„Wissenschaft trifft Praxis“

„Wissenschaft trifft Praxis“ – unter diesem Motto fand am 21. November 2015 im Stuttgarter Rathaus der zweite Forschungstag des Hochschulnetzwerkes „Bildung und Erziehung in der Kindheit Baden-Württemberg“ statt. Professor Dr. Klaus Fröhlich-Gildhoff vom Zentrum für Kinder- und Jugendforschung der Evangelischen Hochschule Freiburg, zeigte in seinem Vortrag auf, wie dynamisch sich die kindheitspädagogische Forschung in den vergangenen zehn Jahren entwickelt habe. Engagiert diskutierte das Publikum, wie die Fachschulen neuere empirische Befunde in die Ausbildung angehender Erzieher und Erzieherinnen einbinden könnten. Vielversprechend – so der Freiburger Forscher – seien Forschungsprojekte mit der Praxis. Als Beispiel nannte er das Projekt „Herausforderndes Verhalten von Kindern in Kindertageseinrichtungen“ innerhalb des Transferverbundes Kindheitspädagogik. Das Projekt soll klären, wie das Thema curricular und didaktisch in der Erzieherausbildung verankert werden kann. Andreas Hirsch, Abteilungsleiter Kindertagesstätten bei der Stadt Pforzheim, wies in einem Korreferat darauf hin, dass die Fachschulen vor allem grundlegende Kompetenzen wie systemisches Denken oder Reflexionsfähigkeit vermitteln sollten. Diese seien eine unverzichtbare Grundlage für die notwendige Spezialisierung im Berufsleben und alle spätere Weiterbildung, für welche die Träger verantwortlich seien. Auf dem „Marktplatz“ vor dem Vortragssaal präsentierten sich die einzelnen Hochschulen mit ihren kindheitspädagogischen Bachelor-, Master- oder Weiterbildungsstudiengängen.

„Ebbes Bäck, ebbes Doktor“

„Gleichaltrige können am besten davon berichten, was eine Ausbildung bietet und wie interessant es ist, im Rahmen einer Berufsausbildung bereits von Anfang ganz praktisch Verantwortung zu übernehmen.“ – Mit diesen Worten unterstrich Dr. Peter Kulitz, Präsident des baden-württembergischen Industrie- und Handelskammertages, wie wichtig das „Projekt Ausbildungsbotschafter“ in Baden-Württemberg sei. Die „Ausbildungsbotschafter“ gehen in Schulen der Region und berichten dort über ihre Ausbildungserfahrungen.
Kulitz äußerte sich im Rahmen der Veranstaltung „Ebbes Bäck, ebbes Doktor“, die am 18. November 2015 im Stuttgarter Haus der Abgeordneten stattfand. Der Titel stammt aus dem Mund des ehemaligen Bundespräsidenten Theodor Heuss, der mit dem Zitat darauf aufmerksam machen wollte, wie wichtig ein gutes Verhältnis von beruflicher Ausbildung und akademischem Studium für die Gesellschaft ist.

Der Abend im Haus der Abgeordneten stand unter der Frage: „Wie bieten wir jungen Menschen die besten Berufschancen?“ Deutlich wurde, wie sehr sich Ausbildungs- und Studiengänge in den vergangenen Jahren verändert haben. Dies bietet neue Möglichkeiten. Herbert Huber, Vorsitzender des Berufsschullehrerverbandes Baden-Württemberg, und Professor Dr. Bastian Kaiser, Vorsitzender der Rektorenkonferenz der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften, warben dafür, Ausbildung und Studium stärker miteinander zu verzahnen. Kompetenzen, die im Rahmen einer Ausbildung erworben werden, sollten auf ein späteres Studium angerechnet werden können.
Ausdrücklich wurde in der Diskussion auf das Beispiel der Erzieherausbildung verwiesen: Wer die schulische Ausbildung im Rahmen der Fachschule für Sozialpädagogik erfolgreich abgeschlossen hat, kann ein anschließendes Studium der Kindheitspädagogik in der Regel um zwei Semestern verkürzen.

Schuljubiläum in Stuttgart

„Vertrauen – Staunen – Danken“ – unter diesem Motto eröffnete die Freie Evangelische Schule Stuttgart (FES) am 22. Januar 2016 mit einem Festakt das Jubilämumsjahr anlässlich ihres fünfundzwanzigjährigen Bestehens. Der Schulverbund besteht aus Grund-, Werkreal-, Realschule und beruflichem Gymnasium. Herr PD Dr. Kunze, stellvertretender Schulleiter an der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt, überbrachte anlässlich der Feier einen Gruß seiner Schule. Schülerinnen und Schüler der FES, die im Stuttgarter Stadtteil Möhringen liegt, hospitieren regelmäßig im Unterricht der Weinstädter Fachschule und informieren sich über die Anforderungen der Erzieherausbildung; im vergangenen November war die Fachschule mit einem Stand auf der Ausbildungsmesse der FES vertreten.
Der Festredner, Professor Dr. Thomas Schirrmacher, hob während des Festaktes hervor, dass christliche Schulen sichtbarer Ausdruck der in einer demokratischen Gesellschaft herrschenden Religionsfreiheit seien. Gleichzeitig profitiere die Gesellschaft vom pädagogischen Engagement christlicher Schulen, die den jungen Menschen Wertorientierung, Verantwortung und Zukunftshoffnung vermittelten. Eine christliche Schule, so Schirrmacher, habe eine andere, aber nicht minder wichtige Aufgabe als eine christliche Gemeinde.
Weitere Glückwünsche kamen vom Trägerverein der Schule, vom baden-württembergischen Kultusministerium, von der Landeshauptstadt Stuttgart, vom Evangelischen Schulwerk Baden und Württemberg sowie vom Verband evangelischer Bekenntnisschulen aus. Umrahmt wurden die Grußworte durch Theaterstücke und musikalische Einlagen aus der Schüler- und Lehrerschaft. Besonders begeistert zeigte sich das Publikum über Ausschnitte aus dem Theaterstück „Der Barmherzige Vater. Ein Grußwortredner bemerkte anschließend: Die Aufführung der Grundschüler zu dem bekannten biblischen Gleichnis zeige, dass es auch schon damals „Pubertät“ gegeben habe und diese Lebensphase keine „Erfindung“ unserer Zeit sei.

Jahresrückblick 2015

Von Herzen wünsche ich allen Leserinnen und Lesern meines Weblogs gesegnete Weihnachten, eine erholsame Zeit „zwischen den Jahren“ sowie alles Gute und Gottes Segen für das neue Jahr.

Ich freue mich, wenn Sie meine Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung weiterhin interessiert verfolgen.

Ihr Axel Bernd Kunze

 

Privatdozent Dr. Axel Bernd Kunze

Veröffentlichungen 2015

Beiträge zur Systematischen Erziehungswissenschaft und Bildungsethik

(Betreiber) Wissenschaftsweblog Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/. – Presseberichte: Jan Dochhorn am 23. September 2015: https://www.academia.edu/16100425/Neuer_Blog_zu_Fragen_der_Bildungsethik; Sebastian Zink am 02. September 2015: http://www.forumsozialethik.de/2015/09/02/neuer-blog-zur-bildungsethik/.

Sind Bildungsfragen Gesellschaftsfragen? Überlegungen zur demokratiepädagogischen Bedeutung eines Rechts auf Bildung (Kirche und Gesellschaft; 417), Köln: J. P. Bachem Medien 2015, 16 Seiten.

Hat das Gymnasium in der bildungsethischen Debatte noch eine Zukunft? Das Gymnasium im Spannungsfeld von Bildungsgerechtigkeit, Schulstruktur und Inklusion (Teil I), in: Profil. Das Magazin für Gymnasium und Gesellschaft (2015), H. 6, S. 16 – 25; (Teil II), in: Profil. Das Magazin für Gymnasium und Gesellschaft (2015), H. 7-8, S. 26 – 37.

Bildung ist mehr als Sozialpolitik (Kolumne zur Ökumenischen Sozialinitiative; IX), in: Die Tagespost 68 (2015), N.r 13, S. 7; als „Tagespost-Kolumne, Teil 9“ auch online unter: http://www.sozialiniative-kirchen.de; auch online und unter: http://www.ksz.de; unter dem Titel: Bildung ist mehr als Sozialpolitik. Ein Kommentar von Axel Bernd Kunze in der Tagespost vom 31. Januar 2015 auch online unter: http://www.bildung-wissen.eu.

Gibt es in der EU ein Recht auf Bildung?, in: VBE-Magazin. Zeitschrift des Verbandes Bildung und Erziehung – Landesverband Baden-Württemberg (2015), H. 4 (April 2015), S. 8 f.

(Rezensent) Bildung nicht verstümmeln, in: Publik-Forum (2015), H. 7, S. 56. Rezension zu: Helmut Peukert: Bildung in gesellschaftlicher Transformation, hg v. Ottmar John und Norbert Mette, Paderborn: Ferdinand Schöningh 2015, 364 Seiten.

(Rezensent) Kurzrezension zu: Konrad Paul Liessmann: Geisterstunde. Die Praxis der Unbildung. Eine Streitschrift, Wien: Paul Zsolnay 2014, 191 Seiten, in: Publik-Forum (2015), H. 1, S. 54 f.

Geschäftsführender Mitherausgeber der Publikationsreihe „Forum Bildungethik“

Forum Bildungsethik, hg. v. Marianne Heimbach-Steins, Gerhard Kruip und Axel Bernd Kunze, Bielefeld: W. Bertelsmann, ab Bd. 1/2007:

Katja Neuhoff: Bildung als Menschenrecht. Systematische Anfragen an die Umsetzung in Deutschland (Forum Bildungsethik, hg. v. Marianne Heimbach-Steins, Gerhard Kruip und Axel Bernd Kunze; 12), Bielefeld: W. Bertelsmann Verlag, 2015, 359 Seiten [zugleich als E-Book].

Beiträge zur Schulpädagogik

„Vielfalt“ als Normalfall spätmoderner Pädagogik? [Kritik zu Annedore Prengel], in: Erwägen – Wissen – Ethik. Forum für Erwägungskultur 26 (2015), H. 2, S. 217 – 220.

Schule selber denken: Pädagogische Freiheit bedarf der theoriegeleiteten Reflexion, in: Katholische Bildung 116 (2015), H. 9, S. 353 – 359.

Hat das Gymnasium in der bildungsethischen Debatte noch eine Zukunft? (Teil I), in: Katholische Bildung 116 (2015), H. 1 (Januar 2015), S. 20 – 29; zugleich Onlineausgabe: http://www.vkdl.de/pdf/katholische-bildung/2015-01-09+Katholische-Bildung_1-2015.pdf; (Teil II), in: Katholische Bildung 116 (2015), H. 2 (Februar 2015), S. 59 – 72; zugleich Onlineausgabe: http://www.vkdl.de/pdf/katholische-bildung/2015-02-06+Katholische-Bildung_02-2015.pdf; beide Teile zugleich online unter: http://www.bildung-wissen.eu. – Pressebericht: Das Gymnasium in der Bildungsdebatte, in: Newsletter des IPR der Erzdiözese Freiburg v. 15. Januar 2015.

Bildungsplanreform in Baden-Württemberg – ein Beispiel für die problematischen Folgen der Umstellung auf kompetenzorientierte Lehrpläne, in: Gesellschaft für Bildung und Wissen (Hg.): Fachbeiträge – http://bildung-wissen.eu/fachbeitraege/bildungsplanreform-in-baden-wuerttemberg.html.

Bildung ist mehr als Sozialpolitik in: Elternforum. Zeitschrift der Katholischen Elternschaft Deutschlands 48 (2015), H. 2, S. 9.

(Rezensent) Rezension zu: Markus Brenk/Claudia Hidding-Kalde (Hgg.): Gemeinsam über Unterricht und Schule nachdenken. Reflexives Lernen und kollegiale Hospitation, Berlin: Cornelsen 2013, in: Engagement 33 (2015), H. 3, S. 191 f.

Mitglied im Herausgeberbeirat der Fachzeitschrift „Engagement“

Redakteur der Rezensionsabteilung der Fachzeitschrift „Engagement“

Engagement. Zeitschrift für Erziehung und Schule, hg. v. Arbeitskreis Katholischer Schulen in freier Trägerschaft in der Bundesrepublik Deutschland (AKS), Münster i. W.: Aschendorff, ab Heft 4/2010 (gemeinsam im Herausgeberbeirat mit Gerd Bachner [bis 2015], Peter Billig, Rafael Frick, Christopher Haep, Volker Ladenthin [bis 2013], Matthias Proske [ab 2014], Clauß Peter Sajak und Jörg-Dieter Wächter), verantwortlicher Redakteur der Rezensionsabteilung:

(Redaktion der Rezensionsabteilung) Heft 1/2015 (33. Jahrgang): Christopher Haep (verantwortlich), Übergangsgestaltung im Dialog zwischen Bildungswissenschaft und Schulpraxis.

(Redaktion der Rezensionsabteilung) Heft 2/2015 (33. Jahrgang): Rafael Frick/Claus Peter Sajak (verantwortlich), 50 Jahre Konzilserklärung „Gravissimum educationis“.

(Redaktion der Rezensionsabteilung) Heft 3/2015 (33. Jahrgang): Christopher Haep (verantwortlich), Qualitätskriterien für Katholische Internate und Tagesinternate.

(Redaktion der Rezensionsabteilung) Heft 4/2015 (33. Jahrgang): Jörg-Dieter Wächter (verantwortlich), Profilspezifische Personalentwicklung.

Beiträge zur Didaktik und Fachdidaktik

Was würde Ernst Moritz Arndt dazu sagen? – oder: Wie die Kompetenzorientierung Schule und Hochschule verändert …, in: Die Ostmark. Mitteilungen der Burschenschaft Ostmark-Breslau im SB zu Regensburg (2015), H. 1 [= H. 19 der neuen Serie] (Wintersemester 2014/15), S. 20 – 31.

„Global denken – regional vernetzt lernen“. Ende Februar fand in Baden-Württemberg der Erste Süddeutsche Pädagogiklehrertag statt, in: Pädagogikunterricht 35 (2015), H. 2/3, S. 66 f.

Gender und Schule – Chancen und Grenzen des schulischen Erziehungsauftrags, in: Herbsttagung der KED am 04.09.2015 im Franz-Hitze-Haus in Münster: http://www.katholische-elternschaft.de/aktuelles/detailansicht/datum/2015/09/11/herbsttagung-der-ked-am-04092015-im-franz-hitze-haus-in-muenster/.

(Rezension) Rezension zu: Annette Leonhardt/Katharina Müller/Tilly Truckenbrodt (Hgg.): Die UN-Behindertenrechtskonvention und ihre Umsetzung. Beiträge zur Interkulturellen und international vergleichenden Heil- und Sonderpädagogik, Bad Heilbrunn: Julius Klinkhardt 2015, 613 Seiten, in: http://www.socialnet.de, 27. August 2015.

(Rezension) Sammelrezension zu: Eckhard Bieger, Christian Schnaubelt: 27 x katholisch. Die deutschen Bistümer im Porträt. Mit einem Geleitwort von Reinhard Kardinal Marx, Paderborn: Bonifatius 2014, 268 Seiten; Alfred Herrmann: Gott suchen. Männerorden in Deutschland, Paderborn: Bonifatius 2014, 481 Seiten, in: Engagement 33 (2015), H. 2, S. 120 f.

(Rezensent) Kurzrezension zu: Bernhard Grümme: Bildungsgerechtigkeit. Eine religionspädagogische Herausforderung (Religionspädagogik innovativ; 7), Stuttgart: Kohlhammer 2014, 254 Seiten, in: Publik-Forum (2015), H. 5, S. 78.

(Rezensent) Kurzrezension zu: Friedrich Schweitzer: Interreligiöse Bildung. Religiöse Vielfalt als religionspädagogische Herausforderung und Chance, Gütersloh: Gütersloher Verlagshaus 2014, 279 Seiten, in: Publik-Forum (2015), H. 3, S. 55.

(Rezensent) Rezension zu: Gerhard Friedrich, Viola de Galgóczy, Cornelia Klein: Mit Kindern philosophieren. Gemeinsam staunen – fragen – verstehen, Weinheim/Basel: Beltz 2013, 113 Seiten, in: Buchtipps aus der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik. Buchtipp I: http://www.fachschule-sozialpädagogik.de, 21. Juli 2015.

Beiträge zur Menschenrechtsbildung, Demokratiepädagogik und zum Globalen Lernen

„Global denken – regional vernetzt lernen“. Ende Februar fand in Baden-Württemberg der Erste Süddeutsche Pädagogiklehrertag statt, in: Pädagogikunterricht 35 (2015), H. 4, S. 38 f.

(Rezensent) Rezension zu: Malte Brosig/Miao-ling Lin Hasenkamp (Hgg.): Menschenrechte, Bildung und Entwicklung – Bestandsaufnahme ihrer Zusammenhänge, Festschrift für Karl-Peter Fritzsche, Opladen/Berlin/Toronto: Budrich UniPress Ltd., 250 Seiten, in: Socialnet.de, 12. November 2015.

(Rezensent) Sammelrezension zu: Renate Schmidt: Lasst unsere Kinder wählen!, München: Kösel 2013; Klaus Hurrelmann/Tanjev Schultz (Hgg.): Wahlrecht für Kinder? Politische Bildung und Mobilisierung der Jugend (Pädagogische Streitschriften), Weinheim/Basel: BeltzJuventa 2014, in: Engagement 33 (2015), H. 1, S. 57 – 59.

(Rezensent) Grundkurs Menschenrechte liegt vollständig vor, in: http://www.forumsozialethik.de/2015/09/13/grundkurs-menschenrechte-liegt-vollstaendig-vor/, 13. September 2015. Rezension zu: Otto Böhm/Doris Katheder: Grundkurs Menschenrechte. Die 30 Artikel. Kommentare und Anregungen für die politische Bildung, Bd. 5, Würzburg: Echter 2015.

(Rezensent) Rezension zu: Otto Böhm/Doris Katheder: Grundkurs Menschenrechte. Die 30 Artikel. Kommentare und Anregungen für die politische Bildung, Bd. 4, Würzburg: Echter 2014. in: Socialnet.de, 10. Februar 2015. – Pressebericht: Grundkurs Menschenrechte, in: Newsletter des Instituts für Religionspädagogigk der Erzdiözese Freiburg vom Februar 2015.

Beiträge zur Elementarbildung

Regional lernen – global denken. Zur Bedeutung der ganzmenschheitlichen Perspektive für Pädagogik und Erzieherausbildung, in: Pädagogikunterricht 35 (2015), H. 4, S. 46 – 52.

(Rezensent) Buchtipps aus der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik, in: Infodienst der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik, Ausgabe 2/2015 [28. Juli 2015]. Rezensionen zu: Gerhard Friedrich, Viola de Galgóczy, Cornelia Klein: Mit Kindern philosophieren. Gemeinsam staunen – fragen – verstehen, Weinheim/Basel: Beltz 2013, 113 Seiten; Simon Croner/Mareike Kasang/Hedi Porsch/Sarah Schliffke (Red.): Glaubenspfade. Ein Andachtsbuch, Nürnberg: Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder – Land Bayern 2014, 244 Seiten.

Beiträge zur Andragogik und Jugendbildung

(Rezensent) Rezension zu: Simon Croner/Mareike Kasang/Hedi Porsch/Sarah Schliffke (Red.): Glaubenspfade. Ein Andachtsbuch, Nürnberg: Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder – Land Bayern 2014, 244 Seiten, in: Buchtipp II: http://www.fachschule-sozialpädagogik.de, 21. Juli 2015.

Beiträge zur Hochschulforschung und Wissenschaftskultur

Wem soll die Hochschule gerecht werden? Die UNIVERSITÄT zwischen ganzheitlichem Anspruch und Selbstaufgabe, in: Katholische Bildung 116 (2015), H. 7/8 (Juli/August), S. 298 – 309.

Zwangsfinanziert (Leserbrief zur Medienpolitik), in: Frankfurter Allgemeine Zeitung (2015), Nr. 120 v. 27. Mai 2015, S. 6.

(Rezensent) Kein neuer Gottesbeweis, in: Concilium 51 (2015), H. 4, S. 503 – 507. Sammelrezension zu: Michael Blume: Neurotheologie – Hirnforscher erkunden den Glauben (Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum Verlag. Reihe Theologie; 6), Marburg (Lahn): Tectum 2009, 251 Seiten; Gerhard Roth/Nicole Strüber: Wie das Gehirn die Seele macht, Stuttgart: Klett-Cotta 52015, 425 Seiten; Hans Goller: Wohnt Gott im Gehirn? Warum die Neurowissenschaften die Religion nicht erklären, Kevelaer: Butzon und Bercker 2015, 296 Seiten.

(Rezensent) Rezension zu: Ronald Lambrecht: Studenten in Sachsen 1918 – 1945. Studien zur studentischen Selbstverwaltung, sozialen und wirtschaftlichen Lage sowie zum politischen Verhalten der sächsischen Studentenschaften, Leipzig: Leipziger Universitätsverlag 2011, 555 Seiten, in: Engagement 33 (2015), H. 3, S. 198 – 200.

Beiträge zur Bildungsgeschichte

Rolf Krumsiek (1934 – 2009), in: Korporierte Genossen: http://www.lassalle-kreis.de [erweiterte Fassung].

Beiträge zur Sozial-, Politik- und Rechtsethik

(Rezensent) Rezension zu: Frederik von Harbou: Empathie als Element einer rekonstruktiven Theorie der Menschenrechte (Studien zur Rechtsphilosophie und Rechtstheorie; 64), Baden-Baden: Nomos 2014, in: Socialnet.de, 26. Februar 2015.

(Rezensent) Rezension zu: Helga E. Schachinger: Psychologie der Politik. Eine Einführung, Bern: Hans Huber 2014, in Socialnet.de, 25. Februar 2015.

(Rezensent) Rezension zu: Sarham Dhouib (Hg.): Demokratie , Pluralismus und Menschenrechte. Transkulturelle Perspektiven, Weilerswist: Velbrück Wissenschaft 2014, in: Socialnet.de, 24. Februar 2015.

(Rezensent), Verdrängte Fragen in: AMOSinternational. Gesellschaft gerecht gestalten 9 (2015), H. 1, S. 51 f.; zugleich online unter: http://www.kommende-dortmund.de/kommende_dortmund/6-Ver%F6ffentlichungen/71-AMOSint./686,Heft-1-2015-Transnationale-Steuerung.html. Rezension zu: Bernhard Koch (Hg.): Den Gegner schützen? Zu einer aktuellen Kontroverse in der Ethik des bewaffneten Konflikts (Studien zur Friedensethik; 47), Baden-Baden/Münster (Westf.): Nomos/Aschendorff 2014, 293 Seiten.

Beiträge zur Arbeits- und Wirtschaftsethik

(Rezensent) Rezension zu: Minou Banafsche/Hans-Wolfgang Platzer (Hgg.): Soziale Menschenrechte und Arbeit. Multidisziplinäre Perspektiven (Schriften zur europäischen Arbeits- und Sozialpolitik; 15), Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 2015, 205 Seiten, in: Socialnet.de, 04. November 2015.

Mitarbeit bei „Denk doch mal. Onlinemagazin für Arbeit – Bildung – Gesellschaft“ (hg. v. Netzwerk Gesellschaftsethik e. V.)

Ausgabe 1/2015: „Jetzt wächst zusammen, was zusammengehört“ – Ein neues Leitbild für betrieblich duale und hochschulische Berufsbildung.

Ausgabe 2/2015: Jugend – Perspektivlos in Europa?.

Ausgabe 3/2015: Das Prinzip Produktion in der Schule.

Ausgabe 4/2015: Der politische Mensch hat eine Perspektive.

Beiträge zur Liturgiewissenschaft und Pastoralliturgie

… damit unser Tun nicht ins Leere läuft. Was bietet das neue „Gotteslob“? für die Feier der Tagzeiten in der Gemeinde?, in: Bibel und Liturgie …in kulturellen Räumen 88 (2015), H. 2, S. 120 – 125.

Weihnachtliche Glaubensvorbilder [Lesejahr C. Hochfest der Gottesmutter Maria], in: WortGottesFeiern 13 (2016), H. 1, S. 5 – 19.

(Rezensent) Rezension zu: Friedhelm Hofmann (Hg.) unter Mitarbeit von Winfried Haunerland u. Stephan Steger: Gotteslob Dienstebuch, Trier: VzF Deutsches Liturgisches Institut 2015, 281 Seiten, in: Engagement 33 (2015), H. 3, S. 198.

(Rezensent) Rezension zu: Gregor Schorberger: schwul + katholisch. Eine christliche Gottesdienstgemeinschaft, Berlin: epubli 2013, in: Theologische Revue 111 (2015), H. 2, Sp. 168 – 170.

(Rezensent) Innerkirchliche Teilhabe von wiederverheiratet Geschiedenen – ein Diskussionsbeitrag, in: Forum Sozialethik, 22. März 2015. Online-Publikation: http://www.forumsozialethik.de/2015/03/22/innerkirchliche-teilhabe-von-wiederverheiratet-geschiedenen-ein-diskussionsbeitrag/. Rezension zu: Thomas Schumacher: Teilhabe von wiederverheirateten Geschiedenen am eucharistischen Mahl, München: Pneuma, 216 Seiten, 216 Seiten.

Tagungsberichte

Süddeutscher Pädagogiklehrertag. Nachbericht, in: http://www.vdp.org/tagungen-workshops/p%C3%A4dagogiklehrertag/s%C3%BCddeutscher-plt/.

Beiträge im Wissenschaftsweblog Bildungsgerechtigkeit

Plädoyer für die Freiheit, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/, 16. Dezember 2015.

Was kann Schule zur Gerechtigkeit beitragen?, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/, 15. Dezember 2015.

Toleranz = Anerkennung?, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/, 15. Dezember 2015.

Wann ist Bildung gerecht?, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/, 13. Dezember 2015.

Neues Weblog zur Inklusionsdebatte, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/, 23. November 2015.

Erster Süddeutscher Pädagogiklehrertag, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/, 17. November 2015.

Rezensionen zum Recht auf Bildung und zum Recht auf Arbeit, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/, 13. November 2015.

Neurotheologie, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/, 31. Oktober 2015.

Religion als Teil des allgemeinen Bildungsauftrags, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/, 29. Oktober 2015.

Wie sollte in der öffentlichen Schule über Religion gesprochen werden?, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/, 25. Oktober 2015.

Anhörungsphase zu den baden-württembergischen Bildungsplänen 2016 läuft noch eine Woche, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/, 25. Oktober 2015.

Menschenrecht auf Bildung, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/, 19. Oktober 2015.

Familienwahlrecht?, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/, 19. Oktober 2015.

200 Jahre Urburschenschaft, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/, 19. Oktober 2015.

Wie viel Mama braucht das Kind?, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/, 3. Oktober 2015.

Engagement 3/2015, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/, 3. Oktober 2015.

Akademische Kultur – Gedanken zum neuen Studienjahr, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/, 27. September 2015.

Menschenrecht auf Bildung, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/, 27. September 2015.

Wie politisch ist die Elementarbildung?, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/, 23. September 2015.

Im Reformhaus der Bildung, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/, 22. September 2015.

Checkliste zum Bildungsplan, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/, 16. September 2015.

Grundkurs Menschenrechte vollständig, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/, 13. September 2015.

Gender und Schule, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/, 12. September 2015.

Pädagogik der Vielfalt?, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/, 09. September 2015.

Daseinsvorsorge Bildung, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/, 09. September 2015.

Für Freiheit im Bildungssystem, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/, 05. September 2015.

Bildung befähigt zur Freiheit, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/, 29. August 2015.

In Freiheit Schule selber denken, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/, 28. August 2015.

Ökumenische Sozialinitiative, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/, 28. August 2015.

Das Gymnasium in der bildungsethischen Diskussion, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/, 28. August 2015.

Sind Bildungsfragen Gesellschaftsfragen?, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/, 28. August 2015.

Neuerscheinung zur Tugendlehre Kants, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/, 28. August 2015.

Wann sind Erzieher gerecht?, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/, 28. August 2015.

Herzlich willkommen!, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/, 11. August 2015.

Arbeitsschwerpunkte, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/.

Bildungsethik, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/.

Forum Bildungsethik, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/.

Für Freiheit im Bildungssystem, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/.

Lehrveranstaltungen, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/.

Projekte, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/.

Veröffentlichungen, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/.

Vorträge, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/.

Zur Person, in: Bildungsgerechtigkeit – Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung: https://bildungsethik.wordpress.com/.

Beiträge im Wissenschaftsweblog des Forums Sozialethik

Checkliste zum Bildungsplan, in: Forum Sozialethik, 16. September 2015. Onlinepublikation: http://www.forumsozialethik.de/2015/09/16/checkliste-zum-bildungsplan/.

Schule und die aktuelle Genderdebatte, in: Forum Sozialethik, 12. September 2015. Onlinepublikation: http://www.forumsozialethik.de/2015/09/12/schule-und-die-aktuelle-genderdebatte/.

Neuerscheinung zur Tugendlehre Kants, in: Forum Sozialethik, 22. März 2015. Onlinepublikation:
http://www.forumsozialethik.de/2015/03/22/neuerscheinung-zur-tugendlehre-kants/.

Grüne Reihe greift bildungsethische Fragen auf, in: Forum Sozialethik, 19. Februar 2015. Onlinepublikation: http://www.forumsozialethik.de/2015/02/19/gruene-reihe-greift-bildungsethische-fragen-auf/.

Das Gymnasium in der bildungsethischen Debatte, in: Forum Sozialethik, 10. Januar 2015 [mit Kommentar]. Onlinepublikation: http://www.forumsozialethik.de/2015/01/10/das-gymnasium-in-der-bildungsethischen-debatte/.

Beiträge aus der Schulpraxis

Informations- und Elternabend im Berufskolleg, in: http://www.fachschule-sozialpädagogik.de, 16. Dezember 2015.

Nachqualifizierung Pädagogischer Fachkräfte: Neuer Kurs, in: http://www.fachschule-sozialpädagogik.de, 14. Dezember 2015.

Neue Möglichkeiten zur akademischen Weiterqualifizierung, in: Infodienst der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt, Ausgabe 2/2015 [28. Juli 2015].

Botschafterinnen ihrer Ausbildung, in: Infodienst der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt, Ausgabe 2/2015 [28. Juli 2015].

Nachqualifizierung erfolgreich abgeschlossen, in: Infodienst der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt, Ausgabe 2/2015 [28. Juli 2015].

Europa ruft: Auslandspraktika vermitteln wertvolle Kompetenzen, in: Infodienst der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt, Ausgabe 2/2015 [28. Juli 2015].

Hochschulerkundung in Esslingen, in: Infodienst der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt, Ausgabe 2/2015 [28. Juli 2015].

Bildungsplanreform in Baden-Württemberg – ein Beispiel für die problematischen Folgen der Umstellung auf kompetenzorientierte Lehrpläne. Vortrag auf dem VBE-Junglehrerseminar am 21. März 2015 in Pforzheim [Thesenpapier für den Verband Bildung und Erziehung], o. O. (Pforzheim) o. J. (2015).

Weiterqualifizierung in der Heilpädagogik. Viele Anschlussmöglichkeiten, in: Eckstein. Mitteilungen aus der Stiftung Großheppacher Schwesternschaft (2015), Nr. 41, S. 15; zugleich Onlineausgabe: http://www.grossheppacher-schwesternschaft.de.

Das Gymnasium in der bildungsethischen Debatte, in: Forum Sozialethik, 10. Januar 2015. Onlinepublikation: http://www.forumsozialethik.de/2015/01/10/das-gymnasium-in-der-bildungsethischen-debatte/.

Neue Ausbildungsbotschafterinnen und -botschafter, in: http://www.fachschule-sozialpädagogik.de, 1. Dezember 2015.

Gegenseitiger Austausch mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg vereinbart, in: http://www.fachschule-sozialpädagogik.de, 30. November 2015.

Nachqualifizierung: Zertifikate übergeben. Der nächste Kurs beginnt Mitte Dezember!, in: http://www.fachschule-sozialpädagogik.de, 28. November 2015.

Landtagsabgeordneter Jochen Haußmann zu Gast, in: http://www.fachschule-sozialpädagogik.de, 23. November 2015.

Wissenschaft trifft Praxis, in: http://www.fachschule-sozialpädagogik.de, 23. November 2015.

Ausbildungsbotschafter: Ebbes Bäck, ebbes Doktor, in: http://www.fachschule-sozialpädagogik.de, 20. November 2015.

Erster Süddeutscher Pädagogiklehrertag. Dokumentation erschienen!, in: http://www.fachschule-sozialpädagogik.de, 17. November 2015.

Tag der Freien Schulen: 23. November, in: http://www.fachschule-sozialpädagogik.de, 16. November 2015.

Exkursion zum Tag der Offenen Tür an unserer Partnerhochschule in Freiburg, in: http://www.fachschule-sozialpädagogik.de, 13. November 2015.

Fachschule öffent ihre Klassenzimmertüren, in: http://www.fachschule-sozialpädagogik.de, 11. November 2015.

Berufsmesse an der FES Stuttgart, in: http://www.fachschule-sozialpädagogik.de, 11. November 2015.

Denkwerkstatts des Jugendamts Stuttgart, in: http://www.fachschule-sozialpädagogik.de, 20. Oktober 2015.

Auftakt der Lernbegleitung, in: http://www.fachschule-sozialpädagogik.de, 01. Oktober 2015.

Mentorentreffen im Rahmen der Lernortkooperation, in: http://www.fachschule-sozialpädagogik.de, 01. Oktober 2015.

Nachqualifizierungsfortbildung geht nach der Sommperause in die zweite Runde, in: http://www.fachschule-sozialpädagogik.de, 24. September 2015.

Museumsdidaktische Erfahrungen im Lindenmuseum, in: http://www.fachschule-sozialpädagogik.de, 19. September 2015.

Buchtipps aus der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik, in: http://www.fachschule-sozialpädagogik.de, 21. Juli 2015.

Neue Möglichkeiten zur akademischen Weiterqualifizierung, in: http://www.fachschule-sozialpädagogik.de, 21. Juli 2015.

Neues Studienangebot für Erzieher/innen: Integrative Lerntherapie, in: http://www.fachschule-sozialpädagogik.de, 08. Juni 2015.

Ab sofort Anmeldungen für neue Fortbildungen möglich (gemeinsam mit Jonas Naumann), in: http://www.fachschule-sozialpädagogik.de, 05. Mai 2015.

Hochschulerkundung in Esslingen, in: http://www.fachschule-sozialpädagogik.de, 30. April 2015.

Europa ruft: Auslandspraktika vermitteln wertvolle Kompetenzen und wichtige Erfahrungen, in: http://www.fachschule-sozialpädagogik.de, 22. April 2015.

Zentrum Kinder beim Stuttgarter Kirchentag, in: http://www.fachschule-sozialpädagogik.de, 13. April 2015.

Gastvortrag an der Hochschule Esslingen, in: http://www.fachschule-sozialpädagogik.de, 25. März 2015.

Hochschulkooperation. Studentin hospitiert an unserer Fachschule für Sozialpädagogik, in: http://www.fachschule-sozialpädagogik.de, 23. März 2015.

Deutscher Evang. Kirchentag in Stuttgart wirft seinen Schatten voraus, in: http://www.fachschule-sozialpädagogik.de, 12. März 2015.

Erster Süddeutscher Pädagogiklehrertag in Beutelsbach, in: http://www.fachschule-sozialpädagogik.de, 27. Februar 2015.

Informationsabend für die beiden Klassen im Berufskolleg für Praktikantinnen und Praktikanten, in: http://www.fachschule-sozialpädagogik.de, 11. Februar 2015.

Jahresempfang des Evangelischen Schulwerks, in: http://www.fachschule-sozialpädagogik.de, 16. Januar 2015.

Neujahrstagung im ptz, in: http://www.fachschule-sozialpädagogik.de, 12. Januar 2015.

Nachrichten

Stammtisch in Stuttgart, in: Studenten-Kurier. Zeitschrift für Studentengeschichte, Hochschule und Korporationen 30 [Neue Folge] (2015), H. 1, S. 28.

Mitarbeit

(Konsultation im Rahmen des Beirats) Andreas Gruschka: Der Bildungs-Rat der Gesellschaft für Bildung und Wissen. Vorgelegt nach längerer Konsultation vom Präsidenten der Gesellschaft für Bildung und Wissen, Opladen/Berlin/Toronto: Barbara Budrich 2015 [Printausgabe und E-Book].

(stv. Schulleitung) Infodienst der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt (seit 2014): Ausgabe 2, Juli 2015.

(stv. Schulleitung) Evangelische Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt: http://www.fachschule-sozialpädagogik.de (seit 2012)

Nachweise in Bibliographien und sozialen Netzwerken

Publikationen, hg. v. der Kommission Pädagogik der frühen Kindheit der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft, ab 2014.

Sozialethische Publikationen (Sozialethischer Literaturbericht), hg. v. d. Arbeitsgemeinschaft der Sozialethikerinnen und Sozialethiker des deutschsprachigen Raumes u. v. d. Katholischen Sozialwissenschaftlichen Zentralstelle, o. O. (München/Mönchengladbach), ab 2009.

Wissenschaftliches Netzwerk: http://www.academia.edu

Betreuung von Qualifikationsarbeiten

(Zweitgutachter) Kinderarmut in Deutschland – Ursachen, Risikofaktoren und sozialpädgogischer Auftrag im Elementarbereich, Evangelische Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt, Schuljahr 2015/16: Facharbeit.

(Zweitgutachter) Geschwisterkonstellationen im Elementarbereich: Beeinflusst sie die Entwicklung und den Charakter der Kinder?, Evangelische Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt, Schuljahr 2015/16: Facharbeit.

(Zweitgutachter) Integration von Kindern mit Migrationshintergrund im Kindergarten, Evangelische Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt, Schuljahr 2015/16: Facharbeit.

(Zweitgutachter) Suchtprävention: Ursachen und Folgen bei Jugendlichen, Möglicheiten und Grezen der Beratung, Evangelische Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt, Schuljahr 2015/16: Facharbeit.

(Zweitgutachter) Sozialerziehung im Kindergarten und zuhause, Evangelische Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt, Schuljahr 2015/16: Facharbeit.

 

Lehrveranstaltungen 2015

Ist Bildung ein Menschenrecht? Lektüreseminar
Wintersemester 2015/16, Seminar an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Welche Werte braucht die Soziale Arbeit? Auseinandersetzung mit den anthropologisch-ethischen Grundlagen einer Berufsethik Sozialer Arbeit
Wintersemester 2015/16, Seminar an der Katholischen Stiftungsfachhochschule München

Wie soll ich mich entscheiden? – Zum Umgang mit ethischen Konflikten im Berufsalltag Sozialer Arbeit
Sommersemester 2015, Seminar an der Katholischen Stiftungsfachhochschule München

Lerngalaxien – und mehr … Was bedeutet Reformpädagogik heute? – Exkursion zu „Bonns Fünfter“
Sommersemester2015, Seminar an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Wie lassen sich pädagogische Texte erschließen? Eine Einführung in das Textverstehen und die Analyse von Fachtexten im Studium der Bildungswissenschaften
Wintersemester2014/15, Seminar an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Berufsethische Konflikte in der Sozialen Arbeit. Einführung in die Arbeit mit ethischen Leitfäden
Wintersemester 2014/15, Seminar an der Katholischen Stiftungsfachhochschule München

Bildung – Politik – Recht: Wie können Demokratie und Menschenrechte durch pädagogisches Handeln gefördert werden?
Wintersemester 2014/15: Seminar an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg

 

Vorträge und Fortbildungen 2015

Nachqualifizierung Pädagogischer Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen nach Paragraph 7 Absatz 2 Ziffer 10 Kindertagesbetreuungsgesetz
Pädagogische Leitung einer Fortbildungsreihe
Weinstadt (Rems), Dezember 2014 bis November 2015, Evangelische Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt
(gemeinsam mit Jonas Naumann)

Beruflicher Wiedereinstieg von Pädagogischen Fachkräften in Kindertageseinrichtungen
Pädagogische Leitung einer Fortbildungsreihe
Weinstadt (Rems), Dezember 2014 bis Mai 2015, Evangelische Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt
(gemeinsam mit Jonas Naumann)

Pädagogische Grundhaltung – Enkulturation – Interkulturelle Pädagogik
Fortbildungsmodul
Weinstadt (Rems), 30./31. Januar 2015, Evangelische Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt

Evaluation und Leistungsbeurteilung I
Fortbildungsmodul
Freudenstadt: 06. Februar 2015, Evangelisches Schulwerk für Baden und Württemberg

Eltern- und Informationsabend
Weinstadt (Rems), 10. Februar 2015, Evangelische Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt

1. Süddeutscher Pädagogiklehrertag
Tagung
Weinstadt (Rems), 26. Februar 2015, Verband der Pädagogiklehrer und Pädagogiklehrerinnen
(gemeinsam mit Jonas Naumann und Eckehardt Knöpfel)

Globalisierung als Bildungsaufgabe – Bildung vor der Aufgabe der Globalisierung
Vortrag auf dem 1. Süddeutschen Pädagogiklehrertag
Weinstadt (Rems), 26. Februar 2015, Evangelische Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt

Evaluation und Leistungsbeurteilung II
Fortbildungsmodul
Freudenstadt: 20. März 2015, Evangelisches Schulwerk für Baden und Württemberg

Bildungsplanreform in Baden-Württemberg – ein Beispiel für die problematischen Folgen der Umstellung auf kompetenzorientierte Lehrpläne
Vortrag im Rahmen des Junglehrerseminars
Pforzheim, 21. März 2015, Verband Bildung und Erziehung

Didaktik und Methodik an Fachschulen – Fachschulen als Arbeitsfeld für Kindheitspädagogen und Kindheitspädagoginnen
Gastvortrag
Eßlingen (Neckar), 09. April 2015, Hochschule Esslingen

Erkundung der Hochschule Eßlingen und des Studiums der Kindheitspädagogik
Exkursion der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt
Esslingen (Neckar), 06./07. Mai 2015, Hochschule Esslingen

Burschenschaftlicher Dreiklang
Vortrag für das Cartell Christlicher Burschenschaften
Jena, 09. Mai 2015, Gasthaus „Zur Tanne“

Wem soll Hochschule gerecht werden?
Festrede
Weinheim (Bergstraße), 16. Mai 2015, Wachenburg bei Weinheim (Bergstraße)

Verleihung des Schulpreises
Preisverleihung
Weinstadt (Rems), 23. Juli 2015, Evangelische Berufsfachschule für Kinderpflege Weinstadt

Wann sind Erzieher und Erzieherinnen gerecht?
Festrede der Schulleitung
Weinstadt (Rems), 23. Juli 2015, Evangelische Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt

Verleihung des Schulpreises
Preisverleihung
Weinstadt (Rems), 23. Juli 2015, Evangelische Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt

Schulrecht
Fortbildungsmodul
Stuttgart, 05. August 2015, Evangelisches Schulwerk für Baden und Württemberg

Erziehung zur Toleranz oder Indoktrination? Zum pädagogischen Umgang mit Genderfragen in Schule und Zivilgesellschaft
Vortrag für die Katholische Elternschaft Deutschlands
Münster (Westfalen), 04. September 2015, Katholisch-Soziale Akademie Franz-Hitze-Haus Münster

Menschenrechtsbildung – Demokratiepädagogik – Globales Lernen
Fortbildungsmodul
Weinstadt (Rems), 23. September 2015, Evangelische Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt

Frühkindliche Bildung im Focus neuer entwiclungspsychologischer und neuropsychologischer Forschungsergebnisse – Konsequenzen für die Förderung und Betreuung von Kindern in Kindertagesstätten
Vortag
Breitenbrunn (Erzgebirge), 13. Oktober 2015, Staatliche Berufsakademie Breitenbrunn

Literacy – mit Kindern unterwegs zu Erzähl-, Lese-, Schreib- und Buchkultur
Pädagogische Leitung einer Fortbildungsreihe
Weinstadt (Rems), 30./31. Oktober 2015, 06./07. November 2015, Evangelische Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt
(gemeinsam mit Jonas Naumann).

Neue Angebote in der Erzieher- und Altenpflegeausbildung
Pressegespräch
Weinstadt (Rems), 10. November 2015, Stiftung Großheppacher Schwesternschaft
(gemeinsam mit Sylvia Weltz-Wintergerst, Jonas Naumann und Dr. Hans-Michael Wünsch)

Kinderpflege- und Erzieherausbildung an der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt
Vortrag im Rahmen der Berufsmesse
Stuttgart, 13. November 2015, Freie Evangelische Schule Stuttgart

Tag der Freien Schulen
Unterrichtsveranstaltung mit Jochen Haußmann, MdL
Weinstadt (Rems), 23. November 2015, Evangelische Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt (gemeinsam mit Dieter Bluthardt)

Kooperation mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg
Fachgespräch
Stuttgart, 24. November 2015, Duale Hochschule Baden-Württemberg

Reflexion und Auswertung
Fortbildungsmodul
Weinstadt, 28. November 2015, Evangelische Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt

Nachqualifizierung Pädagogischer Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen nach Paragraph 7 Absatz 2 Ziffer 10 Kindertagesbetreuungsgesetz
Pädagogische Leitung einer Fortbildungsreihe
Weinstadt (Rems), Dezember 2015 bis November 2016, Evangelische Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt
(gemeinsam mit Jonas Naumann)

Beruflicher Wiedereinstieg von Pädagogischen Fachkräften in Kindertageseinrichtungen
Pädagogische Leitung einer Fortbildungsreihe
Weinstadt (Rems), Dezember 2015 bis Mai 2016, Evangelische Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt
(gemeinsam mit Jonas Naumann)

Christfeier vor Weihnachten
Gottesdienst und Predigt
Weinstadt (Rems), 18. Dezember 2015, Stiftung Großheppacher Schwesternschaft

Erster Süddeutscher Pädagogiklehrertag

Am 26. Februar 2015 war die Evangelische Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt Gastgeber für den Ersten Süddeutschen Pädagogiklehrertag, veranstaltet vom Verband der Pädagogiklehrer und Pädagogiklehrerinnen (VdP). Das Treffen sollte dazu dienen, die Angehörigen der pädagogischen Fächergruppe im Südwesten zu vernetzen und zum Austausch zusammenzubringen. Der Tag stand unter dem Motto „Global denken – regional vernetzt lernen“. Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift „Pädagogikunterricht“ (35. Jahrgang, Heft 4, November 2015, S. 38 – 52) dokumentiert die Tagungsbeiträge nun in schriftlicher Form. „Pädagogikunterricht“ zählt zu den auflagenstärksten pädagogischen Fachzeitschriften im deutschsprachigen Raum.
Renate Fischer-Espey, Stephanie Geymann und Wolfgang Mack, im Kollegium der gastgebenden Fachschule zuständig für den Schulentwicklungsschwerpunkt Lernortkooperation, zeigen in ihrem Beitrag „Lernortkooperation als konkretes Beispiel für die Umsetzung regionalen Lernens“ (S. 40 – 45), wie die Zusammenarbeit unserer Fachschule mit den Praxiseinrichtungen der Region sich verändert hat und wie im gemeinsamen Dialog ein neues Konzept zur Verzahnung der beiden Lernorte Unterricht und Praxis erarbeitet wurde.
Axel Bernd Kunze, stellvertretender Schulleiter der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt und Privatdozent für Erziehungswissenschaft an der Universität Bonn, beschäftigt sich in seinem Beitrag „Regional lernen – global denken“ mit einer Didaktik Globalen Lernens. Dabei geht er der „Bedeutung der ganzmenschheitlichen Perspektive für Pädagogik und Erzieherausbildung“ nach (S. 46 – 52).
Vorangestellt ist den beiden Fachbeiträgen ein Tagungsbericht, ebenfalls aus der Feder von Axel Bernd Kunze (S. 38 f.). Darin erinnert er an das Grußwort von Pfarrerin Christa Epple-Franke zu Beginn des Pädagogiklehrertages. Die stellvertretende Geschäftsführerin des Evangelischen Schulwerks in Baden und Württemberg hatte vor den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die hohe Bedeutung grenzüberschreitenden Denkens und Lernens hervorgehoben. Unter Verweis auf ein Pauluswort machte sie deutlich, dass eine wichtige pädagogische Aufgabe gerade darin bestehe, den Einzelnen zu befähigen, sich in den anderen hineinzuversetzen.

200 Jahre Urburschenschaft

2015 jährt sich zum zweihundertsten Mal die Gründung der Jenaer Urburschenschaft, der Deutschland auch seine wichtigsten Nationalsymbole – die Farben Schwarz-Rot-Gold und seine Nationalhymne, verdankt. Das Cartell Christlicher Burschenschaften feierte dieses Jubiläum am 9. Mai 2015 im Gründungslokal, der „Grünen Tanne“, in Jena. Der folgende Impulsvortrag wurde an diesem Tag im Rahmen eines Seminars gehalten, das dem Burschenschaftlichen Dreiklang „Gott – Freiheit – Vaterland“, dem sich die christlichen Burschenschaften verpflichtet sehen, gewidmet war. Weitere Impulsvorträge beschäftigten sich mit dem Freiheits- und Vaterlandsbegriff.

 

„Die Jugend ist in Ehrfurcht vor Gott, im Geiste der christlichen Nächstenliebe, […] in der Liebe zu Volk und Heimat, zu sittlicher und politischer Verantwortlichkeit, zu beruflicher und sozialer Bewährung und zu freiheitlicher demokratischer Gesinnung zu erziehen.“ – so heißt es in Artikel 12 der baden-württembergischen Verfassung. Die Landesverfassung von Rheinland-Pfalz hält in Artikel 33 fest: „Die Schule hat die Jugend zur Gottesfurcht […] zu erziehen.“ Und im Freistaat Bayern lautet der entsprechende Artikel 131 der Landesverfassung: „Oberste Bildungsziele sind Ehrfurcht vor Gott, Achtung vor religiöser Überzeugung und vor der Würde des Menschen, Selbstbeherrschung, Verantwortungsgefühl und Verantwortungsfreudigkeit, Hilfsbereitschaft und Aufgeschlossenheit für alles Wahre, Gute und Schöne und Verantwortungsbewusstsein für Natur und Umwelt.“ In den Länderverfassungen lassen sich weitere Beispiele finden. Derartige Formulierungen lösen in Lehrveranstaltungen immer wieder Verwunderung aus. Darf der Staat ein Bekenntnis zu Gott vorschreiben? Soll der Staat nicht vielmehr weltanschaulich neutral sein? Passt ein solcher Anspruch noch zu einer pluralen und offenen Gesellschaft? Und tatsächlich erhitzen sich gerade am Gottesbezug der Verfassung immer wieder die Gemüter; so war es bei der EU-Verfassung, so ist es aktuell einmal mehr in Schleswig-Holstein zu beobachten.

1. Warum ist ein Letztbezug wichtig?
Es geht – wie auch bei der religiösen Eidesformel – nicht um ein persönliches Credo oder ein bestimmtes konfessionelles Gottesbild, sondern um eine kulturethische Aussage. Mit dieser trifft der Verfassungsgesetzgeber eine gewichtige Wertvorentscheidung: „Es geht um die Anerkennung einer Verantwortung über die bloße Mehrheitsmeinung oder Opportunität hinaus.“ [1] Es geht um die Gründung der sittlichen Person, die noch einer anderen Instanz, ihrem Gewissen, gegenüber verpflichtet ist. Und es geht um die Rückversicherung gegenüber totalitären Tendenzen – wider eine Selbstüberschätzung des Menschen, wider einen Staat, der sich absolut setzt, wider jede Form des Materialismus, der den Menschen in letzter Konsequenz nur mehr als Funktionär der sozialen Verhältnisse betrachtet, ihm aber letztlich keine höheren geistigen Antriebe, Interessen oder Ziele zuzugestehen vermag. Der Gottesbezug hält jene Leerstelle offen, ohne die letztlich auch die Freiheit des Menschen auf der Strecke bliebe. Wir Deutschen haben dies in zwei Diktaturen deutlich erfahren. Die Ideologie der Freiheit darf niemals mächtiger werden als die konkrete Freiheit des Einzelnen.
Denn der Mensch muss selbst bestimmen können, wer er sein will und wie er leben will. Dies verleiht ihm eine besondere, nur ihm eigene Würde. Der Mensch hat aber nicht allein die Fähigkeit, sondern auch die Verpflichtung, sich zu entscheiden. Als akademische Bildungs- und Erziehungsgemeinschaft können wir einander dabei unterstützen. [2] Die Aufgabe, Ich zu sagen, die Anstrengung echter Charakterbildung können wir aber nicht an andere delegieren.
Dabei ist eine „Erziehung zur Ehrfurcht“ vor Gott – oder wie anders wir davon sprechen wollen –, zur Freiheit im Denken und Handeln sowie zur sittlichen Verantwortung genauso wenig wie Liebe, Freundschaft oder Vertrauen operationalisierbar. Daran ist besonders zu erinnern in Zeiten wie diesen – und es sind die unsrigen, da Bildung gleichsam zum neuen Heilsversprechen der säkularisierten „Wissensgesellschaft“ geworden ist. Ein solcher Letztbezug schützt davor, den Anspruch auf Bildung quasireligiös zu überhöhen, in Gestalt einer pädagogischen Kontrollgesellschaft, einer Erziehungsdiktatur oder durch manipulative Pädagogisierung aller Lebensbereiche. Die Auseinandersetzung um die Bildungsplanreform in Baden-Württemberg sowie die Debatten um Gendererziehung oder eine Diversityerziehung zur „Akzeptanz von Vielfalt“ zeigen, welches Konfliktpotential hier schlummert. [3]
Ohne Letztbezug im weitesten Sinne, so die Überzeugung der Verfassungsväter, aber auch der Altvorderen unserer burschenschaftlichen Tradition, wäre eine Bildung der sittlichen Person gar nicht denkbar. Bildung kann zwar den Raum eröffnen, die Sinnfrage zu stellen, einen letzten Lebenssinn findet der Einzelne in ihr jedoch nicht. Bildung verweist den Einzelnen auf sich selbst, seinen Lebenssinn zu suchen und jene Wahrheit zu erkennen, die ihn frei macht – frei jenseits aller menschengemachten Bildungsanstrengungen.

2. Welche kulturethische Bedeutung besitzt der Gottesbezug?
Auch wenn die Gottesformel nichtkonfessionell gemeint ist und für unterschiedliche individuelle Bekenntnisse offen bleibt, ist sie keineswegs wertneutral. Sie markiert als „Leerstelle“ jenes geistige Fundament, auf dem unser Gemeinwesen aufruht und das der moderne Staat, der selbst der Legitimation bedarf, nicht selbst garantieren kann. Wir finden den Bezug auf Gott in dieser kulturethischen Bedeutung zur Zeit der Befreiungskriege beispielsweise in studentischen Stammbüchern, bei Theodor Körner oder im „Ermunterungslied“ von Ernst Moritz Arndt aus dem „Katechismus für teutsche Soldaten“. [4]
Der Nationalstaat hat nicht ohne das Ringen mit der Kirche das Licht der Welt erblickt, der Kulturkampf in Deutschland hat bis heute Spuren hinterlassen. Die Hochzeiten nationaler Lutherdeutung und die für Deutschland prägenden „Los-von-Rom-Mythen“ waren alles andere als frei von antikirchlichen und antiklerikalen Affekten. [5] Doch auch der säkularisierte Nationalstaat kann nicht gänzlich auf ein geistiges Fundament verzichten. In der Tradition, der sich die christlichen Burschenschaften verpflichtet fühlen, drückt sich dies in der Formel „christlich-deutscher Gesinnung“ aus, die das geistige Erbe abendländischer Kultur mit dem Streben nach nationaler Einheit verbindet.
Ein sprechendes Bild wird gern verwendet, wenn verdeutlicht werden soll, was die Idee des christlichen Abendlands ausmacht: Europa – mit seinen geschichtlichen Höhen wie Tiefen – gründet auf drei Hügeln: Golgatha, Areopag und Kapitol. Die drei genannten Berge stehen für jene drei Traditionen, die alle zusammengenommen das Spezifikum abendländischer Geistesgeschichte und der damit verbundenen Leistungen ausmachen: die Idee christlicher Barmherzigkeit und Solidarität, die Vorstellung von Demokratie, Individualität und menschlicher Würde sowie der Anspruch auf Herrschaft des Rechts und die Vorstellung eines Naturrechts (wegen seiner Lehre vom Naturrecht hat es Cicero als „edler Heide“ dann sogar in den Katechismus der Katholischen Kirche von 1992 geschafft [6]). Die Verbindung von christlicher Erlösungsvorstellung, griechischer Philosophie und römischem Rechtsdenken zeigt sich auch noch in ihren säkularisierten Fassungen – zum Beispiel „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“. Der Historiker Heinrich August Winkler hat aufgezeigt, wie sich diese Verbindung zu Beginn der Moderne in Aufklärung und Französischer Revolution äußert, bis heute Gestalt und Bewusstsein Europas prägt und diesen Kontinent zusammenhält. [7]
Wir dürfen annehmen, dass in den Anfängen der burschenschaftlichen Bewegung der Gottesbezug als ein selbstverständliches Bekenntnis zu den christlichen Grundlagen deutscher Kultur übernommen wurde. Nicht umsonst war das Wartburgfest eine Lutherfeier. Auf Gott berief sich sowohl ein preußischer König wie Friedrich Wilhelm III. in der Verbindung von Thron und Alter als auch ein burschenschaftlicher Vordenker wie Ernst Moritz Arndt: „Dem Gott, der groß und wunderbar. / Aus langer Schande Nacht uns allen. / Im Flammenglanz erschienen war.“ [8] Nach Aufklärung und Französischer Revolution stellte die Chiffre „Gott“ ein Gegenprogramm dar: ein zivilreligiöses Bekenntnis zum Eingreifen Gottes in der Geschichte. Erst im Zuge der Erweckungsbewegung trat die christlich-konfessionelle Komponente stärker hervor. [9]
Heute stellt sich die Frage, wie dieses Erbe in einer zunehmend pluraler gewordenen Gesellschaft verstanden und bewahrt werden kann. Dabei geht es, wie der Bezug auf die abendländische Idee gezeigt hat, um mehr als ein konfessionelles Bekenntnis. Die christliche Identität besitzt für unser Gemeinwesen eine weitergehende kulturethische Bedeutung: für Politik und Kultur, für Bildung und Wissenschaft, für unser Zusammenleben in Staat und Gesellschaft. Nicht zuletzt die Trennung von religiöser und politischer Sphäre – „Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist.“ (Mk 12, 17) – bei gleichzeitiger Kooperation beider Gewalten wäre bedroht – und damit ein wichtiges Moment, das sich in der abendländischen Geistes- und Kulturgeschichte äußerst produktiv ausgewirkt und gewaltige Leistungen freigesetzt hat. Ob wir diese Tradition angesichts der demographischen Entwicklung, säkularer Tendenzen auf der einen und vermehrter Einwanderung auf der anderen Seite bewahren können, ist auf längere Sicht keineswegs ausgemacht.
Nur am Rande: Die Pegidademonstrationen haben diese Befürchtung offengelegt. Die aufgeschreckten Reaktionen hierauf haben eine Kluft offenbart, die oft vornehm durch Bezug auf die sogenannte „Zivilgesellschaft“ verschleiert wird: Auf der einen Seite steht die Meinungsmacht, die symbolisch und semantisch Druck ausübt, Stimmungen erzeugt und Kontrolle verlangt, der aber kaum widersprochen werden kann. Auf der anderen Seite steht die gesellschaftliche Lebenspraxis, die in der nach außen inszenierten Debatte wenig gilt.
Wir werden den christlichen Referenzrahmen nicht schadlos durch andere Traditionen ersetzen können. Würden wir uns auf andere Traditionen festlegen, würden sich auf Dauer unser Gemeinwesen und dessen Moral erheblich verändern. Es steht mehr auf dem Spiel als liebgewordene „Folklore“, wenn wir St. Martin durch ein „Sonne-Mond-und-Sterne-Fest“ ersetzen, Weihnachtsgrüße zu unspezifischen „season’s greetings“ machen oder Ostern zum „Hasenfest“ herabstufen. Wer weiß, wie lange unsere Feiertagskultur in dieser Form noch erhalten bleibt. Das Tanzverbot am Karfreitag wird kaum noch verstanden, verkaufsoffene Sonntage durchlöchern den verfassungsrechtlich geschützten Sonntag und einzelne Parteien oder Politiker fordern immer mal wieder, einen Teil der christlichen Feiertage durch muslimische zu ersetzen. Der christliche Glaube geht nicht in seiner kulturethischen Bedeutung auf. Wir sollten uns aber nichts vormachen: Schwinden Erlösungsglaube und christliche Glaubenspraxis in unserem Land, wird auf Dauer auch das auf dem Christentum beruhende Wertefundament brüchig werden.
Bei alldem tragen wir eine soziale Verantwortung für Werte und Normen, Sitte und Brauchtum, Sprache und Wissenschaft, Kunst und Kultur oder Tradition und Religion, die weit über unsere eigene Gegenwart hinausreicht: Denn wie künftige Generationen leben, denken und handeln werden, wird wiederum davon beeinflusst werden, wie wir heute leben, denken und handeln. [10] Die Pflege burschenschaftlicher Tradition in unseren Bünden lebt mehr oder weniger bewusst aus dem Wissen um diese Verantwortung. Die Mitgliedschaft setzt ein persönliches Bekenntnis nicht zwingend voraus, wohl aber die ernsthafte geistige Auseinandersetzung mit religiösen und ethischen Fragen und die Bereitschaft, das besondere Profil einer christlichen Burschenschaft aktiv mitzutragen.

3. Welche Herausforderungen stellen sich in der pluralen Gesellschaft?
Im Rahmen des Richtigen können verschiedene religiöse Bekenntnisse nebeneinander stehen. Der Einzelne bleibt aber herausgefordert, zwischen ihnen eine subjektive Entscheidung zu treffen. So wurde das Christianum in der Tradition christlicher Burschenschaften immer wieder verstanden. Vorausgesetzt wird an dieser Stelle, dass Ethik und Religion unter den Bedingungen neuzeitlicher Autonomie jeweils eigenständige Dimensionen von Bildung und Wissenschaft bezeichnen und dass es schon aus Gründen der Gewissensfreiheit auch ethische Bildung geben kann, die programmatisch keinen Bekenntnisbezug voraussetzt. Doch wären Bildung und Wissenschaft keineswegs mehr neutral, wenn deren Autonomie dazu genutzt würde, religiöse Fragen gänzlich auszuklammern – zugunsten einer vermeintlich neutralen staatlichen Lebenskunde, Demokratie- oder Menschenrechtspädagogik. Rolf Schieder hat dies im „Handbuch Interreligiöses Lernen“ pointiert auf den Punkt gebracht: „Eigentlich will man eine staatseigene Zivilreligion, wagt aber nicht die offene Konkurrenz mit den Kirchen und Religionsgemeinschaften, sondern erklärt sich selbst für ‚neutral‘, womit die Religionsgemeinschaften eo ipso parteiisch sind. Das Motto lautet: Die anderen sind religiös, wir sind normal.“ [11]

3.1 Befähigung zum Reden über Religion
Wo Lebensverhältnisse kontingent werden, stellen sich religiöse Fragen neu. Wer angesichts der vorhandenen Vielfalt an Lebenskonzepten, Wertorientierungen und Sinnangeboten nicht gelernt hat, sich zu entscheiden, über den wird sehr leicht entschieden, aber eben von anderen. Diese Entscheidungsfähigkeit zu vermitteln, bleibt eine wichtige Aufgabe akademischer Bildungs- und Erziehungsgemeinschaften. Zugleich bedarf unser gemeinsames Zusammenleben sinnstiftender Lebensdeutungen, der Verpflichtung auf bestimmte verfahrensrechtliche Tugenden und eines Mindestkonsenses an substantiellen Einstellungen in Form einer Konzeption formaler Sittlichkeit. [12] Die Debatte um Integrationsdefizite hierzulande lässt berechtigte Zweifel aufkommen, ob wir uns einer solchen Konzeption formaler Sittlichkeit weiterhin hinreichend bewusst sein dürfen und ob wir bereit sind, diese auch hinreichend deutlich einzufordern. Bürgersinn oder zivilgesellschaftliches Bewusstsein stehen nicht einfach als Ressource zur Verfügung. Politik, Wirtschaft und Gesellschaft können nicht darüber hinwegsehen, dass ihre jeweiligen Sachbereiche auch unter der Bedingung des Pluralismus weiterhin religiös bestimmt werden.
Weder betrifft gesellschaftliche Integration allein strukturelle Voraussetzungen noch geht es um die bloße Übernahme gesellschaftlich vorgegebener Erwartungen. Die Ausbildung einer kulturellen oder religiösen Identität sowie die Entwicklung sozialer Integrationsfähigkeit werden nur als ein subjektiv bestimmter, aktiv zu gestaltender Prozess gelingen. Religiöse Bildung ist nicht von den Anforderungen einer wie auch immer gedachten staatsbürgerlichen Religion her zu denken, sondern vom sich bildenden Subjekt und seiner praktischen Urteilskraft. Die für die Moderne geltende Autonomie der Bildung setzt eine eigene religiöse Praxis nicht zwingend voraus. Gleichwohl wird aber von umfassender Persönlichkeitsbildung nur dann gesprochen werden können, wenn der Einzelne in der Lage ist, sich selbst und die Welt um sich mit Bezug auf religiöse Sprachformen wahrzunehmen und zu werten. Religiöse Lernprozesse bleiben unverzichtbarer Bestandteil des allgemeinen Bildungsauftrags – nicht im Sinne religiöser Rede, sondern im Blick auf die Befähigung zum Reden über Religion. Hier haben christliche Burschenschaften einen entscheidenden Bildungsauftrag gegenüber ihren Mitgliedern. Wissenschaftliche Abende ad Christianum sollten im Semesterprogramm eine Selbstverständlichkeit sein. Dabei wird die Freiheit in religiösen Dingen vom Einzelnen nur dann realisiert werden können, wenn religiöse Fragestellungen nicht durch politische Funktionalisierung neutralisiert oder bis zur Unkenntlichkeit domestiziert werden. [13]

3.2 Pflege der eigenen Identität
Ein Verständnis für das Fremde wird sich nur vom Standpunkt des Eigenen her entwickeln können, in der wechselseitigen Verschränkung von Selbst- und Fremdverstehen. Gelingender interkultureller und interreligiöser Austausch setzt voraus, dass alle Beteiligten auch etwas haben, das sie einbringen können – andernfalls kommt der Austausch letztlich zum Erliegen. Die Andersartigkeit des anderen zeichnet sich erst vor dem Hintergrund des Eigenen ab – und erst dann kann der Einzelne auch ein begründetes Urteil fällen. Wo alles gleich ausfällt, kann nicht mehr argumentativ gestritten werden. Eine zwar religionsfreundliche, aber letztlich plural-indifferente (Lern-)Umwelt wird religiöse Identitätsbildung eher erschweren als erleichtern. Dies hat nicht allein individuelle Folgen, sondern auch gesellschaftliche. Gelingende Integration setzt das Vorhandensein einer Kultur voraus, in die hinein Integration überhaupt möglich ist.
Dass uns hierzulande die Pflege unserer eigenen Kultur nicht immer leicht fällt, zeigt schon das diesjährige Jubiläum: Man muss nicht selbst Burschenschafter sein, um der Gründung der Urburschenschaft vor zweihundert Jahren zu gedenken. Angesichts der Tatsache, dass mit Nationalhymne und Flagge immerhin zwei der wichtigsten Nationalsymbole mit diesem Datum in Verbindung stehen, ist die Nichtbeachtung dieses Jubiläums in der Öffentlichkeit eine Schande.
Erfahrungen von Fremdheit und Irritation sind bei alldem nicht ausgeschlossen. Sie können niemals vollständig überwunden, sondern nur reflexiv bearbeitet werden. Toleranz ist nicht pädagogisch-intentional zu erzeugen, sie wird aber dort leichter fallen, wo religiöse Fragestellungen pädagogisch, akademisch, kulturell oder politisch nicht als Störfaktor ausgeklammert werden, sondern als Anlass zur geistigen Auseinandersetzung begriffen werden.
Die religiöse Entscheidung bleibt Sache des einzelnen Bundesbruders. Die Gemeinschaft unterstützt die freie geistige Auseinandersetzung des Einzelnen, im Ringen um die höchsten Ziele und Inhalte des Lebens. Doch wird ein Verständnis für religiöse Phänomene und ein gereiftes Urteil im Hinblick auf religiöse Fragestellungen auf Dauer nur dann erhalten bleiben, wenn zumindest ansatzweise der Kontakt mit gelebter Religion, mit religiösen Überzeugungen und Gewissheiten erhalten bleibt – ob man diese nun persönlich teilt oder nicht. Eine Ethosbildung, die bewusst von Formen gelebter Religion und Sittlichkeit abstrahieren wollte, würde auf Dauer an motivationsbildender Kraft verlieren. Heute geht es weniger darum, freiheitsbedrohende Übergriffe der Kirche abzuwehren, als vielmehr darum, Freiheitseinschränkungen durch einen übergriffig werdenden Säkularismus zu verhindern. Das Gleichgewicht zwischen positiver und negativer Religionsfreiheit gerät zu Lasten der ersteren ins Trudeln.
Daher ist es gut, dass im Rahmen des Jubiläumsprogramms in Jena am Ende doch der Platz für den Gottesdienst am Sonntagvormittag freigehalten wurde – auch wenn es Entscheidung des einzelnen Bundesbruders bleibt, diesen mitzufeiern oder nicht. Und daher ist es auch kein Widerspruch, wenn beispielsweise die Bamberger Alemannia als nichtkonfessioneller Bund seit einigen Jahren an der Großen Fronleichnamsprozession teilnimmt. Religiöses Bekenntnis, Selbstvergewisserung über die eigene Identität im gemeinsamen Zusammenleben der Stadt sowie die kulturethische Pflege der eigenen Tradition sind an diesem Tag sicher nicht zu trennen.
Und diese Elemente werden auch im Raum einer christlichen Burschenschaft nicht zu trennen sein. Die Pflege jener kulturethischen Bedeutung des Christentums, auf dem unser Gemeinwesen aufruht, kann nicht davon absehen, dass dieses Christentum immer nur in konfessioneller Ausprägung zu haben ist. Es gibt kein „ökumenisches Christentum“, es gibt nur unterschiedliche Bekenntnistraditionen, an denen wir als Christen gegenseitig teilnehmen können und in denen wir voneinander lernen können. Was oftmals als „ökumenischer Gottesdienst“ verkauft wird, ist bei genauerem Hinsehen nur der Verzicht auf Feierlichkeit und ein Sicheinigen auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner. Umgekehrt öffnen die einzelnen Bekenntnistraditionen einen Referenzrahmen, nicht allein in ästhetischer, sondern auch ethischer Hinsicht, dem eine kulturethische Bedeutung für das gemeinsame Zusammenleben in Staat und Gesellschaft weit über den Rahmen der eigenen Glaubensgemeinschaft hinaus zufällt.

3.3 Toleranz meint nicht Neutralität
Die Wirksamkeit des modernen Staates in religiösen Dingen bleibt um der personalen Freiheit des Einzelnen willen begrenzt – und zwar sowohl im Blick auf die Förderung bestimmter konfessioneller Bekenntnisse als auch umgekehrt im Blick auf einen forcierten Prozess vermeintlich neutraler „Demokratisierung“ aller Lebensbereiche, der Religion weitgehend aus dem öffentlichen Leben ausklammert und gerade durch die Verleugnung weltanschaulicher Horizonte selbst zur Weltanschauung wird. Beide Grenzen werden gegenwärtig prekär: Ob einerseits der Staat im Zuge des neueingeführten, stark integrationspolitisch motivierten Islamunterrichts die Grenzen seiner eigenen Wirksamkeit in religiösen Dingen tatsächlich einhält, wird sich auf Dauer erst noch erweisen müssen. Ich habe hier meine Zweifel.
Andererseits erweckt die Ausdehnung menschenrechtlicher Forderungen nach Ende der Blockkonfrontation und die Berufung auf eine fast schon quasireligiös überhöhte Kultur der Menschenrechte in jüngerer Zeit den Eindruck, hier könnte eine neue Zivilreligion entstehen, die letztlich den Rückgriff auf partikular-weltanschauliche Horizonte gänzlich überflüssig machen soll und jegliche konfessionelle Identitätsbildung fast schon als Sakrileg betrachtet. (Am Rande gesagt: Die Kirchen wiederum erwecken mitunter den Verdacht, der Rekurs auf die Menschenrechte könne eigene theologische Anstrengung ersetzen; so entsteht der Eindruck, die menschenrechtliche Forderung selbst sei schon die eigentliche „Botschaft“ der Kirche.) Welche Vereinigung könnte es sich dann noch erlauben, bestimmte konfessionelle Merkmale zur Voraussetzung einer Mitgliedschaft zu machen, ohne in den Ruf zu gelangen, vermeintlich „undemokratisch“ und ausgrenzend zu sein. Das Recht auf freie Vergemeinschaftung ist bedroht, wie Korporationen schon länger merken. Wo weltanschauliche Bindungen abgelöst werden sollen und der öffentliche Streit um das bessere Argument ersetzt wird durch das Tabu – in Gestalt eines vermeintlich neutral gedachten „demokratischen Habitus“ –, besteht leicht die Gefahr, den Einzelnen – mit welchen Mitteln auch immer – im Sinne gesellschaftspolitisch erwünschter Meinungen zu überwältigen. „Demokratisierung“ wird dabei missverstanden als Gleichschaltung des öffentlichen Raumes.
Keine Werterziehung wird ohne Rückgriff auf letzte Grundüberzeugungen die verwirrende Vielzahl an Werten in eine stimmige Ordnung bringen können. Die staatliche Neutralität in religiösen Dingen meint die Diskriminierungsfreiheit religiös-weltanschaulicher Überzeugungen, nicht deren Neutralisierung oder Nivellierung zu einer staatlich betriebenen, einheitlichen Zivilreligion. Wie weit religiöse Bezüge im öffentlichen Leben zulässig sein sollen, wird nicht allein von der Exekutive oder den Gerichten zu entscheiden sein – eine legitimatorische Selbstbedienungsmentalität des Staates in Wertfragen könnte leicht die Folge sein. [14] Diese Frage muss im gesellschaftlichen Diskurs verhandelt werden, Entscheidungen bedürfen der parlamentarischen Legitimation. Das jüngste Urteil zum Kopftuch in der Schule ist nicht unproblematisch, insofern es zwar einerseits die Religionsfreiheit stärkt, andererseits Religion aber dann doch als Störfall für den öffentlichen Frieden deklariert. Die Lehrerverbände haben darauf hingewiesen, wie problematisch es ist, die Klärung entsprechender Konflikte an die Einzelschule weiterzureichen. Der Weisheit letzter Schluss ist das aktuelle Urteil nicht. Die gesellschaftliche Debatte um die religiöse oder politische Bedeutung des Kopftuches und seine Stellung in öffentlichen Institutionen dürfte noch weitergehen – und das ist auch gut so.
Auch auf europäischer Ebene müssen diese Fragen ernsthaft verhandelt werden, wenn es nicht durch judikative oder exekutive Alleingänge zu Verwerfungen innerhalb der nationalen Gesellschafts- und Rechtstraditionen kommen soll. Eine europäische Harmonisierung ohne Konflikte scheint kaum vorstellbar, sollte eine solche überhaupt wünschenswert sein.
Jede Gesellschaft, die handlungsfähig bleiben will, braucht „eine symbolische Vorstellung von sich selbst“ [15]. Bei tragischen Ereignissen wird mehr als deutlich, dass der Staat auf Religion nicht verzichten kann und will. Aus historischen Gründen sind wir in Deutschland sehr zurückhaltend mit der Pflege einer eigenen Zivilreligion und haben deren Aufgaben vielfach an die großen Kirchen delegiert. Der religiöse Pluralismus bringt es zwangsläufig mit sich, den Kreis derjenigen Akteure zu öffnen, die am zivilreligiösen Konsens mitarbeiten. Der liberale Rechts- und Verfassungsstaat kann die gesellschaftlichen Teilsysteme nicht an eine gemeinsame, für alle verbindliche Weltanschauung binden. Umgekehrt bleibt das politische System aber grundsätzlich darauf angewiesen, dass die verschiedenen Bekenntnisse dieses auch aus religiösen Gründen anerkennen. Nicht umsonst gründet das kooperative Staat-Kirche-Verhältnis darin, dass Bischöfe nach ihrer Ernennung den Eid auf die Verfassung ablegen müssen.
Im Falle der großen Kirchen hat sich diese wechselseitige Anerkennung in langer Übung und nicht ohne leidvolle Erfahrungen ausbalanciert. Neue Konflikte zeigen sich gegenwärtig im Auftreten der katholischen Kirche gegen Bestrebungen, die Ehe für andere Lebensformen zu öffnen und gleichgeschlechtliche Lebensformen weitgehend zu entdiskriminieren. Treten neue Akteure in den Diskurs um die zivilreligiöse Frage ein, muss dies keinesfalls konfliktfrei vonstattengehen. Es bleibt abzuwarten, ob sich auch im Fall des Islams eine solche Balance einstellen wird, wenn dieser eine zunehmend gewichtiger werdende gesellschaftliche Rolle spielen sollte. Die Rede von einem „europäischen Islam“ suggeriert dies. Doch scheint das zivilreligiöse Konfliktpotential, das hier schlummert, gegenwärtig durchaus unterschätzt zu werden, genauso wie die emotionalen Verwerfungen, die drohen, wenn eine erstarkende Religion offensiv Felder besetzt, auf denen das Christentum an Terrain verliert. In der Beschneidungsdebatte oder in migrationsbedingten Formen eines neuerlichen Antisemitismus hat sich dieses Konfliktpotential in jüngster Zeit recht unvermittelt gezeigt. Die Aussage „Der Islam gehört zu Deutschland“ ist zunächst einmal trivial. Niemand kann ernsthaft bestreiten, dass es diese Religion in Deutschland gibt und dass die Religionsfreiheit auch für Muslime gilt. Als politische Aussage ist der Satz hingegen mehr Wunsch als Wirklichkeit. Dass der Islam einen produktiven Beitrag zur oben beschriebenen, spezifischen Idee abendländischer Kultur beitragen kann, muss er erst noch unter Beweis stellen.

4. Ausblick
Religion und Politik brauchen einander, soll sich nicht jeweils eine Seite absolut setzen – was in der Geschichte noch nie gut ausgegangen ist. In der zivilreligiösen Fragestellung zeigt sich, wie religiöse und politische Fragen miteinander verwoben sind. Denn die politisch denkenden Bürger sind zugleich Träger religiöser Haltungen im weitesten Sinne – und umgekehrt. Daher wird es keine Zivilreligion ohne Bezug zur verfassten Religion geben können, wie umgekehrt die verfasste Religion stets auf politische Rahmenbedingungen trifft. Bildung und Wissenschaft sind Orte, dieses Ineinander religiöser und politischer Fragestellungen reflexiv zu bearbeiten. Dabei wird es nicht allein darauf ankommen, politischen Bedingungen zu entsprechen, sondern diese selbst zum Gegenstand der bildenden und akademischen Auseinandersetzung zu machen und bildungsförderlich zu gestalten. Wir sollten uns dieser Debatte stellen, zumal unsere Universität vielfach nicht mehr der Ort freier geistiger Auseinandersetzung ist, der sie dem eigenen akademischen Anspruch nach sein sollte.
Welchen Beitrag können christliche Burschenschaften in den zivilreligiösen Diskurs einspeisen? Welchen Beitrag können sie zur kulturethischen Pflege christlicher Traditionen in einer pluralen Gesellschaft beitragen? Wie können sie ihr spezifisches Profil bewahren, wenn selbst im eigenen Nachwuchs mit einer schwächer werdenden religiösen Sozialisation zu rechnen ist? Dies sind Fragen, denen sich das Cartell Christlicher Burschenschaften stellen sollte. –
Teilhabe statt Herrschaft, Richtung statt Sinnleere, Verbindlichkeit statt Beliebigkeit machen die – im weitesten Sinne – religiöse Grundstruktur einer Bildungs- und Erziehungsgemeinschaft aus. Religion und Bildung setzen Freiheit voraus und sind nur als zweckfreie Prozesse denkbar. [16] Wer erzieht soll gerecht handeln, nicht aus Gerechtigkeit, also um einer bestimmten Idee willen. Pädagogische Führung ist kein Herrschaftsverhältnis, sondern die freiwillige Bindung an den anderen um dessen Freiheit willen. Es geht um ein Vertrauensverhältnis, durch das der Einzelne lernt, sich selbst und seinen Fähigkeiten immer mehr zu vertrauen. Dies setzt ein Zutrauen in die Werturteilsfähigkeit des anderen voraus. Politisch folgenlos bleibt ein solches Tun nicht. Denn Gerechtigkeit als argumentative Forderung für das Zusammenleben ist keinesfalls voraussetzungslos, sondern bedarf der Liebe zur Gerechtigkeit. Ohne umfassende (akademische) Charakterbildung, die mehr ist als Wissen, wird diese Liebe nicht geweckt werden können. In diesem Sinne verbinden sich politischer Auftrag und akademisches Selbstverständnis miteinander. Wer wüsste das besser als die burschenschaftliche Bewegung, deren Gründung vor zweihundert Jahren wir 2015 feiern.

(Axel Bernd Kunze)

Für wertvolle studentengeschichtliche Hinweise danke ich Herrn OB a. D. Dr. Günter W. Zwanzig.

 

[1] Thomas Sternberg: Das Kreuz – religiöses oder kulturelles Symbol? Über Kreuze in öffentlichen Gebäuden, in: Engagement (2013), H. 1, S. 19 – 28, hier: 24.
[2] Vgl. Axel Bernd Kunze: Befähigung zur Freiheit. Beiträge zum Wesen und zur Aufgabe von Bildungs- und Erziehungsgemeinschaften, München 2013.
[3] Vgl. Axel Bernd Kunze: Bildungsplanreform 2015 in Baden-Württemberg in der Kritik. Pädagogisch geht es um mehr als die Darstellung sexueller Vielfalt im Unterricht, in: Katholische Bildung 115 (2014), H. 5 (Mai 2014), S. 212 – 223; Ders.: „Kulturkampf“ in Baden-Württemberg: Kontroverse um den Bildungsplan 2015 verengt den Blick auf ein Reizthema: Schüler nicht beeinflussen, sondern stärken. Baden-Württembergs Bildungsplanreform 2015, in: Profil. Das Magazin für Gymnasium und Gesellschaft (2014), H. 3, S. 18 – 27.
[4] Gunnar Auth: Der burschenschaftliche Dreiklang „Gott-Freiheit-Vaterland“ und seine Bedeutung für den Schwarzburgbund, in: Die Schwarzburg (2003), H. 3/4, S. 11 – 12.
[5] Vgl. Herfried Münkler: Die Deutschen und ihre Mythen, Berlin 2009.
[6] Vgl. Katechismus der Katholischen Kirche (1992), Abs. 1956.
[7] Vgl. Heinrich August Winkler: Was hält Europa zusammen?, Stuttgart 2005.
[8] Ernst-Moritz Arndt: Allgemeines Deutsches Kommersbuch, Bundeslied, 1815,.
[9] Vgl. Harald Lönnecker: Die Burschenschaft im ersten Halbjahrhundert ihres Bestehens, in: Burschenschaftliche Blätter 130 (2015), H. 2, S. 53 – 59, hier: 56 f.
[10] Vgl. Peter Paulig: Die Verantwortung des Lehrers gegenüber Individuum und Gesellschaft, in: Margret Fell (Hg.): Erziehung, Bildung, Recht. Beiträge zu einem interdisziplinären und interkulturellen Dialog. Festschrift für Philipp Eggers zum 65. Geburtstag am 9. Juli 1994, Berlin 1994, S. 138 – 152, v. a. 143.
[11] Rolf Schieder: Politik und Religion in der Zivilgesellschaft, in: Handbuch Interreligiöses Lernen, Gütersloh 2005, S. 28 – 40, hier: 34.
[12] Vgl. Axel Bernd Kunze: Integration durch Bildung? Pädagogische und bildungsethische Klärungen zum Umgang mit Gleichheit und Differenz, in: Michelle Becka, Albert-Peter Rethmann (Hgg.): Ethik und Migration. Gesellschaftliche Herausforderungen und sozialethische Reflexion, Paderborn 2010, S. 165 – 184.
[13] Dies war 2011 ausdrücklich Thema der damaligen Kommersrede beim 150. Stiftungsfest der Leipziger Burschenschaft Alemannia zu Bamberg gewesen: Vgl. Peter Bruns: Kommersrede „Wie viel Religion (Christentum) verträgt die Gesellschaft? Betrachtungen eines Patrologen“, in: Gunnar Auth, Axel Bernd Kunze (Hgg.): 150 Jahre Leipziger Burschenschaft Alemannia. Erinnerungsschrift zum Jubiläumsstiftungsfest 2011, hg. i. A. des Verbandes Alter Herren, Bamberg 2013, S. 45 – 52.
[14] Vgl. Schieder (2005), S. 33 – 35.
[15] Schieder (2005), S. 31.
[16] Vgl. Thomas Mikhail: Bilden und Binden. Zur religiösen Grundstruktur pädagogischen Handelns, Frankfurt a. M. u. a. 2009.

Wie politisch ist die Elementarbildung?

Wie politisch ist die Elementarbildung? – Mit dieser Frage startete die laufende Fortbildungsreihe zur Nachqualifizierung Pädagogischer Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen an der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt nach der Sommerpause in die zweite Runde. Die Teilnehmerinnen beschäftigten sich unter der Leitung von PD Dr. Axel Bernd Kunze, stv. Schulleiter und Dozent, in der Seminarsitzung am 23. September dieses Jahres mit Fragen des Globalen Lernens, der Menschenrechtsbildung und der Demokratiepädagogik. Deutlich wurde, wie groß die Verantwortung von Erzieherinnen ist. Deren Tätigkeit kann als Menschenrechtsprofession bezeichnet werden: Erzieherinnen sollen die Kinderrechte achten und schützen. Sie sollen Kinder wichtige Kentnisse und Fähigkeiten vermitteln, die sie später für das Leben in einer globalisierten Welt benötigen. Sie sollen sie ermutigen, sich für die Rechte anderer einzusetzen. Und sie sollen die Kinder bereits in der Kindertageseinrichtung an Entscheidungsprozessen beteiligen, damit sie von klein auf eine aktive Rolle in der Demokratie einüben. Pädagogische Arbeit ist etwas anderes als Politik. Aber Erzieherinnen üben, wie das Fortbildungsmodul deutlich machte, politischen Einfluss aus durch das, was sie den Kindern auf ihren Lebensweg mitgeben – oder eben auch nicht.
Die Fortbildungsreihe läuft noch bis Ende November. Nach einem Jahr intensiver Arbeit erhalten die Teilnehmerinnen dann ein Abschlusszertifikat, das ihnen ermöglicht als Pädagogische Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen eingesetzt zu werden. Ein neuer Fortbildungskurs beginnt kurz vor Weihnachten.

Gender und Schule

Gender und Schule –

Chancen und Grenzen des schulischen Erziehungsauftrags

Herbsttagung 2015 der Katholischen Elternschaft Deutschlands

 

Baden-Württemberg hat im vergangenen Jahr erlebt, wie sehr Bildungsfragen die Gemüter erhitzen und zum Anlass für gesellschaftliche Auseinandersetzungen werden können. Vermutlich handelt es sich um den ersten Bildungsplan, bei dem die Polizei gegen gewalttätige Ausschreitungen vorgehen musste. Im Vordergrund stand der Umgang mit sexueller Vielfalt im Schulunterricht. Das eigentliche pädagogische Problem allerdings liegt tiefer: Neuere kompetenzorientierte Bildungspläne legen nicht allein Kenntnisse und Fähigkeiten fest, welche Schüler am Ende können sollen. Sie beanspruchen auch, Einstellungen und Handlungsbereitschaften zu steuern. Damit überschreitet der liberale Verfassungs-, Rechts- und Kulturstaat seine Grenzen. Die Schule darf ein bestimmtes äußeres Handeln einfordern, nicht aber das Denken und Fühlen der ihr anvertrauten jungen Menschen normieren. Schule soll vielmehr zum selbständigen Denken und Handeln befähigen. Ähnliche Kritik wie in Baden-Württemberg regt sich inzwischen auch in anderen Bundesländern, in denen Bildungspläne reformiert werden sollen, so z. B. in Niedersachsen oder Nordrhein-Westfalen.

Bildungsfragen sind zugleich Gesellschaftsfragen, das zeigen die aktuellen Kontroversen sehr deutlich. Dabei geht es um die Frage, welche Rolle Schule in Staat und Zivilgesellschaft einnehmen soll. Zu fragen ist nach den Chancen, aber auch Grenzen ihres Auftrags sowie nach den Möglichkeiten schulischer Bildung und Erziehung, nicht zuletzt im Rahmen der Werterziehung. Besondere Aufmerksamkeit genießt dabei der Umgang mit Geschlechterfragen im Unterricht. Diese berühren einen Kernbereich der menschlichen Persönlichkeit, in dem staatliche Übergriffe besonders deutlich erfahren werden. Zu fragen ist: Wie kann Schule zum selbstbestimmten und verantwortlichen Umgang mit der eigenen Geschlechtlichkeit befähigen? Und wie kann Schule ihrem Auftrag, zum toleranten Umgang in einer pluralen Gesellschaft beizutragen, pädagogisch gerecht werden?

Die Katholisch-soziale Akademie Franz-Hitze-Haus in Münster lud Anfang September auf Einladung der Katholischen Elternschaft Deutschlands dazu ein, sich diesen Fragen zu stellen. Der Referent ist selber im Schuldienst tätig und seit Jahren im bildungsethischen Fachdiskurs engagiert.

Den Vortrag finden Sie hier.

Eine Pressemitteilung des Verbands zu seiner Herbsttagung finden Sie hier.