Gute und erholsame Sommerferien

Das Gelungene und Schöne, aber auch das Unvollendete und Schwierige dieses Schuljahres dürfen wir loslassen und dem überlassen, der unser Leben segnen und heilen will.  Jetzt dürfen wir alle erst einmal loslassen, neue Kraft schöpfen, Zeit nehmen für das, was uns guttut und wofür im Schulalltag vielleicht nicht immer ausreichend Zeit und Raum bleibt.

IIch wünsche allen Leserinnen und Lesern eine gute Sommerzeit, erholsame Ferien und die notwendige Muße für Körper, Seele und Geist. Bleiben Sie wohlbehütet.

70 Jahre aktiv als Priester: Ein besonderes Fest des Glaubens

Es ist kaum zu glauben: 95 Lebensjahre, 70 Priesterjahre – und noch immer im aktiven Dienst im Pastoralteam des Borsumer Kaspels, eines historischen Kirchspiels im Hildesheimer Stiftsgebiet: Pastor Winfried Henze. Am 21. Juli 2024 wurde das besondere Jubiläum gefeiert – mit einem Dorffest für die ganze Gemeinde, so wie es sich der Jubilar gewünscht hatte. Der Festtag begann vormittags mit einer feierlichen Messe in der Borsumer St.-Martinus-Kirche, gefolgt von einem festlichen Nachmittag in Adlum, wo Pastor Henze lebt, abgeschlossen dann mit einer Dankandacht in der dortigen St.-Georgs-Kirche. Musikalisch gestaltet wurde der Festnachmittag durch den Musikverein Egenstedt, den Henze als Dorfpfarrer selber gegründet hatte – und für den er das Trompetespielen erlernte.

Es ist ein besonderes Priesterleben, das Henze vorgelebt hat, wie die Grußworte des Tages deutlich machten. Priesterweihe 1954, dann Kaplansjahre in Braunschweig, Bremen und Hildesheim, fünfzehn Jahre Landpastor, einundzwanzig Jahre Basilikapfarrer an St. Godehard in Hildesheim, schließlich seit 2003 wieder Landgeistlicher in Adlum. Der Verfasser lernte Pastor Henze durch die Komplet kennen, die dieser Anfang der Neunzigerjahre jeden Montag, dem sogenannten „Pastorensonntag“, spätabends in St. Godehard feierte. Doch auch in seinen Hildesheimer Jahren als Basilikapfarrer verstand sich Henze als schlichter Gemeindeseelsorger, der durch seine schnörkellose, unprätentiöse Art, wie der Festprediger sagte, zum gesuchten Seelsorger und verlässlichen Begleiter in Lebens- und Trauerkrisen wurde.

Das ist die eine Seite. Und dann gibt es noch eine andere: Henzes Wirkungskreis sprengte jede Pfarrstelle. Als Redakteur der Kirchenzeitung wurde er zum ökumenischen Wegbereiter im Bistum Hildesheim, blieb dabei aber stets „kernkatholisch und kernig katholisch“, wie es in der Festpredigt hieß. Auslandsreportagen führten ihn nach Afrika und Lateinamerika, er gewann Journalistenpreise, unter anderem für Interviews mit afrikanischen Rebellenführern. Henze konnte mit Sprache umgehen, gepaart mit einer intellektuellen Geistesschärfe, die bis heute nichts an Kraft verloren hat. Er schrieb zahlreiche Bücher, am bekanntesten sein Katechismus „Glauben ist schön“, der neun Auflagen erlebte und mit rund dreihunderttausend Exemplaren zum Bestseller wurde. Der passionierte Segelflieger wirkte als Meisterschaftsseelsorger, war ein geschätzter Interviewpartner im Radio, rettete geradezu auf Don-Camillo-Manier den kulturhistorisch unschätzbaren Albanipsalter aus den Händen diplomatischer Verwicklungen und erregte immer wieder öffentliche Aufmerksamkeit, etwa als er sich vernehmbar in der Bremer Verfassungsdebatte zu Wort meldete oder mit deutlichen Worten die Politik der Kirchenschließungen im Bistum Hildesheim geißelte.

Geprägt wurde Henze, der in Göttingen aufs Gymnasium ging, durch den bodenständigen, wenn notwendig, auch widerständigen Katholizismus der Hildesheimer Bördedörfer, wo er seine Ferien verbrachte: Erfahrungen, die er in seinem Roman „Bördejahre“ verarbeitet hat.

Eine Chargenabordnung des K.St.V. Winfridia zu Göttingen, wo Henze ursprünglich erst ein Jurastudium begonnen hatte, durfte bei der Festmesse nicht fehlen. Und passend zum eigenen Namenspatron wie dem seiner Verbindung endete die Messe mit dem Bonifatiuslied: Der du das blinde Heidentum in Deutschland hast vernichtet … Die Liedwahl war aber auch aus einem anderen Grund passend. Denn der Jubilar wurde an diesem Tag nicht zu Unrecht als „homo politicus“ gewürdigt (eine Verwandte zählte zu den ersten weiblichen Abgeordneten im Bundestag): ein streitbarer Demokrat, dem die Liebe zu Volk und Vaterland am Herzen liegt und der keine falsche Angst vor Fürstenthronen kannte, sondern sich immer wieder  in öffentliche Debatten eingemischt hat, wenn es galt, die grundlegenden Orientierungswerte unseres Landes zu verteidigen.

Der Festprediger, Roland Baule, wies darauf hin, wie stark sich Gesellschaft und Kirche unter den sieben Päpsten, die der Jubilar in seinem Priesterleben erlebt habe, verändert hätten. Hoffnungslosigkeit sei allerdings die falsche Antwort. Die Kirche müsse vielmehr winterfest werden, müsse Winterweizen aussäen, wie er in der Sprache der Bördedörfer im Umland Hildesheims bildhaft sagte.

Pastor Henze griff diese Gedanken in seiner Ansprache während der Schlussandacht auf – ausgehend von einem Wort aus dem Buch Nehemia: Die Freude an Gott ist unsere Stärke. Und er warnte vor Pessimismus. Christen hätten eine Hoffnung, weil sie um eine unendliche Zukunft wüssten. Und diese Zukunft sei schon jetzt sichtbar und spürbar: im Dienst der Priester, die Gottes Werkzeuge seien, in der Spendung der Sakramente, in der Verkündigung, im Segnen. Dies mache froh, dies gebe jeden Grund zur Dankbarkeit, dies dürfe gefeiert werden – so wie es an diesem Tag geschehen sei. Und diese Freude dürften Christen ausdrücken, gleich wo und in welcher Form sie ihre Berufung lebten.

Henze sah seine Berufung immer darin, Pastor – und nicht Pfarrer – zu sein: Hirte – verankert im Dorfleben, die Familien begleitend. Ein Pastor, so sagte er einmal, sollte in jedem Verein seines Dorfes Mitglied sein, außer im Frauenkreis. Das Brevier und die regelmäßige Eucharistie waren und sind seine geistige Grundlage.

„Glaube ist schön“ ist nicht nur ein Buchtitel, wie die Feier dieses besonderen Priesterjubiläums zeigte: Henze lebt die Freude seiner Berufung. Und dies machte den Festtag seines besonderen Priesterjubiläums zu einem Glaubensfest im besten Sinne des Wortes. Pastor Henze gebührt Dank für sein Glaubensvorbild, gepaart mit Dankbarkeit für seine priesterliche Treue und herzlichen Segenswünschen. Gott gebe ihm die Kraft, weiterhin als Pastor und Seelsorger zu wirken.

Wir gratulieren: Pastor Henze feiert 70-jähriges Priesterjubiläum

Pastor Henze, dienstältester Priester Deutschlands im aktiven Dienst, feiert am Sonntag in Borsum sein siebzigjähriges Jubiläum und seinen fünfundneunzigsten Geburtstag. Ein solches Jubiläum ist etwas Besonderes. Und noch heute ist der Jubilar im Borsumer Kaspel – im Hildesheimer Stift – im seelsorgerlichen Einsatz. Pastor Henze war früher auch Redakteur der Hildesheimer Kirchenzeitung gewesen. Der Festgottesdienst wird am Vormittag in der Borsumer St.-Martinus-Kirche gefeiert. Bereits am Vorabend findet in der St.-Georgs-Kirche in Adlum eine Vigil statt.

https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/70-jahre-priester/

Wir gratulieren Pastor Henze von Herzen und wünschen ihm weiterhin für sein priesterliches Wirken alles Gute, Gesundheit und Gottes Segen. Ad multos annos.

Gedanken aus der Schule: Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde …

So viele sind heute gekommen, um mit Ihnen den Abschluss Ihrer schulischen Ausbildung zu feiern: Ihrer Ausbildung in der Berufsfachschule für sozialpädagogische Assistenz oder in der Berufsfachschule für Kinderpflege. Und das ist auch gut so. Denn mit der heutigen Zeugnisübergabe haben Sie einen wichtigen Bildungsschritt geschafft, auf den Sie stolz sein dürfen. Im Namen der Schulleitung heiße ich Sie alle hier bei uns in der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik herzlich willkommen.

„Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde.“ Das erste Buch der Bibel spricht in seinem ersten Kapitel von einem Anfang. Nicht von irgendeinem Anfang, sondern von dem Anfang, vom Beginn der Schöpfung: Gott erschafft Licht und Finsternis, Himmel und Erde, Land und Meer, Pflanzen und Bäume, Sonne und Mond, Vögel und Fische und alle Tiere auf dem Land. Gleich, wie wir uns die Entwicklung des Lebens, der Welt und von allem, was auf ihr lebt, vorzustellen und wissenschaftlich zu erklären versuchen. Den letzten Ursprung allen Lebens vermag der Mensch nicht aus sich selbst zu erklären. Einen solchen Anfang kann allein Gott setzen. Er ist es, der seine Schöpfung ins Leben ruft, mit Leben erfüllt und im Dasein erhält.

Dabei macht uns die Bibel zu Beginn deutlich, dass Gott einen guten Anfang gelegt hat: „Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut.“

Auch wir Menschen verdanken uns diesem guten Anfang Gottes. Gott erschafft den Menschen, und er segnet ihn. Und er gibt ihm einen Auftrag: „Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan und herrschet über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alles Getier, das auf Erden kriecht.“ Gott übergibt dem Menschen seine Schöpfung – nicht damit er diese ausbeute oder vernichte. Die Schöpfung soll dem Menschen dienen. Zugleich soll dieser verantwortlich mit Gottes Schöpfung umgehen, damit Gottes guter Anfang weitergehen kann, damit Leben möglich ist und die Erde ein lebenswerter Ort bleibt.

Die Bibel spricht dem Menschen hier eine ungeheure Würde und Verantwortung zu: Er soll Gottes Ebenbild sein. Er ist als Gottes Ebenbild in diese Schöpfung hineingestellt. Vielleicht hilft folgendes Bild, uns ein wenig vorzustellen, was damit gemeint ist: Wenn wir uns an einen Menschen erinnern wollen, stellen wir ein Denkmal von ihm auf oder hängen ein Bild von ihm auf. Vielleicht haben Sie auch bei sich zu Hause, in Ihrem Zimmer, auf Ihrem Schreibtisch ein Bild aufgehängt oder aufgestellt, das Sie an einen Menschen erinnern soll, der Ihnen wichtig ist.

Dabei geht es um mehr als ein Bild: Was dieser Mensch für Sie bedeutet und was er verkörpert, wird dadurch lebendig. Sie denken an ihn. Der Mensch, an den Sie sich erinnern, ist Ihnen auf diese Weise nahe, er begleitet ihre Gedanken, ihre Gefühle, ihr Handeln.

Gewiss, jeder Vergleich ist unvollkommen, das ist auch hier der Fall. Doch wenn die Bibel vom Menschen als Ebenbild Gottes spricht, geht es um etwas Ähnliches: Der Mensch ist in Gottes Schöpfung gestellt. Er soll Gott selbst sichtbar machen. Vor allen anderen Geschöpfen ist der Mensch dazu bestimmt, in Gemeinschaft mit seinem Schöpfer zu leben und diese Welt in Freiheit zu gestalten, in Verantwortung vor Gott und den Mitmenschen.

Dies alles ist kein Verdienst des Menschen, sondern Geschenk Gottes. Der Mensch darf mit Gott Erfahrungen machen. Die Schöpfung bleibt das Anfangsgeschenk Gottes an den Menschen – aber der Mensch muss sich zugleich entscheiden, ob er Gottes Geschenk annehmen will oder nicht. Er ist von Anfang an in eine ursprüngliche – die Bibel sagt zu Beginn: „paradiesische“ – Entscheidungssituation gestellt. Wir wissen, dass der Mensch mit seiner Freiheit, die ihm Gott geschenkt hat, nicht immer verantwortlich umgegangen ist. Der Mensch ist zum Guten, aber auch zum Bösen fähig – und er kann selbst dem eigenen Bruder zum Feind werden. Schon Kinder erfahren dies, mehr oder weniger heftig.

Gott aber hat den Menschen nicht verstoßen. Er hat den guten Anfang, den er gesetzt hat, nicht widerrufen. Vielmehr hat er sein Ja zu seiner Schöpfung, zu dieser Welt und zum Menschen wiederholt: In Jesus Christus ist Gott selbst Mensch geworden. An Jesus Christus können wir sehen, was es heißt, als voller Mensch zu leben – so, wie Gott den Menschen gewollt und geschaffen hat. Uns ist ein Leben in Fülle verheißen, das am Schöpfungsmorgen seinen Anfang nahm und das am Ende der Schöpfung vollendet werden wird. Die Bibel verwendet dafür ein herrliches Bild: Gott wird uns zu einem himmlischen Mahl einladen, er wird mit uns essen und trinken – so wie Sie heute Abend vielleicht auch noch gemeinsam essen und feiern werden. Beim himmlischen Mahl werden wir die Früchte Seiner guten, vollendeten Schöpfung in Fülle genießen.

Für Sie, liebe Absolventinnen und Absolventen, fängt heute wieder etwas Neues an: Das Berufspraktikum liegt vor Ihnen – und damit ein weiterer wichtiger Schritt hinein in die Berufswelt, in den pädagogischen Beruf, in die berufliche Selbständigkeit, damit aber auch in ein Mehr an Verantwortung, die von Ihnen erwartet wird. Ich bin aber sicher, dass Sie für diesen neuen Schritt wichtiges Rüstzeug in Ihrer Ausbildung mit auf den Weg bekommen haben.

Vor dem großen Anfang der Schöpfung, von dem wir gehört haben, mag sich dieser Anfang, an dem wir heute stehen, ganz klein ausnehmen. Und doch: Jeder von uns kann dort, wo er tätig ist, seinen Teil dazu beitragen, diese Welt verantwortlich zu gestalten. Das gilt nicht zuletzt in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen: im gemeinsamen Durchdenken bedeutsamer Fragen, im Umgang miteinander, in der Gestaltung des pädagogischen Alltags in Krippe, Kindergarten, Ganztagesbetreuung oder Hort, im Umgang mit den Eltern, im kollegialen Miteinander im Team. Was wir aus dem machen, was heute beginnt, liegt an uns. Es ist in unsere Verantwortung, in unsere Freiheit gelegt.

Wer sich für einen pädagogischen Beruf entschieden hat, ist in besonderer Weise ein Vorbild für die Kinder und Jugendlichen, die ihm anvertraut sind. Er oder sie soll ihnen helfen, verantwortlich mit dem umzugehen, was Gott uns an Freiheit und Möglichkeiten, an Fähigkeiten und Erfahrungen geschenkt hat. Und sie sollen den Heranwachsenden helfen, dass sie Gottes guten Anfang spüren, dass sie ermutigt werden und dass Gottes Zusage in ihrem eigenen Leben spürbar wird.

Gerade dies aber können wir nicht allein. Wir würden uns moralisch unter Druck setzen und überfordern, wenn wir meinten, dies allein aus eigener Kraft vollbringen zu können. Wir können es nur im Vertrauen auf Gottes Zusage. Gerade deshalb wird am Ende dieser Feier auch ganz bewusst der Segen stehen, der Zuspruch, dass Gott mit uns ist und unser pädagogisches Tun segnet und begleitet.

Vor kurzem war ich zur Verabschiedung eines Kollegen eingeladen. Dieser überreichte seiner Nachfolgerin ein Schild mit dem Spruch: „Das Leben ist schön, von einfach hat keiner etwas gesagt“ – von ihm abgewandelt in: „Schulleitung ist schön, von einfach hat keiner etwas gesagt“. Das gilt aber für jeden pädagogischen Beruf. Und so wünsche ich Ihnen, dass dieser Tag heute ein guter Anfang sein und bleiben möge. Dass Sie auch noch nach vielen Jahren im Beruf werden sagen können: „Mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten, ist schön.“ Ich wünsche Ihnen, dass Sie den pädagogischen Beruf, in den Sie heute starten, als bereichernd und erfüllend erfahren, auch dann, wenn es vielleicht auch einmal nicht ganz so einfach ist.

In diesem Sinne gratuliere ich Ihnen im Namen der Schulleitung wie des Kollegiums, aber auch ganz persönlich zu Ihrem Abschluss. Unsere herzlichsten Glück- und Segenswünsche begleiten Sie in den Beruf und in das Berufspraktikum.

(aus einer Schulleitungsrede zur feierlichen Zeugnisübergabe)

Gedanken aus der Schule: Der Erzieherberuf ist ein Bildungsberuf

Mit der Verleihung der staatlichen Anerkennung oder – im Fall der Teilzeitausbildung – dem schulischen Abschlusszeugnis neigt sich ein langer Ausbildungsweg dem Ende entgegen. Das wollen wir heute gemeinsam mit Ihnen feiern. Im Namen der Schulleitung heiße ich Sie alle herzlich willkommen.

Und es gibt guten Grund, heute Abend zu feiern. Nicht nur, weil Pädagogische Fachkräfte wie Sie in Krippe, Kindertagesstätte, Grundschulbetreuung oder Jugendhilfe in Zeiten wie den unsrigen händeringend gesucht werden. Sie haben einen anspruchsvollen, individuell wie gesellschaftlich bedeutsamen, herausfordernden, aber auch erfüllenden und ganzheitlichen Beruf gewählt.

Als künftige Pädagogische Fachkräfte haben Sie nicht allein den Auftrag, eine verlässliche Betreuung sicherzustellen. Die Tätigkeit von Erzieherinnen und Erziehern ist ein wichtiger Bildungs- und Erziehungsberuf. Sie ermöglichen Kindern in den frühen Jahren wertvolle Erfahrungen, praktisch, ganzheitlich und fördernd. Sie erschließen den Kindern in den frühen Jahren ihrer Entwicklung Alternativen; sie eröffnen ihnen Bildungsräume im besten Sinn.

In der Kindertagesbetreuung sind Sie familienunterstützend tätig. Doch wird der Erziehungsauftrag von Kindertageseinrichtungen bei verlängerten Betreuungszeiten immer bedeutsamer. Kindertagesstätten sind wichtige Instanzen der Erziehung und Werteerziehung. Diese Aufgaben erfordern weitreichendes pädagogisches, psychologisches und sozialwissenschaftliches Fachwissen. In den Abschlussprüfungen haben Sie unter Beweis gestellt, dass Sie dieses im Rahmen ihrer anspruchsvollen Ausbildung erworben haben.

Sie benötigen aber auch zeitliche und personelle Ressourcen. Doch diese sind in Zeiten eines deutlichen Fachkräftemangels oft knapp. Deshalb ist es wichtig, dass Sie auch den Blick auf sich selbst nicht vergessen. Nicht umsonst stand im Handlungsfeld „Berufliches Handeln fundieren“ die Auseinandersetzung mit Fragen des Selbst- und Zeitmanagements, mit der Bedeutung regelmäßiger Selbstreflexion und Instrumenten der Gesundheitsprävention am Ende dieses Schuljahres. Hans-Joachim Laewen und Beate Andres, die Leiter des „infans“-Instituts, sprechen in ihrer Ethik der Kindheitspädagogik am Ende davon, wie wichtig zwei Prozesse sind, die beständig zusammenspielen sollten: die individuelle Achtsamkeit für die eigene Person und die Öffnung zum Team – mit dem Ziel, dass sich die Kinder in der KiTa „gut aufgehoben“ erfahren, so der Titel des Buches „Zur Praxis einer professionellen Ethik“.

Der Band, der 2022 erschienen ist, markiert eine wichtige Veränderung: Laewen und Andres zählen zu den Ersten, die eine eigenständige Ethik der Kindheitspädagogik entwickelt haben. Jede Profession benötigt nicht allein eine Handlungsethik gegenüber ihrer Zielgruppe auf der einen und den gesellschaftlichen Erwartungen auf der anderen Seite. Sie braucht auch eine Ethik des Denkens und der wissenschaftlichen Theoriebildung: Die ethischen Prinzipien und Leitlinien müssen aus der Tradition des eigenen Faches und des eigenen Handlungsfeldes hergeleitet werden. Dieses Jahr steht ein Jubiläum an: Vor zwanzig Jahren wurden die ersten kindheitspädagogischen Studiengänge in Deutschland eröffnet. Dass mittlerweile Bemühungen um einen eigenen Ethikkodex für Kindheitspädagogik und Kindertagesbetreuung sichtbar werden, könnte darauf hindeuten, dass sich die noch junge Disziplin der Kindheitspädagogik zunehmend von ihren Wurzeln in der Sozialen Arbeit emanzipiert und verselbständigt.

Themen für eine eigenständige Ethik der Kindertagesbetreuung gibt es zuhauf. Die Folgen des Fachkräftemangels zeigen sich nicht allein darin, dass Träger ihre Betreuungszeiten einschränken. Auch das Selbst- und Berufsverständnis Pädagogischer Fachkräfte bleibt davon nicht unberührt.

Das Berufsethos Pädagogischer Fachkräfte basiert auf dem Bildungs- und Erziehungsauftrag gegenüber den ihnen anvertrauten Kindern und Jugendlichen, deren Selbstbestimmungsfähigkeit und Mündigkeit gefördert werden sollen. Diese Arbeit ist äußerst anspruchsvoll und bedarf einer hohen Fachlichkeit. Sie bedarf der Zeit und der Hinwendung, damit das einzelne Kind, der einzelne Jugendliche in seiner Entwicklung gesehen wird, damit die Fachkraft individuell auf die Persönlichkeit eingehen kann und gezielt Bildungsprozesse anzuregen vermag. Allerdings ist durchaus zu sehen, dass der steigende Bedarf an Kindertagesbetreuung und der schwer zu deckende Fachkräftebedarf gerade dazu führen, dass der Bildungs- und Erziehungsauftrag Pädagogischer Fachkräfte unter Druck gerät.

Dass Kinder und Jugendliche in pädagogischen Moratorien aufwachsen und sich bilden können, ist eine Errungenschaft des neunzehnten Jahrhunderts. Nur zwei historische Wegmarken will ich exemplarisch nennen: Schon Wilhelmine Canz, die Gründerin der Stiftung Großheppacher Schwesternschaft, wusste darum, wie wichtig die pädagogische Arbeit mit jüngeren Kindern ist. Hundertfünfzig Jahre später: In der Bildungsreformdebatte nach den ersten PISA-Studien Anfang der 2000er Jahren wurde stärker bewusst, wie wichtig eine gut ausgebaute und ausgestaltete Elementarbildung für die Verwirklichung eines  Rechts auf Bildung ist.

Damit sich Kinder angemessen entwickeln können, bedürfen sie stabiler Beziehungen, notwendiger Förderung und einer bildungsbegleitenden Unterstützung. Wenn dies gesichert ist, profitieren davon die Heranwachsenden, dann aber auch die gesamte Gesellschaft. Erziehungs- und Bildungsdefizite in Kindheit und Jugend und damit einhergehende Folgen, z. B. für die Emotionsregulation oder soziale Integrationsfähigkeit, können sich umgekehrt biographisch langfristig auswirken, mitunter über eine ganze Bildungsbiographie.

Mit einer qualitativen Ausbildung Pädagogischer Fachkräfte leisten die Fachschulen einen wichtigen Beitrag, den Bildungsauftrag von Kindertagesstätten zu sichern. Wichtig dabei sind ein durchlässiges und anschlussfähiges Angebot unterschiedlicher Ausbildungsgänge, die Bewerberinnen und Bewerber mit unterschiedlichen Zugangsvoraussetzungen einen Einstieg in das Berufsfeld ermöglichen – in Kombination mit einer Theorie-Praxis-Verzahnung, die umfassende Kompetenzen für die vielfältigen Betreuungs-, Bildungs- und Erziehungsaufgaben vermittelt. Die hohe Bildungs- und Erziehungskompetenz Pädagogischer Fachkräfte sichert auch künftig Attraktivität, Professionalität und Ansehen des Berufsbildes.

Schulen sollen vieles leisten. Fast kein Fach, das nicht schon von irgendeiner Lobbygruppe gefordert worden wäre: Klimakunde und Konsumerziehung, Datenschutzunterricht oder Ernährung. Selbst das Unterrichtsfach Glück gibt es bereits. Über eine Frage aber wird erstaunlich wenig diskutiert: Warum ist es überhaupt sinnvoll, sich zu bilden?

Wenn wir auf diese Frage keine Antwort mehr wissen, werden Motivation zur Bildung und Freude am Lernen nur schwer zu wecken sein. Bildung würde dann auch kaum als Genuss und Bereicherung des eigenen Lebens erfahren werden können. Bildung, die mehr sein will als Anpassung an äußere Erwartungen, braucht ein Sinnfundament, das innerpädagogisch allein nicht gelegt werden kann. Um einen solchen Lebenssinn muss sich jeder selbständig mühen. Wir können den Einzelnen, das Kind, den Jugendlichen, dabei aber pädagogisch begleiten. Wer sich bildet, soll sein Leben aktiv gestalten, sich nicht einfach nur treiben lassen oder äußeren Erwartungen oder Zwängen entsprechen. Dies gelingt nur, wenn Bildung mehr sein will als Wissensvermittlung, wenn sie den Einzelnen als sittliches und religiöses Subjekt ernst nimmt.

Die Diagnose „bildungsarm“ wird schnell ausgesprochen. Heranwachsende können aber auch in anderer Hinsicht „arm“ sein: Das Buch ist langweilig, der Museumsbesuch ätzend, das Spiel voll öde. Es mag einfach sein, sich mit solchen Antworten zu begnügen – pädagogisch und erzieherisch stehlen wir uns damit aus der Verantwortung. Gerade Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zu nehmen, an sittlichen Beanspruchungen lernen und reifen zu können, kann nicht minder Ausdruck einer mangelnden Verantwortung gegenüber der jüngeren Generation sein.

Bildung wird nicht über Konvention, Routine oder bloße Wissensaneignung hinausgehen, wenn nicht gleichzeitig die Frage nach dem tieferen Sinn menschlichen Daseins gestellt wird: Was trägt unser Leben? Auf welche Verheißungen können wir unser Leben gründen? Was dürfen wir für uns und unsere Welt erhoffen?

Ob eine Antwort auf diese Fragen gelingt, kann niemand garantieren – hier zeigt sich die Dramatik, mitunter auch tiefe Tragik menschlicher Existenz. Doch können Sie als Erzieherinnen und Erzieher pädagogisch dazu beitragen, dass Heranwachsende Orte vorfinden, wo die Suche nach Sinn möglich ist, wo Sinn- und Wertfragen gestellt werden dürfen. Bildung hat nicht Funktion, sondern Bedeutung, nicht Zweck, sondern Wert. Dies können Kinder und Heranwachsende dort erfahren, wo religiöse Fragen und Sinnfragen pädagogisch nicht ausgeklammert werden. Es ist aus der Mode gekommen: Aber man kann auch von Charakter- und Herzensbildung sprechen.

Liebe Absolventinnen und Absolventen, ich wünsche Ihnen für die erzieherischen Aufgaben, die vor Ihnen liegen, alles Gute, bleibende Freude an der Arbeit mit den Ihnen anvertrauten Kindern und Jugendlichen und nicht zuletzt Gottes Segen. Gehen Sie mit den Kindern und Jugendlichen auf Sinnsuche. Begleiten Sie die Heranwachsenden dabei, sich den Fragen des Lebens zu stellen, die eigenen Fähigkeiten zu entwickeln und eigenständige und selbstbestimmte Persönlichkeiten zu werden.

Sie dürfen sich mit dem erfolgreichen Abschluss Ihrer Ausbildung Erzieher oder Erzieherin und – wie es seit einigen Jahren heißt – zugleich Bachelor professional nennen. Hierzu gratuliere ich Ihnen im Namen der Schulleitung wie des gesamten Kollegiums, aber auch ganz persönlich auf das Herzlichste.

Das letzte Wort an dieser Stelle soll dem gehören, der 1524 – also vor fünfhundert Jahren – „An die Ratsherrn aller Städte deutschen Landes [schrieb], daß sie christliche Schulen aufrichten und halten sollen“. Martin Luthers Worte sind bleibend aktuell, vielleicht sogar überdeutlich aktuell. Was Luther in der Sprache seiner Zeit ausgedrückt hat, wird auch Ihre Aufgabe sein, da Sie sich für einen pädagogischen Beruf entschieden haben. Wovon er  damals schrieb, das gilt es auch heute mit den Mitteln, dem pädagogischen Wissen und unter den Herausforderungen unserer Zeit umzusetzen:

„Nun besteht das Gedeihen einer Stadt nicht allein darin, daß man große Schätze sammelt, feste Mauern, schöne Häuser, viele Kanonen und Harnische herstellt. Vielmehr, wo es viel davon gibt und es kommt in die Hände wahnsinniger Narren, so ist das ein um so schlimmerer und um so größerer Schaden für diese Stadt. Vielmehr das ist einer Stadt Bestes und ihr allerprächtigstes Gedeihen, ihr Wohl und ihre Kraft, daß sie viele gute, gebildete, vernünftige, ehrbare, wohlerzogene Bürger hat, die dann sehr wohl Schätze und alle Güter sammeln können, sie erhalten und recht gebrauchen. […] Nun, solche Männer müssen aus Knaben werden, und solche Frauen müssen aus Mädchen werden. Es ist also darum zu tun, daß man kleine Knaben und Mädchen dazu recht unterrichte und aufziehe.“

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Und so wünsche ich uns allen einen festlichen und klangvollen Abend, gute Begegnungen und eine frohe Feier.

(aus einer Schulleitungsrede zur feierlichen Zeugnisübergabe)

Gedanken aus der Schule: Schulpreisübergabe

Ich freue mich, dass wir auch in diesem Jahr ausgezeichnete Leistungen im Rahmen der schulischen Ausbildung mit einem Schulpreis ehren dürfen.

Womit haben sich unsere Auszubildenden in den vergangenen Jahren beschäftigt? Und womit werden Sie sich auch künftig im Beruf beschäftigen? Hören wir einmal rein, was der Orientierungsplan für die baden-württembergischen Kindertageseinrichtungen dazu sagt – in diesem Fall exemplarisch für den Bereich der ästhetischen Bildung:

„Die Kritzelphasen des Kindes sind ziemlich gut erforscht worden, so dass Hiebkritzeln, Schwingkritzeln und Kreiskritzeln als gestalterische Ausdrucksformen von Kindern vor Beginn des Kindergartenalters identifiziert wurden. Kopffüßler, Gliederfüßler und Körperfüßler sind typisch für Kinder im Kindergartenalter, aber auch Bilder mit Handlungs- und Erzählstrukturen. Kinder denken in Bildern. Und diese vom Kind konstruierten Bilder können genauso wahrhaftig sein wie die Wirklichkeit, die das Kind umgibt. Da Kinder bei der bildnerischen Entwicklung unterschiedliche Fortschritte machen, werden es die Erzieherin und der Erzieher an der Differenziertheit des Ausdrucks und der Intensität der Beschäftigung festmachen, welche Angebote sie [oder er] für das einzelne Kind macht. Dabei müssen sie sensibel dafür sein, jedes Kind in seiner Individualität wahrzunehmen, wertzuschätzen und sich für seine Themen zu interessieren. […] Eine ästhetisch-künstlerische Bildung setzt bei der Lebenswirklichkeit an, die Kindern bedeutsam erscheint. Den individuellen Gestaltungen und ästhetischen Lernprozessen der Kinder sollte deshalb im Kindergarten besonderer Raum gegeben werden.“

Das ist eine ganze Menge. Die Facharbeit, die im letzten Ausbildungsjahr anzufertigen ist, bietet eine sehr gute Gelegenheit solche Anforderungen zu vertiefen und die eigenen didaktischen Kompetenzen zu erweitern – und dies in der Verschränkung von elementarpädagogischer Theoriebildung, konzeptioneller Erschließung und reflektierter eigener Praxiserfahrung.

Eine unserer Auszubildenden hat dies im Rahmen ihrer Facharbeit getan, nach Auffassung unserer Fachkonferenz Kunst/Ästhetische Bildung auf vorbildliche Weise. Ich gratuliere Ihnen im Namen der Schulleitung und des Kollegiums ganz herzlich zum diesjährigen Schulpreis und darf, wie es guter Brauch ist, die dazugehörige Urkunde öffentlich verlesen.

Gedanken aus der Schule: Rund um die Welt

Die Noten für dieses Schuljahr stehen fest. Die Sommerferien sind nicht mehr fern. Eine gute Gelegenheit, Schule einmal anders zu leben.

Drei Tage wurde gehämmert, gesägt, gemalt, gestaltet, geprobt und, und, und. Schon das Karussell in unserer Schülercafeteria ist beeindruckend. Und faszinierend, wie schnell aus einem weißen Einhorn ein schwarzes Jahrmarktpferd werden kann. Aber es gibt noch eine ganze Menge mehr zu entdecken und auszuprobieren – ja, Sie sind heute eingeladen zu einer ganzen Weltreise. Alles unter dem Motto: Rund um die Welt – Wie leben Kinder in anderen Ländern.

„Die ärgste aller Weltanschauungen ist diejenige von Leuten, die die Welt nie angeschaut haben.“ – so Alexander von Humboldt. Unser Bundespräsident hat einmal in einer Rede gesagt, dies sei eines seiner Lieblingszitate. Wie auch immer … Humboldt weist darauf hin, dass nur der verstehen kann, der die Welt kennengelernt hat, der hingeschaut hat, der sich nicht auf fremde Meinungen oder eigene Vorurteile verlässt.

Heute sind Sie eingeladen, hinzuschauen. Und dazu wünsche ich Ihnen alles Gute, spannende Entdeckungen und einen erlebnisreichen Nachmittag. Und nun: Gute Reise – rund um die Welt!

(Redeauszug anlässlich einer Schulfesteröffnung)

Leserbrief: „Eine Widerspruchslösung verletzt die körperliche Selbstbestimmung“

Leserbrief von Axel Bernd Kunze in der heutigen WELT am Sonntag vom 14. Juli 2024 (Nr. 28/2024, S. 10):

Damit war zu rechnen: Karl Lauterbach forderte schon im März eine Widerspruchslösung, jetzt soll dazu eine Bundesratsinitiative kommen (WELT am Sonntag, 7. Juli 2024, S. 5). Die Initiatoren sind nicht bereit, das Nein des Bundestages gegen eine Widerspruchslöung zu akzeptieren. Eine solche sei „zwingend erforderlich“. Freiheitsrechte werden ausgehebelt durch einen Staat, der unter Berufung auf soziale Ansprüche vorbehaltlos in den innersten Kernbereich der Persönlichkeit eingreifen darf. Der Staat will eine selbstbestimmte Entscheidung erzwingen, indem er massiv in Grundrechte eingreift. Grundrechtsträger aber ist der Souverän, nicht der Untertan. Anreize für Spendebereitschaft ja, aber unter Beachtung des freien Willens mündiger Bürger. Nicht Jubiläumsreden entscheiden über den Stellenwert des Grundgesetzes, sondern der Umgang mit gravierenden Grundrechtskonflikten im politischen Alltag. Eine Widerspruchslösung verletzt die körperliche Selbstbestimmung und demontiert das Recht auf körperliche Unversehrtheit.

Rezension: Mit Band und Mütze, Stil und Profil

Wer mitspielen möchte, sollte die Regeln kennen. Das wissen wir aus vielerlei Zusammenhängen. In Studentenverbindungen nennt man dieses Regelwerk Comment – viel bemüht und gern zitiert. Aber auch in seinem Sinn verstanden? Der bekannte Studentenhistoriker Bernhard Grün geht in einhundertelf Miniaturen der Entstehung und Entwicklung des couleurstudentischen Comments nach.

Zum Weiterlesen:

Der Rezensent kann eine stilvolle, anregende und unterhaltsame, im besten Sinne: akademische Lesereise versprechen:

Bernhard Grün: Comment-iert! 111 Korporationsstudentische Miniaturen (Die Fuxenstunde & Der Comment), Bad Buchau: Federsee 2024, 248 Seiten, vierfarbig, broschiert, Einzelpreis 19,80 Euro.

Neuerscheinungen: Zehnte Bamberger Zivilcouragerede

Anlässlich des neunzigsten Todestages Willy Arons, der im Mai 1933 im KZ Dachau umgebracht worden war, hielt Axel Bernd Kunze im vergangenen Sommer auf Einladung der Willy-Aron-Gesellschaft Bamberg e. V. die zehnte Jubiläumszivilcouragerede unter dem Titel: Freiheit und Zivilcourage. Die Rede ist jetzt veröffentlicht worden in der Reihe Arbeitspapiere der Willy-Aron-Gesellschaft Bamberg e. V., Ausgabe 3/2023, S. 9 – 24.

Das Arbeitspapier 3/2023 dokumentiert darüber hinaus weitere Veranstaltungen aus Anlass des neunzigsten Todestages des Widerstandskämpfers Aron und des zwanzigsten Jubiläums der nach ihm benannten Gesellschaft.

Ferner ist zeitgleich Ausgabe 1/2024 erschienen: Zur Erinnerung an Ernst Strassmann 1897 – 1958.

Weitere Informationen zur Arbeit der Willy-Aron-Gesellschaft Bamberg e. V. unter www.willy-aron-de.