschaft an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.

Rezension: Menschenrechtsbasierte Bildung

„An dieser Stelle ist hinter den vorliegenden Band dann aber auch ein Fragezeichen zu setzen. Denn viele Beiträge verzichten darauf, inklusions-, diversity- oder demokratieorientierte Konzepte pädagogich zu rekontextualisieren. Auf diese Weise besteht die Gefahr, dass die genannten Themen, die zunächst einmal pädagogisch fremder Herkunft sind, übergriffig werden. Der pädagogische Gehalt der genannten Konzepte müsste explizit hergeleitet werden; nur dann ließe sich auch die Frage nach ihrer pädagogischen Realisierbarkeit angemessen beantworten.“

Das Zitat ist einer Rezension im Onlineportal Social.net zu einer Festschrift entnommen, die Bildung vorrangig aus menschenrechtlicher Perspektive denken will, und zwar als inklusive oder demokratische Bildung:

Axel Bernd Kunze (Rez.): Robert Kruschel (Hg.): Menschenrechtsbasierte Bildung. Inklusive und Demokratische Lern- und Erfahrungswelten im Fokus, Bad Heilbrunn: Julius Klinkhardt 2017, 320 Seiten.

Die Rezension findet sich unter folgendem Link:

www.socialnet.de/rezensionen/22361.php

Ludwigsburger Vorlesungspartnerschaft: Inklusion und Bildungsethik

Die Evangelische Hochschule Ludwigsburg und die Pädagogische Hochschule Ludwigsburg haben eine Vorlesungspartnerschaft ins Leben gerufen: zum Thema Menschenrechtsbildung. Im Mai 2017 fanden die ersten beiden Gastvorlesungen statt, die das Recht von Menschen mit Behinderungen auf Bildung in einem inklusiven System sowie die damit verbundene Verpflichtung zur Menschenrechtsbildung analysierten. Bei der ersten Veranstaltung am 18. Mai 2017 sprach Dr. Katja Neuhoff von der Fachhochschule Düsseldorf, am 30. Mai 2017 Privatdozent Dr. Axel Bernd Kunze, Erziehungswissenschaftler, Publizist und Schulleiter aus Waiblingen. Beide Referenten haben im früheren DFG-Projekt „Das Menschenrecht auf Bildung: Anthropologisch-ethische Grundlegung und Kriterien der politischen Umsetzung“ mitgearbeitet, das in Kooperation zwischen dem Bamberger Lehrstuhl für Christliche Soziallehre und Allgemeine Religionssoziologie sowie dem Forschungsinstitut für Philosophie durchgeführt worden war.
Der Vortrag am 30. Mai unter dem Titel „Inklusion und Bildungsethik“ fragte aus bildungsethischer Perspektive nach dem systematischen Stellenwert des Inklusionsprinzips und stellte anhand von zwei Praxisbeispielen dar, wie das Thema in der Ausbildung von Pädagoginnen und Pädagogen verankert werden kann. Bei den Praxisbeispielen handelte es sich um das Trierer Seminarformat „Erziehung für Menschenrechte, Demokratie und Zivilgesellschaft“ sowie ein selbst entwickeltes Fortbildungsmodul zur sozialpädagogischen Berufsethik, das in verschiedenen Fachschul- und Hochschulseminaren erprobt wurde. Das Fortbildungsmodul, bei dem eine ethische Fallbesprechung inszeniert wird, soll in Kürze auch in einem Beitrag für die kommende Ausgabe der fachdidaktischen Zeitschrift „Pädagogikunterricht“ vorgestellt werden.
Die Vorlesungspartnerschaft wird im nächsten Sommersemester fortgesetzt werden und soll dann auch publiziert werden.