Schlaglicht: Wird der neue Koalitionsvertrag in Baden-Württemberg von vornherein „ungerecht“ sein?

… das sollte man meinen, wenn die Grünen doch sonst immer gern darauf pochen, dass Sprache „geschlechterGERECHT“ sein müsse. Im Ländle sind sie jetzt „auf Bitten“ der CDU umgefallen. Gewiss, Nichtdiskriminierung ja, aber doch nicht auf Kosten der Macht. Wenn die CDU schon so lieb bittet, dann darf man doch auch ein wenig diskriminieren.

Nun gut, ich teile die Prämisse, dass Gendersprache „gerecht“ sei, von vornherein nicht. Diese ist exkludierend und übergriffig, wie im vorangegangenen „Schlaglicht“ zu lesen war. Aber wenigstens bleibt das ZdK aufrecht und will jetzt künftig der evangelischen Kirche nicht nachstehen.

Und was hat beides miteinander zu tun? 1. Das Beispiel Baden-Württemberg zeigt, dass Gendersprache nicht inklusiv, sondern parteipolitisch ist. 2. Das ZdK übernimmt eine partikulare Position. 3. Nur sollte das ZdK dann nicht mehr behaupten, „die“ katholischen Laien zu vertreten – offenbar vertreten sie nur einen bestimmten parteipolitischen Ausschnitt des deutschen Laienkatholizismus. Quod erat demonstrandum.

PS: Auch Daniel Deckers hat sich in der F.A.Z. mit beiden Themen beschäftigt – wobei ich auch privat dazu rate, von Gendersprache die Hände zu lassen. Nicht zuletzt um der Schönheit unserer Sprache und der Sicherung dieses zentralen Kulturgutes willen.

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