Jubiläum: 25 Jahre Queergemeinde Münster

Am 20. Januar 2024 feierte die Queergemeinde Münster, nach Frankfurt eine der ältesten in Deutschland, mit einem Gottesdienst in der Überwasserkirche und einem Festakt im Collegium Borromaeum silbernes Jubiläum. Die Predigt hielt Weihbischof em. Dieter Geerlings. Eine Festschrift mit dem Titel „25 Jahre Licht in dunklen Zeiten – Hoffnung in der Angst – Geborgenheit in der Fremde“ dokumentiert die Geschichte des Gottesdienstprojektes. Dabei wird deutlich, wie sich die kirchenpolitische Lage von Neunzigerjahren bis zu den aktuellen Zeiten des Synodalen Weges (nicht nur) im Bistum Münster verändert hat. Ist die Kirche bunter geworden? Mag sein. Aber das Pendel darf nicht in die andere Richtung ausschlagen. Wer eine „bunte Kirche“ will, muss Ambiguitätstoleranz aufbringen und auch konservativ oder traditionelle Stimmen aushalten.

https://www.bistum-muenster.de/startseite_aktuelles/newsuebersicht/news_detail/25_jahre_queergemeinde_respekt_dank_und_hoffnung

https://www.katholisch.de/artikel/50517-25-jahre-queergemeinde-muenster-eine-der-ersten-in-deutschland

Neue Rezensionen online zugänglich

Mittlerweile sind die angekündigten Rezensionen im Internetportal Socialnet.de zugänglich:

Ralf Koerrenz: Erziehung. Eine Theorie der Aufklärung

https://www.socialnet.de/rezensionen/30801.php

Malte Ebner von Eschenbach, Ortfried Schäfter: Denken in wechselseitiger Beziehung

https://www.socialnet.de/rezensionen/29697.php

Dietmar Langer: Vernünftiger Wille oder Wille zur Vernunft?

https://www.socialnet.de/rezensionen/31261.php

Rezension: Menschenwürde im Intensivstaat?

Die erste Rezension zum neuen Band „Menschenwürde im Intensivstaat? Theologische Reflexionen zur Coronakrise“ (von Oleg Dik, Jan Dochhorn und Axel Bernd Kunze, Regensburg 2023) ist erschienen. Der Historiker und Journalist Sebastian Sigler bespricht den Band in „tabularasa“. Der Staat wird immer übergriffiger gegenüber der Lebenswelt der Einzelnen, die Kirchen verlieren rasend schnell an Bedeutung. Beide Institutionen leiden unter einem Vertrauensverlust. Sigler sieht einen deutlichen Zusammenhang zwischen der gegenwärtigen Staatskrise und der gegenwärtigen Gottesferne – er schreibt:

Könnte es sein, daß die Eingriffe in die Persönlichkeitsrechte während der Coronakrise eine Vertrauenskrise in diesem Land heraufbeschworen haben? Natürlich ist das so. Oleg Dik, Jan Dochhorn und Axel Bernd Kunze decken diese politische Krise, deren Folgen wir drastisch spüren, punktgenau auf. Zu ihr konnte es, so sagen die Autoren, überhaupt erst kommen, weil ohnehin schon lange eine Glaubenskrise schwelt.

Das jüngst im Roderer-Verlag, Regensburg, erschienene Buch „Menschenwürde im Intensivstaat? Theologische Reflexionen zur Coronakrise“ ist geeignet, die anstehende, aber bislang erfolgreich verdrängte Aufarbeitung des landauf, landab zu beobachtenden, staatlichen Corona-Unrechts ordentlich anzuschieben. Denn die staatlicherseits auferlegten Beschränkungen durch die Corona-Krise sind längst als überzogen und übergriffig enttarnt. Diese Erkenntnis wird vielerorts verlegen bemäntelt, wobei Verantwortlichen auch zugutegehalten werden, dass es keine Handlungsschemata gab, nach denen sie hätten entscheiden können.

Unaufgeregt wird im Vorwort die Problemlage dargestellt. Der Staat hat die Unversehrtheit des Körpers durch Impfpflicht und Nachteile für Menschen, die zweifelten, missachtet. Die Amtskirchen haben munter mitgemacht, ja, vielfach die staatlichen Regeln für sich und im eigenen Hause noch verschärft. Der im Grundgesetz nach wie vor verankerte Bezug auf den christlichen und damit zugleich jüdischen Gott wurde auf diese Weise stark deformiert. Oder wurde hier dem Staatswesen gar ein noch nicht zur Gänze erkennbarer, aber unheilbarer Bruch zugefügt? […]

Und wer denn etwa hoffte, bei Kunze, Dochhorn und Dik mit fundamentalistischen Alternativen bedient zu werden, wird enttäuscht. Doch die Sache ist, folgt man den drei Autoren, schlimm genug, denn der „Intensivstaat“, den sie als längst bestimmenden Faktor in unserer aktuellen „Ampel“-Gesellschaft betrachten, ist zwar durch die Gottesferne in einer weitverbreiteten Glaubenskrise vorbereitet, aber erst durch die Ungerechtigkeiten der Corona-Krise heraufbeschworen worden.

Die vollständige Rezension lesen Sie hier:

Neuerscheinung: Nur Einzelmaßnahmen, kein Grundkonsens

Aus der Wochenzeitung „Die Tagespost“ vom 18. Januar 2024:

Heute will der Bundestag ein Gesetzespaket mit Neuregelungen in der Asyl- und Migrationspolitik verabschieden. Auf diese Maßnahmen hatten sich Bund und Länder im November geeinigt. Abschiebungen sollen dann leichter möglich sein. Eine Analyse:

Axel Bernd Kunze: Nur Einzelmaßnahmen, kein Grundkonsens, in: Die Tagespost 77 (2024), Nr. 3 vom 18. Januar 2024, S. 4.

Tagungsbericht: Stiftungs- und Vereinsfest des W.K.St.V. Unitas Palatia zu Darmstadt im Sommersemester 2023

Jan Zimmermann berichtet in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „unitas“ über das 103. Stiftungsfest und das Vereinsfest des W.K.St.V. Unitas Palatia zu Darmstadt: Jan Zimmermann: Neue Prunkfahne geweiht, in: unitas 163 (2023), Heft 4, S. 44 f. Festrede und Festvortrag sind auf „Bildungsethik“ dokumentiert:

Rezension: Relationale Erziehungswissenschaft

Axel Bernd Kunze rezensiert:

Malte Ebner von Eschenbach, Ortfried Schäffter (Hrsg.): Denken in wechselseitiger Beziehung. Das Spectaculum relationaler Ansätze in der Erziehungswissenschaft. Weilerswist: Velbrück GmbH 2021. 357 Seiten. ISBN 978-3-95832-245-5. D: 39,90 EUR, A: 35,90 EUR.

https://www.socialnet.de/rezensionen/29697.php

Rezension: Vernünftiger Wille oder Wille zur Vernunft?

Axel Bernd Kunze rezensiert:

Cover Dietmar Langer: Vernünftiger Wille oder Wille zur Vernunft? ISBN 978-3-339-13454-7

Dietmar Langer: Vernünftiger Wille oder Wille zur Vernunft? Zur Frage, wie kommt man eigentlich zur Vernunft ? und ihrer Bedeutung für die Erziehung zur Mündigkeit, Hamburg: Verlag Dr. Kovac 2023. 224 Seiten. ISBN 978-3-339-13454-7. D: 84,80 EUR, A: 87,20 EUR.
Reihe: Schriften zur Pädagogischen Theorie, Band 21.

https://www.socialnet.de/rezensionen/31261.php