Rezension: Relationale Erziehungswissenschaft

Axel Bernd Kunze rezensiert:

Malte Ebner von Eschenbach, Ortfried Schäffter (Hrsg.): Denken in wechselseitiger Beziehung. Das Spectaculum relationaler Ansätze in der Erziehungswissenschaft. Weilerswist: Velbrück GmbH 2021. 357 Seiten. ISBN 978-3-95832-245-5. D: 39,90 EUR, A: 35,90 EUR.

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Rezension: Vernünftiger Wille oder Wille zur Vernunft?

Axel Bernd Kunze rezensiert:

Cover Dietmar Langer: Vernünftiger Wille oder Wille zur Vernunft? ISBN 978-3-339-13454-7

Dietmar Langer: Vernünftiger Wille oder Wille zur Vernunft? Zur Frage, wie kommt man eigentlich zur Vernunft ? und ihrer Bedeutung für die Erziehung zur Mündigkeit, Hamburg: Verlag Dr. Kovac 2023. 224 Seiten. ISBN 978-3-339-13454-7. D: 84,80 EUR, A: 87,20 EUR.
Reihe: Schriften zur Pädagogischen Theorie, Band 21.

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Rezension: Die Bibel bildet

„Theologie und höhere Bildung“ heißt das neue Themenheft der Zeitschrift CONCILIUM. Darin rezensiert Axel Bernd Kunze die folgenden Titel (Jg. 59, Heft 5 v. Dezember 2023, S. 604 – 609):

Irmtraud Fischer, Jörg Frey, Ottmar Fuchs, Katharina Greschat, Alexandra Grund-Wittenberg, Bernd Janowski, Ralf Koerrenz, Volker Leppin, Tobias Nicklas, Gabrielle Oberhänsli-Widmer, Uta Poplutz, Dorothea Sattler, Konrad Schmid, Andreas Schüle, Günter Thomas, Samuel Vollenweider, Michael Welker (Hgg.): Bildung (Jahrbuch für Biblische Theologie; Bd. 35/2020), Göttingen: Vandenhoek & Ruprecht 2021, 298 Seiten.

Marianne Heimbach-Steins, Michelle Becka, Johannes J. Frühbauer, Gerhard Kruip (Hgg.): Christliche Sozialethik. Grundlagen – Kontexte – Themen. Ein Lehr- und Studienbuch, Regensburg: Friedrich Pustet 2022, 528 Seiten.

CONCILIUM, das bisher im Würzburg Echter-Verlag erschienen ist, wird ab dem kommenden Jahrgang 2024 vom Verlag Karl Alber im Rahmen der Nomos-Verlagsgruppe herausgebracht.

Rezension: Pädagogisches Neusprech

Axel Bernd Kunze rezensiert in der aktuellen PROFIL-Ausgabe des Deutschen Philologenverbandes den Band:

Karl-Heinz Dammer, Anne Kirschner (Hgg.): Pädagogisches Neusprech. Zur Kritik aktueller Leitbegriffe (Pädagogik kontrovers), Stuttgart: W. Kohlhammer 2023, 260 Seiten, 36 Euro

Axel Bernd Kunze (Rez.): Pädagogisches Neusprech. Zur Kritik aktueller Leitbegriffe, in:

Profil. Das Magazin für Gymnasium und Gesellschaft (2023), Heft 12, S. 38 – 40.

Rezension: 25 Berufe, die die Welt besser machen?

Berufliche Orientierung ist ein wichtiges Thema. Zumal in einer Welt an Ausbildungen und Studiengängen, die immer vielfältiger und unübersichtlicher werden. Und Berufsorientierung beginnt schon früh, etwa mit Bilderbüchern, die Kinder in die reale Welt der Berufe einführen. Auch der Rezensent hatte solche Bücher, wie er sich noch heute erinnert.

Der vorliegende Titel „Alle helfen“ führt möglicherweise in die „reale Welt“ ein – aber auf welche Weise? Weniger „ermutigend“, wie der Klappentext verspricht, sondern in hohem Grade wertend. Es wäre nichts dagegen zu sagen, helfende Berufe vorzustellen (wobei der Band mit Oma und Assistenzhündin durchaus liebenswert die Berufswelt im engeren Sinne überschreitet). Doch hier geht es um einseitige politische Wertungen. Feuerwehrmänner, Assistenzhunde, Bergretter und Hebammen kann man zu jenen – so der Untertitel – Berufen zählen, „die die Welt besser machen“ (über die  sprachlich unelegante Wortwiederholung schauen jetzt einmal hinweg). Doch wie ist es etwa mit Klimaaktivisten oder Seenotrettern (im Mittelmeer)? Hier werden Kinder politisch vereinnahmt. Die politische Debatte um Schleuserkriminalität oder die rechtliche Debatte um eine Abgrenzung zu Nötigung und Extremismus werden bewusst ausgeblendet. Entwicklungspsychologisch ist das verständlich. Aber gerade das macht den Band als Kinderbuch ungeeignet: Wo Kinder einseitig politisch vereinnahmt und mit Inhalten überfallen werden, die sie denkend (noch) gar nicht nachvollzogen werden, werden das pädagogische Überwältigungsverbot und das Kontroversitätsgebot verletzt.

Gutgemeint ist mitunter das Gegenteil von gut gemacht. Dies ist im vorliegenden Fall umso bedauerlicher, weil das Buch an sich ansprechend gestaltet ist und zum Entdecken und „Immer-wieder-zur-Hand-Nehmen“ einlädt. Doch: Lieber Finger weg von diesem Buch. Es gibt bessere, kindgerechtere Bilder- und Kinderbücher, welche die Welt der Berufe erschließen und Mündigkeit fördern – damit sich Kinder, wenn sie älter geworden sind, tatsächlich eine eigenständige politische Meinung bilden und sich informiert und selbstbestimmt für einen Beruf entscheiden können.

Rike Drust, Horst Klein: Alle helfen. 25 Berufe, die die Welt besser machen, Leipzig: Klett Kinderbuch 2023, 60 Seiten, 18 Euro.

Studentengeschichte: AKSt stellt Mahnmal für Bamberger Widerstand vor

Der Arbeitskreis der Studentenhistoriker stellt auf seinen Internetseiten das Mahnmal für den Bamberger Widerstand vor. Anlass ist die Neuerscheinung einer Buchpublikation zum Thema:

Rezension: Gelungener Einstieg in die Pflegeethik

Fachkräfte werden im Pflegebereich dringend gesucht. Mittlerweile entstehen neben der vor einigen Jahren generalisierten Ausbildung immer mehr Studiengänge für Pflegewissenschaft. Wie in anderen sozialen Dienstleistungsprofessionen auch stehen Pflegekräfte immer wieder vor der Herausforderungen, über ethische Wertkonflikte zu reflektieren und ihr Handeln sittlich zu reflektieren. Ein utb-Bändchen bietet einen ersten Einstieg in die Pflegeethik, gestaltet als Lehrbuch enthält das Werk Reflexionsfragen, Übungs- und Onlineaufgaben für das Selbststudium.

Der Band kann als gelungen bezeichnet werden und vermittelt einen kompakten Einstieg in das breite Feld einer Professionsethik für die Pflegewissenschaft und den Pflegebereich. Die ethischen Fragen, die angesprochen werden, reichen vo der professionsethischen Ebene im direkten Umgang mit dem Pflegepatienten über organisationsethische Fragen, etwa im Umgang mit begrenzten Ressourcen, bis zur sozialethischen Ebene. Trotz seiner Dichte ist der Band inhaltlich gut verständlich, allein der Umgang mit religiösen Bedürfnissen im Pflegealltag kommt zu kurz. Wer einen Einstieg in die Ethik der Pflege sucht, ist mit diesem Band gut beraten.

Andrea Schiff, Hans-Ulrich Dallmann: Ethik in der Pflege. Mit Online-Aufgaben (utb; 5587), München: Ernst Reinhardt 2021, 238 Seiten.

Rezension: Tagungsband der 82. deutschen Studentenhistorikertagung

ACTA STUDENTICA, die Zeitschrift des Österreichischen Vereins für Studentengeschichte, rezensiert in ihrer neuen Ausgabe (53. Jg., Dezember 2023, Folge 227, S. 21 f.) den Tagungsband der 82. deutschen Studentenhistorikertagung, die 2022 in Würzburg stattfand. Das Fazit der Besprechung: „Ein sehr interessanter Querschnitt durch die Studentengechichte!“

Rezension: Bilder von Bildung

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte – weiß der Volksmund. Und in der Tat: Jochen Krautz gelingt es, mit seinen Bildern der Bildung mehr über den Kern des Pädagogischen auszudrücken als so vielen anderen bildungswissenschaftlichen Abhandlungen, die entweder einer Maßnahmenpädagogik huldigen oder bei sekundären Bildungszwecken stehenbleiben. Nach dem schnell so betitelten PISA-Schock 2.0 wird es sicher so manche Beispiele dieser Gattung wieder zu bestauen geben. Aber vielleicht würde es um das Bildungssystem ganz anders stehen, wenn es mehr um Pädagogik statt um Bildungsreformen ginge. Das Bild von Bildung, das sich dem Leser des Bandes am Ende zusammensetzt, arbeitet einen humanen Geist. Gute Schule trainiert nicht, sondern fördert, verschenkt keine Bildungstitel, sondern fordert den Einzelnen, etwas aus sich zu machen, vermittelt kein Wissen, sondern ermöglicht Verstehen, verleiht nicht funktionale Kompetenzen, sondern setzt auf Autonomie. Doch soll am Ende auch dieser Beitrag nicht ohne Empirie auskommen – und wenn es auch nur eine „anekdotische Evidenz“ sein kann: Das Buch wirkt. Dies beweist der Szenenapplaus des Kollegiums, als der Rezensent eine Bildauslegung zu Beginn der Lehrerkonfrenz als Impuls vorgetragen hat. Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen sie ihren Bildungsforscher oder Kultusminister.

Jochen Krautz: Bilder von Bildung. Für eine Renaissance der Schule, München: Claudius 2022, 152 Seiten.