Rezension: Archive und Demokratie

Helge Kleifeld: Archive und Demokratie. Demokratische Defizite der öffentlichen Archive im politischen System der Bundesrepublik Deutschland (Beiträge zur Geschichte der Stadt Mönchengladbach; 1), Essen (Ruhr): akadpress 2018, 301 Seiten.

„Wissenschaftlern und Bürgern und sie betreiben selbst Forschungs- und Bildungsarbeit. Ins breitere Blickfeld der Öffentlichkeit treten sie oft erst dann, wenn Vorwürfe der Aktenvernichtung die Runden machen oder sich verschiedene Institutionen um politisch brisante Nachlässe streiten. Der vorliegende Band verweist beispielsweise auf die Aktenvernichtung im Bundeskanzleramt beim Regierungswechsel 1998, auf die Löschung des E-Mail-Kontos des ehemaligen baden-württembergischen Ministerpräsidenten, Stefan Mappus, und um das Gerangel um den Nachlass Helmut Kohls zwischen dessen Erben, der Konrad-Adenauer-Stiftung und dem Bundesarchiv.

Die jüngere Geschichte der Demokratie in Deutschland zeigt, wie das politische System unter einen „Partizipationsdruck“ geraten ist. Dieser hat unter anderem im Informationsfreiheitsgesetz von 2005 Ausdruck gefunden; dieses regelt den Rechtsanspruch auf Zugang zu amtlichen Informationen von Bundesbehörden. Die Archive in Trägerschaft des Bundes und der Länder haben mit dieser Entwicklung nicht Schritt gehalten, so Helge Kleifeld in seiner politikwissenschaftlichen Dissertation, mit der er 2018 an der Universität Marburg promoviert wurde.“ (Axel Bernd Kunze)

Die vollständige Rezension aus Heft 3/2019 der Zeitschrift „AMOS international“ ist online zugänglich.

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