Neuerscheinung: Zum Umgang mit Konfessionalität im Bildungssystem

Die Tagungsbeiträge der Pfingstakademien des Kardinal-von-Galen-Kreises aus den Jahren 2022 und 2023 sind in Schriftform erschienen. Die Bände sind über den Kardinal-von-Galen-Kreis zu beziehen: www.kvgk.de.

In der aktuellen Tagungsdokumentation findet sich folgender bildungsethischer Beitrag:

Axel Bernd Kunze: Zum Umgang mit Konfessionalität im Bildungssystem –  mit einem Blick auf die Erklärung des Zweiten Vatikanischen Konzils über die Erziehung „Gravissimum educationis“,  in: Reinhard Dörner/Ingo Potthast (Hgg.): Konzilien – Zeichen der Leitung durch den Heiligen Geist?, o. O.: Kardinal-von-Galen-Kreis e. V. o. J. (2024), S. 215 – 250.

Leserbrief: „autoritäres Menschenbild“

Leserbrief in der WELT vom 21. März 2024 (Nr. 58, S. 7) zu: Online-Register zu Organspenden gestartet vom 19. März 2024:

Ein Ja zur Organspende ist jetzt auch digital möglich. Wohlgemerkt: ab 16. Das Elternrecht wird weiter abgebaut. Doch zufrieden ist Karl Lauterbach nicht. Er will die Widerspruchslösung. Diese kehrt die Beweislast um. Wer seinen Widerspruch nicht rechtssicher dokumentiert hat, dem wird die Verfügug über den eigenen Körper und den eigenen Sterbeprozess entzogen. Dahinter steht ein verqueres, autoritäres Menschenbild, das eines Rechtsstaates unwürdig sein sollte: Der Staat will eine selbstbestimmte Entscheidung erzwingen, indem er massiv in Grundrechte eingreift. Grundrechtsträger aber ist der Souverän, nicht der Untertan. Anreize für Spendebereitschaft ja, aber unter Beachtung des freien Willens mündiger Bürger.

Neuerscheinung: Moralischer Druck auf die Publizistik – ein Festschriftbeitrag

Die Gesellschaft Katholischer Publizisten Deutschlands (GKP) wird 75 Jahre alt: ein Ereignis, das mit einer Festschrift gefeiert wird. Ein Beitrag der Festschrift widmet sich aus kultur-, publizistik- und bibliotheksethischer Perspektive dem gegenwärtigen Streit- und Diskursklima in Deutschlands. Immer wieder kommt es zu Auseinandersetzungen, weil missliebige Positioen von Herausgebern oder Redaktionen nicht veröffentlicht oder umstrittene Zeitschriften in Bibliotheken nicht mehr geführt werden sollen. Leider muss an dieser Stelle aber gesagt werden, dass der Titel der Festschrift, der dem Verfasser vorab nicht bekannt war, das Gesagte konterkariert, insofern er selber für einen Journalismus steht, der auf moralischen Druck setzt. Wenn Festschriften immer auch ein Spiegel der Zeit sind, präsentiert sich der katholische Publizistenverband auf diese Weise äußerst „zeitgemäß“.

Axel Bernd Kunze: Moralischer Druck auf die Publizistik. Zum Umgang mit kontroversen Positionen aus christlicher Perspektive,
in: Felix Neumann/Michaela Pilters (Red.): Haltung. 75 Jahre Gesellschaft Katholischer Publizistinnen und Publizisten Deutschlands e. V., Kürten 2024, S. 84 – 91.

Die Festschrift ist online zugänglich:

Neuerscheinung: Lebensatem Gottes

Wirkliche Neuschöpfung

Bei Johannes empfangen die Jünger den Heiligen Geist, indem der Auferstandene sie anhaucht. So wie der erste Adam, der alte Mensch, erschaffen wurde, weil Gott ihm seinen Lebensatem eingehaucht hat, so wird der erlöste Adam, der österliche Mensch, neugeschaffen durch den Hauch des Geistes. Was an Ostern geschieht, ist nicht eine Fortsetzung des Bisherigen. Der Auferstandene kehrt nicht einfach in sein früheres Leben zurück, auch wenn ihn die Jünger an den Malen seiner Hände und seiner Seite erkennen können. Was an Ostern geschieht, ist eine wirkliche Neuschöpfung.

Was wir im Licht von Ostern glauben und erhoffen dürfen, ist nicht eine Erneuerung unseres irdischen Lebens. Im Heiligen Geist sind wir hineingenommen in die Gemeinschaft Jesu mit seinem Vater. Unsere gesamte Existenz wird verwandelt werden, sodass wir Anteil erhalten am Leben Gottes.

aus einem Gottesdienstmodell zum Pfingstfest:

Axel Bernd Kunze: Lebensatem Gottes [Lesejahr B. Pfingsten], in: WortGottesFeiern an allen Sonn- und Feiertagen 21 (2024), H. 3.443 – 457.

Neuerscheinung: Das Fach Deutsch ist unbeliebt

„Der neueste, im Oktober 2023 veröffentlichte IQB-Bildungstrend hat die schon zuvor mangelhaften Deutschkenntnisse auch für ältere Jahrgänge bestätigt. Fünfzehn Prozent der Neuntklässler verfehlten die Mindeststandards für einen einfachen, dreiunddreißig Prozent für einen mittleren Bildungsabschluss. Hier entstehen Folgeprobleme, die das Bildungs- und Arbeitsmarktsystem deutlich belasten werden. Aber auch der öffentliche Diskurs im Land wird von unzureichenden Deutschkenntnissen nicht unberührt bleiben.“

Axel Bernd Kunze: Das Fach Deutsch ist unbeliebt. Ein bildungsethischer Zwischenruf zum jüngsten IQB-Bildungstrend, in: Sprachnachrichten, Nr. 101, Heft I/2024, S. 14 f.

Die „Sprachnachrichten“ werden herausgegeben vom Verein Deutsche Sprache e. V.

Literaturbericht: Elementarpädagogische Neuerscheinungen 2023

Die Kommission Pädagogik der frühen Kindheit innerhalb der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft hat die neue Liste mit elementarpädagogischen Neuerscheinungen ihrer Mitglieder aus dem Jahr 2023 online gestellt:

https://www.dgfe.de/sektionen-kommissionen-ag/sektion-8-sozialpaedagogik-und-paedagogik-der-fruehen-kindheit/kommission-paedagogik-der-fruehen-kindheit/publikationen

Rezension: „Gendersprache ist übergriffig“

Die Wochenzeitung „Junge Freiheit“ rezensiert in ihrer Ausgabe vom 23. Februar 2024 die aktuelle Ausgabe der theologischen Zeitschrift „Theologisches“ (Nr. 01/02 vom Januar/Februar 2024, Bonn: Verlag nova & vetera). Werner Olles schreibt:

„Zu den Verrrücktheiten, die derzeit die gesellschaftliche Kommunikation stören, gehört die sogenannte ‚gendergerechte Sprache‘. Axel Bernd Kunze [….] bietet [….] in seinem Beitrag […] hilfreiche Überlegungen an, um hier für Orientierung zu sorgen. […] Seine Formulierungen sind klar und deutlich: ‚Gendersprache ist einseitig und ausgrenzend, künstlich und kulturzerstörend, maßlos und übergriffig.'“

Axel Bernd Kunze: Warum „gendergerechte“ Sprache gerade nicht gerecht ist. Anmerkungen aus sozialethischer Perspektive, in: Theologisches. Katholische Monatsschrift 53 (2024), Nr. 01/02 v. Januar/Februar, Sp. 53 – 58.

Neuerscheinung: Amt und Mystik

… so der Titel eines Predigtvorschlags für den Sonntag des Guten Hirten (Vierter Sonntag der Osterzeit). Das Evangelium an diesem Sonntag ist dem Johannesevangelium (Joh 10, 11 – 18) entnommen:

Wenn wir Jesus folgen, auf seine Stimme hören und uns hineinnehmen lassen in sein Lebensgeheimnis mit dem Vater, werden auch wir aus dieser Liebe leben, hier und heute und über den Tod hinaus. Die Kirche braucht beides: das Amt des Hirten, in dem sich Jesu Sorge um die Getauften widerspiegelt, das Amt, das die Herde Christi führt und leitet. Dieses Amt hat aber keine Macht aus sich selbst heraus. Es ist nur dann überzeugend, wenn es mit dem tieferen Lebensgeheimnis Jesu verbunden ist, wenn es aus der mystischen Verbundenheit mit Jesus und dessen Liebe zum Vater lebt.

Axel Bernd Kunze: Amt und Mystik (Joh 10, 11 – 18) [Lesejahr B. Vierter Sonntag der Osterzeit], in: Der Prediger und Katechet. Praktische katholische Zeitschrift für die Verkündigung des Glaubens 163 (2024), H. 3, S. 313 – 315.

Interview: Warum der Einsatz von Tablets an Grundschulen kritisiert wird

Aus dem Bonner GENERAL-ANZEIGER am 20. Februar 2024:

„Auch aus dem Alltag von Kindern sind Bildschirme nicht mehr wegzudenken. Über den Einsatz von Tablets an Grundschulen wird jedoch viel diskutiert. Wir haben Pädagogen in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis zu ihren Erfahrungen befragt.“ –

… darunter auch den Bonner Erziehungswissenschaftler und Bildungsethiker Axel Bernd Kunze

https://ga.de/bonn/stadt-bonn/warum-der-einsatz-von-tablets-an-grundschulen-kritisiert-wird_aid-107437597