Neuerscheinung: Erklärung oder Boykottaufruf?

Druckfrisch ist am 1. Mai 2024 ein Beitrag erschienen, der aus wissenschafts- und bibliotheksethischer Sicht den Boykottaufruf der AG Christliche Sozialethik gegen die sozialethische Fachzeitschrift „Die Neue Ordnung“, der auch den baden-württembergischen Landtag beschäftigte, aufarbeitet:

Axel Bernd Kunze: Erklärung oder Boykottaufruf? Zur Rolle von Fachgesellschaften am Beispiel des Streits um die Neue Ordnung,

in: Klaus Buchenau, Matthias Fechner (Hgg.): Verlorene Wissenschaft? Versuch einer Katharsis nach Corona, Stuttgart 2024, S. 289 – 307.

Das Netzwerk Wissenschaftsfreiheit führt den damaligen Boykottaufruf in seiner Onlinefallsammlung als einen Fall deutscher „Cancel Culture“ auf. Der Beitrag verdeutlicht zugleich, welche problematische Rolle Fachgesellschaften bei der Einschränkung von Wissenschaftsfreiheit einnehmen können.

Neuerscheinung: Himmlischer Pförtner – oder mehr?

… fragt Axel Bernd Kunze in einer Predigtvorlage zum Hochfest der beiden Apostelfürsten Petrus und Paulus, das am 29. Juni gefeiert wird. In der katholischen Leseordnung ist das Felswort Jesu an Petrus, das in Cäsarea Philippi ergangen ist, als Evangelium vorgesehen (Mt 16, 13 – 19).

Axel Bernd Kunze: Himmlischer Pförtner – oder mehr? (Mt 16, 13 – 19), in: Der Prediger und Katechet. Praktische katholische Zeitschrift für die Verkündigung des Glaubens 163 (2024), H. 4, S. 453 – 456.

Presseschau: Beitrag über „Cancel Culture“ in der Pädagogik in F.A.Z. zitiert

Eine Autorengruppe aus den pädagogischen Mitgliedern im Herausgeberbeirat des neuen Jahrbuches Wissenschaftsfreiheit hat in einer Zeitschriftenanalyse Folgen einer „Cancel Culture“ in der eigenen Disziplin untersucht:

Bernd Ahrbeck, Marion Felder, Axel Bernd Kunze und Tobias Reichardt:
Worüber wird in der Pädagogik publiziert? Welche Themen bleiben ausgespart? Eine Auswertung von vier Fachzeitschriften,
in: Jahrbuch Wissenschaftsfreiheit 1 (2024), S. 11 – 36.

Der Beitrag ist online verfügbar:

https://elibrary.duncker-humblot.com/article/73966/woruber-wird-in-der-padagogik-publiziert-welche-themen-bleiben-ausgespart

Der Beitrag wird auf der Seite „Bildungswelten“ in der F.A.Z. zitiert:

Bernd Ahrbeck: Selbstzensur bedroht die Wissenschaft. Nicht der Staat, sondern Universitäten und Forscher schränken die Freiheit ein, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, Nr. 97/2024 v. 25. April 2024, S. 6.

Netzwerk Wissenschaftsfreiheit: „Cancel Culture“ bei AMOSinternational

Die internationale sozialethische Fachzeitschrift AMOSintenational zwingt ihre Autoren ausnahmslos zur Verwendung regelwidriger Sonderzeichen sog. Gendersprache. Autoren, die sich diesem Zwang widersetzen, werden von der Redaktion ausgeschlossen. Das Netzwerk Wissenschaftsfreiheit wertet dieses Vorgehen als Eingriff in die Wissenschaftsfreiheit der betroffenen Autoren und eine Form von „Cancel Culture“. Der Fall wurde in die Onlinedokumentation des Netzwerkes Wissenschaftsfreiheit aufgenommen:

https://www.netzwerk-wissenschaftsfreiheit.de/dokumentation

Allerdings ist die Darstellung, der Fall sei durch „mündliche Kommunikation“ dokumentiert fehlerhaft. Der Vorgang ist durch E-Mail-Kommunikation mit Herausgebern und Redaktion belegt.

Die Zeitschrift wird herausgegeben von Prälat Dr. Peter Klasvogt (Sozialinstitut Kommende, Dortmund), Prof. Dr. Christian Spieß (Katholische Privat-Universität Linz/Österreich), Jun.-Prof. Dr. Jonas Hagedorn (Ruhr-Universität Bochum) und Prof. Dr. Peter Schallenberg (Katholische Sozialwissenschaftliche Zentralstelle, Mönchengladbach) und erscheint im Münsteraner Aschendorff-Verlag. Die wissenschaftliche Fachzeitschrift ist –  neben dem „Jahrbuch für Christliche Sozialwissenschaften“ – die einzige, die innerhalb der deutschsprachigen katholischen Sozialethik in Printform erscheint und maßgeblich durch die zentrale Fachgesellschaft, die Arbeitsgemeinschaft Christliche Sozialethik, getragen wird. Der Zeitschrift fällt damit eine zentrale Rolle zu, wenn Autoren innerhalb ihres Faches publizieren und wahrgenommen werden wollen.

Neuerscheinung: Verlorene Wissenschaft – Versuch einer Katharsis nach Corona

Klaus Buchenau, Matthias Fechner (Hgg.): Verlorene Wissenschaft – Versuch einer Katharsis nach Corona (Klartext. Schriften zu Politik und Gesellschaft; 2), Stuttgart: ibidem 2024.

Die Corona-Maßnahmen der Jahre 2020 – 2022 wurden mit Verweis auf „die Wissenschaft“ legitimiert. „Wissenschaft“ stand im Rampenlicht und wurde als Rettung gepriesen. Der Preis für diesen Ruhm war allerdings hoch – wenn Wissenschaft der Politik eindeutige Ansagen machen sollte, dann musste die wissenschaftliche Normalität, der Meinungsstreit mithilfe rationaler Argumente, ausgehebelt werden. Dieser Band zeichnet für verschiedene Disziplinen – von den Naturwissenschaften über die Medizin bis zu den Geisteswissenschaften – nach, wie dies gelingen konnte und wie Medien diesen Prozess unterstützten, indem sie ebenfalls den kritischen Blick vergaßen. Die übergreifende These ist dabei, dass die Instrumentalisierung der Wissenschaft nicht aus heiterem Himmel kam, sondern durch längerfristige Entwicklungen ermöglicht wurde. Weil die Beiträger selbst aus Wissenschaft und Medien kommen, wissen sie, wovon sie sprechen.

Eine Leseprobe finden Sie hier: https://issuu.com/ibidempress/docs/isbn1922_x1_issuu

Axel Bernd Kunze, Bildungs- und Sozialethiker, beschäftigt sich im genannten Band mit Einschränkungen der Wissenschaftsfreiheit, die aus der Wissenschaft selber kommen:

Axel Bernd Kunze: Erklärung oder Boykottaufruf? Zur Rolle von Fachgesellschaft am Beispiel des Streits um die Neue Ordnung, in: ebd., S. 290 ff.

Auf mediale Schnittmengen wagt sich Axel Bernd Kunzes Artikel, der akkurat rekonstruiert, wie mit der ‚Neuen Ordnung‘ eine wissenschaftliche Zeitschrift auf den Index der politischen Korrektheit gesetzt und desavouiert wurde. Dabei geht es hier nicht darum, die Inhalte der Zeitschrift subjektiv „gut“ oder „schlecht“ zu finden, sondern um den Nachvollzug eines komplexen Prozesses, der zu einem Verlust an Meinungsfreiheit in der Wissenschaft geführt hat. [Matthias Fechner, in: ebd., S. 20 f.]

Neuerscheinung: Bildungsethische Impulse für eine pädagogisch fundierte Ethik des Digitalen

Jetzt druckfrisch erschienen:

Axel Bernd Kunze: Kommunizieren wir uns zu Tode? Bildungsethische Überlegungen zu einer pädagogisch fundierten Ethik des Digitalen,

in: Ralf Lankau (Hg.): Die pädagogische Wende. Über die notwendige (Rück-)Besinnung auf das Unterrichten, Weinheim/Basel: Beltz 2024, S. 77 – 88.

Neuerscheinung: Jahrbuch Wissenschaftsfreiheit 1/2024

Das Netzwerk Wissenschaftsfreiheit e. V. hat ein neues Jahrbuch begründet: Der erste Band des Jahrbuches Wissenschaftsfreiheit ist in diesem Monat erschienen. Vorgestellt werden soll der Eröffnungsband am 29. April 2024 in einer abendlichen Onlinepressekonferenz. Das Jahrbuch will sowohl Beiträgen Raum geben, die aufgrund eines eingeschränkten Debattenklimas andernorts keine Chance haben, als auch eine konzeptionelle Diskussion über Wissenschaftsfreiheit und deren Bedrohungen hierzulande leisten. Dabei soll der Blick ausdrücklich auch auf Einschränkungen der Wissenschaftsfreiheit gelegt werden, die aus dem Wissenschaftssystem selbst stammen.

Neuerscheinung: engagement 1/2023

Mit deutlicher Verspätung ist Heft 1/2023 der schulpädagogischen Fachzeitschrift „engagement“ erschienen. Das Themenheft trägt den Titel: Freiheit und Demokratie – der Beitrag katholischer Schulen.

Im Rezensionsteil werden besprochen:

  • Jan-Werner Müller (2020/6. Auflage) Was ist Populismus? Ein Essay, Frankfurt am Main (Rez.: Clauß Peter Sajak).
  • Jochen Krautz (2022): Bilder von Bildung. Für eine Renaissance der Schule, München (Rez: Walter Eykmann).
  • Susanne Lin-Klitzing, David Di Fuccia, Thomas Gaube (Hgg.) (2022): Globalisierung und Internationalisierung als Herausforderung für das Gymnasium?, Bad Heilbrunn (Rez.: Axel Bernd Kunze).