Druckfrisch: Wiederentdeckung des Staates in der Theologie

Der bereits angekündigte Titel ist in dieser Woche erschienen und mittlerweile lieferbar:

Alexander Dietz | Jan Dochhorn | Axel Bernd Kunze | Ludger Schwienhorst-Schönberger:

Wiederentdeckung des Staates in der Theologie,

Leipzig: Evangelische Verlagsanstalt 2020, 258 Seiten.

Während Kirche und Theologie in der Vergangenheit dem Staat oft zu unkritisch gegenüberstanden, hat sich in den letzten Jahrzehnten eine theologische Staatsvergessenheit und teilweise sogar Staatsverachtung verfestigt. Dies entspricht aktuellen gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Trends. Vor diesem Hintergrund  ist kritisch zu erörtern, in welchem Verhältnis Staatlichkeit, partikulare Identität und das christliche Wirklichkeitsverständnis zueinander stehen. Dazu leisten die Autoren dieses Bandes Beiträge in exegetischer und ethischer Perspektive.

INHALTSÜBERSICHT

1. Einleitung

2. Staatsvergessenheit als Ausdruck von Sündenvergessenheit? Zur Gefahr des »Schwärmertums« für die evangelische politische Ethik (Alexander Dietz )

3. Vom Staatsvolk zum Gottesvolk.Alttestamentliche Perspektiven (Ludger Schwienhorst-Schönberger)

4. Staatstragend mit aufrechtem Gang. Zur Exegese von Römer 13,1–7 – mit fünf Thesen zur hermeneutischen Applikation
(Jan Dochhorn )

5. Wird der Rechtsstaat noch verstanden? Sozial- und bildungsethische Überlegungen zu einem konstitutiven Merkmal unseres Gemeinwesens (Axel Bernd Kunze )

6. Woraus lebt ein Gemeinwesen? Sozial- und bildungsethische Überlegungen zum Umgang mit den kulturellen Grundlagen des Staates (Axel Bernd Kunze)

7. Ausblick

Annette Weidhas, Programm- und Verlagsleiterin der Evangelischen Verlagsanstalt Leipzig, zu diesem Band:

„‚Nun sag, wie hast du’s mit dem Staat?‘ Während Kirche und Theologie in der Vergangenheit dem Staat oft zu unkritisch gegenüberstanden, hat sich in den letzten Jahrzehn-ten auch theologisch eine gewisse Staatsvergessenheit verfestigt. Man hofft auf die »Vereinigten Staaten von Europa« oder gar den Weltstaat. Aber sind nicht alle Wohlfahrtsgesellschaften als Nationalstaaten organisiert? Brauchen Wohlfahrt, Sicherheit und Recht nicht klar definierte Geltungs- und Verantwortungsbereiche? Wäre eine grenzenlose Gesellschaft überhaupt noch eine Gesellschaft oder doch nur die Ansammlung von Individuen im Kampf jeder gegen jeden? Solchen und sehr vielen anderen Fragen widmen sich Alexander Dietz, Jan Dochhorn, Axel Bernd Kunze und Ludger Schwienhorst-Schönberger in ihrem Buch ‚Wiederentdeckung des Staates in der Theologie‘ (…). Dabei geht es nicht um einen Rückzug auf den Nationalstaat, sondern im Gegenteil darum, demokratisch legitimierte Einheiten als Grundlage multinationaler Zusammenarbeit aufrechtzuerhalten und zu verbessern, ohne die Eingriffsmöglichkeiten des ‚Vorsorgestaates‘ in bürgerliche Freiheitsrechte zu überdehnen.“

Bestellmöglichkeit über jede Buchhandlung oder den Verlag.

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